معرفی کتاب «»Republik, das ist nicht viel« : Partei und Jugend in der Krise des Weimarer Sozialismus» نوشتهٔ Franz Walter، منتشرشده توسط نشر Bielefeld University Press. ein Imprint von Roswitha Gost u. Karin Werner - transcript Verlag در سال 2011. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Die sozialdemokratische Arbeiterbewegung in Deutschland hat sich bis 1914 kontinuierlich entwickelt. Man trat optimistisch und zukunftsgewiss auf und wähnte sich im Einklang mit dem Fortschritt der Gesellschaft. Der Erste Weltkrieg und die gescheiterte Revolution von 1918/19 jedoch führten zu einem jähen Einschnitt. Gleichsam als Seismographen für die Krise in der Arbeiterbewegung der Zwischenkriegsjahre wirkten ihre Jugendorganisationen. Hier lebten sich die Zweifel am bisherigen Fortschrittsparadigma aus, hier traten Lebens- und Individualreform gleichwertig neben die klassische Gesellschaftsreform. Am Ende der Weimarer Republik hatten neue gesellschaftliche Bewegungen weit links und weit rechts an Terrain gewonnen; zudem verdrängten die kommerziellen Freizeitkulturen die überkommenen Verbandsangebote der sozialistischen Jugend in den Arbeiterquartieren der Industriestädte. Franz Walter zeichnet die Krise des Weimarer Sozialismus nach und weist auf die tiefe, konfliktträchtige Kluft zwischen den Generationen im Sozialismus hin. Er zeigt, wie die alten sozialistischen Offerten an Zugkraft verloren - aber auch den Weg frei gemacht haben für neue Entwürfe im jungen Sozialismus der 1920er und 1930er Jahre.\_\_\_\_\_\_\_ Inhalt Vorwort I. Eine neue sozialistische Generation zwischen Klassenund Massenkultur – zur Einleitung II. Jungsozialismus in den Turbulenzen der Nachkriegsjahre Wandlungen des Lebensgefühls Neue Menschen Seit’ an Seit’ Ernüchterung und Organisation Ganzheitliche Träume Funktionäre mit Schillerkragen III. Flügelbildung während der Inflations- und Ruhrkrise Ruhrkampf und deutscher Jungsozialismus Staat, Volk, Nation – Ostern 1923 in Hofgeismar Pendanterfahrungen – Klassengesellschaft und Militäraufmärsche gegen links Wie wichtig war die USPD-Jugend? „Tretmühle der Linksopposition“ – die Heimvolkshochschule Schloss Tinz Die Konflikte nehmen zu IV. Eine junge sozialdemokratische Rechte kristallisiert sich heraus „Kameraden“ auf Abwegen Sozialer Rechtsstaat, Patriotismus und Westorientierung – Hermann Heller und Theodor Haubach Nationalrevolutionäre Versuchung Frühe Godesberger? Die Faszination des Kairos-Kreises Distanz zum Heidelberger Programm V. Eine neue sozialistische Linke repliziert Klasse und Kampf – Pfingsten 1924 in Hannoversch Münden Recht, Vernunft, Auslese – die Nelsonianer Die Magie der Subjekt-Objekt-Dialektiken des Georg Lukács VI. Generationswechsel und politische Zäsur Heller versus Adler – Ostern 1925 in Jena Schisma Eine neue Jugendkohorte VII. Proletarierjugend und Solidargemeinschaft – zur Anatomie und Ambivalenz der Sozialistischen Arbeiterjugend Was wollte man sein, wohin sollte es gehen? Generationswechsel und autoritärer Habitus Kontroversen um die Bedeutung der Republik Verbandspraxis im Alltag Konflikte und Ausschlüsse Erosion in den Großstädten – Mitgliederentwicklung und Rekrutierungsprobleme Kaum Ungelernte – der Funktionärskörper der SAJ Mit dem Bürgertum kooperieren? Bezugsgruppen – Kinderfreunde und Jungsozialisten Fragmentierung des Arbeiterjugendmilieus Sozialdemokratische Jugendaktivisten und junge Arbeiter – konträre Lebenswelten VIII. Das Nachwuchsproblem in den sozialistischen Kulturorganisationen – vier Beispiele Abstinenz hält jung Die Samariter altern Der proletarische Chorgesang vergreist Sozialistische Studenten wachsen nach IX. Radikalisierung und Liquidierung des Weimarer Jungsozialismus Neue Generation im Übergang Staat und Demokratie – Einflüsse und Einflüsterungen des linken Austromarxismus Nicht nur Adlerismus Selbstverständnis – Erziehungs- und Bildungsorganisation des Jungproletariats Der Sozialismus soll wehrhaft sein „Was nun?“ – Ratlosigkeiten zum Ausgang der 1920er Jahre „Der linke Flügel der europäischen Arbeiterbewegung“ – Jungsozialismus in Breslau Kein Resonanzboden für das „Einerseits-Andererseits“ Danton und Struwwelpeter – Fritz Sternberg Junge radikale Intellektuelle und traditionelle Kader der Metallarbeiterschaft – gelungene Symbiose in einer sterbenden Stadt Linkskommunismus bei den ostsächsischen Jusos Auslese oder Massenorientierung? Rechtskommunistische Lockungen Linkssozialistischer Aktivismus nach den Septemberwahlen 1930 – und die Reaktion der Parteiführung Jungsozialismus zwischen Liquidierung und Selbstliquidierung Das Ende X. Konklusion und Ausblick Lernen in Kohorten Geist- und Gesinnungssozialismus Hybris der Vorhut Von Hofgeismar zur Jungen Rechten der Partei Milieustudenten Emotionsfreier Republikanismus als Erziehungsprogramm Was blieb nach 1945? Abkürzungsverzeichnis Anmerkungen Literaturauswahl Personenregister Long description: Die sozialdemokratische Arbeiterbewegung in Deutschland hat sich bis 1914 kontinuierlich entwickelt. Man trat optimistisch und zukunftsgewiss auf und wähnte sich im Einklang mit dem Fortschritt der Gesellschaft. Der Erste Weltkrieg und die gescheiterte Revolution von 1918/19 jedoch führten zu einem jähen Einschnitt. Gleichsam als Seismographen für die Krise in der Arbeiterbewegung der Zwischenkriegsjahre wirkten ihre Jugendorganisationen. Hier lebten sich die Zweifel am bisherigen Fortschrittsparadigma aus, hier traten Lebens- und Individualreform gleichwertig neben die klassische Gesellschaftsreform. Am Ende der Weimarer Republik hatten neue gesellschaftliche Bewegungen weit links und weit rechts an Terrain gewonnen; zudem verdrängten die kommerziellen Freizeitkulturen die überkommenen Verbandsangebote der sozialistischen Jugend in den Arbeiterquartieren der Industriestädte. Franz Walter zeichnet die Krise des Weimarer Sozialismus nach und weist auf die tiefe, konfliktträchtige Kluft zwischen den Generationen im Sozialismus hin. Er zeigt, wie die alten sozialistischen Offerten an Zugkraft verloren - aber auch den Weg frei gemacht haben für neue Entwürfe im jungen Sozialismus der 1920er und 1930er Jahre._______
Die sozialdemokratische Arbeiterbewegung in Deutschland hat sich bis 1914 kontinuierlich entwickelt. Man trat optimistisch und zukunftsgewiss auf und wähnte sich im Einklang mit dem Fortschritt der Gesellschaft. Der Erste Weltkrieg und die gescheiterte Revolution von 1918/19 jedoch führten zu einem jähen Einschnitt.Gleichsam als Seismographen für die Krise in der Arbeiterbewegung der Zwischenkriegsjahre wirkten ihre Jugendorganisationen. Hier lebten sich die Zweifel am bisherigen Fortschrittsparadigma aus, hier traten Lebens- und Individualreform gleichwertig neben die klassische Gesellschaftsreform. Am Ende der Weimarer Republik hatten neue gesellschaftliche Bewegungen weit links und weit rechts an Terrain gewonnen; zudem verdrängten die kommerziellen Freizeitkulturen die überkommenen Verbandsangebote der sozialistischen Jugend in den Arbeiterquartieren der Industriestädte.Franz Walter zeichnet die Krise des Weimarer Sozialismus nach und weist auf die tiefe, konfliktträchtige Kluft zwischen den Generationen im Sozialismus hin. Er zeigt, wie die alten sozialistischen Offerten an Zugkraft verloren - aber auch den Weg frei gemacht haben für neue Entwürfe im jungen Sozialismus der 1920er und 1930er Jahre._______
Die Entwicklung der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung in Deutschland erlebte mit dem Ersten Weltkrieg und der gescheiterten Revolution von 1918/19 einen jähen Einschnitt. Gleichsam als Seismographen für die Krise der Zwischenkriegsjahre wirkten die Jugendorganisationen, in denen sich die Zweifel am bisherigen Fortschrittsparadigma auslebten. Franz Walter zeichnet die Krise des Weimarer Sozialismus nach und weist auf die tiefe Kluft zwischen den Generationen im Sozialismus hin. Er zeigt, wie die alten sozialistischen Offerten an Zugkraft verloren - aber auch den Weg frei gemacht haben für neue Entwürfe im jungen Sozialismus der 1920er und 1930er Jahre. Jugendbewegung,Lebensreform,Linkssozialismus,Arbeiterjugend,Jungsozialisten,SPD,Generationen,Klassenkampf,Austromarxismus,Politik,Deutsche Geschichte,Geschichte des 20. Jahrhunderts,Politische Parteien,Jugend,Geschichtswissenschaft,Politics,German History,History of the 20th Century,Political Parties,Youth,History