معرفی کتاب «Ruhe in der Bewegung: Chinesische Philosophie und Bewegungskunst Chinesische Philosophie und Bewegungskunst» نوشتهٔ Gudula Linck، منتشرشده توسط نشر Verlag Karl Alber Verlag Karl Alber در سال 2016. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Ruhe zu finden in der Bewegung, Dauer einzustreuen in den Fluss der Zeit – das ist Gegenwart aus erster Hand, die sich Hast und Sprunghaftigkeit und jedem Kalkül widersetzt. Für viele Menschen in der westlichen Welt liegt darin das Faszinierende des ostasiatischen Denkens, doch zugleich tun sie sich schwer mit dem Widerspruch des Ineinander und Miteinander, der Verwandlung ins Gegenteil und Uneindeutigkeit. Warum aber sollte, wenn es um Ruhe und Bewegung geht, "sowohl – als auch" weniger wirklich sein als "entweder – oder"? Texte aus dem vormodernen China sind voll von scheinbar paradoxen Denkfiguren wie "Ruhe in der Bewegung". Im ersten Teil des Buches gilt es, die darunter angesiedelte Leib- und Lebenserfahrung auszumachen, um die Erfahrungsbegriffe bereitzustellen, die dann im zweiten Teil an den einzelnen Bewegungskünsten durchgespielt werden. Neben Atem- und Bewegungsübungen ist vor allem danach gefragt, was die Bewegungserfahrung jeweils mit einem macht und warum. Bewegungskünste in der nächstliegenden Bedeutung sind die Lebenspflege des Qìgong, das Spiel der Tiere, Kampfkunst und die verlangsamte Kampfkunstvariante des Tàijíquán, im weiteren Sinn: Dichtung, Malerei und Kalligraphie, Musik, die chinesische Raum- und Gartenkunst. Im dritten Teil geht es schließlich um Meditation im handwerklichen Tun und Sein, in der auf ganz eigene Weise "Ruhe in der Bewegung" und "Bewegung in der Ruhe" zugänglich sind. Inhalt Zur Einstimmung Erster Teil: Denkfiguren. Der Sitz im Leben 1. dào 道 und die Welt Wandlung und Differenzierung dào als Fülle und Leere Welt aus yīn 陰 und yáng 陽 Tabelle 1: yáng und yīn Fünf Wandlungsphasen wǔ-xíng 五行 Tabelle 2: Resonanzgeschehen entlang der Fünf Wandlungsphasen in ihrer Wechselwirkung mit yīn und yáng 2. Wind, Atem und qì 氣 Eingetauschter Weltenraum Bipolares Geschehen Übung 1: Atmen Diagramm 1: Bipolare Dynamik des qì 氣 Übung 2: Ruhe in der Bewegung Abb. 1: Der kosmische Kreis 3. Körper, Leib und Körperleib Differenz ja – Dualismus nein Körper und Leib Übung 3: Wahrnehmung des Körpers Übung 4: Wahrnehmung des Leibes Körperleib Tabelle 3: Außen- und Innenaspekte des Menschen Abb. 2: Kalligraphische Schreibweisen von shēn 身 Tabelle 4: Körperteile pars pro toto Leibliche Regungen Tabelle 5: Emotionen und Speicherorgane 4. Bewusstsein nah und fern den Dingen shén 神 (Geisteskraft) Abb. 3: Neolithische Ritzzeichnung jīng 精 (Essenz) und jīng-shén 精神 (Feinstessenz) xīn 心 (Herz) Abb. 4: Piktogramm des Zeichens für »Herz« (mit der abgehenden Aorta) Zwischen leiblicher und analytischer Intelligenz Tabelle 6: Formen des Bewusstseins 5. Resonanz von Mensch und Welt Eindruck und Ausdruck Medien der Resonanz Tabelle 7: Synästhetisches Zusammenspiel Tabelle 8: Gestaltverläufe von yáng und yīn Tabelle 9: Synästhetische Charaktere von yáng und yīn Gemeinsame Situationen Übung 5: Wahrnehmung in ganzen Situationen Abb. 5: Optische Täuschung 6. Ökonomie und Ökologie der Mitte In der Mitte des Kreises Selbstschonung Schonung von Umwelt und Natur 7. Zeit und Raum Der rechte Augenblick Wortzeichen für Zeit und Raum Raum-Zeit-Metaphorik von dào 道 Zusammenfassung des ersten Teils Übung 6: Philosophie in einem Atemzug Zweiter Teil: Bewegungskünste. Leibhaftige Philosophie 1. Qìgōng 氣功 Historisches Abb. 6: Seidenbild von Mawangdui Praxiseinheit: »Himmel-Mensch-Erde« Übung 7: Eintreten in das Qìgōng (rù-gōng 入功) Übung 8: Himmel Gespürte Erfahrung Übung 9: Mensch Gespürte Erfahrung Übung 10: Erde Gespürte Erfahrung 2. Das Spiel der Fünf Tiere (wǔ-qín-xì 五禽戲) Historisches Abb. 8: Tierpiktogramme (rechts) und ihre modernen Formen (links) Übungen: Affe und Bär Übung 11: Affe Gespürte Erfahrung Übung 12: Bär Gespürte Erfahrung Vergleich der Tierspiele 3. Kampfkunst (wǔ-shù 武術) und Tàijíquán 太極拳 Historisches zur Kampfkunst Gespürte Erfahrung Historisches zum Tàijíquán 太極拳 Diagramm 2: Tài-jí – der Große Dachfirst Gespürte Erfahrung im Tàijíquán-jīng 太極拳經 Diagramm 3: Trigramme des Yijing Abb. 12: Der Kosmos in einer Tuschezeichnung 4. Gedichte als Bewegungskunst Das Buch der Lieder (Shijing 詩經) Körperleiberfahrung mit chinesischen Gedichten 5. Qìgōng mit dem Pinsel Historisches zur Pinselkunst Körper und Leib in der Pinselkunst Kalligraphische Stile und Stimmungen Diagramm 4: Ruhe und Bewegung in den Schriftstilen Abb. 19: Das Zeichen für qì 氣 Erfahrungsbegriffe der Tuschemalerei Bildübung Abb. 20: Anonymes Bild aus dem 15. Jahrhundert 6. Musik des Himmels, der Erde und der Menschen Philosophisches Historisches Die chinesische Griffbrettzither Gespürte Erfahrung beim Spiel der Qín 琴 7. Qìgōng in Haus und Garten Fēngshuǐ 風水 Abb. 23: Fēngshuǐ-Kompass Gespürte Erfahrung Berg-Wasser-Garten Gespürte Erfahrung in der Gartenkunst Abb. 24: Gartenlandschaft Exkurs: Ruhe im Alltag. Zwei Handwerksgeschichten Der Holzschnitzer Qing Die Kunst, einen Ochsen zu zerlegen. Zusammenfassung des zweiten Teils Diagramm 5: Ruhe und Bewegung in den Bewegungskünsten Dritter Teil Synthese. Meditatives Sein 1. Historische Formen der Meditation Übung 13: Gedanken-Leere 2. Gespürte Erfahrung 3. Meditationsübung Übung 14: Sitzen in Stille Zusammenfassung des dritten Teils Schlusswort Endnoten Literaturverzeichnis Anhang 1. Verzeichnis der Übungen 2. Verzeichnis der Tabellen und Diagramme 3. Verzeichnis der Abbildungen 4. Begriffe aus der Neuen Phänomenologie 5. Zeittafel 6. Zum Gebrauch des Buches Ruhe zu finden in der Bewegung, ist Gegenwart aus erster Hand, widersetzt sich Sprunghaftigkeit und jedem Kalkül. Darin liegt der Zauber ostasiatischer Philosophie und Bewegungskunst! Tut man sich schwer mit dem Widerspruch des Ineinander und Miteinander, Verwandlung ins Gegenteil und Uneindeutigkeit, genügt ein flüchtiger Blick in altchinesische Texte, die sich in paradoxen Denkfiguren ergehen - wie »Ruhe in der Bewegung«, »Fülle in der Leere« oder »Dauer, die keine Zeit hat«. Auch reicht ein wenig Praxis in chinesischer Bewegungskunst, um Ineinander, Miteinander, Verwandlung ins Gegenteil am eigenen Leib zu erfahren. Im ersten Teil des Buches gilt es, hinter den philosophischen Denkbegriffen Leib- und Lebenserfahrung ausfindig zu machen, um Erfahrungsbegriffe bereitzustellen, die im zweiten Teil an den einzelnen Bewegungskünsten durchgespielt werden. Neben Atem- und Bewegungsübungen ist vor allem danach gefragt, was die Bewegungserfahrung jeweils mit einem macht und warum. Bewegungskünste in der nächstliegenden Bedeutung sind die Lebenspflege des Qìgong, das Spiel der Tiere, Kampfkunst und die verlangsamte Kampfkunstvariante des Tàijíquán, im weiteren Sinn: Dichtung, Malerei und Kalligraphie, Musik, die chinesische Garten- und Raumkunst Fengshui. Im dritten Teil geht es schließlich um Meditation im handwerklichen Tun und still-sitzenden Sein, in der auf ganz eigene Weise »Ruhe in der Bewegung« und »Bewegung in der Ruhe« erfahren werden kann
Ruhe zu finden in der Bewegung, Dauer einzustreuen in den Fluss der Zeit – das ist Gegenwart aus erster Hand, die sich Hast und Sprunghaftigkeit und jedem Kalkül widersetzt. Für viele Menschen in der westlichen Welt liegt darin das Faszinierende des ostasiatischen Denkens, doch zugleich tun sie sich schwer mit dem Widerspruch des Ineinander und Miteinander, der Verwandlung ins Gegenteil und Uneindeutigkeit. Warum aber sollte, wenn es um Ruhe und Bewegung geht, "sowohl – als auch" weniger wirklich sein als "entweder – oder"?Texte aus dem vormodernen China sind voll von scheinbar paradoxen Denkfiguren wie "Ruhe in der Bewegung". Im ersten Teil des Buches gilt es, die darunter angesiedelte Leib- und Lebenserfahrung auszumachen, um die Erfahrungsbegriffe bereitzustellen, die dann im zweiten Teil an den einzelnen Bewegungskünsten durchgespielt werden. Neben Atem- und Bewegungsübungen ist vor allem danach gefragt, was die Bewegungserfahrung jeweils mit einem macht und warum. Bewegungskünste in der nächstliegenden Bedeutung sind die Lebenspflege des Qìgong, das Spiel der Tiere, Kampfkunst und die verlangsamte Kampfkunstvariante des Tàijíquán, im weiteren Sinn: Dichtung, Malerei und Kalligraphie, Musik, die chinesische Raum- und Gartenkunst.Im dritten Teil geht es schließlich um Meditation im handwerklichen Tun und Sein, in der auf ganz eigene Weise "Ruhe in der Bewegung" und "Bewegung in der Ruhe" zugänglich sind.
Gudula Linck. Includes bibliographical references (pages 264-271).