معرفی کتاب «Soziologie und Geschichtsphilosophie. Die Repräsentation historischer Wirklichkeit bei Emile Durkheim» نوشتهٔ Felix Steilen; Wallstein-Verlag، منتشرشده توسط نشر Konstanz University Press. in Wallstein-Verlag GmbH Verlag und Werbung در سال 2022. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Historische Wirklichkeiten in der Soziologie: eine Annäherung an die Geschichtsphilosophie Emile Durkheims. Die historischen Wurzeln der Soziologie liegen im Frankreich des 19. Jahrhunderts. Die Unruhen der Revolutionszeit, der anschließende Papierblütenfrühling der Restauration, das Verfügbarwerden der Ordnung nach dem Ende des Ancien Régime, die Erosion der katholischen Weltsicht, das Elend der zahlreichsten und ärmsten Klasse, der Aufstieg des Dritten Standes und ähnliche epochale Markierungen bilden den Hintergrund des zeitgenössischen Denkens. Gleichzeitig zeichnet sich der realgeschichtliche Aufstieg der Gesellschaft gegenüber dem Staat ab. Damit verbunden ist der geschichtsphilosophische Tatbestand, dass dem Begriff des Staates fortan ein Begriff der Gesellschaft gegenübersteht: Alle politischen Begriffe sind nun gleichsam Begriffe einer gesellschaftlichen Wirklichkeit und neben die Wissenschaft von der Politik tritt die bürgerliche Wissenschaft von der Gesellschaft. Felix Steilen untersucht Emile Durkheims Werk erstmals umfassend hinsichtlich der geschichtsphilosophischen Gehalte. Umschlag Titel Inhalt Einleitung Geschichtsphilosophie als historische Denkform Zur Übersicht der Einzelkapitel 1. Soziologische Geschichtsphilosophie als Problem in der Literatur 1.1 Soziologische Geschichtsphilosophie: »Turn of the Century« – Dilthey, Troeltsch, Croce und andere 1.2 Soziologische Geschichtsphilosophie: »Mid-Century« – Salomon, Nisbet, Parsons und andere 1.3 Durkheimliteratur im engeren Sinne – Allgemeines vs. Konkretes 1.4 Der Soziologe als Klassiker und als Kind der Zeit 1.5 Wissenschafts- und Geschichtstheorie als allgemeiner Rahmen 2. Soziale Wirklichkeit als Gegenstand einer neuen Wissenschaft 2.1 Die Idee einer spezifischen Seinsmäßigkeit des Sozialen 2.2 Une réalité sui generis – Wirklichkeit als emergentes Phänomen 2.3 Weitere Bedeutungen 2.4 Äußere Wirklichkeit als Erkenntnisproblem 2.5 Der Entwicklungsgedanke 3. Von der sozialen zur historischen Wirklichkeit 3.1 Geschichtliches Erkennen oder soziale Wahrheit 3.2 Gesetze der Geschichte oder der Gesellschaft? 3.3 Staatsformen als Gesellschaftsformen 3.4 Innerer Zusammenhalt und äußerer Rahmen 3.5 Circonstances und nichtintendiertes Handeln 3.6 Die historische Periodisierung: Moderne und Vormoderne 4. »Une sorte d’histoire universelle«. Durkheims Darstellung des höheren Unterrichts als Werdegang der französischen Zivilisation 4.1 Elemente der Epochenimagination 4.2 Wort und Wirklichkeit in der Scholastik 4.3 Trieb und Bedürfnis eines Zeitalters 4.4 Konflikt der Epochen – Konfrontation der Bedürfnisse 4.5 Das Streben der Renaissance ins Unendliche 4.6 Verallgemeinerung und Abstraktion als moderne Irrtümer 4.7 Konservatismus in der Pädagogik 5. Weltanschauliche Implikationen. Die Soziologie zwischen Aufklärung, Frühsozialismus und Gegenrevolution 5.1 Durkheim im Verhältnis zur Geschichtsphilosophie Kants 5.1.1 Antriebe historischen Wandels 5.1.2 Ein Widerspruch Kants und ein Blick auf Grenzen der Vernunft 5.2 Ein Kantkommentar und Durkheim über das Erkennen 5.2.1 Erkennen als Unterscheiden – von Kant zu Nietzsche 5.2.2 Eine Fundamentalunterscheidung im religiösen Erkennen 5.3 Kollektive Ekstase und Zivilreligion 5.4 Durkheims Fragen als Fragen Rousseaus 5.4.1 Arbeitsteilung bei Durkheim und Rousseau 5.4.2 Die Figur der Circonstances zum Zweiten 6. Gibt es Elemente der Gegenaufklärung im Denken Durkheims? 6.1 Maistres Konservatismus 6.2 Die Idee der Dauer im Traditionalismus 6.3 Die Dreigestalt moderner Weltanschauungen bei Juan Donoso Cortés 6.4 Reale Differenzen zwischen katholischer und soziologischer Auffassung Schlussbetrachtung Literatur Dank Impressum
Historische Wirklichkeiten in der Soziologie: eine Annäherung an die Geschichtsphilosophie Emile Durkheims.Die historischen Wurzeln der Soziologie liegen im Frankreich des 19. Jahrhunderts. Die Unruhen der Revolutionszeit, der anschließende Papierblütenfrühling der Restauration, das Verfügbarwerden der Ordnung nach dem Ende des Ancien Régime, die Erosion der katholischen Weltsicht, das Elend der zahlreichsten und ärmsten Klasse, der Aufstieg des Dritten Standes und ähnliche epochale Markierungen bilden den Hintergrund des zeitgenössischen Denkens. Gleichzeitig zeichnet sich der realgeschichtliche Aufstieg der Gesellschaft gegenüber dem Staat ab. Damit verbunden ist der geschichtsphilosophische Tatbestand, dass dem Begriff des Staates fortan ein Begriff der Gesellschaft gegenübersteht: Alle politischen Begriffe sind nun gleichsam Begriffe einer gesellschaftlichen Wirklichkeit und neben die Wissenschaft von der Politik tritt die bürgerliche Wissenschaft von der Gesellschaft. Felix Steilen untersucht Emile Durkheims Werk erstmals umfassend hinsichtlich der geschichtsphilosophischen Gehalte.