Religionsphilosophie nach Pascal : Über Wissenschaft und Religion unter nachmetaphysischen Prämissen
معرفی کتاب «Religionsphilosophie nach Pascal : Über Wissenschaft und Religion unter nachmetaphysischen Prämissen» نوشتهٔ Markus Knapp (editor) در سال 2024. این کتاب در فرمت epub، زبان آلمانی ارائه شده است.
In der Formierungsphase der Neuzeit hat Blaise Pascal den durch den Fortschritt der Wissenschaften verursachten Wandel des Weltbildes sowohl existentiell erlitten wie kritisch reflektiert. Das zentrale Anliegen Pascals, der selbst ein bedeutender Wissenschaftler war, bestand darin, eine Vernunftkonzeption zu entwickeln, die der Wissenschaft ebenso wie dem religiösen Glauben Raum gibt. In den Beiträgen dieses Bandes der Reihe Neue Horizonte der Religionsphilosophie wird zum einen das Projekt Pascals im Kontext des 17. Jahrhunderts hermeneutisch erschlossen. Zum anderen wird systematisch reflektiert, welche Bedeutung ihm in den gegenwärtigen Kontroversen um ein gemessenes Verhältnis von Vernunft und Religion, Gott und Säkularität zukommen kann. Inhaltsverzeichnis Verzeichnis der Autorinnen und Autoren Hermeneutische Zugänge Einleitung: Religionsphilosophie nach Pascal Die Fundamente einer Apologie des Christentums bei Blaise Pascal 1 Editorische Voraussetzungen 2 Pascals Absicht einer Apologie des Christentums 3 Ordnung 4 Die Lage des Menschen 5 Suchbewegungen 6 Verehrungswürdig und liebenswert 7 Das Judentum und die Prophetie 8 Jesus Christus 9 Ein Leib aus denkenden Gliedern 10 Ziel der Apologie: Die Gottesliebe 11 Die Rezeption der Apologie Pascals 12 Die Gegner Pascals 13 Annäherungen und Übernahmen Literatur Pascal et son interlocuteur 1 Ne pas avoir besoin de Dieu 2 Ne pas avoir le temps de chercher Dieu 3 Ne pas avoir envie de chercher Dieu 4 La crainte du dogmatisme Literatur Das Herz hat seine Gründe. Gedanken zu Pascals „Logik des Herzens“ 1 Quellen der Herzmetapher 2 Funktionen der Herzmetaphorik 2.1 Erkenntnisfundierende Funktion für die raison 2.2 Eine besondere Gestalt des esprit 2.3 Erkenntnisöffnende Leistung für die Dimension des Werthaften 2.4 Leitmotiv der Anthropologie 3 Die Logik des Herzens – den Menschen verstehen 3.1 Die Quellen, um den Menschen zu verstehen 3.2 Die Lage des Menschen beschreiben 3.3 Die (philosophischen) Deutungen der Lage des Menschen analysieren 3.4 Eine integrative Sinn-Deutung finden, die alles berücksichtigt 3.5 Eine Antwort finden, die die ganze Lage berücksichtigt, erklärt und heilt 3.6 Will man Hilfe, muss man wetten: Auf die beste Antwort wetten Literatur Pascals Wettargument: Was aus der „entscheidungstheoretischen Orthodoxie“ zu lernen ist 1 Einleitung 2 Grundlagen der (individuellen) Entscheidungstheorie 2.1 Entscheidungsmatrices 2.2 Bewertungsmatrices 2.3 Entscheidungen unter Unwissen und unter Risiko 2.4 Regeln für Entscheidungen unter Unwissen und deren Aporien 2.5 Entscheidungen unter Risiko und die Bayessche Regel 3 Drei Formen von Pascals Wette 3.1 „Wenn Sie gewinnen, gewinnen Sie alles, wenn sie verlieren, verlieren Sie nichts“: Das erste Argument aus schwacher Dominanz der religiösen Lebensoption 3.2 Das zweite Argument: Entscheidung unter Risiko bei Wahrscheinlichkeit 0,5 3.3 Das dritte Argument: Entscheidung unter Risiko bei beliebig kleiner, aber endlicher Gewinnwahrscheinlichkeit 3.4 Ein viertes Argument? Starke Dominanz der religiösen Option? 4 Sechs Einwände gegen das Wettargument 4.1 Epistemischer Voluntarismus? 4.2 Moralische Einwände 4.3 Theologischer Einwand 4.4 Der Einwand der vielen Götter 4.5 Einwände der gemischten Strategie 4.6 Entscheidungstheoretische Einwände 5 Könnte ein Argument vom Pascal-Stil also stichhaltig sein? 6 In eine religiöse Lebensform einschwingen: Pascal und Wittgenstein 7 Ist es rational, so zu handeln, als ob es Gott gäbe? Literatur Das Herz als Medium der Welt- und der Gottesbeziehung. Impulse Blaise Pascals zur Überwindung eines reduktionistischen Menschenbildes und Wissenschaftsverständnisses 1 Einleitung 2 Impulse zur Einbettung des Menschen und seiner Vernunft in das Ganze der Wirklichkeit 2.1 Vernunftzentrierung und Entgrenzungsdynamiken als Voraussetzungen der technisch-industriellen Zivilisation 2.2 Pascals Bestimmungen des Menschseins in der Spannung der Extreme von Nichts und Unendlichkeit 3 Pascals Wissenschaftskonzept in Auseinandersetzung mit rationalistischen und skeptischen Positionen 3.1 Die erkenntnistheoretische Position des Fallibilismus als Ausdruck der menschlichen Endlichkeit und Fehlbarkeit 3.2 Pascals Perspektive einer intellektuellen Demut als Konsequenz der Stellung des Menschen in der Natur 4 Ausblick: Das Orientierungspotenzial der anthropologischen und wissenschaftstheoretischen Überlegungen Pascals Literatur Systematische Perspektiven Situiertheit der Vernunft und Rationalität des Glaubens. Zur religionsphilosophischen Bedeutung von Pascals humane approach 1 Die Wette – Rechtfertigung einer lebenspraktischen Transformation 2 Die Erkenntnisanthropologie – Rechtfertigung einer situierten Urteilskraft 3 Ausblick: Positionalität und Allgemeinheit der Vernunft Literatur Heidegger und Pascal 1 Diagnostiker der Unruhe 1660/1920 2 Wachsende Distanz Literatur Pascal und die Destruktion der Metaphysik: Blumenberg und Derrida im Vergleich 1 Hans Blumenberg: Das Recht des Scheins in den menschlichen Ordnungen bei Pascal 2 Jacques Derrida: Gesetzeskraft 3 Fazit Literatur Pascal als Vordenker einer anderen Moderne 1 Ein nachmetaphysischer Denker 2 „Es ist das Herz, das Gott fühlt“ 3 Vernunft und Glaube 4 Pascal als Vordenker einer anderen Moderne Literatur Erratum zu: Pascals Wettargument: Was aus der „entscheidungstheoretischen Orthodoxie“ zu lernen ist Erratum zu: Kapitel 5 in: M. Knapp (Hrsg.), Religionsphilosophie nach Pascal, Neue Horizonte der Religionsphilosophie,https://doi.org/10.1007/978-3-662-68540-2_5 Personenregister Sachregister
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