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Schriften. Band 3: Negative Anthropologie: Spontaneität und Verfügung. Sabotage des Schicksals

معرفی کتاب «Schriften. Band 3: Negative Anthropologie: Spontaneität und Verfügung. Sabotage des Schicksals» نوشتهٔ Ulrich Sonnemann, Paul Fiebig، منتشرشده توسط نشر zu Klampen Verlag - zu Klampen & Johannes GbR در سال 2011. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

'Es geht im wesentlichen darum zu zeigen, daß alle positiven Anthropologien, alle Lehren vom Menschen und seinen Verhältnissen, also auch im weiteren Sinne gesellschaftlichen Verhältnissen, die so tun, als könnten sie sich selber abtrennen von dem Prozeß, über den sie Theorien sind, genau in diesem sehr einschneidenden, sehr entscheidenden Punkt sie mißlingen. Woraus dann folgt, daß, was positiv die Menschen seien, sich eigentlich nur negativ bestimmen läßt, es läßt sich ableiten aus der Verleugnung des Menschlichen, seiner Abwesenheit. Insofern geht es dabei schon um die Berechtigung – nur außerhalb von Theorien natürlich – konkreter Utopien.' UlrichSonnemann. INHALT: – Marx oder die Kanalisierung der Zukunft – Die entdämmte Vergangenheit: Freud – Der vermessene Mensch – Die anonymen Zwänge – Zur Selbstkritik der Psychoanalyse – Expeditionen zu uns selber – Zum psychoanalytischen Erkenntnisbegriff Theodor W. Adorno, Adorno, Zu Ulrich Sonnemanns 'Negativer Anthropologie' (1969): 'Sonne-manns Buch nimmt in gewisser Weise die abge-brochene, zerbrochene Diskussion über die Anthropologie wieder auf, im Geist von Philosophie nicht weniger als dem der Kritik an den Invarianten. Wissenschaft vom Menschen wird ihm zur Kritik am Gegebenen von menschlichen Verhältnissen, zur Einsicht in das, wozu die Menschen wurden. Im Geist dieser Konzeption werden die beiden letzten großen Theorien behandelt, welche mit dem Begriff des Menschen etwas zu tun hatten, die Marxische und die Freudsche. Zu den wichtigsten Funden des Sonnemannschen Buchs gehört, daß diese Theorien nicht als zwei komplementäre Instrumente aufgefaßt werden kön-nen, die gemeinsam, oder nebeneinander, der Aufklärung dienen können. Vielmehr erkennt er sie als einander wesentlich entgegen-gesetzt, ja betrachtet sie – vielleicht darin apodiktischer, als ich es zu sein vermöchte – als aneinander gescheitert. Berichtigen können sie sich wechselseitig nur durch eine Kritik, die sie, wie er es nennt, ›entfetischisiert‹.' Cover Titel Impressum Inhalt Geleitwort Erste Abteilung Negative Anthropologie. Vorstudien zur Sabotage des Schicksals (11969, 21981) Vorrede Rückblick auf System-Autismus und Begriffsverdinglichung. Positive Wissenschaftsdoktrinen vom Menschen Marx oder die Kanalisierung der Zukunft Die entdämmte Vergangenheit: Freud Der domestizierte Heidegger Kreisverkehr Athanaton, Studien über Totaltheorie Exkurs zu Cusanus Kartesische Erbschaft. Traktat über Freiheit und Welt Der vermessene Mensch. Exkurs auf die Testpsychologie Negative Anthropologie als bestimmte Negation aller Möglichkeit widerspruchsfrei positiver; und als Erschließung des Humanen aus seiner Verleugnung und Abwesenheit Geschichtskritische Anwendung. Konvergenz des Mechanismus- und des Ideologiebegriffs Klinische Anwendung. Neurose als Institutionsminiatur und totale Theorie ihrer selbst Das Gesetz und seine Furcht vor dem Satz. Versuch über Vergegenwärtigung Utopie und Erkenntnis. Wachstumslinien künftiger Anthropologie im Entwurf Anhänge Aus ›Existence and Therapy‹ Die Menschenwissenschaften und die Spontaneität (Auszüge) Aufklärung, stürmisch, mit Wolkenresten Die Organisation der Wesenheiten Nachwort 1981 Anhang zur ersten Abteilung Permanente anthropologische Revolution Vernunft-Spontaneität und Geschichtsdialektik Die Aktualität der ›Negativen Anthropologie‹ Einführung Die ›positiven Wissenschaftsdoktrinen vom Menschen‹ Weiterungen Schließlich: die Sprache Freiheits-Philosophie Verhaltenswissenschaft als Verhalten Zweite Abteilung Hegel und Freud. Die Kritik der ›Phänomenologie‹ am Begriff der psychologischen Notwendigkeitund ihre anthropologischen Konsequenzen (1969 / 70) Die anonymen Zwänge (1971 / 93) Monade und Polis. Zur Selbstkritik der Psychoanalyse (1972) Klinische Politik. Zum Verhältnis von Aufklärungspraxis und Psychopathologie (1973 / 77) Gesetz und Geschichte. Zum psychoanalytischen Erkenntnisbegriff (1985 / 86) Krankheit, Geschichte, Krankengeschichte Veranstaltete Ereignisse. Anmerkungen zum Strukturgesetzihrer Unmöglichkeit und zu einer Möglichkeit,die es aufhebt (1987) Leidensverwaltung als gelingende Einheitinstitutionalistischen Stumpfsinns,therapeutischen Widersinnsund moralischen Schwachsinns Nachwort Anhang zur zweiten Abteilung Neid. Fragmente einer Rundfunkdiskussion (1974) Editorische Nachbemerkung Glossar Personenregister

"Was mich für Gefühle beschlichen, bei meiner ersten Reise ins Nachkriegs-Deutschland, 1950? Traurige, verzweifelte, zornige, rebellische, alles zusammen; und das alles in ständigem Wechsel. Die Bundesrepublik war ja erst im Jahr vorher gegründet worden und was da so verlautbarte, machte einen ganz sympathischen Eindruck. Andererseits merkte man den Menschen an, daß sie mit ständigen täglichen Sorgen so absorbiert waren, daß man bis zu einem gewissen Grade auch verstehen konnte, daß sie nicht sehr viel darüber hinausdachten. Später waren das natürlich sehr viel bösere Affekte, die sich dann entwickelten, ist ja klar." Ulrich Sonnemann; INHALT: Innerlichkeit und Öffentlichkeit– Die Versauerung des Abendlandes– Die Wiedervereinigung Deutschland und die Politik des Immer-davon Redens– Spontaneität und Apparat– Die Sputnikwelt und die Zurückgebliebenen– Die Geheimnisse eines Onkel Aloys– Volk auf die CouchHeinrich Böll, Brief aus dem Rheinland (XVIII) (DIE ZEIT, 6.9.63) 'Lieber Freund, neben den Grimmschen Märchen lese ich jetzt Das Land der unbegrenzten Zumut-barkeiten, das Du mir dankenswerterweise geschickt hast, und ich stelle zu meinem Erstaunen fest, daß die beiden Bücher sich auf eine merkwürdige Weise ergänzen: sie sind beide, was Du wohl ›spezifisch deutsch‹ nennen würdest – ich nenne es nur deutsch. ›Wonnig‹, wie Du es nennst, kann ich es allerdings nicht finden. Ich bin erstaunt, daß ein solches Buch nicht als das empfunden wird, was es wirklich ist: sensationell. Aber leider sucht man ja bei uns die Sensationen immer am Rand und im Klinischen. Wenn Du meinst, dieses Buch sei ein Intellektuellen-Buch, so frage ich mich beunruhigt, ob die Intellektuellen intelligent genug sind, es zu erkennen.'

>Es geht im wesentlichen darum zu zeigen, daß alle positiven Anthropologien, alle Lehren vom Menschen und seinen Verhältnissen, also auch im weiteren Sinne gesellschaftlichen Verhältnissen, die so tun, als könnten sie sich selber abtrennen von dem Prozeß, über den sie Theorien sind, ge-nau in diesem sehr einschneidenden, sehr entscheidenden Punkt sie mißlingen. Woraus dann folgt, daß, was positiv die Menschen seien, sich eigentlich nur negativ bestimmen läßt, es läßt sich ableiten aus der Verleugnung des Menschlichen, seiner Abwesenheit. Insofern geht es dabei schon um die Berechtigung - nur außerhalb von Theorien natürlich - konkreter Utopien. Negativer Anthropologie Sonne-manns Buch nimmt in gewisser Weise die abge-brochene, zerbrochene Diskussion über die Anthropologie wieder auf, im Geist von Philosophie nicht weniger als dem der Kritik an den Invarianten. Wissenschaft vom Menschen wird ihm zur Kritik am Gegebenen von menschlichen Verhältnissen, zur Einsicht in das, wozu die Menschen wurden. Im Geist dieser Konzeption werden die beiden letzten großen Theorien behandelt, welche mit dem Begriff des Menschen etwas zu tun hatten, die Marxische und die Freudsche. Zu den wichtigsten Funden des Sonnemannschen Buchs gehört, daß diese Theorien nicht als zwei komplementäre Instrumente aufgefaßt werden kön-nen, die gemeinsam, oder nebeneinander, der Aufklärung dienen können. Vielmehr erkennt er sie als einander wesentlich entgegen-gesetzt, ja betrachtet sie - vielleicht darin apodiktischer, als ich es zu sein vermöchte - als aneinander gescheitert. Berichtigen können sie sich wechselseitig nur durch eine Kritik, die sie, wie er es nennt, >entfetischisiert< ...
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