Schurkenstaaten Als Normunternehmer: Iran Und Die Kontrolle Von Massenvernichtungswaffen (studien Des Leibniz-instituts Hessische Stiftung Friedens- Und Konfliktforschung) (german Edition)
معرفی کتاب «Schurkenstaaten Als Normunternehmer: Iran Und Die Kontrolle Von Massenvernichtungswaffen (studien Des Leibniz-instituts Hessische Stiftung Friedens- Und Konfliktforschung) (german Edition)» نوشتهٔ Carmen Wunderlich (auth.)، منتشرشده توسط نشر VS Verlag für Sozialwissenschaften در سال 2018. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Carmen Wunderlich geht der kontraintuitiven Frage nach, ob ‚Schurkenstaaten‘ – vermeintliche Gegner der westlich-liberalen Ordnung – auch ‚Normunternehmer‘ sein können, sich also proaktiv für die Förderung internationaler Normen einsetzen und ihnen zur Geltung verhelfen wollen, wie sie am Beispiel der Islamischen Republik Iran zeigt. Der Vergleich mit dem prototypischen Normunternehmer Schweden und dem notorischen Normbrecher Nordkorea macht deutlich, dass Normunternehmertum in unterschiedlichen Graden und Phasen des Normenzyklus auftreten kann und lässt Rückschlüsse auf die Erfolgsbedingungen von Normunternehmertum zu. Die Befunde legen außerdem nahe, ‚Schurkenstaaten‘ nicht länger ausschließlich als irrationale Gegner zur normativen Ordnung aufzufassen, sondern sie als legitime Teilnehmer an einer Auseinandersetzung über eine angemessene Herrschaftsordnung zu begreifen. Geleitwort 7 Danksagung 9 Inhaltsverzeichnis 12 Abkürzungsverzeichnis 20 1 Einleitung 23 1.1 Fragestellung und Erkenntnisinteresse 26 1.2 Begriffsbestimmung und Operationalisierung 28 1.3 Empirisches Vorgehen 30 1.4 Aufbau der Arbeit 33 2 Dem Guten verschrieben: Normunternehmer in denInternationalen Beziehungen 36 2.1 Normen: eine Begriffsbestimmung 37 2.2 Ein Überblick über die Normenforschung 40 2.3 Normunternehmer: Begriffsbestimmung und Entstehungsgeschichte 45 2.4 Verschiedene Normunternehmer-Typen 49 2.5 Triebfedern normunternehmerischen Handelns 55 2.6 Zielsetzung und Schritte des Normunternehmertums 58 2.6.1 Phase 1: Etablierung einer neuen Norm 60 2.6.2 Phase 2 und 3: Konsolidierung und Weiterentwicklung 62 2.7 „Werkzeuge“ und Strategien von Normunternehmern 63 2.8 Bedingungen „erfolgreichen“ Normunternehmertums 70 2.9 Forschungslücke: Normunternehmer durch eine rosarote Brille? 75 3 Wider die Normen der internationalen Gemeinschaft: „Schurken“, „Outlaws“ und „Parias“ 80 3.1 „Schurkenstaaten“ als Konstrukt amerikanischer Sicherheitspolitik 80 3.2 „Schurkenstaaten“ in der (akademischen) Diskussion 88 3.3 Zum Verhältnis von „Schurkenstaaten“ und internationalen Normen 91 4 The Ugly? „Schurkenstaaten“ als Normunternehmer 95 4.1 Unkonventionelle Normunternehmer und Widerstand in derNormenforschung 96 4.2 Perspektivenwechsel: „Schurkenstaaten“ – Normzerstörer oderNormunternehmer? 102 5 Forschungsdesign und methodisches Vorgehen 104 5.1 Forschungsfrage und Ziel der Arbeit 104 5.2 Fallauswahl 106 5.3 Vorgehen der empirischen Untersuchung und Festlegung desUntersuchungszeitraums 107 5.4 Operationalisierung 111 5.4.1 Prototypisches Normunternehmertum 111 5.4.2 Alternative Erklärungsansätze: Normzerstörung und Normsubsidiarität 116 5.4.3 Normen der Kontrolle von Massenvernichtungswaffen 118 5.5 Datenerhebung 119 5.5.1 Wissenschaftliche und graue Literatur 119 5.5.2 Primärquellen 120 5.5.3 Experteninterviews 121 5.6 Datenerhebung und -auswertung 123 5.6.1 Qualitative Inhaltsanalyse: Methode und Anwendung 124 5.6.2 Umgang mit den Gütekriterien 131 6 Iran innerhalb der gegenwärtigen normativen Weltordnung:Ein gegenhegemonialer „Normzerstörer”? 134 6.1 Zentrale (außen-)politische Entscheidungsinstanzen 135 6.1.1 Die Herrschaft des Obersten Rechtsgelehrten 137 6.1.2 Andere relevante (außen-)politische Akteure 139 6.2 Vom Gendarm der Golfregion zum Zentrum der „Achse des Bösen“ 143 6.2.1 Iran zu Zeiten des Schahs 143 6.2.2 Die Anfangsjahre der Iranischen Republik Iran 1979 bis 1989 144 6.2.3 Irans Hinwendung zum Pragmatismus unter Rafsanjani 1989 bis 1997 147 6.2.4 Die Ära der Reformbewegung unter Khatami 1997 bis 2005 148 6.2.5 Konservative Re-Islamisierung unter Ahmadinejad 2005 bis 2013 151 6.2.6 Neuer Reformwind seit der Amtsübernahme Rouhani 152 6.3 Außenpolitische Identität und Rolle Irans 153 6.3.1 Der Einfluss des schiitischen Islams auf die iranische Identität 154 6.3.2 Persischer Nationalismus und Streben nach Unabhängigkeit 155 6.3.3 Anti-Imperialismus und Dritte-Welt-Ideologie 157 6.4 Weltordnungsvision Irans 158 6.4.1 Wahrnehmung und Bewertung der herrschenden Ordnung 159 6.4.2 Irans selbstzugeschriebene Rolle als anti-imperialistische Speerspitze derDritten Welt 165 6.4.3 Elemente einer von Iran skizzierten Weltordnungsvision 168 6.4.4 Mittel zum Zweck: Revolutionsexport in Wort und Tat 174 6.5 Der „Schurkenstaat“ Iran auf der Anklagebank 181 6.5.1 Unterstützung des internationalen Terrorismus 182 6.5.2 Irans Streben nach Massenvernichtungswaffen 183 6.5.3 Territoriale Aggression/aggressives Außenverhalten 185 6.5.4 Autokratischer Charakter/Menschenrechtsverletzungen 186 6.6 Zwischenfazit: Gehen oder Bleiben? Irans Verortung in dergegenwärtigen Weltordnung 186 7 Irans Politik hinsichtlich der Kontrolle vonMassenvernichtungswaffen 191 7.1 Grundlagen iranischer Rüstungskontrollpolitik 192 7.2 Thematische Schwerpunkte in der Kontrolle vonMassenvernichtungswaffen 195 7.2.1 Eine Welt frei von Massenvernichtungswaffen 198 7.2.2 Gleicher Zugang zu Dual-Use-Gütern und ein Anrecht auf technologischeKooperation 203 7.2.3 Sicherheitsgarantien und Schutzmaßnahmen im Falle einer Bedrohungoder eines Angriffs mit Massenvernichtungswaffen 207 8 Iran als Normunternehmer 210 8.1 Irans Eintreten für ein Recht auf Urananreicherung 210 8.1.1 Hintergrund: Die Kontroverse um das „unveräußerliche Recht auffriedliche Nutzung der Kernenergie“ 211 8.1.2 Irans Narrativ „nuklearer Rechte“ im Lichte des iranischenAtomprogramms 217 8.1.3 Normative Rahmung auf internationaler Ebene 230 8.1.4 Blaming und shaming 238 8.1.5 Praktische Aktivitäten 242 8.2 Irans Eintreten für nukleare Abrüstung 252 8.2.1 Hintergrund: Die Norm nuklearer Abrüstung im Kontext des NuklearenNichtverbreitungsregimes 252 8.2.2 Normative Forderungen/Interpretative Rahmung 257 8.2.3 Naming, blaming und shaming der Kernwaffenstaaten 260 8.2.4 Unterstützte abrüstungsbezogene Maßnahmen 267 8.2.5 Praktische Aktivitäten 270 8.3 Irans Eintreten für Opfer von Chemiewaffenangriffen 276 8.3.1 Hintergrund: Artikel X des Chemiewaffenübereinkommens 276 8.3.2 Normative Forderungen 279 8.3.3 Aufklärung und moralische Bewusstseinsbildung 281 8.3.4 Stärkung von Artikel X durch Institutionalisierung 291 8.3.5 Praktische Aktivitäten 297 8.4 Strategien und Ressourcen iranischen Normunternehmertums 307 9 Diskussion der Ergebnisse und kontrastierender Vergleich 319 9.1 Zwischenfazit: Übertragbarkeit des Normunternehmerkonzepts aufIran 319 9.2 „Good Cop, Bad Coop“: Schweden und Iran im Vergleich 324 9.2.1 Schwedens Eintreten für nukleare Abrüstung und effektive Verifikation:Normative Forderungen und praktische Aktivitäten 326 9.2.2 Strategien, Ressourcen und praktische Aktivitäten schwedischenNormunternehmertums 336 9.2.3 Kontrastierende Schlussbetrachtung im Vergleich zu Iran 342 9.3 „Rogue’n Roll“: Nordkorea und Iran im Vergleich 346 9.3.1 Nordkorea als Außenseiter der internationalen Gemeinschaft 346 9.3.2 Nordkoreas Rüstungskontrolldiplomatie: Lippenbekenntnisse undSelbstbezogenheit 349 9.3.3 Nordkoreas Haltung gegenüber internationalen Normen: ZwischenAblehnung, non-compliance und Nonkonformität 357 9.3.4 Kontrastierende Schlussbetrachtung mit Iran 361 10 Theoretische Schlussfolgerungen und Implikationen für diePraxis 365 10.1 Das Normunternehmerkonzept (neu) überdacht 368 10.1.1 „Nur“ Engagement oder schon Normunternehmertum? 370 10.1.2 Multiple Rollen und Kontextfaktoren 372 10.1.3 Authentisches Normunternehmertum vs. interessenbasiertes rhetorischesHandeln 374 10.1.4 Reformistisches und revolutionäres Normunternehmertum 378 10.2 Praktische Implikationen für den Umgang mit vermeintlichen„Schurkenstaaten“ 387 10.3 Ausblick und Desiderate für die künftige Forschung 392 Literaturverzeichnis 397 Carmen Wunderlich geht der kontraintuitiven Frage nach, ob ,Schurkenstaaten' - vermeintliche Gegner der westlich-liberalen Ordnung - auch ,Normunternehmer' sein können, sich also proaktiv für die Förderung internationaler Normen einsetzen und ihnen zur Geltung verhelfen wollen, wie sie am Beispiel der Islamischen Republik Iran zeigt. Der Vergleich mit dem prototypischen Normunternehmer Schweden und dem notorischen Normbrecher Nordkorea macht deutlich, dass Normunternehmertum in unterschiedlichen Graden und Phasen des Normenzyklus auftreten kann und lässt Rückschlüsse auf die Erfolgsbedingungen von Normunternehmertum zu. Die Befunde legen außerdem nahe, ,Schurkenstaaten' nicht länger ausschließlich als irrationale Gegner zur normativen Ordnung aufzufassen, sondern sie als legitime Teilnehmer an einer Auseinandersetzung über eine angemessene Herrschaftsordnung zu begreifen. Der Inhalt Kritische Sicht auf die normative Engführung der Normenforschung Empirische Fallstudien: Iran und internationale Normen Kontrastierender Vergleich mit Schweden und Nordkorea Ursachen erfolgreichen und scheiternden Normunternehmertums Die Zielgruppen Dozierende und Studierende der Politikwissenschaften und der Sozialwissenschaften Diplomaten im Auswärtigen Amt, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter internationaler Organisationen (etwa UN) Die Autorin Dr. Carmen Wunderlich ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) in Frankfurt am Main Front Matter ....Pages I-XXIII Einleitung (Carmen Wunderlich)....Pages 25-37 Dem Guten verschrieben: Normunternehmer in den Internationalen Beziehungen (Carmen Wunderlich)....Pages 39-82 Wider die Normen der internationalen Gemeinschaft: „Schurken“, „Outlaws“ und „Parias“ (Carmen Wunderlich)....Pages 83-97 The Ugly? „Schurkenstaaten“ als Normunternehmer (Carmen Wunderlich)....Pages 99-107 Forschungsdesign und methodisches Vorgehen (Carmen Wunderlich)....Pages 109-138 Iran innerhalb der gegenwärtigen normativen Weltordnung: Ein gegenhegemonialer „Normzerstörer”? (Carmen Wunderlich)....Pages 139-195 Irans Politik hinsichtlich der Kontrolle von Massenvernichtungswaffen (Carmen Wunderlich)....Pages 197-215 Iran als Normunternehmer (Carmen Wunderlich)....Pages 217-325 Diskussion der Ergebnisse und kontrastierender Vergleich (Carmen Wunderlich)....Pages 327-372 Theoretische Schlussfolgerungen und Implikationen für die Praxis (Carmen Wunderlich)....Pages 373-404 Back Matter ....Pages 405-465 Carmen Wunderlich geht der kontraintuitiven Frage nach, ob 'Schurkenstaaten' - vermeintliche Gegner der westlich-liberalen Ordnung - auch 'Normunternehmer' sein koennen, sich also proaktiv fur die Foerderung internationaler Normen einsetzen und ihnen zur Geltung verhelfen wollen, wie sie am Beispiel der Islamischen Republik Iran zeigt. Carmen Wunderlich ; Mit Einem Geleitwort Von Prof. Dr. Harald Müller. Additional Material Available Online. Originally Presented As The Author's Thesis (doctoral)--universität Frankfurt Am Main, 2016. Includes Bibliographical References (pages 405-465). In German, Includes Some Passages In English.
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