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Sexualität und Beziehungen bei den "68ern" : Erinnerungen ehemaliger Protagonisten und Protagonistinnen

معرفی کتاب «Sexualität und Beziehungen bei den "68ern" : Erinnerungen ehemaliger Protagonisten und Protagonistinnen» نوشتهٔ Karla Verlinden; Transcript Verlag، منتشرشده توسط نشر Bielefeld University Press. ein Imprint von Roswitha Gost u. Karin Werner - transcript Verlag در سال 2015. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Die »68er« haben Beziehungsgestaltung und Sexualität zum Politikum erklärt. Das Motto »Raus aus den Zweierbeziehungen« wurde aus marxistischen und psychoanalytischen Theorien abgeleitet - die monogame Ehe wurde als Ort sexueller Unterdrückung und Deformation ausgemacht. Im Zentrum der Interviewstudie von Karla Verlinden stehen erstmalig die vielfältigen Erfahrungen, wie sie einzelne Zeitzeug_innen heute hinsichtlich der Umsetzung und Aufbereitung polygamer, befreiter Sexualität und Beziehungsgestaltung erinnern. Die Interviews zeigen, dass der Alltag der »freien Liebe« durchaus mit Spannungen einherging, welche zwischen normativem Druck, individuellen Bedürfnissen und Geschlechterzuschreibungen oszillieren. Freie Liebe,Polygamie,Studentenbewegung,1968,Biografieforschung,Gender Studies,Narrative Interviews,Oral History,Geschlecht,Kulturgeschichte,Körper,Geschichte des 20. Jahrhunderts,Geschlechtergeschichte,Sexualität,Geschichtswissenschaft,Free Love,Polygamy,Students Movement,Biographical Research,Gender,Cultural History,Body,History of the 20th Century,Gender History,Sexuality,History Inhalt Danksagung Einleitung 1. Forschungsstand und Forschungsdesiderate 2. Fragestellung 3. Aufbau der Studie I. Methodische Zugänge 1. Vorausgehende Überlegungen 1.1 Biografieforschung 1.2 Das narrative Interview 1.3 Erinnerungen, Gedächtnis, Kohärenzwünsche 2. Die InterviewpartnerInnen 3. Transkription 4. Auswertung und Interpretation der geführten Interviews: Hermeneutik – Lehre vom interpretativen Vorgehen 4.1 Das tiefenhermeneutische Analyseverfahren von Leithäuser und Volmerg 4.2 Hermeneutische Dialoganalyse nach Harald Welzer 4.3 Interpretationsparameter 5. Zusammenfassung des Forschungssettings Einzelfallanalysen Miriam 1. Biografische Daten 2. Interviewverlauf/Postskriptum 3. Kernaussagen in Bezug zur Forschungsfrage 4. Ergebnisse der HDA- und THA-Feinanalyse 5. Fazit: „Ich hätte mir gewünscht, ich wäre mehr die Macherin gewesen.“ Brigitte 1. Biografische Daten 2. Interviewverlauf/Postskriptum 3. Kernaussagen in Bezug zur Forschungsfrage 4. Ergebnisse der HDA- und THA-Feinanalyse 5. Fazit: „Was ich nie sein wollte, war Hausfrau.“ Walter 1. Biografische Daten 2. Interviewverlauf/Postskriptum 3. Kernaussagen in Bezug zur Forschungsfrage 4. Ergebnisse der HDA- und THA-Feinanalyse 5. Fazit: „Polygamie konnte viele meiner Bedürfnisse nicht befriedigen.“ Thomas 1. Biografische Daten 2. Interviewverlauf/Postskriptum 3. Kernaussagen in Bezug zur Forschungsfrage 4. Ergebnisse der HDA- und THA-Feinanalyse 5. Fazit: „Ich hab während der allerwildesten Jahre gelebt.“ III. Zusammenführung der Einzelfallanalysen, Fallkontrastierung und Diskussion 1. Das Theoriegerüst der ‚68erInnen‘ – Erinnerungen der Interviewten 1.1 Erinnerte Theorien Wilhelm Reichs zu Sexualität, Ehe und Familie 1.2 Weitere Theorien und Themen der ‚68erInnen‘-Bewegung im Spiegel der Erinnerungen 1.3 Exkurs: Zur Annahme, die ‚68erInnen‘ hätten den Wunsch nach einer lustbetonten Sexualität aus ihrer Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus generiert 1.4 Disrepanz zwischen Theorie und Praxis 2. (Normierte) Praxis der Sexualitäts- und Beziehungstheorien 2.1 Norm der alternativen Beziehungsführung: Wegfall des Besitzanspruchs und des ‚bürgerlichen‘ Treue-Standards 2.2 Norm des Ausprobierens und Sammelns sexueller Erfahrungen mit vielen verschiedenen SexualpartnerInnen 2.3 Norm zum Umgang mit ‚bürgerlichen‘ Emotionen 3. Spannungsverhältnis: Sexualtheoretische Norm vs. individuelle Bedürfnisse und Vorstellungen 3.1 Wahrnehmung des Widerspruchs von sexualpolitischem Anspruch, individuellen Bedürfnissen und individuellen Vorstellungen von Beziehung und Sexualität 3.2 ‚Geschlecht‘ als Parameter des Spannungsverhältnisses VI. Fazit und Forschungsreflexion 1. Methodenreflexion 2. Zusammenfassung der Ergebnisse 3. Zukünftige Forschungsfragen 4. Resümee V. Literaturverzeichnis Quellen Darstellungen Internetquellen Unveröffentlichte Schriften

Die »68er« haben Beziehungsgestaltung und Sexualität zum Politikum erklärt. Das Motto »Raus aus den Zweierbeziehungen« wurde aus marxistischen und psychoanalytischen Theorien abgeleitet - die monogame Ehe wurde als Ort sexueller Unterdrückung und Deformation ausgemacht.Im Zentrum der Interviewstudie von Karla Verlinden stehen erstmalig die vielfältigen Erfahrungen, wie sie einzelne Zeitzeug_innen heute hinsichtlich der Umsetzung und Aufbereitung polygamer, befreiter Sexualität und Beziehungsgestaltung erinnern. Die Interviews zeigen, dass der Alltag der »freien Liebe« durchaus mit Spannungen einherging, welche zwischen normativem Druck, individuellen Bedürfnissen und Geschlechterzuschreibungen oszillieren.

The »68ers« declared sexuality and the shaping of relationships a political issue. The motto »no more two-person relationships« was derived from Marxist and psychoanalytic theories - monogamous marriage identified as a place of sexual suppression and deformation. For the first time, the copious experiences, as remembered today by some contemporary witnesses with regards to the realization and treatment of polygamous, liberated sexuality and relationship design, are at the center of the interview study by Karla Verlinden. The interviews show that the life of »free love« was accompanied by tensions that oscillate between normative pressure, individual needs, and gender ascriptions. »Es ist sehr zu begrüßen, dass mit der Studie von Karla Verlinden eine Interviewstudie vorliegt, [...] die sich der Frage nach den Sexualitäts- und Beziehungsvisionen der 68erInnen aus weiblicher und männlicher Perspektive annimmt.«Kerstin Wolff, Aridadne, 69 (2016)»Ein Buch mit anspruchsvoller dekonstruktiver Theorieperspektive auf die ›Chiffre 1968‹.«Uwe Sielert, www.socialnet.de, 25.06.2015
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