Sozialraum Stadtbus : Eine Analyse von Einstellungsmustern zum Busfahren im großstädtischen Raum
معرفی کتاب «Sozialraum Stadtbus : Eine Analyse von Einstellungsmustern zum Busfahren im großstädtischen Raum» نوشتهٔ Alexandra Bensler، منتشرشده توسط نشر Springer Fachmedien Wiesbaden : Imprint: Springer VS در سال 2020. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Für die Stärkung des öffentlichen Verkehrs in der Stadt ist es zentral, die Fahrgasteinstellungen zum ÖPNV zu verstehen, um das Verkehrsangebot kundenfreundlich gestalten zu können. Alexandra Bensler entwickelt eine Typologie der Fahrgasteinstellungen zum Busfahren, die das breite Spektrum vom begeisterten bis zum stark abgeneigten Fahrgast erfasst. Systematisiert werden die Typen durch eine lebensweltliche und sozialräumliche Betrachtung des Busfahrens anhand von Fahrgastinterviews. Schlüsselmerkmale der vier Einstellungstypen sind das Sicherheits- und Kontrollgefühl sowie die Bewertung der Fahrtzeit. Von den Typbeschreibungen ausgehend werden situative und sozialstrukturelle Einflüsse aufgezeigt, die die Typen prägen können. Der Inhalt Lebensweltliche und sozialräumliche Theorieperspektiven auf das Busfahren Materielle und soziale Strukturierung des Busraums Typologie der Fahrgasteinstellungen zum Busfahren Ursächliche Faktoren der Einstellungen zum Busfahren Die Zielgruppen Dozierende und Studierende der Mobilitäts-/Verkehrsforschung und der Stadtsoziologie Experten in Verkehrsunternehmen und bei Fahrzeugherstellern (ÖPNV) Die Autorin Alexandra Bensler ist in der Mobilitätsforschung und beratung in München tätig. Zuvor war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut Arbeit und Wirtschaft der Universität Bremen. Dort forschte sie zu Stadtentwicklung und nachhaltiger Mobilität Danksagung 6 Inhalt 8 Abbildungsverzeichnis 14 Tabellenverzeichnis 16 Abkürzungsverzeichnis 17 1 Einführung 18 2 Forschungsstand 24 2.1 Theoretische Ansätze zum Nachvollziehen von Verkehrsmittelwahl und Verkehrshandeln 24 2.2 Herangehensweisen und Schwerpunkte bei der Untersuchung der Verkehrsmittelwahl 28 2.2.1 Wandel des Forschungsfokus von funktionalen zu einstellungsorientierten bzw. ‚emotionalen‘ Faktoren 28 2.2.2 Privatheit und Sicherheit 31 2.2.3 Über die Relevanz der Zeitgestaltung während der Fahrtzeit für die Bewertung der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel 34 2.2.4 Einfluss von Lebensstilzugehörigkeit auf die Verkehrsmittelwahl 36 2.3 Sozialräumliche Betrachtung der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel 38 2.3.1 Sozialräumliches Einwirken auf subjektive Erfahrungen von Verkehrsteilnehmern 39 2.3.2 Der Einfluss von Materialität auf Räume im Mobilitätskontext 42 2.3.3 Im Verkehrskontext gültige, spezifische Verhaltenskonventionen und ihre Auswirkung auf die Fahrgastbewertung des Busfahrens 44 2.4 Medienpräsenz des Busfahrens als gesellschaftlich vorherrschendes lebensweltliches Bild 47 2.5 Forschungslücken und ‐fragen 48 3 Theoretische lebensweltliche und sozialräumliche Perspektiven auf das Busfahren 51 3.1 Die Systematisierung von Einstellungen, situativen Erfahrungen und Wissensvorräten durch das Konzept der Lebenswelt 53 3.1.1 Theoretische Verortung von Erfahrungen, Wissensvorräten und Typen in der subjektfokussierten Lebenswelt 53 3.1.2 Die subjektzentrierte Lebenswelt inmitten gesellschaftlicher Wissensvorräte 58 3.1.3 Lebensweltliche Betrachtung der Einstellung zum Busfahren 59 3.2 Sozialräumliche Annäherungen an das Busfahren 61 3.2.1 Einführung in unterschiedliche Sozialraumkonzepte nach Simmel (1992), Löw (2005) und Bourdieu (1991) 61 3.2.2 Über die rollentheoretische Sozialisation auf der Subjektebene 64 3.2.3 Über sozialgruppen- bzw. milieuspezifische Sozialisationsprozesse und Konsumpräferenzen nach Bourdieu (1989, 2010), Otte (2005, 2008) und Schulze (2005) 67 3.2.4 Das Busfahren aus sozialräumlicher Perspektive 72 3.3 Urbane Öffentlichkeit und Privatheit als gesellschaftliches Spiegelbild von im Bus relevanten Strukturen 75 3.3.1 Das Zusammenspiel von Öffentlichkeit und Privatheit als gesellschaftliche Struktur 75 3.3.2 Aktueller Relevanzgewinn von Privatheit gegenüber der urbanen Öffentlichkeit 78 3.3.3 Zwischen interpersoneller Distanz und privatem Handeln in der Öffentlichkeit 80 3.3.4 Wahrgenommene Sicherheit und soziale Kontrolle in der urbanen Öffentlichkeit 82 3.3.5 Der Busraum im Spannungsfeld von Öffentlichkeit und Privatheit 87 3.4 Kleinräumige Betrachtung der subjektfokussierten Positionierung im Bus: Kontrolle über den persönlichen Raum 87 3.4.1 Die Konzepte des persönlichen Raums und der psychosozialen Raumkontrolle 87 3.4.2 Über die Beschaffenheit, das Verletzen und das Verteidigen von persönlichem Raum 90 3.4.3 Raumordnungshierarchie von Personen im Bus 94 3.5 Fahrtzeit: ‚Raumzeitliche‘ Konzeptualisierung und psychosoziales Kontrollempfinden 96 3.5.1 Zusammenhänge zwischen Sozialraum und Zeit 96 3.5.2 Konzeptualisierung von Fahrtzeit als kontrollierbare Größe 98 3.5.3 Systematisierung von Wünschbarkeit bzw. subjektiver Kontrolle über die Fahrtzeit 101 3.6 Zwischenfazit: Theoretische Erkenntnisse für die Systematisierung des subjektiven Einstellung zum Busfahren 102 4 Methodisches Vorgehen 105 4.1 Allgemeines zum methodischen Vorgehen 105 4.2 Fallauswahl 107 4.2.1 Städtisches Fallbeispiel 107 4.2.2 Interviewte Fahrgastgruppen 109 4.2.3 Auswahl der interviewten Experten 112 4.3 Datenerhebung und ‐aufbereitung 115 4.3.1 Teilnehmende Beobachtung 115 4.3.2 Fotodokumentation eines Busfahrzeugs 119 4.3.3 Experteninterviews 120 4.3.4 Interviews mit (potentiellen) Fahrgästen 121 4.4 Analysemethodik 124 4.5 Reflexion der Methodik vor dem Hintergrund der Gütekriterien der qualitativen sozialwissenschaftlichen Forschung 127 4.6 Übersicht der Forschungsschritte und der dafür herangezogenen Datenarten und Analysemethoden 130 5 Der Bus als materiell und sozial vorstrukturierter Raum: empirische Ergebnisse 131 5.1 Verortung des Busraums im theoretischen Spannungsfeld von Öffentlichkeit und Privatheit 132 5.2 Im Busraum verankerte Strukturen ‚von oben’: Einflüsse durch Fahrzeughersteller, Verkehrsunternehmen und Busfahrer 136 5.2.1 Gesamträumlich wirkende Einflüsse auf das subjektive Sicherheitsempfinden 138 5.2.1.1 Spacing-Grundlagen zum regelkonformen Verhalten von Fahrgästen 138 5.2.1.2 Minimierung materialisierter Regelverstöße 140 5.2.1.3 Formelle und informelle Akteure der sozialen Kontrolle 143 5.2.2 Kleinräumig wirkende Einflüsse auf das Sicherheits-und Kontrollempfinden 146 5.2.2.1 Auf die Fahrgäste ausgerichtete Gestaltung von Fahrzeug-Innengestaltung und Betrieb 146 5.2.2.2 Fahrstil der Busfahrer 150 5.2.2.3 Sauberkeit der Fahrzeuge 151 5.2.3 Der Informationsfluss als Beitrag zum Fahrgast-Kontrollgefühl 153 5.2.3.1 Reguläres Bereitstellen von Informationen im Busraum 154 5.2.3.2 Umgang mit Verzögerungen im Beförderungsbetrieb 155 5.2.4 Auf das Wohlfühlen der Fahrgäste abzielende Spacing-Grundlagen jenseits des Sicherheits- und Kontrollempfindens 158 5.3 Im Busraum verankerte Spacing-Grundlagen ‚von unten’: Verhaltenskonventionen der Fahrgäste 160 5.3.1 Das Rauchverbot 161 5.3.2 Die Distanzkonvention 162 5.3.3 Der Vielfahrerkodex 165 5.3.4 Das Ess- und Trinkverbot 168 5.4 Zwischenfazit: Der Busraum als vielschichtig geprägter und komplexer Handlungsrahmen für seine Fahrgäste 171 6 Typologie der Fahrgasteinstellungen zum Busfahren: empirische Ergebnisse 175 6.1 Systematisierung der lebensweltlichen Einstellungsmuster zum Busfahren: Kriterien und Dimensionen der Typenbildung 176 6.1.1 Kriterium der subjektiven Sicherheit und Raumkontrolle 177 6.1.1.1 Gesamträumliches Sicherheits- und Kontrollempfinden 177 6.1.1.2 Kleinräumige Kontrolle über den persönlichen Raum 178 6.1.1.3 ‚Raumzeitliche‘ Kontrolle 179 6.1.2 Kriterium der Nutzer-Eigenbezeichnung 180 6.1.2.1 Quantitative Nutzungshäufigkeit 181 6.1.2.2 Nutzerkompetenz 182 6.1.2.3 Identität bzw. Fremdbild 183 6.1.3 Kriterium der Fahrtzeit-Bewertung 184 6.1.4 Übersicht des entstandenen Merkmalsraums 185 6.2 Beschreibung der vier lebensweltlichen Einstellungstypen zum Busfahren 187 6.2.1 Der kontrollierende Zeitgenießer 187 6.2.2 Der kontrollierende Gelegenheitsfahrer 197 6.2.3 Der Vermeider 204 6.2.4 Der Captive 208 6.3 Zwischenfazit: Einstellungstypen zum Busfahren 215 7 Ursächliche Faktoren der Einstellungen zum Busfahren: empirische Ergebnisse 217 7.1 Einführende Betrachtung: Prägende Einflüsse auf das subjektive Busbild 219 7.1.1 Unmittelbare und übertragene Erfahrungen mit dem Stadtbus 220 7.1.2 Relevanz gesellschaftlicher und interpersoneller Wissensvorräte: Medial vermitteltes und zwischenmenschlich kommuniziertes Wissen 222 7.2 Situative und personale Einflüsse 225 7.2.1 Physisch-materiell verankerte Gegebenheiten beim Busfahren 225 7.2.2 Zusammenwirken rigider mobilitätsinduzierender Zwänge und physisch-materiell verankerter Gegebenheiten 228 7.2.3 Einfluss der üblichen Fahrtlänge auf die Einstellung zum Busfahren 229 7.2.4 Lebensphasenspezifischer Zeitmangel 231 7.3 Gesellschaftliche Wissensvorräte und dahinterliegende soziostrukturelle Einflüsse 235 7.3.1 Zuschreibung von Regelbrüchen an bestimmte Fahrgast-Gruppen verringert subjektives Sicherheitsgefühl 235 7.3.2 Eingeschränkte Eigeninitiative und fehlendes Vertrauen in die eigene Selbstvertretungsfähigkeit prägen die Sicherheits- und Kontrolleinschätzung 240 7.3.3 Sicherer Umgang mit sozialer Vielfalt im urbanen Raum durch Toleranz und Akzeptanz 245 7.3.4 Positives Sicherheitsempfinden durch Offenheit gegenüber urbaner Diversität 248 7.3.5 Lebensführungstypen-spezifisches Genießen beim Busfahren 252 7.4 Zwischenfazit: Auf das subjektive Busbild wirkende Faktoren 255 8 Fazit und Ausblick 258 8.1 Sozialräumliche Betrachtung des Busfahrens: Zentrale Erkenntnisse 258 8.2 Zusammenfassung der Einstellungstypen zum Busfahren und ihrer Bedingungen 261 8.3 Verallgemeinerbarkeit und Übertragbarkeit der Ergebnisse 267 8.4 Ausblick: Weiterer Forschungsbedarf und praktische Schlüsse 270 Anhang 274 Literaturverzeichnis 288 Front Matter ....Pages I-XVII Einführung (Alexandra Bensler)....Pages 1-6 Forschungsstand (Alexandra Bensler)....Pages 7-33 Theoretische lebensweltliche und sozialräumliche Perspektiven auf das Busfahren (Alexandra Bensler)....Pages 35-88 Methodisches Vorgehen (Alexandra Bensler)....Pages 89-114 Der Bus als materiell und sozial vorstrukturierter Raum: empirische Ergebnisse (Alexandra Bensler)....Pages 115-158 Typologie der Fahrgasteinstellungen zum Busfahren: empirische Ergebnisse (Alexandra Bensler)....Pages 159-200 Ursächliche Faktoren der Einstellungen zum Busfahren: empirische Ergebnisse (Alexandra Bensler)....Pages 201-241 Fazit und Ausblick (Alexandra Bensler)....Pages 243-258 Back Matter ....Pages 259-287
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