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Schutzende Heilige Des Lateinischen Westens 370-600 N. Chr. (German Edition)

معرفی کتاب «Schutzende Heilige Des Lateinischen Westens 370-600 N. Chr. (German Edition)» نوشتهٔ Jan Seehusen، منتشرشده توسط نشر Franz Steiner Verlag Wiesbaden GmbH در سال 2021. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Mit dem Ende Westroms stellte sich die Frage, wer nun politische Aufgaben in der Spatantike ubernehmen konnte. Lateinische Heiligenviten ( Vitae sanctorum ) dokumentieren, dass es die 'Heiligen' waren, die zwischen dem vierten und sechsten Jahrhundert n. Chr. einen grossen Teil der offentlichen Funktionen wahrnahmen. In diesen Biographien erscheinen die Heiligen als Mittler zwischen der stadtischen und landlichen Bevolkerung auf der einen und den romischen wie gentilen Machthabern auf der anderen Seite. Bischofe, Abte, Abtissinnen und andere heilige Manner und Frauen setzten sich fur die Befreiung von Kriegsgefangenen ein, organisierten die Versorgung mit Nahrungsmitteln und fuhrten Gesandtschaftsreisen durch. Jan Seehusen zeigt, wie sich die 'schutzenden' Heiligen im hagiographischen Diskurs des lateinischen Westens zunehmend etablierten und in welchen Schattierungen ihr Wirken zu beobachten ist. Neben einer neuen Typisierung der Heiligen liegt ein weiterer Schwerpunkt auf der Wirkabsicht und den intendierten Adressaten ihrer Viten. Seehusen macht damit in umfassender Weise rezeptionsasthetische Uberlegungen fur die Erforschung von Heiligenviten fruchtbar, die zum Verstandnis ihrer Genese sowie ihrer Einbindung in die spatantike Lebenswelt insgesamt beitragen. Danksagungen Inhaltsverzeichnis I Einleitung 1 Gegenstand und Grundlegung 1.1 Hinführung 1.2 Leitfragen und Untersuchungsfokus 1.3 Forschungsstand und Desiderat 1.4 Heiligenviten als Quelle und Vorgehen der Untersuchung 2 Patronatsverhältnisse des 4.–6. Jahrhunderts im lateinischen Westen 2.1 Salvian von Marseille und Sidonius Apollinaris: Ländliches patrocinium und die Aufgaben eines ‚guten Bischofs‘ 2.2 Bischöfe und ihre karitativen Pflichten 2.3 Heilige als spirituelle patroni 2.4 Der defensor civitatis und lateinische Heiligenviten 3 Das Corpus der Untersuchung: Einführung und Begründung der Auswahl 3.1 Viten ‚schützender‘ Heiliger des 5./6. Jahrhunderts 3.2 Gallische und italische Hagiographie aus dem 6. Jahrhundert 3.3 Frühe lateinische Heiligenviten 3.4 Bischofsviten aus dem 5. und 6. Jahrhundert 3.5 ‚Alte Heilige‘ – neue Viten 3.6 Liste der hagiographischen Literatur 4 Methoden im Umgang mit Hagiographie 4.1 Der hagiographische Diskurs 4.2 Der hagiographische Vergleich 4.3 Die hagiographische Plausibilität 5 Intertextualität 5.1 Definitionen und Begrifflichkeit 5.2 Die frühen lateinischen Heiligenviten 5.3 Martin und die ersten ‚schützenden Heiligen‘ 5.4 Die ‚schützenden‘ Heiligen des späteren sechsten Jahrhunderts II Hagiographischer Vergleich 6 Umgang mit weltlicher Bevölkerung 6.1 Die karitativen Leistungen der Heiligen 6.2 Die Gesandten des Volkes 6.3 Die Beschützer bei Einfällen von Gentilheeren und Hungersnöten 6.4 Die Gefangenenbefreier 6.5 Fazit 7 Umgang mit weltlichen Autoritäten 7.1 Konflikt und Einvernehmen 7.2 Das Eintreten für Gefangene und Schuldige 7.3 Die Gesandten 7.4 Die Beschützer 7.5 Die Gefangenenbefreier 7.6 Fazit 8 Umgang mit geistlichen Autoritäten 8.1 Heilige Gesandte, Beschützer und Gefangenenbefreier 8.2 Geschlechterspezifische Darstellungsmodi 8.3 Fazit 9 Wunder 9.1 Einleitung 9.2 Vermehrung und Erhalt von Nahrung 9.3 Wundersame Gefangenenbefreiungen 9.4 Fazit 10 Exkurs: Die Abwehr von Gentilheeren 11 Zwischenfazit: Das schützende und helfende Patronat als Leitbild der hagiographischen Erzählwelt 11.1 Zusammenfassung nach Kapiteln 11.2 Zusammenfassung nach Viten 11.3 Die Rolle der Réécriture 11.4 Geschlechterspezifische Darstellungsmodi III Hagiographische Plausibilität und Sitz im Leben 12 Einflüsse der spätantiken Lebenswelt 12.1 Die Übernahme von Gesandtschaften 12.2 Der christliche Gewaltdiskurs 12.3 Gefangenenfürsorge und -befreiung 12.4 Die Perspektive der hagiographischen Literatur 13 Adressaten 13.1 Einleitung und Methode 13.2 Einzelne monastische Gemeinschaften 13.3 Bürgergemeinschaften bestimmter geographischer Räume 13.4 Fazit 14 Gesamtfazit: Funktionen ‚schützender‘ Heiligenviten in ihrer Lebenswelt 14.1 Methodische Überlegungen 14.2 Gründungserzählungen für eine monastische Gemeinschaft 14.3 Der Konsens zwischen Heiligen und zivilen Autoritäten 14.4 ‚Schützende‘ Heilige in kompendienartigen Sammelwerken 14.5 Zusammenfassung und Forschungsdesiderat 15 Ausblick: Die Genese einer spätantiken lateinischen Heiligenvita 15.1 Die Einbettung in die spätantike Lebenswelt 15.2 Die Ideenwelt nizänischer Christen 15.3 Die Text-Welt des hagiographischen Diskurses und der Rezeptionshorizont 15.4 Die hagiographische Erzählwelt Anhang Teil 1: Die Lage des Nonnenklosters in Arles nach De Vogüé – Courreau Teil 2: Die Lage des Nonnenklosters in Arles nach Heijmans Teil 3: Lagepläne der Apostelkirche Teil 4: Das Grab Genovefas Teil 5: Die Genese einer lateinischen Heiligenvita in der Spätantike (370–600 n. Chr.) Lexika, Wörterbücher, Abkürzungsverzeichnisse Quellenverzeichnis Heiligenviten Weitere Quellen Literaturverzeichnis Register Stellen Orte Moderne Autor*innen Sachen "Mit dem Ende Westroms stellte sich die Frage, wer nun politische Aufgaben in der Spätantike übernehmen konnte. Lateinische Heiligenviten (Vitae sanctorum) dokumentieren, dass es die 'Heiligen' waren, die zwischen dem vierten und sechsten Jahrhundert n. Chr. einen großen Teil der öffentlichen Funktionen wahrnahmen. In diesen Biographien erscheinen die Heiligen als Mittler zwischen der städtischen und ländlichen Bevölkerung auf der einen und den römischen wie gentilen Machthabern auf der anderen Seite. Bischöfe, Äbte, Äbtissinnen und andere heilige Männer und Frauen setzten sich für die Befreiung von Kriegsgefangenen ein, organisierten die Versorgung mit Nahrungsmitteln und führten Gesandtschaftsreisen durch." -- Page 4 of cover
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