Skripta und Variation Untersuchungen zur Negation und zur Substantivreflexion in altfranzösischen Urkunden der Grafschaft Luxemburg (1237-1281)
معرفی کتاب «Skripta und Variation Untersuchungen zur Negation und zur Substantivreflexion in altfranzösischen Urkunden der Grafschaft Luxemburg (1237-1281)» نوشتهٔ Völker, Harald، منتشرشده توسط نشر Walter de Gruyter GmbH & Co KG در سال 2015. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Die Untersuchung bezieht zu zwei zentralen Streitpunkten der Skriptaforschung Stellung: zur Frage nach dem Verhältnis zwischen der geschrieben überlieferten und der lokal gesprochenen Sprache und zum methodologischen Zugang. Der Verfasser zieht aus der Betrachtung der skriptologischen Methodengeschichte den Schluß, daß die Kombinierung quantitativer und qualitativer Ansätze möglich und sinnvoll ist. Er schlägt deshalb eine untersuchungsperspektivische Erweiterung in Anlehnung an die Varietätenlinguistik vor. Der eigens entwickelte "historisch-varietätenlinguistische" Ansatz wird am Beispiel der altfranzösischen Negation und Substantivflexion in 179 luxemburgischen Originalurkunden umgesetzt. Zu den Belegen werden außer- und innersprachliche Informationen zusammengestellt (qualitativer Aspekt). Diese Daten werden so kategorisiert, daß sie statistisch ausgewertet werden können (quantitativer Aspekt). Es ergibt sich, daß die in den Texten nachgewiesene sprachliche Variation nicht allein mit geographischen, sondern auch mit soziokulturellen Faktoren korreliert. Dies hat nicht zuletzt Bedeutung für einen weiteren Aspekt der französischen Sprachgeschichte: Während bisher die Entstehung der neufranzösischen Standardsprache vornehmlich auf diatopischer Basis (Paris) diskutiert wurde, eröffnet der historisch-varietätenlinguistische Ansatz die Möglichkeit, auch die Rolle anderer diasystematischer Faktoren bei der Ausbildung eines sprachlichen Standards empirisch zu untersuchen. Abkürzungen 12 1. Einleitung: Die Variation des Altfranzösischen und die Sprachgeschichtsschreibung 17 2. Am Kreuzungspunkt von Diachronie und Diatopie: die Skriptaforschung als eine Dialektologie überlieferter Texte 25 2.1. Von Dichtung und Urkunden: die Herausbildung eines Forschungsgegenstandes 28 2.2. «Skripta», nicht «Dialekt»: Louis Remacle und der Beitrag der Wallonistik 51 2.3. Anwendung, Weiterentwicklung, Kontroversen: Die Skriptaforschung etabliert sich 58 2.3.1. Carl Theodor Gossen 58 2.3.2. Louis Carolus-Barre und der diplomatische Aspekt 63 2.3.3. Die Straßburger Kolloquien 65 2.3.4. EDV, Strukturalismus und mehr: Hans Goebl und die siebziger bis achtziger Jahre 69 2.3.5. Anthonij Dees und die Amsterdamer Schule 73 2.3.6. Neuere Entwicklungen 83 2.4. Jenseits der Galloromania 87 2.4.1. Andere Nationalromanistiken 87 2.4.2. Neuere Ansätze in nichtromanistischen Philologien: Germanistik und Niederlandistik 91 2.5. Fazit 95 3. Zur Untersuchung der luxemburgischen Urkunden: materielle und methodische Grundlagen 97 3.1. Das Quellenmaterial 97 3.1.1. Volkssprachige Urkunden im Osten des französischen Sprachgebiets 97 3.1.2. Volkssprache und Verwaltung in der Grafschaft Luxemburg 98 3.1.3. Das Untersuchungskorpus: die Luxemburger Grafenurkunden (1237—1281) 101 3.2. Fragestellung und Methode 104 3.2.1. Skriptaforschung am Kreuzungspunkt von Philologie und Varietätenlinguistik 105 3.2.2. EDV-Einsatz 113 4. Die Negation in den Luxemburger Grafenurkunden 119 4.1. Die innersprachliche Ausgangssituation: vorkommende Negationstypen, ihre Beleghäufigkeiten und ihr außersprachlich beeinflußbarer Spielraum 119 4.1.1. Negationen ohne zusätzlichen semantischen Wert 120 4.1.2. Negationen mit zusätzlichem semantischen Aspekt 131 4.1.3. Zusammenfassung 142 4.2. Zur rechnergestützten Umsetzung der Analysen 143 4.3. Diachronische Variation 144 4.3.1. Überlegungen zur diachronischen Segmentierung 144 -1 4.3.2 Diachronische Analyse 1: Zusatz semantisch neutraler Ergänzungen zur prädikatsbezogenen Verneinung 146 4.3.3. Diachronische Analyse 2: ne mie, ne pas, ne point und adverbiales ne nient 147 4.3.4. Diachronische Analyse 3: pronominales ne aucun, pronominales (ne) nun und pronominales (ne) nul 148 4.3.5. Diachronische Analyse 4: adjektivisches ne aucun und adjektivisches (ne) nul 148 4.3.6. Diachronische Analyse 5: ne rien und pronominales ne nient 148 4.3.7. Diachronische Analyse 6: ne mais, ne ...ja und ne jamais 149 4.3.8. Diachronische Analyse 7: Ergebnisse von AL(I)C- < ALĬQUIS + ŪNUS 149 4.3.9. Zusammenfassung 150 4.4. Diatopische Variation 150 4.4.1. Einige Anmerkungen zur Lokalisierung der Urkunden 150 4.4.2. Diatopische Analyse 1: Zusatz semantisch neutraler Ergänzungen zur prädikatsbezogenen Verneinung 159 4.4.3. Diatopische Analyse 2: ne mie, ne pas, ne point und adverbiales ne nient 159 4.4.4. Diatopische Analyse 3: pronominales ne aucun, pronominales (ne) nun und pronominales (ne) nul 161 4.4.5. Diatopische Analyse 4: adjektivisches ne aucun und adjektivisches (ne) nul 161 4.4.6. Diatopische Analyse 5: ne rien und pronominales ne nient 162 4.4.7. Diatopische Analyse 6: ne mais, ne ja und ne jamais 163 4.4.8. Diatopische Analyse 7: Ergebnisse von AL(I)C- < ALĬQUIS + ŪNUS 164 4.4.9. Zusammenfassung 164 4.5. Diastratische Variation 166 4.5.1. Überlegungen zur sozialen Stratifizierung der Urkunden 166 4.5.2. Diastratische Analyse 1: Zusatz semantisch neutraler Ergänzungen zur prädikatsbezogenen Verneinung 168 4.5.3. Diastratische Analyse 2: ne mie, ne pas, ne point und adverbiales ne nient 169 4.5.4. Diastratische Analyse 3: pronominales ne aucun, pronominales (ne) nun und pronominales (ne) nul 170 4.5.5. Diastratische Analyse 4: adjektivisches ne aucun und adjektivisches (ne) nul 171 4.5.6. Diastratische Analyse 5: ne rien und pronominales ne nient 171 4.5.7. Diastratische Analyse 6: ne mais, ne ja und ne jamais 171 4.5.8. Diastratische Analyse 7: Ergebnisse von AL(I)C- < ALĬQUIS + ŪNUS 172 4.5.9. Zusammenfassung 172 4.6. Idiolektale Variation 173 4.6.1. Zur Schreiberhandidentifizierung 173 4.6.2. Idiolektale Analyse 1: Zusatz semantisch neutraler Ergänzungen zur prädikatsbezogenen Verneinung 179 4.6.3. Idiolektale Analyse 2: ne mie, ne pas, ne point und adverbiales ne nient 179 4.6.4. Idiolektale Analyse 3: pronominales ne aucun, pronominales (ne) nun und pronominales (ne) nul 180 4.6.5. Idiolektale Analyse 4: adjektivisches ne aucun und adjektivisches (ne) nul 181 4.6.6. Idiolektale Analyse 5: ne rien und pronominales ne nient 181 4.6.7. Idiolektale Analyse 6: ne mais, ne ja und ne jamais 181 4.6.8. Idiolektale Analyse 7: Ergebnisse von AL(I)C- < ALĬQUIS + ŪNUS 182 4.6.9. Zusammenfassung 182 4.7. Zwischenbilanz 1 183 5. Die Flexion des Substantivs in den Luxemburger Grafenurkunden 185 5.1. Die innersprachliche Ausgangssituation: das altfranzösische Zweikasussystem und sein Vorkommen im Untersuchungskorpus 185 5.2. Zur rechnergestützten Umsetzung der Analysen 197 5.3. Diachronische Variation 198 5.4. Diatopische Variation 200 5.5. Diastratische Variation 203 5.6. Idiolektale Variation 206 5.7. Zwischenbilanz 2 208 6. Gesamtauswertung und Datensynopse 209 6.1. Gesamtauswertung und Ausblick 209 6.2. Strukturierte Datensynopse 212 7. Verzeichnis der zitierten Literatur 265 8. Abbildungen 303 9. Register 311 9.1. Sach-, Orts- und Personenregister 311 9.2. Autorenregister 318 Against the background of current differences of opinion in the research on scripta, the present study aims to integrate the language-variety perspective into their empirical study. The 'historical language variety' approach developed specially for this study is demonstrated with reference to Old French negation and noun inflection in 179 original Luxembourgeois documents. The analyses show that the linguistic varieties manifesting themselves in the texts correlate not only with geographic but also with socio-cultural factors.
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