معرفی کتاب «Sizilianische Kontrafakturen : Versuch zur Frage der Einheit von Musik und Dichtung in der sizilianischen und sikulo-toskanischen Lyrik des 13. Jahrhunderts» نوشتهٔ Schulze, Joachim، منتشرشده توسط نشر Max Niemeyer Verlag در سال 1989. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
VorbemerkungAuf den Gegenstand, der in dieser Studie behandelt wird, bin ich zwar zu meinemeigenen Erstaunen, aber doch mit einer gewissen Folgerichtigkeit gestoßen.Ursprünglich hatte ich nichts weiter vor, als die merkwürdige Entstehung undAusbreitung der These von der Loslösung der Lyrik von der Musik, dem«divorziotra musica epoesia»,bei den Dichtem der Sizilianischen Schule darzustellen undeinige Argumente geltend zu machen, die nach meiner Überzeugung gegen diesen«divorzio»sprechen. DieMitteilung des Chronisten Salimbene, derzufolgeKaiser Friedrich11.nicht nur lesen und schreiben konnte, sondern auch«cantaresciebat et cantilenas et cantionesinvenire»,hatte ich schon früh kennengelerntund es hatte mir daher von Anfang an wenig eingeleuchtet, daß ausgerechnet imKreisediesesbeiseinenZeitgenossenerklärtermaßenauchwegenseinerSangeskunst und Komponistenfähigkeiten berühmten Fürsten der Minnesangohne die sonst überall in Europa noch dazugehörige Musik betrieben worden seinsollte. Wie fest auf der anderen Seite namentlich in Italien die Überzeugungverwurzelt ist, daß die frühe italienische Lyrik als melodielos anzusehen sei,wurde mir noch einmal deutlich, als ich Gelegenheit hatt, Cesare Segre gegenübereinige Andeutungen über mein Vorhaben zu machen.Erantwortete darauf mit derBemerkung:«Sarebbeuna rivoluzione!». Damals lag es mir noch gänzlich fern,zu vermuten, daß man bei diesen Lyrikern auch auf Kontrafakturen stoßen könnteund sichindem einen oder anderen Fall möglicherweise noch der Nachweisführen ließe, zu welchen Melodien sie gesungen haben.Aufdiese Vermutung binich auch dann noch nicht gekommen, als ich damit begonnen hatte, aus denüberlieferten Trobadormelodien die eine oder andere herauszusuchen, die mehroder weniger zum Metrum einer sizilianischen Kanzone paßte,ummit ihrer Hilfeden Studenten eines Seminars über die Sizilianer auch ad aures zu demonstrieren,wie die sizilianischen Lieder damals ungefähr geklungen haben könnten. Erst... Inhaltsverzeichnis Vorbemerkung 1. Die These vom «divorzio tra musica e poesia» 2. Musik als Ehr und Zier 3. Die Kontrafakturhypothese, Giacomo da Lentini und Raimbaut de Vaqueiras 4. Die «amor lontano»-Kanzone von Giacomo da Lentini und ihr Vorbild 5. Giacomo da Lentini, Blacasset und Peire Cardenal 6. Eine anonyme Klage über enttäuschte Liebe und Peire Vidal 7. Ein anonymes Frühlingslied und Raimon de Miraval 8. Odo delle Colonne und der Trouvère Audefroi le Bastard 9. Ein anonymes Lied aus der Feme und Gace Brulé 10. Lerchenlied und Frauenklage 11. Ein Anonymus und Thieri de Soissons 12. Eine anonyme Pastourelle und Thibaut de Blaison 13. Ein toskanisches Sirventes gegen die Geistlichkeit und die Herkunft der Form des «sirventese semplice caudato» 14. Eine anonyme Totenklage und Gace Brulé 15. Zwei anonyme Lieder mit drei «piedi» und ihr Vorbild - nebst Weiterem über verlängerte Strophenformen und einer neuen Hypothese zur Entstehung des Sonetts 16. Die Übernahme einzelner Reime und Reimvokalimitation in musikalisch bezeugten Kontrafakturen 17. Chiaro Davanzati und drei provenzalische Muster 18. Peirol-Kontrafakturen? 19. Musikalische Anregungen für neue Strophengliederungen? 20. Einige letzte interessante Metren 21. Anzeichen für die Kontrafaktur sizilianischer und sikulotoskanischer Muster Rückblick ANHANG LITERATURVERZEICHNIS VERZEICHNIS DER PROVENZALISCHEN UND FRANZÖSISCHEN LIEDER Die im Jahre 1905 von Gustav Gröber ins Leben gerufene Reihe der Beihefte zur Zeitschrift für romanische Philologie zählt zu den renommiertesten Fachpublikationen der Romanistik. Die Beihefte pflegen ein gesamtromanisches Profil, das neben den Nationalsprachen auch die weniger im Fokus stehenden romanischen Sprachen mit einschließt. Zur Begutachtung können eingereicht werden: Monographien und Sammelbände zur Sprachwissenschaft in ihrer ganzen Breite, zur mediävistischen Literaturwissenschaft und zur Editionsphilologie. Mögliche Publikationssprachen sind Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Italienisch und Rumänisch sowie Deutsch und Englisch. Sammelbände sollten thematisch und sprachlich in sich möglichst einheitlich gehalten sein.
The book series Beihefte zur Zeitschrift für romanische Philologie, founded by Gustav Gröber in 1905, is among the most renowned publications in Romance Studies. It covers the entire field of Romance linguistics, including the national languages as well as the lesser studied Romance languages.
The editors welcome submissions of high-quality monographs and collected volumes on all areas of linguistic research, on medieval literature and on textual criticism. The publication languages of the series are French, Spanish, Portuguese, Italian and Romanian as well as German and English. Each collected volume should be as uniform as possible in its contents and in the choice of languages.
Sizilianische Kontrafakturen: Versuch Zur Frage Der Einheit Von Musik Und Dichtung in Der Sizilianischen Und Sikulo-Toskanischen Lyrik Des 13. Jahrhunderts Joachim Schulze. Includes Index. Includes Bibliographical References (p. 247-257).