Remythisierung und Entmythisierung : deutschsprachige Antikendramen der klassischen Moderne
معرفی کتاب «Remythisierung und Entmythisierung : deutschsprachige Antikendramen der klassischen Moderne» نوشتهٔ von Christian Horn، منتشرشده توسط نشر Universitätsverlag Karlsruhe در سال 2008. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Nachdem das Antikendrama im 19. Jahrhundert nur eine untergeordnete Bedeutung besa?, kommt es nach 1890 unter dem Eindruck von Nietzsches "Geburt der Trag?die" erneut zu einer intensiven Besch?ftigung mit Figurationen der griechischen Antike. Die vorliegende Studie unterzieht Antikendramen von Hofmannsthal, Hauptmann, Werfel, Pannwitz, Jahnn und Brecht einer struktur-und gattungsbezogenen Analyse, um die Verschiebungen des den Texten zugrundeliegenden Mythosverst?ndnisses zu spezifizieren. Remythisierung und Entmythisierung (2008) ......Page 0 ISBN: 9783866442375......Page 6 --> Inhalt......Page 13 1. Einführung in die Thematik......Page 19 2. Forschungsüberblick......Page 26 3. Zur Zitierweise......Page 35 1. Mythenrezeption......Page 37 2. Entmythisierung und Remythisierung......Page 39 3. Mythos und Moderne......Page 42 4. Die Formsemantik des modernen Dramas......Page 46 5. Intertextualität und Hypertextualität......Page 52 6. Das Antikendrama......Page 55 1.1 Das klassizistische Antikenbild......Page 59 1.2 Die Humanisierung des antiken Mythos: Goethe, Iphigenie auf Tauris......Page 62 1.3 Das verleugnete Orientalische: Hölderlin, Antigonae......Page 65 1.4 Schrecken und Erschrecken: Kleist, Penthesilea......Page 70 1.5 „Blutgedanken bäumen sich empor“: Grillparzer, Das goldene Vließ......Page 74 1.6 Epigonaler Nachklang: Die Iphigenie-Dramen von Halm und Kannegießer......Page 81 1.7 Die Dämpfung des Tragischen: antike Tragödie und bürgerliches Theater......Page 83 2.1 Archaik, Chthonik, Dionysik, Mysterienkulte......Page 85 2.2 Kunstgeschichte und Archäologie (von Winckelmann zu Schliemann)......Page 89 2.3 Die Faszination des Anfangs......Page 92 2.4 Mutterrecht und Totenkult (Bachofen, Rohde)......Page 96 2.5 Eine dionysische Welt (Nietzsche)......Page 99 3.1.1 Das Verschwinden des Chors (von Schiller zu Wagner)......Page 105 3.1.2 Urdrama und Mysterienspiel (Nietzsche)......Page 109 3.1.3 Die Rückkehr des Chors (Swinburne, Reinhardt/Hofmannsthal, Pannwitz)......Page 118 3.2.1 Opferritual und Tragödie......Page 125 3.2.2 „Die Wollust gesteigerten Daseins“: Opfer und Symbol bei Hofmannsthal......Page 130 3.2.3 „Blutdunst stieg von der Bühne“: Chthonik und Totenkult bei Hauptmann......Page 138 3.2.4 „eine große rituelle feier des lebens“: Orgiastik und Selbsttransformation bei Nitsch......Page 142 1.1 Ein märchenhafter Stoff......Page 145 1.2 Versuche mit der großen Form......Page 149 1.3 Antike Tragödie und lyrisches Drama......Page 156 1.4 Der Dilettant Admet......Page 164 1.5 Die dionysischen Wirkungen der Metaphorik......Page 172 2.1 Maßlosigkeit und Mäßigung......Page 177 2.2 Mythos und Spiel......Page 180 2.3 Eine faszinierende Vision: Elektra ohne Orest......Page 186 2.4 Elektras namenloser Tanz......Page 192 3.1 Die Metamorphosen eines Seefahrers......Page 201 3.2 Probleme der Fokussierung......Page 203 3.3 Entmythologisierung des Epos und Profilierung des Mythischen......Page 206 3.4 Das Mythische, metaliterarisch aufgelöst......Page 218 4.1 Krieg und Kriegsangst......Page 225 4.2 Die Entstehung......Page 227 4.3 Hypotext und Hypertext......Page 230 4.4 Statuarik und Dynamisierung......Page 234 4.5 Barocke Überformung......Page 240 4.6 Götterdämmerung......Page 245 4.7 Von der Kunst zur Religion......Page 248 5.1 Eine Zwischenarbeit......Page 251 5.2 Gattungskonfrontation und Verwandlungsmysterium......Page 254 5.3 Eine mythologische Operette?......Page 257 5.4 Die stumme Zerbinetta......Page 262 6.1 Leidenschaft und Kalkül......Page 267 6.2 Verschmelzung und Zerstörung......Page 269 6.3 Körper/Sprache......Page 277 6.4 Die Künstlerin Medea......Page 283 7.1 Hypotexte......Page 287 7.2 Die Werkgenese......Page 292 7.3 Archaik, Antike und Zeitgeschichte......Page 298 7.4 Affektstruktur, Psychokult und Zeitenwende......Page 302 7.5.1 Hauptmanns Neoklassizismus......Page 309 7.5.2 Die Tektonik der Tetralogie......Page 311 7.5.3 Eine Dramaturgie des Schwebezustands......Page 315 7.5.4 Reduktion, Dehnung, Kontrafaktur......Page 320 7.5.5 Die Verselbständigung der Figurenrede......Page 324 7.5.6 Epische Passagen......Page 325 7.5.8 Wiedererkennungsszenen......Page 326 7.5.9 Die Schlußgestaltung......Page 329 7.5.10 Hypertextualität und Tragödienstruktur......Page 332 7.6 Partielle Archaisierung......Page 335 8.1 Der Verlust der Würde......Page 337 8.2 Rückkehr aus dem Exil......Page 338 8.3 Dialektische Verschränkungen......Page 339 8.4 Der Materialwert......Page 341 8.5 Dramentext und Paratext......Page 345 8.6 Pathos und Distanz......Page 348 8.7 Mythos und Geschichte......Page 355 8.8 Von Antigone zu Philoktet......Page 364 V. Schluß......Page 367 1. Siglen......Page 373 2. Primärliteratur......Page 376 3. Sekundärliteratur......Page 380 VII. Dank......Page 415 Nachdem das deutschsprachige Antikendrama im 19. Jahrhundert nur eine untergeordnete Bedeutung besaß, kommt es nach 1890 unter dem Eindruck von Friedrich Nietzsches Geburt der Tragödie erneut zu einer intensive Beschäftigung mit Themen und Figurationen der griechischen Antike. Die vorliegende Studie unterzieht Antikendramen von Hofmannsthal, Hauptmann, Werfel, Pannwitz, Jahnn und Brecht einer struktur- und gattungsbezogenen Analyse, um die Verschiebungen des den Texten zugrundeliegenden Mythosverstandnisses im Kontext von Werk und Epoche zu spezifizieren. Der Versuch, mit den Mitteln des Dramas in den Bereich des Mythischen vorzudringen, führt letztendlich zur szenischen Restitution archaischer Praktiken wie Opferritual und kollektives Entgrenzungserlebnis. Damit ergibt sich die Schwierigkeit, "das Zerbrechen des Individuums und sein Einswerden mit dem Ursein" (Nietzsche) mit den Mitteln des Theaters vorzufuhren, mit anderen Worten: das Nichtinszenierbare zu inszenieren Nachdem das Antikendrama im 19. Jahrhundert nur eine untergeordnete Bedeutung besaß, kommt es nach 1890 unter dem Eindruck von Nietzsches "Geburt der Tragödie" erneut zu einer intensiven Beschäftigung mit Figurationen der griechischen Antike. Die vorliegende Studie unterzieht Antikendramen von Hofmannsthal, Hauptmann, Werfel, Pannwitz, Jahnn und Brecht einer struktur-und gattungsbezogenen Analyse, um die Verschiebungen des den Texten zugrundeliegenden Mythosverständnisses zu spezifizieren.
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