Sermo Iuris: Rechtssprache Und Recht in Der Augusteischen Dichtung (Mnemosyne Supplements; Monographs on Greek and Roman Language and Literature)
معرفی کتاب «Sermo Iuris: Rechtssprache Und Recht in Der Augusteischen Dichtung (Mnemosyne Supplements; Monographs on Greek and Roman Language and Literature)» نوشتهٔ Ulrich C. J. Gebhardt، منتشرشده توسط نشر Koninklijke Brill N.V. در سال 2009. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Law played a key role in the workings of Roman culture, and legal discourse was important even in non-legal Latin literature. A proper understanding of that literature requires an investigation of the ways legal language is used. Nevertheless, legal elements have so far been widely neglected by scholars of Latin literature, in particular Augustan poetry. After an examination of legal language as a technical discourse and its role in Latin prose, the present book is devoted to a detailed analysis of legal language and imagery in the work of the Augustan poets. It will, therefore, allow for a better appreciation of these poems as well as of their significance for Augustan culture in the broad sense. In der römischen Kultur ist das Recht von zentraler Bedeutung, und Rechtsdiskurse spielen auch in der außerjuristischen Literatur eine prominente Rolle. Für das Verständnis der lateinischen Literatur ist die Betrachtung ihres Umgangs mit der Rechtssprache daher unerlässlich. Dennoch haben die rechtlichen Elemente in diesen Texten bislang kaum Beachtung gefunden. Dies gilt insbesondere für die augusteische Dichtung. Das vorliegende Buch geht zunächst der Frage nach, inwieweit die Rechtssprache von den Römern selbst als Fachsprache wahrgenommen wurde, und betrachtet ihre Verwendung im gemeinsprachlichen Kontext römischer Prosaschriften. Im Mittelpunkt steht die Analyse von Sprache und Bildwelt des Rechts in den Werken der augusteischen Dichter. Die Arbeit trägt damit zu einem besseren Verständnis dieser Gedichte und ihrer Bedeutung im Rahmen der augusteischen Kultur bei. Inhaltsverzeichnis 6 Vorwort 10 Einleitung 12 Kapitel I. Ex iure manum consertum oder Wie sehen und gebrauchen die Römer ihre Rechtssprache? 22 1. Die römische Rechtssprache als Fachsprache 22 1.1. Die Rechtssprache im Kanon der Fachsprachen 23 1.2. Archaismen in der Rechtssprache 25 1.3. Das Streben nach ‚proprietas' 26 1.4. Technisierung: Definition, Klassifikation und die consuetudo der Praxis 27 1.5. Magis ab usu dicendi remota: Zur Stilistik 32 1.6. Die römische Jurisprudenz als Gestalter und primärer Träger der Rechtssprache 33 2. Die römische Rechtssprache generatim betrachtet 43 3. Untersuchung zeitnaher Prosatexte 46 3.1. Ius Faunorum et Aboriginum? Die Imitation der Rechtssprache in Ciceros Schrift De legibus 48 3.2. Ex iure manum consertum und die Humoristik der Rechtssprache 52 3.3. Ex iure manum consertum und die Metaphorik der Rechtssprache 69 4. Zusammenfassung: Rechtssprache und rechtliche Vorstellungen in der römischen Prosa 79 Kapitel II. Ultra legem tendere opus? Bedingungen des Gebrauchs rechtlicher Konzepte in der Dichtung 84 1. Vide ut derectis verbis utitur propter iuris peritos: Zur Erkennbarkeit rechtssprachlicher Merkmale in der Dichtung 84 2. Forum putealque Libonis mandabo siccis: Rechtskonzepte in der Dichtung und die ... 87 3. Il libro sbriciolato? Zur statistischen Analyse poetischer Texte 97 4. Ille referre aliter saepe solebat idem: Faktoren des Gebrauchs rechtlicher Konzepte in der Poesie am Beispiel Ovids 102 4.1. Callisto 104 4.2. Der Raub der Proserpina 108 4.3. Ergebnis 112 Kapitel III. Te deceat medio iura dedisse foro: Rechtliche Formen elegischer Liebe 116 1. Vorbemerkungen 116 2. Juristische Motivbereiche elegischer Liebeskonzeptionen 118 2.1. Das elegische servitium amoris und die Variationen der domina 118 2.2. Das Liebesverhältnis als sachenrechtliche Beziehung 131 2.3. Celari vult sua furta Venus: Furtivus amor und der manifestus amator 141 2.4. Foedera sunt ponenda prius? Elegische Liebe als Vertrag 148 3. Una controversia est per se furti: Prozessuale Situationen in der römischen Liebeselegie 155 3.1. Vorüberlegungen 155 3.2. Properz 159 3.3. Tibull 174 3.4. Ovid 179 4. Vergleichende Betrachtungen 188 4.1. Properz 188 4.2. Tibull 192 4.3. Ovid 194 Kapitel IV. Die Oden und Epoden des Horaz 196 1. Vorbemerkungen 196 2. Die Epoden 199 2.1. Maecenas und der parricida (epod. 3) 199 2.2. Hektor zwischen Epos und römischem Recht (epod. 17) 203 3. Die Oden 207 3.1. Von der Poesie des Sachenrechts (I): Liebe als elegischer Nießbrauch in der Ode Quis multa gracilis (c. 1.5) 207 3.2. Von der Poesie des Sachenrechts (II): Die Verwahrung des Freundes in der Ode Sic te diva potens Cypri (c. 1.3) 219 3.3. Von der Poesie des Sachenrechts (III): Vergleichende Betrachtungen 227 3.4. Damna caelestia und damna humana (I): Die Ode Diffugere nives (c. 4.7) 229 3.5. Damna caelestia und damna humana (II): Die Epistel 1.5 239 3.6. Damna caelestia und damna humana (III): Vergleichende Betrachtungen 242 3.7. Damna caelestia und damna humana (IV): Ausblick 245 3.8. Die gierigen Hände des Erben und die Gültigkeit gelebten Lebens 248 4. Abschließende Betrachtungen 255 Kapitel V. Vergil und die inloti pedes: Rechtssprache zwischen Mythos und römischer Wirklichkeit 258 1. Vorbemerkungen 258 2. Nec ferrea iura / insanumque forum aut populi tabularia vidit: Einige Betrachtungen zu Vergils Georgica und Bucolica 259 3. Römische Rechtssprache im epischen Kontext: Vergils Aeneis 264 3.1. Ille manum patiens mensaeque adsuetus erili: Rechtssprache zwischen Verzicht und poetischer Anverwandlung 264 3.2. Der Gebrauch der Rechtssprache und die Romanisierung desMythos 276 3.3. Coniugium vocat: Elegische Rechtssprache im Epos 287 Kapitel VI. Aitiologische Wahrheit als Verhandlungsgegenstand: Ovids Fasti 294 1. Non satis est liquido cognita causa mihi: Die Vermeidung eines Urteils 294 2. Praeceptor oder iudex? Die Fasti als Lehrgedicht 297 3. Der Erzähler als Richter und das aitiologische Beweisverfahren 300 4. Der Kalender als Rechtsordnung: Aitiologische Diskussion als Konkurrenz rechtlicher Ansprüche 307 5. Wahrheit und Interesse: Die Verweigerung eines Urteils 310 Kapitel VII. Hanc deus et melior litem natura diremit: Ovids poetische Rechtswelt in den Metamorphosen 316 1. Rescindere numquam dis licet acta deum: Die Welt der Metamorphosen als Rechtsordnung 316 2. Arbitrium litis traiecit in omnes: Prozessuale Situationen in den Metamorphosen 321 3. Iaculi sic crimina reddidit ille: Die mythische Anverwandlung prozessualer Situationen der Liebeselegie 326 4. Quot confundas et iura et nomina, sentis? Myrrha, Byblis und die Relativität menschlicher Rechtsvorstellungen 332 Kapitel VIII. Ästhetische Prozesse: Prozessuale Situationen in Ovids Verbannungsdichtung 346 1. Sumque argumenti conditor ipse mei: Wandlungen elegischer defensio 348 2. Difficilis causae mite patrocinium: Das Werben um eine Verteidigung 354 3. Ästhetische Prozesse und die Verteidigung der Ästhetik 358 Kapitel IX. Rückblick und Ausblick 370 Appendix 380 Literaturverzeichnis 392 Indices 414 1. Verzeichnis der besprochenen Textstellen 414 2. Ausdrücke aus dem Bereich des Römischen Rechts 424 3. Allgemeiner Index 430 9789004176478 This book is concerned with legal language in non-legal Latin literature. Examining the use of legal discourse as a poetical means, it provides fresh vistas on Augustan poetry and explores the potential for the poetic transformation of a technical language. Dieses Buch untersucht den Gebrauch der rouml;mischen Rechtssprache in nichtfachsprachlichen Texten. Indem sie die Rechtssprache als poetisches Ausdrucksmittel betrachtet, erouml;ffnet die vorliegende Arbeit einen neuen Zugang zur augusteischen Dichtung und lotet grundsauml;tzliche Mouml;glichkeiten der poetischen Transformation einer Fachsprache aus
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