معرفی کتاب «Rhetorik Der Empfindsamkeit: Unterhaltungskunst Im 17. Und 18. Jahrhundert (Quellen Und Forschungen Zur Literatur- Und Kulturgeschichte) (German ... Literatur- Und Kulturgeschichte, 68 (302))» نوشتهٔ Arnold, Antje، منتشرشده توسط نشر de Gruyter GmbH در سال 2012. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
As a ‘rhetoric of the mean’ (mesotes ideal), sensibility provides a positive catalog of emotionalization. This is because __ethos__ as an emotional level is viewed as being able, through gentle emotions, to please, placate and achieve sympathy and virtue (Quintilian). Sensibility in literature creates a bridge between an ‘art of the soul’ that developed into a major subjective and personal factor in the 18th century and a sense of sociability that aimed to integrate the individual into the community. The goal of this study is to provide, through a structural linking of the ethos of virtue and the ‘rhetoric of the mean’, a reading of literature of sensibility based on rhetoric and cultural history that can explain both its public success ‘with the people’ and the reasons for why it failed to meet its own claims. Vorwort I. Zwischen ethos und pathos: Zur Repräsentation empfindsamer Emotionen 1. Empfindsame Rhetorik: eine Einführung 1.1 Rekonstruktion empfindsamer Rhetorik: Textauswahl 1.2 Zur sprachlichen Repräsentation von Emotionen 2. Heterogenität der Emotionsforschung: Verknüpfungsprobleme 3. Gattungs-, begriffs- und rhetorikgeschichtlich: literaturwissenschaftliche Perspektiven für die empfindsame Literatur 3.1 Empfindsame Emotionen: ethos, aber auch pathos 3.2 ,Rhetorik der Mitte‘: Aktualisierungen aristotelischer mesótes 4. Empfindsame Antirhetorik? Zur Wertung der Empfindsamkeit II. ,Rhetorik der Mitte‘. prodesse et delectare in Zeitschrift und Brief 1. Geselligkeit als Tugendbotschaft und Unterhaltung (Der Gesellige) 2. Außerliterarische Einübung geselliger Empfindungen in Briefen 2.1 Mündlichkeitsfiktionen: unmittelbare Emotionen? 2.2 Vom Vortrag zum Gespräch: Briefsteller im 18. Jahrhundert 2.3 Stil-Proben und öffentliche Denkmäler: Gellert-Schüler Goethe 2.4 Inszenierung von Seelenverwandtschaft als Tugend (Wielands Sympathien) III. Erfolgskonzepte der Mitte 1. Pietismus-Rezeption in der Literaturwissenschaft 1.1 Pietistische Affektenlehre: Franckes Hermeneutik 1.2 Pietismus und Empfindsamkeit 2. Empfindsamkeit 2.1 Empfindsamkeit um 1700 2.1.1 Die Landtafel der Freundschaft der deutschen Clelia 2.1.2 Brockes’ Tugend-Traum im Patriot 2.2 Das empfindsame Musterdrama (Lessing: Miss Sara Sampson) 2.2.1 Der Tugend-Traum in der Sara 2.2.2 Simulacra virtutum: Schein-Tugenden 2.3 Kein ethos ohne pathos (Pfeil: Lucie Woodvil) 2.3.1 Lucies Lasterkarriere 2.3.2 Empfindsamer Kommentar: Amalie 3. Rokoko zwischen Sittlichkeit und Zärtlichkeit: Unzers Gedichte IV. Weibliche Autorschaft und empfindsame Rhetorik 1. Information als Unterhaltung (Unzer: Grundriß einer Weltweißheit) 1.1 Die Vorrede Krügers 1.2 Die Vorrede Unzers zur zweiten Auflage 2. Verabschiedung der Mitte (Hensel: Die zärtliche Mutter) 3. Ein weiblicher Wilhelm (Fischer: Die Honigmonate) V. Rhetorik der Empfindsamkeit auf die Probe gestellt (Haken: Blicke aus meines Onkels Dachfenster in ’s Menschenherz) 1. Erzähltes bürgerliches Trauerspiel 2. Spiel im Spiel VI. Zur Mode geworden: Parodien auf die Empfindsamkeit 1. Gottsched: Die Pietisterey im Fischbeinrocke 2. Goethe: Der Triumph der Empfindsamkeit 3. Timme: Der Empfindsame Maurus Pankrazius Ziprianus Kurt VII. ,Rhetorik für die Seele‘ wie ,Kochkunst für den Leib‘ Fazit Literaturverzeichnis 1. Quellen 2. Darstellungen Personenindex
Die Rhetorik als ‚Seelenkunst‘ hat enormen Anteil an der in empfindsamer Literatur ausgestellten so genannten ‚natürlichen Seelenaussprache‘ ‐ ihre Artistik wird als Verbergungskunst ausgestellt. Als ‚Rhetorik der Mitte‘ (mesótes-Ideal) stellt die Empfindsamkeit einen Positivkatalog der Emotionalisierung bereit, denn der Affektstufe ethos wird zugeschrieben, mittels sanfter Affekte zu erfreuen,zu besänftigen und mittels Menschlichkeit Sympathie und Sittlichkeit zu erreichen (Quintilian). Darunter lassen sich insbesondere die integrativen (früh-)aufklärerischen Ausgleichsbestrebungen der Empfindsamkeit fassen, die das ‚prodesse et delectare‘ propagieren und empfindsame Literatur ‐ ‚Moderomane‘ beispielsweise ‐ zwischen Tugendbotschaft und Unterhaltungskunst ansiedeln.
Die literarische Empfindsamkeit schlägt eine Brücke zwischen einer Seelenkunst, die im 18. Jahrhundert zu einer subjektiven und individuellen Größe avanciert, und einer Geselligkeit, die den Einzelnen in die Gemeinschaft integrieren soll. Ziel der Studie ist es, durch die strukturelle Verknüpfung von Tugendethos und ‚Rhetorik der Mitte‘ eine rhetorik- und kulturgeschichtlich fundierte Lesart empfindsamer Literatur anzubieten, die den Publikumserfolg ‚am und für den Menschen‘ ebenso zu erklären vermag wie das gleichzeitige Scheitern an den eigenen Vorgaben.
Die Rhetorik als ‚Seelenkunst‘ hat enormen Anteil an der in empfindsamer Literatur ausgestellten so genannten ‚natürlichen Seelenaussprache‘ ‐ ihre Artistik wird als Verbergungskunst ausgestellt. Als ‚Rhetorik der Mitte‘ (mesótes-Ideal) stellt die Empfindsamkeit einen Positivkatalog der Emotionalisierung bereit, denn der Affektstufe ethos wird zugeschrieben, mittels sanfter Affekte zu erfreuen, zu besänftigen und mittels Menschlichkeit Sympathie und Sittlichkeit zu erreichen (Quintilian). Darunter lassen sich insbesondere die integrativen (früh-)aufklärerischen Ausgleichsbestrebungen der Empfindsamkeit fassen, die das ‚prodesse et delectare‘ propagieren und empfindsame Literatur ‐ ‚Moderomane‘ beispielsweise ‐ zwischen Tugendbotschaft und Unterhaltungskunst ansiedeln. Die literarische Empfindsamkeit schlägt eine Brücke zwischen einer Seelenkunst, die im 18. Jahrhundert zu einer subjektiven und individuellen Größe avanciert, und einer Geselligkeit, die den Einzelnen in die Gemeinschaft integrieren soll. Ziel der Studie ist es, durch die strukturelle Verknüpfung von Tugendethos und ‚Rhetorik der Mitte‘ eine rhetorik- und kulturgeschichtlich fundierte Lesart empfindsamer Literatur anzubieten, die den Publikumserfolg ‚am und für den Menschen‘ ebenso zu erklären vermag wie das gleichzeitige Scheitern an den eigenen Vorgaben. The series "QUELLEN UND FORSCHUNGEN ZUR LITERATUR- UND KULTURGESCHICHTE" (Sources and Research in the History of Literature and Culture), with a rich tradition stretching back to 1874, is an established feature among the renowned publications for German Literary Studies. Edited by Mark-Georg Dehrmann and Christiane Witthöft, the series presents examples of high-quality scholarship examining literary texts in conjunction with historical cultural phenomena, particularly with the other arts. There is an explicit demand for literary studies with a transdisciplinary approach. German literature from the Middle Ages to the present day forms the main focus of the series. As the historical cultural thrust of the series includes aspects of intercultural experience and national perceptions of the other, Quellen und Forschungen is also open to occasional comparative studies. The publications of the series include monographs, doctoral and professorial theses. Works presented for acceptance in the series are required to display scholarly relevance and excellence in method and presentation. "As a 'rhetoric of the mean' (mesotes ideal), sensibility provides a positive catalog of emotionalization. This is because ethos as an emotional level is viewed as being able, through gentle emotions, to please, placate and achieve sympathy and virtue (Quintilian). Sensibility in literature creates a bridge between an 'art of the soul' that developed into a major subjective and personal factor in the 18th century and a sense of sociability that aimed to integrate the individual into the community. The goal of this study is to provide, through a structural linking of the ethos of virtue and the 'rhetoric of the mean', a reading of literature of sensibility based on rhetoric and cultural history that can explain both its public success 'with the people' and the reasons for why it failed to meet its own claims."--Publisher's website Biographical note: Antje Arnold, Universität zu Köln