معرفی کتاب «Scham und Schamlosigkeit: Grenzverletzungen in Literatur und Kultur der Vormoderne (Trends in Medieval Philology) (German Edition)» نوشتهٔ Gvozdeva, Katja (editor);Velten, Hans Rudolf (editor)، منتشرشده توسط نشر de Gruyter GmbH در سال 2011. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Shame and shamelessness are subject to different conditions for their enactment: While shame manifests bodily what the individual wants to hide, shamelessness by contrast appears as ostentation. However, both have in common the status of the staged and perceived boundary violation. From this action-oriented perspective, the essays in this interdisciplinary book explore the different forms of staging and functions of shame and shamelessness in literature, art, theater and the social communication of the Early Modern Age. Einleitung INCIPIT Urszenen der Scham Scham, Geheimnis und Gedächtnis STUDIEN Kulturen der Ehre – Kulturen der Scham Scham und Ehre. Zu einem asymmetrischen Verhältnis in der höfischen Epik Schamlose Bilder – schamloses Sprechen. Zur Poetik der Ostentation in Heinrichs Reinhart Fuchs Diskursivierung der Scham im Erec Hartmanns von Aue und im mittelniederländischen Walewein von Penninc und Pieter Vostaert Scham und Zweifel. Die Konstitution von Heimlichkeit und die Dissimulation des Begehrens in Gottfrieds Tristan Schlüsselszenarien: Scham und Schamlosigkeit im Prosa-Lancelot Von der Schamlosigkeit zur großen Form Beschämendes und schamloses Schweigen im Mittelalter. Facetten einer Provokation Die spihlende Hand GOttes. Schamlosigkeit und Christusnarrheit im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit (Alexiuslegenden, Jacob Schmids Weiße Thorheit) Entblößung, Scham und Heiligung in den Märtyrerinnenlegenden des Mittelalters und in Hugos von Langenstein Martina Das Phantasma der Nacktheit: Sexualität, Häresie und Beichte. Eine Skizze Spielprozess und Prozess der Zivilisation. Emotionales Rätsel in Italien und Frankreich zwischen 1479 und 1638 Reue und Scham. Selbstbeobachtung und ethische Emotion bei Montaigne Nacktheit und Scham in der Anatomie der Frühen Neuzeit EXPLICIT Ostentative Schamlosigkeit in japanischen rituellen und ästhetischen Performances im Kulturvergleich Der interdisziplinäre Band widmet sich dem Verhältnis von Scham und Schamlosigkeit in Literatur und Geschichte, Kunst und Theater der Vormoderne. Obwohl die beiden Phänomene kategorial unterschiedlich gelagert sind, lassen sie sich im Rahmen eines handlungsorientierten Ansatzes produktiv miteinander verbinden, um als Aufführungsformen der Grenzverletzung untersucht zu werden. Im Mittelpunkt steht die Frage danach, wie im Prozess der sozialen Kommunikation ein kommunikativer Vorgang als Grenzverletzung markiert wird. Während die Scham körperlich sichtbar macht, was das Subjekt verbergen will, erscheint die Schamlosigkeit als ostentatives Verhalten. Das Verhältnis von Scham und Schamlosigkeit lässt sich daher als Zusammenspiel von dissimulativen und ostentativen Aufführungsstrategien betrachten, welches die Grenzverletzung performativ konstituiert. Der Band zielt insbesondere auf vormoderne Zusammenhänge, da hier in der öffentlichen Verhandlung von Norm- und Verhaltensgrenzen noch keine strikte Trennung zwischen normativen Diskursen und institutionalisierten Rechtsverfahren einerseits und unterschiedlichen rituellen Äußerungen und spontanen face-to-face Interaktionen andererseits herrscht. Scham und Schamlosigkeit unterliegen unterschiedlichen Aufführungsbedingungen: Während die Scham körperlich sichtbar macht, was das Subjekt verbergen will, erscheint die Schamlosigkeit dagegen als Ostentation. Gemeinsam ist ihnen jedoch der Status der aufgeführten und wahrgenommenen Grenzverletzung. Aus dieser handlungsorientierten Perspektive stellen sich die Beiträge des interdisziplinären Bandes die Frage nach den unterschiedlichen Inszenierungsformen und Funktionen von Scham und Schamlosigkeit in Literatur, Kunst, Theater und sozialer Kommunikation der Vormoderne
The series in German medieval studies includes central topics of current research debates in medieval studies and provides a place for groundbreaking research in the field. The series is intended to give international researchers/research teams the opportunity to effectively present innovative surveys and discussions to the scientific community. The series sees itself as a ‘young’ research forum with a high standard of quality and is therefore also open to excellent degree theses, should they enhance the series.
Biographical note: Katja Gvozdeva, Humboldt-Universität zu Berlin; Hans Rudolf Velten, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg