معرفی کتاب «Selbstachtung : Anspruch und normative Geltung affirmativer Selbstverhältnisse» نوشتهٔ Bornmüller, Falk، منتشرشده توسط نشر de Gruyter GmbH در سال 2012. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Kant’s rationale for making self-respect an immediately clear precondition for action grounded in freedom is in need of thoroughgoing revision, since it fails to consider the phenomenological content and the actual origin of reflexive self-reference. On the basis of a history of the concept and a systematic reconstruction of affirmative relations to the self, the author proposes an alternative explanation. According to Bornmüller, moral insight should once again be properly regarded as emerging from a self-referential individual subject. Die Verfügbarkeit über das eigene Leben oder Was bin ich mir selbst schuldig? 13 1. Begründete Selbstverhältnisse 26 1.1 Pflichten gegen sich selbst I 28 1.2 Pflichten gegen sich selbst II 49 1.2.1 Person und Persönlichkeit I 52 1.2.2 Person und Persönlichkeit II 54 1.2.3 Selbstschätzung als Voraussetzung für Verbindlichkeit und Pflicht 58 2. Selbstachtung und Selbstschätzung – Zur Struktur affirmativer Selbstverhältnisse 74 2.1 Begriffsgeschichtliche Erörterungen 75 2.1.1 Das Universal-Lexicon (1732-1754) von Johann Heinrich Zedler 80 2.1.2 Versuch eines vollständigen grammatischkritischen Wörterbuchs (1774-1786) von Johann Christoph Adelung 84 2.1.3 Versuch einer allgemeinen deutschen Synonymik (1795-1802) von Johann August Eberhard 87 2.1.4 Das Wörterbuch der Deutschen Sprache (1807-1811) von Joachim Heinrich Campe 92 2.1.5 Zusammenfassung 94 2.2 Affirmative Selbstverhältnisse bei Kant 96 2.2.1 Beobachtungen über das Gefühl des Schönen und Erhabenen (1764) 101 2.2.1.1 Amour de soi und amour-propre – Weisen des Selbstbezugs bei Rousseau 122 2.2.1.2 Hutchesons moral sense 136 2.2.1.3 Hume über moral sentiment und self-love 148 2.2.1.4 Konzepte affirmativer Selbstbezogenheit im deutschsprachigen Raum 159 2.2.2 Vorlesung zur Moralphilosophie 171 2.2.3 Grundlegung zur Metaphysik der Sitten (1785/86) und Kritik der praktischen Vernunft (1788) 181 2.2.4 Metaphysik der Sitten Vigilantius 194 2.2.5 Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft (1793/94) 204 3. Performative Selbstverhältnisse 209 3.1 Die Ausgangslage 210 3.2 Eine ,Logik der Selbstachtung‘ 221 3.3 Das Verhältnis von Selbstachtung und Selbstschätzung 234 3.4 Der Umgang mit anderen als Umgang mit sich selbst 240 3.5 Der wechselseitige Verweisungszusammenhang im Kontext des Spiels 244 3.6 Abschließende Betrachtung: Noch einmal Werther 253 Literaturverzeichnis 256 Personenregister 267 Sachregister 269 Stellenregister 271
Diese Untersuchung verfolgt zwei Ziele: In einem ersten Schritt geht es um die begriffsgeschichtlich-systematische Rekonstruktion eines zentralen Problemzusammenhangs im Kontext der Begründung von Selbstachtung in Kants kritischer Moralphilosophie. Dessen transzendentale Argumentation für die praktische Rationalität benötigt keinen Verweis auf die von einem Individuum bewusst vollzogene, reflexive Selbstbezugnahme, verliert aber dadurch ein wichtiges Element: Die Achtung seiner selbst ist ihrem begrifflichen Gehalt nach nicht bloß eine intelligible, sondern zugleich emotionale Selbstbezugnahme, die sich nicht erzwingen lässt, aber von einem bestehenden moralischen Selbstverständnis abhängig ist. Kant hat um den Status der Selbstachtung im Kontext vielfältiger affirmativer Selbstverhältnisse gerungen, diese aber letztlich aus der Moraltheorie ausgeschlossen. In einem zweiten Schritt wird deshalb der Frage nachgegangen, wie das für soziale Praktiken wesentliche Gelingen affirmativer Selbstbezugnahmen sich zu dem besonderen Anspruch verhält, der mit Selbstachtung verbunden ist.
Kant's rationale for making self-respect an immediately clear precondition for action grounded in freedom is in need of thoroughgoing revision, since it fails to consider the phenomenological content and the actual origin of reflexive self-reference. On the basis of a history of the concept and a systematic reconstruction of affirmative relations to the self, the author proposes an alternative explanation. According to Bornmüller, moral insight should once again be properly regarded as emerging from a self-referential individual subject. Falk Bornmüller, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg Falk Bornmüller. Includes Bibliographical References And Index.