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Seeverwaltungsrecht als internationales Verwaltungsrecht

معرفی کتاب «Seeverwaltungsrecht als internationales Verwaltungsrecht» نوشتهٔ Katharina Reiling، منتشرشده توسط نشر Mohr Siebeck GmbH & Co. KG در سال 2024. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Die Seeschifffahrt bildet das Paradebeispiel für eine globalisierte Industrie. Katharina Reiling entwickelt anhand der Verwaltung der Seeschifffahrt ein Konzept für ein internationales Verwaltungsrecht. Ihre tragende Idee lautet, dass sich die internationale Verwaltung strukturell als Konglomeratsverwaltung darstellt und deswegen ihr Instrumentarium und die juristischen Kautelen zur Einhegung internationaler Verwaltungstätigkeit auf dieses Konglomeratsdenken ausgerichtet sein müssen. Sie untersucht die Organisation, die Handlungsinstrumente, die Verwaltungslegitimation sowie den Rechtsschutz in der internationalen Verwaltung. Abschließend wird ausgelotet, ob und inwiefern Rechtsgrundsätze des internationalen Verwaltungsrechts eine Alternative zum Verfassungsdenken liefern können. Geboren 1984; Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Konstanz; 2015 Promotion und Zweite Juristische Staatsprüfung; 2022 Habilitation (Konstanz); Professorin für Öffentliches Recht an der Universität Bonn. Cover Titel Vorwort Inhaltsübersicht Inhaltsverzeichnis Abkürzungsverzeichnis Glossar maritimer Akteure und Rechtsinstrumente 1. Kapitel: Grundlagen I. Einführung 1. Seeverwaltungsrecht als internationales Verwaltungsrecht par excellence 2. Gang der Untersuchung 3. Internationales Verwaltungsrecht: Stand der wissenschaftlichen Diskussion a) Auf der Suche nach einem Konzept b) Das unklare Verhältnis zum Völkerrecht II. Aufgabenbezug des Verwaltungsrechts als Ausgangspunkt III. Inlandszentriertheit des nationalen Verwaltungsrechts 1. Verwaltung als introvertierter Akteur a) Verwaltungsrechtlicher Befund b) Abschirmung von Verwaltungsrecht und Völkerrecht durch das Staatsrecht 2. Bodenbezug als Hintergrundannahme 3. Das Territorialitätsprinzip als zentrales Dogma 4. Punktuelle Öffnung nach außen im Umwelt- und Planungsrecht 5. Einheitsparadigma IV. Internationale Zusammenarbeit als Verwaltungsaufgabe 1. Globalisierung als Ausdruck für einen grenzüberschreitenden Verwaltungsgegenstand a) Realbereich als Bezugspunkt b) Mehr als Denationalisierung und Entstaatlichung c) Die Zeit-Raum-Kompression als theoretisches Konzept d) Kernelemente im Einzelnen aa) Mobilität bb) Transnationale Unternehmen cc) Interkulturalität 2. Änderung der Art internationaler Beziehungen als Konsequenz a) Innerstaatliche Perspektive aa) Transzendierung des Staats bb) Strukturmerkmale des internationalen Verwaltungsrechts b) Völkerrechtliche Perspektive aa) Kooperationsvölkerrecht als neues Paradigma bb) Die Rechtstechnik der Rahmenkonvention c) Theoretischer Zugriff aa) Carl Schmitts Gegensatz von Land und Meer bb) Bewertung: Risiken einer grenzenverwischenden Entwicklung V. Internationale Verwaltung als Konglomeratsverwaltung 1. Idee und Abgrenzung zu anderen Verwaltungskonzepten 2. Terminologische Grundlegung 3. Als Charakteristikum der internationalen Verwaltung 4. Territoriale Internationalisierung als Alternative? a) Territoriale und funktionale Internationalisierung b) Das Beispiel der internationalen Meeresbodenbehörde c) Ausnahmecharakter territorialer Internationalisierung VI. Kein Exklusivitätsverhältnis von nationalem und internationalem Verwaltungsrecht VII. Internationales Verwaltungsrecht als Forschungsperspektive 1. Staatszentriertheit des Verwaltungsrechts als Herausforderung für eine Begriffsbildung 2. Definitionsschwierigkeiten 3. Problemorientierter Ansatz VIII. Theoretische und methodische Ausrichtung 1. Global Governance 2. Drei maritime Referenzgebiete 3. Typische methodische Bedürfnisse im internationalen Verwaltungsrecht a) Verwaltungspraxis: Interviews und Beobachtungen als Erkenntnismittel b) Intradisziplinäres Lernen: Zur Rolle des europäischen Verwaltungsrechts IX. Seeschifffahrt als globalisierte Industrie 1. Präzisierung des Untersuchungsgegenstands 2. Triebkräfte a) Maritime Innovationen aa) Die Containerisierung bb) Kreuzfahrtschiff als Massentourismus auf See b) Maritimes Offshoring aa) Offshoring als Wandel von Staatlichkeit bb) Der Aufstieg der Billigflaggen c) Kein Weg zurück aa) Seevölkerrechtliche Versuche bb) Nationalstaatliche Versuche 3. Kernelemente in der Seeschifffahrt a) Maritime Mobilität aa) Weltseehandel bb) Wanderbewegungen: Seeleute und Kreuzfahrttourismus b) Transnationale maritime Unternehmensnetzwerke c) Maritime Kontaktzonen X. Fazit: Paradebeispiel Seeverwaltung 2. Kapitel: Referenzgebiete A. Seesicherheits- und Seeumweltrecht I. Herausforderungen eines mobilen Anlagenrechts 1. Verhinderung und Bekämpfung von Havarien als Fixpunkt a) Schiffssicherheit und Verkehrssicherheit b) Sicherheitsrisiko unternormiges Schiff c) Seeschifffahrt als fehlerinduziertes System 2. Seeschifffahrt als globales Umweltproblem a) Abgrenzung von nationalen und grenzüberschreitenden Umweltproblemen b) Heterogenität maritimer Umweltbelastungen aa) Gewässerschutz: Eintrag von Schiffsschadstoffen bb) Naturschutz: Eintrag gebietsfremder Arten cc) Immissions- und Klimaschutz: Schiffsemissionen und Schiffslärm dd) Abfallbewirtschaftung: Verklappung, Schiffsrecycling, Wrackbeseitigung ee) Gefahrstoffe: Gefahrgutbeförderung auf See und Schiffsanstriche II. Das Neue Seerecht als Kooperationsvölkerrecht 1. Historische Irritationen 2. Das Flaggenstaatsprinzip a) Primat des Flaggenstaats als Ausgangspunkt b) Rechtsdogmatische Diskussion: das Schiff als schwimmendes Territorium c) Staatenpraxis: Selbstbeschränkung der Hafenstaaten 3. Der sogenannte indirekte Regelungsansatz des Seerechtsübereinkommens a) Räumliche und materielle Grenzen b) Analyse des Art. 94 SRÜ über die Pflichten des Flaggenstaats c) Fazit: Abschied vom Topos des Laissez Faire 4. SRÜ als Rahmenkonvention a) SRÜ als Verfassung der Meere b) Analyse des Teils XII SRÜ über den Schutz und die Bewahrung der Meeresumwelt c) Fazit: Unterschiede zu umweltvölkerrechtlichen Rahmenübereinkommen 5. Kooperative Rechtskonkretisierung durch IMO-Regelwerke a) Das seeverwaltungsrechtliche Abkommen als Rechtskategorie b) Seesicherheitskonventionen c) Seeumweltkonventionen d) Fazit: Maritime Konventionen als Ausdruck einer internationalen Verwaltung III. SchSG und SchSV als Paradebeispiele eines internationalen Verwaltungsrechts IV. Fazit: Seesicherheits- und Seeumweltschutz in einem dezentralisierten Mehrebenensystem B. Seearbeits- und Seesozialrecht I. Auswüchse eines globalen Arbeitsmarkts 1. Seeschifffahrt als gefahrgeneigtes Tätigkeitsfeld 2. Der moderne Seefahrer a) Eine begriffliche Einordnung b) Ein globaler Arbeitsmarkt für Seefahrer 3. Risikobereiche a) Ausbeuterische Praktiken b) Gefährdung an Bord c) Vernachlässigung sozialer Fürsorge und Sicherung 4. Fazit: Soziale Dimension der Globalisierung als Achillesferse II. Die Entwicklung von Rechtsstrukturen der internationalen Verwaltung im Seearbeits- und Seesozialrecht 1. Internationale Kooperation als dritte Revolution im Arbeitsund Sozialrecht 2. Global Governance unter dem Dach der ITF: die Billigflaggenkampagne 3. MLC 2006 als vierte Säule des internationalen Seerechts 4. Seearbeitsgesetz als deutsches Pendant 5. Seearbeits- und Seesozialverwaltung als Konglomeratsverwaltung III. Fazit: Seearbeits- und Seesozialrecht als Ausdruck eines Transnational Labour Law C. Seegesundheitsrecht I. Seeschifffahrt als ein Pandemierisiko-Treiber II. Seegesundheitsrecht als globales Gesundheitsrecht 1. Keine Seuchenabwehr über hafenseitige Grenzziehungen 2. Internationale Kooperation unter den IGV 2005 a) IGV 2005 als Rahmenregelung b) Rechtliche Kernelemente c) Aufwertung der internationalen Gesundheitsverwaltung im Seehafen 3. Veränderungen im deutschen Recht: das IGV-Durchführungsgesetz III. Fazit: Internationales Gesundheitsrecht als konglomeratische Regulierung 3. Kapitel: Verwaltungsorganisation I. Merkmale des konglomeratischen Strukturprinzips II. Internationale Organisationen 1. IMO, ILO und WHO als universelle und spezielle Organisationen 2. Regionale Ebene a) Als dritte Umsetzungsebene b) Regionalmeerorganisationen c) EU aa) Interne Funktion bb) Externe Funktion cc) Fazit: Unilaterales Vorgehen der EU als zweischneidiges Schwert 3. Internationale Agenturen III. Staatliche Seeverwaltung 1. Funktionale Indienstnahme staatlicher Verwaltung durch das Völkerrecht 2. Die deutsche maritime Behördenlandschaft IV. Transnationale Behördennetzwerke 1. Als Alternative zu völkerrechtlichen Organisationsformen 2. Kategorien 3. Maritime Erscheinungsformen 4. Unterschiede zu europäischen Netzwerken V. Subnationale Seeverwaltung 1. Seehäfen a) Kontroll- und Laborfunktion des Seehafens im internationalen Verwaltungsrecht b) Hafenverwaltung als Infrastrukturverwaltung c) Hafenumweltschutznetzwerke 2. Lotswesen a) Lotsen als Grenzstellenakteure b) Organisation des deutschen Seelotswesens und seine internationale Einbindung VI. Private Seeverwaltung 1. Vorzüge gesellschaftlichen Potentials 2. Ein erster Eindruck 3. Private Authority als Erklärung für private internationale Verwaltung a) Erkenntnisse der politikwissenschaftlichen Forschung b) Implikationen für die juristische Forschung 4. Verhältnis zu (über-)staatlichen Akteuren a) Funktionen privater Seeverwaltung aa) Pionier bb) Konkurrent cc) Zulieferer dd) Fazit: kein statisches Verständnis b) Konfuse statt geordnete Aufgabenteilung c) Internationale Akkreditierung und Zertifizierung als Rechtsfigur aa) Übertragbarkeit der unionsrechtlichen Figur bb) Mischcharakter der Inanspruchnahme der ROs cc) Rechtliche Unwägbarkeiten als Konsequenz VII. Fazit: Organisatorische Einkreuzungen als Ausdruck des Konglomeratsparadigmas 4. Kapitel: Handlungsinstrumente der Seeverwaltung I. Transnationaler Verwaltungsakt 1. Stabilisierungsfunktion des Verwaltungsakts als Grundbedingung internationaler Mobilität 2. Kategorien von Genehmigungen mit grenzüberschreitendem Bezug a) Sach- und Personalgenehmigungen b) Mobilitätsverwaltungsakte c) Genehmigung für grenzüberschreitende Tätigkeiten d) Fazit: Kein maritimes Sonderphänomen 3. Transnationaler Verwaltungsakt als dezentrales Kooperationsinstrument a) Transfer einer europarechtlichen Figur b) Merkmale des transnationalen Verwaltungsakts im internationalen Verwaltungsrecht c) Abgrenzung zur Genehmigung im standortgebundenen Anlagenrecht 4. Korrekturordnung a) Risiken des transnationalen Verwaltungsakts b) Flexibilisierung der grenzüberschreitenden Bindungswirkung als Antwort aa) Analyse der seeverwaltungsrechtlichen Regelwerke bb) Administrative Schutzklauseln als Rechtsgrundlage c) Schutzklauselverfahren aa) Stufenmodell der Hafenstaatkontrolle bb) Wirkweise der Korrekturordnung cc) Bestandskontrolle als weiteres Element d) Vergleich mit dem Europäischen Verwaltungsverbund 5. Fazit: Qualitativer Unterschied zum europäischen Verwaltungsrecht II. Anreizinstrumente 1. Anreizsetzung als Normalfall a) Das Quality Shipping-Konzept b) Kompensationsversprechen von Anreizen 2. Typologie a) Preissteuerung im Hafen b) Publizitätsanreize c) Private Genehmigungen d) Versicherung als integrierte Anreizstruktur e) Flankierende Anreize 3. Fazit: Wirkungschance als Rechtsfolge III. Transparenzinstrumente 1. Anonymität auf See als Rechtsproblem 2. Identifikationsinstrumente 3. Lokalisierungsinstrumente 4. Smart Law Enforcement 5. Fazit: Maritimes Raumbewusstsein als Leitidee IV. Kommunikationsinstrumente 1. Kommunikationshemmnisse auf Seiten des Verwaltungsadressaten 2. Interkulturelle Kommunikation als Antwort a) Standardisierung der Sprache b) Sprachkurse c) Grenzen der Digitalisierung d) Interkulturelle Sensibilisierung 3. Fazit: Diversitätsmanagement statt Integrationsverwaltung V. Verwaltungsapps als technische Infrastruktur einer mobilen Verwaltung 1. Das Büro als Signum administrativer Verortung 2. Mobile Government als Leitbild a) GovApps b) Apps für die Verwaltung 3. Fazit: Mehr als eine Modeerscheinung VI. Internationale Pläne 1. Diffuse grenzüberschreitende Interessenkonflikte als Herausforderung 2. Beispiele maritimer Planung a) Schiffswegeführung b) MARPOL-Sondergebiete c) Besonders empfindliche Meeresgebiete 3. Grundstrukturen maritimer Planung a) Maritime Planung als Fachplanung aa) Vielfalt der Planungsformen bb) Planerische Gestaltungsfreiheit und Flexibilität b) Gestuftes Planungsverfahren als Kernelement c) Vergleich mit der europäischen Verbundplanung 4. Fazit: Maritime Planung als vertikales Kooperationsinstrument VII. Internationale Wissensgenerierung 1. Lokales Wissen als Gegenstand internationaler Wissensverwaltung 2. Seeverwaltungsrecht als Risikorecht a) Maritime Pandemievorsorge aa) Pandemie als globales Risiko bb) Risikokommunikation zwischen Staaten und WHO cc) Wissensgenerierung im Seehafen b) Lernen aus Seeunfällen aa) Seeunfalluntersuchung als objektive Ursachenerforschung bb) Seeunfalluntersuchungsverfahren 3. Elemente maritimer Wissensverwaltung a) Internationale Standardisierung nationaler Wissensgenerierung b) Instrumente des grenzüberschreitenden Wissenstransfers c) Globale Wissensdistribution 4. Fazit: Interaktion der Wissenssysteme anstatt unilateralem Wissenstransfer 5. Kapitel: Rechtssetzung der internationalen Verwaltung I. Maritime Rechtsvielfalt: eine Auswahl 1. Rechtspluralismus und Multinormativität als Beschreibungsangebote 2. Rechtssetzung im Rahmen internationaler Organisationen a) Zurückdrängung des Konsensprinzips durch innovative Rechtssetzungstechniken aa) Verfahren der stillschweigenden Zustimmung bb) GAIRAS als dynamischer Verweis cc) Nichtbegünstigungsklauseln dd) Internationales Soft Law ee) Fazit: Gesamtbetrachtung b) Veränderungen auf der Mikroebene der internationalen Organisation aa) Internationale Rechtssetzung als dynamischer Kooperationsprozess bb) Politikwissenschaftliche Forschung zur Autonomie internationaler Organisationen cc) Rechtstatsächlicher Befund am Beispiel der IMO c) Innerstaatliche und unionsrechtliche Rezeptionsmechanismen aa) Zustimmungs- und Ausführungsgesetz bb) Rechtsverordnung cc) Amtliche Bekanntmachung dd) Verweisung d) Fazit: Verknüpfung nationalen und überstaatlichen Rechts 3. Privates Recht a) Privatautonome Normsetzung aa) Privatrecht als Wirkmechanismus bb) Öffnung des Rechtsbegriffs (1) Jenseits von Soft Law (2) Theorie transnationalen (Privat-)Rechts b) Rezeption privater Normen durch das internationale Recht: die IMO Goal-based Standards c) Fazit: Privates Recht als integraler Teil des Rechts der internationalen Verwaltung 4. Fazit: Bottom Up-System der Rechtssetzung als Folge II. Ausdünnung nationalstaatlich abgeleiteter Legitimationszusammenhänge durch Rechtssetzung im Rahmen internationaler Organisationen 1. Modell des Art. 59 II 1 GG 2. Elemente klassischer Verwaltungslegitimation 3. Technizitätseinwand 4. Auswärtige Gewalt als Argument 5. Rationalitätsgedanke: ein rechtstatsächlicher Befund a) Das Fachbruderschaftsproblem b) Dominanz von Partikularinteressen c) Staatliche Machtasymmetrien d) Verstärkung durch Intransparenz 6. Fazit: Demokratie versus globale Technokratie III. Überstaatliche Legitimationsformen als Alternative? IV. Legitimation als Mixtum Compositum 1. Heterarchisches Legitimationskonzept 2. Eingangskontrolle: das COSS-Verfahren als Beispiel 3. Partizipationsordnung für internationale Kooperationsprozesse a) Paritätische Steuerung b) Rollentrennung c) Integritätsregeln d) Fachforenbegrenzung e) Zugangsregelung f) Gatekeeper auf der institutionellen Seite 4. Unterstützungsnetzwerke 5. Transparenzordnung für internationale Kooperationsprozesse 6. Vernetzung der Parlamentarier 7. Fazit: Vergleich mit pluralistischen Legitimationskonzepten für das nationale und das europäische Verwaltungsrecht V. Demokratieprinzip als rechtliche Grundlage 1. Offene Staatlichkeit als Richtschnur 2. Mehr als eine Rechtfertigungslösung VI. Übertragung auf das Recht der privaten Seeverwaltung? 1. Legitimationsbedarf öffentlich-privater Rechtserzeugung 2. Legitimationssicherung bei der internationalen Rezeption privaten Rechts: das IMO-Verifizierungsverfahren als Versuch VII. Navigationsinstrumente 1. Mehrdimensionaler Entscheidungsmaßstab als Herausforderung a) Vertikale Ausdifferenzierung b) Horizontale Ausdifferenzierung c) Rechtsanwendungsschwierigkeiten im Einzelnen 2. Management of Pluralism a) Die dynamisierte Kodifikation b) Normkommunikation c) Normenfilter VIII. Gesamtfazit 6. Kapitel: Schutz vor der internationalen Verwaltung A. Rechtsschutz gegen die internationale Verwaltung I. Hemmnisse für den justizförmigen Rechtsschutz 1. Kein effektiver Rechtsschutz durch internationale Gerichte a) Verwaltungskontrolle durch den ISGH b) Das Schiffsfreigabeverfahren nach Art. 292 SRÜ 2. Kein effektiver Rechtsschutz durch nationale Gerichte a) Vervielfältigung der Inspektionen aa) Belastungsdimensionen bb) Faktische Beschränkungen der Gerichtskontrolle b) Intransparenz aa) Das maritime Risikoranking bb) Zurechnungsprobleme als Folge c) Rechtserhebliche Maßnahmen überstaatlicher Instanzen 3. Fazit: Mehr als Immunitätsfragen II. Unzulänglichkeit der Gerichtsperspektive: eine rechtsdogmatische Analyse 1. Klagbarkeit als Kennzeichen subjektiver Rechte 2. Trennung von materiellem Interesse und Klagbarkeit III. Pluralisierung der Rechtsschutzmechanismen 1. Basisrechtsschutz durch außergerichtliche Streitbeilegungsmechanismen a) Maritime Erscheinungsformen aa) Detention Review Panel als verwaltungsinterner Rechtsschutz bb) Verbände als Streitschlichter b) Außergerichtliche Streitbeilegungsmechanismen als maßgeschneiderter Rechtsschutz c) Soziologische und ethnologische Betrachtung 2. Ergänzender Schutz durch Verwaltungsverfahren 3. Fazit: Flexibilität von Rechtsschutz IV. Effektivitätssicherung für außergerichtliche Streitbeilegungsmechanismen 1. Nähe zur Verwaltung als Manko 2. Effektivitätskriterien a) Methodische Herausforderungen b) Gerichte als Signum effektiven Rechtsschutzes aa) Analyse justizieller Rechtsgarantien bb) Theoretische Analyse c) Mindestgarantien für die außergerichtliche Streitbeilegung im Zivilrecht d) Rechtsschutzvorgaben für die Streitbeilegung in internationalen Organisationen aa) Immunitätsrechtsprechung bb) Politikwissenschaftliche Erkenntnisse e) Mindestanforderungen an effektiven Rechtsschutz aa) Zugänglichkeit bb) Verfahrensgerechtigkeit cc) Reelle Durchsetzungschance f) Anwendung auf das Detention Review Panel 3. Staatliche Effektivitätsabsicherungspflicht a) Kooperationsgedanke als Richtschnur b) Abgrenzung vom Einwirkungsprinzip c) Verfassungsrecht aa) Schutzpflicht aus materiellen Grundrechten (1) Einwirkungsanspruch für internationale Lagen (2) „Extrovertierte“ Grundrechte als Grundlage bb) Art. 19 IV GG cc) Keine Begründung über Art. 27 GG d) Positive Verpflichtung aus menschenrechtlichen Rechtsschutzgarantien e) EU als Rechtsschutzverstärker f) Reichweite der Effektivitätsabsicherungspflicht aa) Mitwirkungsakt als Auslöser bb) Schutzberechtigte cc) Bemühenslast als Rechtsfolge g) Öffnung statt Neuausrichtung des Schutzkonzepts V. Fazit: Mehr als eine Internationalisierung des Verwaltungsgerichtsschutzes B. Schutz vor Fremdbestimmung durch die private Seeverwaltung I. Vetting im Visier II. Verbandseitige Begrenzungsordnung III. Ergänzung durch ein Feedbacksystem 1. Stärkung der Selbstorganisation als Maxime 2. Rechtstheoretischer Zugriff: Idee der globalen Zivilverfassungen IV. Grund- und menschenrechtliche Absicherung 1. Grenzen der Horizontalwirkung 2. Transnationaler Schutzauftrag V. Fazit 7. Kapitel: Metagovernance – Ordnung in Vielfalt A. Verwaltungskontrolle I. Mangelhafte Umsetzung internationaler Normen als Herausforderung 1. Multiple Quellen für Erfüllungsdefizite 2. Erkenntnisse der Compliance-Forschung a) Lehre vom aktiven Vertragsmanagement als Perspektive für das Kooperationsvölkerrecht b) Ressourcenprobleme als Folge der Heterogenität von Staaten 3. Ökonomische Analyse a) Regulierungswettbewerb als Folge grenzüberschreitender Faktormobilität b) Maritimes Race to the Bottom c) Fehlen einer übergeordneten Wettbewerbsordnung als Herausforderung 4. Fazit: Mehr als ein Billigflaggenproblem II. Kontrolle als kollektives Unterfangen 1. Völkerrechtliche Debatte: Erweiterung internationaler Durchsetzungsinstrumente 2. Kontrollwissen als Grundlage a) Dritte als Informationsmittel b) Internationale Peer Review 3. Befähigung in Partnerschaft 4. Kollektive Sanktionen: Grundsatz der gegenseitigen Zeugnisanerkennung als Hebel 5. Akzeptanzsicherung durch Verfahrensgarantien a) Beeinträchtigungspotential b) Prozedurale Anforderungen im Einzelnen c) Grundlage III. Fazit: Kollektive Kontrolle als Folge einer Ausdifferenzierung von Verwaltung E. Korruptionsprävention I. Korruption in der internationalen Verwaltung 1. Phänomen der internationalen Korruption 2. Hafen als Korruptionshotspot II. Collective Action 1. Einbeziehung der Unternehmensseite als Grundidee 2. Theoretische Prämissen: Theorie kollektiven Handelns 3. Das Maritime Anti-Corruption Network 4. Rechtliche und institutionelle Rahmenbedingungen III. Fazit: Korruption als Thema des Verwaltungsrechts F. Kohärenzsicherung I. Institutionelle Vielfalt als Herausforderung II. Völkerrechtliche Fragmentierung als unzulängliche Perspektive III. Begriffliche und konzeptionelle Grundlegung 1. Anleihen aus dem Unionsrecht 2. Interaktionsansatz als Grundlage IV. Mechanismen 1. Prinzipieller Ansatz völkerrechtlicher Teilrechtsgebiete 2. Grenzen einer vertikalen Koordination unter den Auspizien der UN 3. Negative Koordination 4. Koordination durch Transparenz 5. Koordinationsstrukturen 6. Revisibilität von Normen V. Fazit: Leistungsfähigkeit des selbstorganisatorischen Ansatzes 8. Kapitel: Rechtsgrundsätze des internationalen Verwaltungsrechts I. Eine Alternative zum Verfassungsdenken II. Rechtsgrundsätze als Modell und als Direktive III. Rechtsgrundsätze als Signum unvollkommener Rechtsordnungen 1. Kompensationsleistung von Rechtsgrundsätzen 2. Juristische Methodenlehre 3. Nationales und europäisches Verwaltungsrecht 4. Internationales Recht IV. Theoretische Grundlagen 1. Ein utopisches und riskantes Unterfangen? 2. Pluralistische Feststellung 3. Geltungsgrund: Transfer und Überzeugungskraft 4. Gegenseitige Durchsetzung V. Rechtsgrundsätze im Einzelnen 1. Internalisierung durch Schaffung inneradministrativer Schutzmechanismen 2. Qualitätsmanagement 3. Kohärenz über prozedurale Kooperation 4. Konfliktvorsorge durch Sicherheitsnetze VI. Fazit Gesamtschau I. Seehandelsrecht – Seevölkerrecht – Seeverwaltungsrecht II. Konsequenzen des Konglomeratsparadigmas für die internationale Verwaltung und ihr Recht III. Verhältnis zum Völkerrecht IV. Second Best-Lösungen als Kehrseite des Konglomeratsparadigmas Literaturverzeichnis Stichwortverzeichnis
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