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Selbstbestimmt bis nach dem Tod : Zur Ausbreitung und Normalisierung der anonymen Bestattung

معرفی کتاب «Selbstbestimmt bis nach dem Tod : Zur Ausbreitung und Normalisierung der anonymen Bestattung» نوشتهٔ Nicole Sachmerda-Schulz (auth.)، منتشرشده توسط نشر VS Verlag für Sozialwissenschaften در سال 2017. این کتاب در 4 صفحه، فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Nicole Sachmerda-Schulz zeigt den zunehmenden Bedeutungsverlust traditionell christlicher Bestattungsnormen, gestiegene räumliche Mobilität und den Wunsch nach Selbstbestimmung über den eigenen Tod hinaus als die zentralen Ursachen für die steigende Nachfrage nach anonymen Bestattungen auf. Dieses Buch liefert aktuelle und empirisch fundierte Ergebnisse zu dem bisher kaum untersuchten Phänomen der anonymen Bestattung. Die Ergebnisse basieren auf einer bundesweiten Befragung kommunaler Friedhofsverwaltungen und offener Leitfadeninterviews mit Personen, die sich für eine anonyme Bestattung entschieden haben. Inhaltsverzeichnis 5 Abbildungsverzeichnis 8 Tabellenverzeichnis 9 Der Trend zur anonymen Bestattung in Deutschland: Erkenntnisinteresse der Arbeit 10 I Theoretische Betrachtungen: Gibt es eine Säkularisierung des Todes? 15 1 Säkularisierungstheorien – Klassische und neuere Perspektiven 16 1.1 Ansätze der klassischen Säkularisierungstheorie 17 1.2 Neuere Perspektiven in der Säkularisierungsdebatte 22 1.3 Zur religiösen Lage in Deutschland 35 2 Säkularisierung, Tod und Bestattungskultur 43 II Zum Phänomen der anonymen Bestattung 48 3 Zur anonymen Bestattung 48 3.1 Die anonyme Friedhofsbestattung 49 3.1.1 Begriffsklärung 49 3.1.2 Zur historischen Entstehung 51 3.1.3 Zur aktuellen Entwicklung 54 3.1.4 Stand der Forschung 64 3.2 Die anonyme Naturbestattung 70 3.2.1 Begriffsklärung 70 3.2.2 Zur Entwicklung und Etablierung der Waldbestattung 74 3.2.3 Stand der Forschung 80 4 Die historische Entwicklung christlicher Bestattungsformen und Grabkennzeichnungen 85 4.1 Die Entstehung christlicher Friedhöfe 86 4.2 Der Kirchhof im Mittelalter 89 4.3 Die Verlagerung der Friedhöfe aus den Städten infolge der Reformation 91 4.4 Die Veränderungen der Sepulkralkultur im 16. und 17. Jahrhundert 93 4.5 Das Schwinden des Kircheneinflusses in der Zeit der Aufklärung 94 4.6 Die (Wieder-)Einführung der Feuerbestattung im 19. Jahrhundert 97 4.7 Bestattung als Tradition in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts 102 4.8 Die Öffnung des Bestattungsmarktes seit den 1990er Jahren 104 4.9 Zusammenfassung 108 5 Die anonyme Bestattung als Bruch mit der Bestattungskultur? Zur aktuellen Kontroverse um die anonyme Bestattung in den Medien und Handreichungen der Kirchen 110 5.1 Die anonyme Bestattung in der Darstellung überregionaler Zeitungen 110 5.1.1 Die anonyme Friedhofsbestattung als Zeichen gesellschaftlichen Werteverfalls? 111 5.1.2 Die anonyme Naturbestattung als romantische Alternative? 115 5.2 Die anonyme Bestattung in den Stellungnahmen der Kirchen 121 5.2.1 Zur Ablehnung der anonymen Friedhofsbestattung 121 5.2.2 Zur Tolerierbarkeit der anonymen Naturbestattung 126 5.3. Zusammenfassung und Vergleich der Argumente 132 6 Zusammenfassung und Zwischenfazit: Säkularisierung oder Individualisierung des Todes? 134 III Empirische Analysen zur Entscheidung für eine anonyme Bestattung 139 7 Untersuchungsdesign: Die Verknüpfung quantitativer und qualitativer Methoden 139 8 Sekundärdatenanalyse der Häufigkeitsverteilungen anonymer Bestattungen in Deutschland: Ist die anonyme Bestattung ein Ausdruck von Säkularisierung? 141 8.1 Anonyme Friedhofsbestattungen und Konfession 141 8.2 Anonyme Friedhofsbestattungen in protestantischen und katholischen Regionen 145 8.3 Anonyme Friedhofsbestattungen in den neuen Bundesländern 147 8.4 Zusammenfassung und Diskussion 148 9 Methodik der qualitativen Analysen in Anlehnung an die Grounded- Theory-Methodologie 149 9.1 Feldzugang und Sampling 149 9.2 Zu Konzeption und Ablauf der offenen Leitfadeninterviews 153 9.3 Zur Auswertung 157 10 Zur Differenzierung zwischen anonymer Bestattung auf dem Friedhof und in der Natur 158 10.1 Die Bedeutung des Bestattungsortes 159 10.2 Einschränkungen auf dem Friedhof versus Freiheiten bei der Naturbestattung 161 10.3 Friedhof als Ort des Todes versus Natur als Ort des Lebens 164 10.4 Zusammenfassung und Diskussion 168 11 Die anonyme Bestattung als selbstbestimmte Wahl 170 11.1 Selbstbestimmung als zentrales Motiv 171 11.1.1 Die anonyme Bestattung als Individualitätsmarker 171 11.1.2 Anonymität als Mittel der Selbstbestimmung und Kontrolle 175 11.1.3 Selbstbestimmung durch Festlegungen von Sterben und Tod 177 11.1.4 Zusammenfassung und Diskussion 180 11.2 Die anonyme Bestattung als Möglichkeit zu Entlastung und Unabhängigkeit 184 11.2.1 „Da kann ja nichts passieren“ – Zur Entlastung der Befragten 184 11.2.2 „Weil ich keinem zur Last fallen will“ – Zur Entlastung der Angehörigen 186 11.2.3 „Das muss man ja auch mal als Umweltverschmutzungsproblem sehen“ – Zur Entlastung der Umwelt 194 11.2.4 Zusammenfassung und Diskussion 195 11.3 Anonyme Bestattung als Ausdruck (nicht-)religiöser Selbstbestimmung 199 11.3.1 Nicht-religiöse und individuell-religiöse Haltungen 201 11.3.2 Die Distanzierung von religiösen (Bestattungs-)Normen und Institutionen 210 11.3.3 „Was glauben Sie, kommt nach dem Tod?“ 214 11.3.4 Zusammenfassung und Diskussion 226 11.4 Zusammenfassung: Selbstbestimmung als zentrale Kategorie 229 IV Zur Ausbreitung und Normalisierung der anonymen Bestattung 233 Literaturverzeichnis 244 Nicole Sachmerda-Schulz zeigt den zunehmenden Bedeutungsverlust traditionell christlicher Bestattungsnormen, gestiegene räumliche Mobilität und den Wunsch nach Selbstbestimmung über den eigenen Tod hinaus als die zentralen Ursachen für die steigende Nachfrage nach anonymen Bestattungen auf. Dieses Buch liefert aktuelle und empirisch fundierte Ergebnisse zu dem bisher kaum untersuchten Phänomen der anonymen Bestattung. Die Ergebnisse basieren auf einer bundesweiten Befragung kommunaler Friedhofsverwaltungen und offener Leitfadeninterviews mit Personen, die sich für eine anonyme Bestattung entschieden haben. Der Inhalt Entwicklung der anonymen Bestattung in Deutschland Historischer Abriss zu Grabkennzeichnungen Empirische Analyse der Entscheidung für eine anonyme Bestattung Die Zielgruppen Dozierende und Studierende in den Bereichen Soziologie, Kulturwissenschaften, Geschichtswissenschaft, Ethnologie, Theologie Praktikerinnen und Praktiker im Friedhofs- und Bestattungswesen Die Autorin Nicole Sachmerda-Schulz lehrt am Institut für Kulturwissenschaften der Universität Leipzig und ist Mitglied der Research Academy Leipzig, Klasse "Religiöser Nonkonformismus und kulturelle Dynamik". Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Soziologie des Todes, Religionssoziologie und Jugendsoziologie Front Matter....Pages I-XVI Theoretische Betrachtungen: Gibt es eine Säkularisierung des Todes?....Pages 7-39 Zum Phänomen der anonymen Bestattung....Pages 41-131 Empirische Analysen zur Entscheidung für eine anonyme Bestattung....Pages 133-226 Zur Ausbreitung und Normalisierung der anonymen Bestattung....Pages 227-237 Back Matter....Pages 239-258 Nicole Sachmerda-Schulz zeigt den zunehmenden Bedeutungsverlust traditionell christlicher Bestattungsnormen, gestiegene raumliche Mobilitat und den Wunsch nach Selbstbestimmung uber den eigenen Tod hinaus als die zentralen Ursachen fur die steigende Nachfrage nach anonymen Bestattungen auf.
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