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Reziproke Barmherzigkeit : Theologie und Ethik im Matthäusevangelium

معرفی کتاب «Reziproke Barmherzigkeit : Theologie und Ethik im Matthäusevangelium» نوشتهٔ Jens-Christian Maschmeier; Walter Dietrich; Ruth Scoralick; Reinhard von Bendemann; Marlis Gielen; W. Kohlhammer GmbH، منتشرشده توسط نشر Kohlhammer در سال 2020. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Als theologischer und ethischer Leitterminus ist Barmherzigkeit bei Matthäus ein Beziehungsbegriff: Der Evangelist konzeptualisiert sie als unverdiente und ungeschuldete Zuwendung Gottes zum Menschen bzw. der Menschen untereinander, die auf Gegenseitigkeit zielt. Diese Gegenseitigkeit ist Ausdruck gelingender Beziehung und für gelingende Beziehungen konstitutiv; in einem solchen dynamischen Beziehungsgeschehen bilden die Freiwilligkeit der Zuwendung und die Notwendigkeit ihrer Erwiderung keinen Gegensatz.Barmherzigkeit spielt für Matthäus eine größere Rolle, als bisher angenommen. Er konzipiert sie als nichtkultische gottesdienstliche Handlung: Die Zuwendung und Hingabe an den Nächsten ist Hingabe an Gott. Die Verschränkung der Gottesbeziehung mit den zwischenmenschlichen Beziehungen erfolgt über die matthäische Rezeption von Hos 6, 6. Deckblatt Titelseite Impressum Vorwort Inhaltsverzeichnis Einleitung 1. Die Parabel vom unbarmherzigen Knecht (Mt 18,23–35) 1.1 Wissenschaftliche Strategien der Marginalisierung des Gerichtsgedankens in der Interpretation der Parabel 1.1.1 Strategie I: Rekonstruktionen des ursprünglichen Umfangs der Parabel und deren Begründungen 1.1.1.1 Begründung I: Die Unvereinbarkeit von Erbarmen und Zorn im Gottesbild 1.1.1.2 Begründung II: Die imitatio der Barmherzigkeit Gottes kann nicht gleichzeitig mit Verweis auf Gottes Güte und die göttliche Vergeltung gefordert werden 1.1.1.3 Begründung III: Das Strafhandeln des Königs verrechtlicht die Barmherzigkeit 1.1.1.4 Die Unvereinbarkeit von Barmherzigkeit und Gericht als Prämisse der verschiedenen Begründungen 1.1.1.5 Zusammenfassung und Bündelung der bisher getroffenen exegetischen Entscheidungen 1.1.2 Strategie II: Funktionalisierung der Gerichtsaussagen am Beispiel von U. Luz 1.1.2.1 Die Funktionalisierung der Gerichtsaussagen in der Interpretation von Mt 18,23–35 1.1.2.2 Die Funktionalisierung der Gerichtsaussagen in der Interpretation von Mt 18,15–18 1.1.2.3 Zusammenfassung 1.1.3 Ertrag 1.2 Polarität und Komplementarität von Barmherzigkeit und Gerechtigkeit in der Parabel vom unbarmherzigen Knecht 1.2.1 Sprachlich-narrative Analyse 1.2.2 Semantische Analyse 1.2.2.1 Vergelten (ἀποδίδωμι) und Vergeben (ἀφίημι) als Grundformen von Sozialität 1.2.2.2 Der ἔλε-Stamm vor dem Hintergrund seines hebräischen Äquivalentbegriffs חֶסֶד Exkurs: /ἔλεος in Jos 2,12 und Ruth 1,8; 2,20; 3,10 2. Ἒλεος im Matthäusevangelium (Mt 9,13; 12,7; 23,23) und die rabbinische Rezeption von Hos 6,6 in ARN 4 (A) 2.1 Hos 6,6 in der rabbinischen Tradition und deren Bedeutung für das Matthäusevangelium 2.1.1 Die Relevanz der rabbinischen Rezeption von Hos 6,6 in der bisherigen Forschung 2.1.2 Hos 6,6 in ARN 4 (A): Liebeswerke als Opferäquivalent 2.2 Hos 6,6 in Mt 9,9–13 unter besonderer Berücksichtigung von ARN 4 (A) 2.2.1 Sündenvergebung als vornehmste Konkretion von Barmherzigkeit 2.2.2 Barmherzigkeit als nichtkultisches (Sühn-)Opfer 2.2.2.1 Die Deutung der Opposition ἔλεος – θυσία in der neutestamentlichen Forschung 2.2.2.2 Opfer als Ausdruck der Kommunikation zwischen Gott und Mensch 2.2.3 Der traditionsgeschichtliche Hintergrund: Barmherzigkeit in der jüdischen Weisheitsliteratur 2.2.3.1 Barmherzigkeit als Opferäquivalent in Tob und Sir 2.2.3.2 Relevanz für das Matthäusevangelium 2.2.4 Auswertung: Hos 6,6 in Mt 9,9–13 und ARN 4 (A) 2.3 Hos 6,6 in Mt 12,5–7 unter besonderer Berücksichtigung von ARN 4 (A) 2.3.1 Der Zusammenhang von Hunger und Barmherzigkeit 2.3.2 Zum ἔλεος-Bezug des Komparativs μεῖζον 2.3.3 Zur Form und Hermeneutik von Mt 12,5–7 2.3.3.1 Mt 12,5–7: Ein halachisches Argument? 2.3.3.2 Mt 12,5–7: Ein valider qal wa-ḥomer-Schluss? 2.3.4 Auswertung: Hos 6,6 in Mt 12,7 und ARN 4 (A) 2.4 Zur Übersetzung von Hos 6,6 bei Matthäus 2.5 Der matthäische Dreiklang gelingender Sozialität: Recht, Barmherzigkeit und Treue (Mt 23,23) 2.6 Hos 6,6 als hermeneutischer Schlüssel zur matthäischen Version des Doppelgebots der Liebe (Mt 22,34–40) 2.7 Bündelung der Ergebnisse: Barmherzigkeit als gottesdienstliche Handlung und hermeneutisches Prinzip 3. Barmherzigkeit, Feindesliebe und andere theologische Leitvorstellungen bei Matthäus 3.1 Verhältnisbestimmung der Goldenen Regel zur „größeren“ Gerechtigkeit (5,20), zur Feindesliebe (5,43–48) und zur Vergebungsbitte des Vaterunsers (6,12) 3.1.1 Die Goldene Regel im Kontext von Mt 7,7–11 3.1.2 Das Verhältnis der Goldenen Regel (7,12) zur „größeren“ Gerechtigkeit (Mt 5,20) und zur Feindesliebe (5,43–48) 3.1.3 Zum Verhältnis der Goldenen Regel (Mt 7,12) zur Vergebungsbitte des Vaterunsers (6,12) 3.1.4 Zwischenergebnis: Zum Gegenseitigkeitscharakter theologischer Leitbegriffe der Bergpredigt 3.2 Zum Verhältnis von Goldener Regel und Feindesliebe bei Luz, Kollmann und Ricoeur 3.2.1 Ulrich Luz: Einseitige Liebe als Gegensatz zur Gegenseitigkeit der Goldenen Regel 3.2.2 Bernd Kollmann: Die Goldene Regel als Ausdruck „intendierte[r] Reziprozität“ 3.2.3 Ricoeur: Die nicht auflösbare Spannung zwischen unilateraler Liebe und bilateraler Goldener Regel 3.3 Die Goldene Regel zwischen Selbstbezug und Selbstaufgabe 3.4 Zusammenfassende Thesen: Zum Verhältnis der Barmherzigkeit zu den anderen theologischen Leitbegriffen 3.4.1 Goldene Regel (7,12), „größere“ Gerechtigkeit (5,20), Feindesliebe (5,43–48) und die Vergebungs-bitte des Vaterunsers (6,12): Grundlegende Gemeinsamkeiten und spezifische Konturierungen 3.4.2 Thesen zum Verhältnis der Barmherzigkeit zu den anderen theologischen Leitbegriffen Auswertung und Ausblick Literatur Quellen und spezielle Übersetzungen Hilfsmittel Kommentare Sekundärliteratur Register (in Auswahl) "Als theologischer und ethischer Leitterminus ist Barmherzigkeit bei Matthäus ein Beziehungsbegriff: Der Evangelist konzeptualisiert sie als unverdiente und ungeschuldete Zuwendung Gottes zum Menschen bzw. der Menschen untereinander, die auf Gegenseitigkeit zielt. Diese Gegenseitigkeit ist Ausdruck gelingender Beziehung und für gelingende Beziehungen konstitutiv; in einem solchen dynamischen Beziehungsgeschehen bilden die Freiwilligkeit der Zuwendung und die Notwendigkeit ihrer Erwiderung keinen Gegensatz. Barmherzigkeit spielt für Matthäus eine größere Rolle, als bisher angenommen. Er konzipiert sie als nichtkultische gottesdienstliche Handlung: Die Zuwendung und Hingabe an den Nächsten ist Hingabe an Gott. Die Verschränkung der Gottesbeziehung mit den zwischenmenschlichen Beziehungen erfolgt über die matthäische Rezeption von Hos 6,6." --provided by publisher Als theologischer und ethischer Leitterminus ist Barmherzigkeit bei Matthäus ein Beziehungsbegriff: Der Evangelist konzeptualisiert sie als unverdiente und ungeschuldete Zuwendung Gottes zum Menschen bzw, der Menschen untereinander, die auf Gegenseitigkeit zielt. Diese Gegenseitigkeit ist Auscruck gelingender Beziehung und für gelingende Beziehungen konstitutiv: in einem solchen dynamischen Beziehungsgeschehen bilden die Freiwilligkeit deer Zuwendung und die Notwendigkeit ihrer Erwiderung keinen Gegensatz. Barmherzigkeit spielt für Matthäus eine größere Rolle als bisher angenommen. Er konzipiert sie als nichtkultische gottesdienstliche Handlung: Die Zuwendung und Hingabe an den Nächsten ist Hingabe an Gott. Die Verschränkung der Gottesbeziehung mit den zwischenmenschlichen Beziehungen erfolgt über die matthäische Rezeption von Hos 6.6. --Back Cover
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