معرفی کتاب «Specula sororum. 15th Century Books of Behaviour and Etiquette for Sisters: Gattungskonstitution - Editionen - Untersuchungen» نوشتهٔ Borries, Ekkehard، منتشرشده توسط نشر Saur در سال 2008. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
This interdisciplinary literary study takes as its subject the educationally resourceful instructional texts for women living in convents in the Late Middle Ages. This study pioneers the methodological constitution and establishment of a new text type for this sacred literature, the “Speculum sororum”. Compared with rules, statutes and vitae, the “Speculum sororum” displays a variety of literary forms and provides informative insights into the everyday life, mindscape and particular piety of the sisters from this age. The texts are edited in their entirety or in extracts with a commentary and are analysed and located within literary history and the history of piety. Frontmatter Vorwort Inhalt I. Einleitung 1. Zur Forschungssituation 2. Die besessene Schwester Agnes: Ein Text als Leitmodell 3. Ziele und Vorgehensweise II. Die besessene Schwester Agnes: Überlieferung und Textgeschichte 1. Zur Erarbeitung der Überlieferung 2. Die Handschriften 3. Ursprung und Verbreitung des Textes III. Vorstudien zur Edition des Textes 1. Einleitende Überlegungen 2. Die Abhängigkeitsverhältnisse der Textzeugen 3. Schematische Darstellung der wahrscheinlichen Textentwicklung 4. Eine Mehrfassungs-Edition als Konzept 5. Die Anlage der Edition IV. Edition des Redaktionstextes 1 nach SG2 1. Editionsprinzipien 2. Editionsrichtlinien 3. Sprachbeschreibung des Textes in der Handschrift SG2 4. Edition Die besessene Schwester Agnes nach SG2 (Redaktion 1) 5. Stellenkommentar zum Redaktionstext 1 V. Teileditionen des Redaktionstextes 2 aus C und SG1 1. Hinweise zur Teiledition von C 2. Sprachbeschreibung des Textes in der Handschrift C 3. Teiledition Die besessene Schwester Agnes nach C (Redaktion 2) 4. Hinweise zur Teiledition von SG1 5. Sprachbeschreibung des Textes in der Handschrift SG1 6. Teiledition Die besessene Schwester Agnes nach SG1 (Redaktion 2) VI. Untersuchungen zum Text 1. Sprachelemente und Stilmittel 2. Textstrukturen 3. Die Textinhalte im Einzelnen 4. Bemerkungen zur Autorschaft 5. Intentionen der ’Autoren‘ und Funktionen des Textes 6. Aspekte der Textrezeption VII. Der Text als Gattungsmodell 1. Einführende Bemerkungen 2. Die Gattungsermittlung des Textes 3. Schwesternspiegel als Forschungsdesiderat 4. Merkmale des Modelltextes als Paradigmen des Texttyps VIII. Ein Textkorpus als Aufgabe 1. Texttitel und Textadressierungen: Probleme und ihre Überwindung 2. Die Gattungskonstitution: Der Texttyp als Reihe mit Randtexten und Mustertexten 3. Textbeispiele zur Demonstration von Ausgrenzungsentscheidungen IX. Das Textkorpus:Schwesternspiegel des 15. Jahrhunderts 1. Beispiele für Randtexte 2. Beispiele für Mustertexte 3. Weitere Beispiele des Texttyps X. Literar- und frömmigkeitshistorische Einordnung 1. Zum problematischen Gebrauch des Begriffs ’Frauenmystik‘ 2. Monastische Frauenfrömmigkeit im 15. Jahrhundert 3. Literatur für Schwestern: Die didaktische Funktion bestimmt die sprachlichen Mittel 4. Schwesternbücher als Vergleichstexte XI. Ergebnisse 1. Der Modelltext 2. Die ermittelten Schwesternspiegel Verzeichnisse und Register Abkürzungsverzeichnis Literaturverzeichnis Register
Gegenstand der philologischen Arbeit, die interdisziplinär ausgerichtet ist, sind didaktisch findig konzipierte Unterweisungstexte, die für monastisch lebende Frauen des Spätmittelalters verfasst wurden.
Mit der Studie wird ein neuer Texttyp dieser geistlichen Literatur, der des Schwesternspiegels, konstituiert und etabliert. Anhand eines Modelltextes über eine besessene Schwester, der in einer aufwändigen Mehrfassungsedition vorgelegt und umfassend erschlossen wird, arbeitet der Autor texttypdeterminierende Merkmale heraus, die bei der Recherche nach einem Korpus von Schwesternspiegeln als Grundlage dienen. Die so ermittelten Texte werden einzeln vorgestellt, in Auszügen ediert und literar- und frömmigkeitshistorisch eingeordnet.
Im Vergleich zu Regeln, Statuten und Viten sind Schwesternspiegel literarisch vielfältig gestaltet. Sie sind Zeugnisse für ein innovatives Verständnis von Literaturgebrauch in dieser Zeit, ermöglichen zudem aufschlussreiche Einblicke in den Alltag, die Vorstellungswelt und die spezifische Frömmigkeit der Schwestern.
Da die erarbeitete Methode der Texttypermittlung auf andere Schriften übertragbar ist, bietet das Buch auch ein neues, wegweisendes Verfahren für die Erschließung von Gattungen und Texttypen der geistlichen Literatur des Mittelalters.
Gegenstand der philologischen Arbeit, die interdisziplinär ausgerichtet ist, sind didaktisch findig konzipierte Unterweisungstexte, die für monastisch lebende Frauen des Spätmittelalters verfasst wurden. Mit der Studie wird ein neuer Texttyp dieser geistlichen Literatur, der des Schwesternspiegels, konstituiert und etabliert. Anhand eines Modelltextes über eine besessene Schwester, der in einer aufwändigen Mehrfassungsedition vorgelegt und umfassend erschlossen wird, arbeitet der Autor texttypdeterminierende Merkmale heraus, die bei der Recherche nach einem Korpus von Schwesternspiegeln als Grundlage dienen. Die so ermittelten Texte werden einzeln vorgestellt, in Auszügen ediert und literar- und frömmigkeitshistorisch eingeordnet. Im Vergleich zu Regeln, Statuten und Viten sind Schwesternspiegel literarisch vielfältig gestaltet. Sie sind Zeugnisse für ein innovatives Verständnis von Literaturgebrauch in dieser Zeit, ermöglichen zudem aufschlussreiche Einblicke in den Alltag, die Vorstellungswelt und die spezifische Frömmigkeit der Schwestern. Da die erarbeitete Methode der Texttypermittlung auf andere Schriften übertragbar ist, bietet das Buch auch ein neues, wegweisendes Verfahren für die Erschließung von Gattungen und Texttypen der geistlichen Literatur des Mittelalters.