معرفی کتاب «Religionsfreiheit auf dem Prüfstand : Konturen eines umkämpften Menschenrechts» نوشتهٔ Heiner Bielefeldt; Michael Wiener; Heiner Bielefeldt; Michael Wiener، منتشرشده توسط نشر Bielefeld University Press. ein Imprint von Roswitha Gost u. Karin Werner - transcript Verlag در سال 2020. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Religionsfreiheit wird nicht nur in der Praxis vielfach verletzt, sondern ist auch Gegenstand politischer Auseinandersetzungen ganz grundsätzlicher Art. Für skeptische Traditionalist\_innen trägt sie zur Erosion religiöser Loyalitäten bei - komplementär dazu befürchten manche Liberale, Religionsfreiheit werde zum Einfallstor für Obskurantismus und Fanatismus - und in der Perspektive postkolonialer Kritik steht sie für den Versuch, religiöse Praktiken einer globalen neoliberalen Hegemonie zu unterwerfen. Heiner Bielefeldt und Michael Wiener prüfen diese kritischen Einwände auf Grundlage ihrer langjährigen internationalen Erfahrung und plädieren für eine konsequent freiheitsrechtliche Lesart der Religionsfreiheit. Cover Inhalt 1. Einleitung 1.1 Ein »klassisches« Menschenrecht in der Kontroverse 1.2 Ambivalente politische Reaktionen 1.3 Erinnerung an Moses Mendelssohn 1.4 Religionsfreiheit als Menschenrecht – zur Doppelthese dieses Buches 2. Universaler Standard oder verkappte Hegemonie des Westens? 2.1 Varianten von Universalismuskritik 2.2 Reformulierung des menschenrechtlichen Universalismus 2.3 Menschenrechtliche Konturierung der Religionsfreiheit 2.4 Impliziter protestantischer Bias? 2.4.1 Vorrang der Innerlichkeit? 2.4.2 Einseitiger Individualismus? 2.4.3 Orientierung am freikirchlichen Paradigma? 2.5 Auf dem Weg zu einem neoliberalen Markt der Religionen? 2.6 Menschenrechtspraxis als Kultur des Hinhörens 3. Freiheit zur Unfreiheit? 3.1 Liberale Vorbehalte gegen ein Freiheitsrecht 3.2 Freiheit zur Selbstfindung 3.3 Inhaltliche Dimensionen der Religionsfreiheit 3.4 Die freiheitssichernde Funktion von »Schranken-Schranken« 3.5 Entkernung des Freiheitsrechts? 3.5.1 Ehrschutz für Religionen? 3.5.2 Vorrang kollektiver Identitäten? 3.5.3 Instrument interreligiöser Harmonie? 3.5.4 »Freedom from religion«? 3.6 Brücke zwischen Religion und Freiheit 4. Auf dem Weg zu einer komplexen Gleichheit 4.1 Religionsfreiheit versus Gleichberechtigung? 4.2 Gleichheit der Menschen, nicht der Religionen 4.3 Differenzfreundliche Gleichheit 4.4 Direkte, indirekte und strukturelle Diskriminierungen 4.5 »Reasonable accommodation« als Bestandteil komplexer Gleichheit 4.6 Die Behindertenrechtskonvention als Vorreiterin 4.7 Der Beitrag der Religionsfreiheit zur Antidiskriminierungspolitik 5. Die Religionsfreiheit im Gesamt der Menschenrechte – zwei Testfälle 5.1 Menschenrechtliche Anliegen in Konflikt 5.2 Benachbarte Rechte: Religionsfreiheit und Meinungsfreiheit 5.3 Konfliktkonstellationen zwischen Religionsfreiheit und »Gender« 5.3.1 Falsche Berufungen auf die Religionsfreiheit 5.3.2 Angemessener Umgang mit schwierigen Konfliktsituationen 5.3.3 Diskriminierende Strukturen im Innern der Religionsgemeinschaften 5.3.4 Überwindung abstrakter Polarisierungen 5.4 Die produktive Rolle der Religionsfreiheit 6. Religionsfreiheit und säkularer Staat 6.1 Zum Einstieg: drei Länderbeispiele 6.1.1 Kasachstan 6.1.2 Bangladesch 6.1.3 Dänemark 6.2 Die verwirrende Vielfalt der Säkularitätskonzepte 6.3 Exklusive und inklusive Säkularität 6.4 Säkularismus als verkapptes Glaubensbekenntnis? 6.5 Die Religionsfreiheit als kritischer Maßstab rechtsstaatlicher Säkularität 7. Verletzungen der Religionsfreiheit 7.1 Zum Einstieg: einige Impressionen 7.2 Exemplarische Problemfelder 7.3 Typische Motive für Verletzungen der Religionsfreiheit 7.3.1 Durchsetzung religiöser Wahrheits- bzw. Reinheitsansprüche 7.3.2 Wahrung nationaler Identität 7.3.3 Kontrollobsessionen autoritärer Regierungen 7.3.4 Überlappungen und weitere Faktoren 7.4 Die betroffenen Menschen 8. Religionsfreiheit vor Gericht: Vergleich globaler und regionaler Rechtsprechung 8.1 Auf dem Weg zu einem »Ökosystem« der Menschenrechte? 8.2 Vermeidung von »Forum-Shopping« 8.3 Der UN-Menschenrechtsausschuss: Aufgaben und Kompetenzen 8.4 Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte 8.5 Religiöse Symbole im öffentlichen Leben 8.6 Religionsunterricht in der öffentlichen Schule 8.7 Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen 8.8 Koordination und Inspiration 9. Gewalt im Namen der Religion 9.1 Die Frage nach dem Beitrag der Religionsfreiheit 9.2 Apologetische Reflexe 9.3 Essentialistische Gewaltzuschreibungen 9.4 Ernstnehmen menschlicher Verantwortung 9.5 Schwierigkeiten und Möglichkeiten religionsinterner Kritik 9.6 Positive Beiträge der Religionsgemeinschaften: vom Rabat Plan of Action zur Beiruter Erklärung 9.7 Zur Relevanz politischer Faktoren 9.8 Die Rolle der Religionsfreiheit 9.8.1 Bestandteil von Rechtsstaatlichkeit 9.8.2 Ermutigung innerreligiöser Reformen 9.8.3 Interreligiöse Gesprächskultur 9.8.4 Faire Religionskritik im öffentlichen Diskurs 10. Gegen jede »Sakralisierung« der Menschenrechte: zur kritischen Wächterfunktion der Religionsfreiheit 10.1 Die Gegenperspektive: Menschenrechte in den Religionen 10.2 Substanzielle Affinitäten 10.3 Konfliktträchtige Differenzen 10.4 Pluralistische Koexistenz in Respekt der Menschenwürde 10.5 Autorität in Selbstbescheidung: der nicht‐doktrinäre Geltungsvorrang der Menschenrechte 10.6 Durchsetzung der Menschenrechte im Innern der Religionsgemeinschaften? 10.7 Zur Wächterfunktion der Religionsfreiheit innerhalb der Menschenrechte 11. Danksagung 12. Literaturverzeichnis Religionsfreiheit wird nicht nur in der Praxis vielfach verletzt, sondern ist auch Gegenstand politischer Auseinandersetzungen ganz grundsätzlicher Art. Für skeptische Traditionalist*innen trägt sie zur Erosion religiöser Loyalitäten bei - komplementär dazu befürchten manche Liberale, Religionsfreiheit werde zum Einfallstor für Obskurantismus und Fanatismus - und in der Perspektive postkolonialer Kritik steht sie für den Versuch, religiöse Praktiken einer globalen neoliberalen Hegemonie zu unterwerfen. Heiner Bielefeldt und Michael Wiener prüfen diese kritischen Einwände auf Grundlage ihrer langjährigen internationalen Erfahrung und plädieren für eine konsequent freiheitsrechtliche Lesart der Religionsfreiheit. Religionsfreiheit,Weltanschauung,Menschenrechte,Vereinte Nationen,Freiheitsrechte,Religiösität,Postkolonialismus,Globalisierung,Neoliberalismus,Obskurantismus,Fanatismus,Traditionalismus,Religiöse Praxis,Recht,Religion,Politik,Policy,Politische Theorie,Religionssoziologie,Politikwissenschaft,Religious Freedom,Worldview,Human Rights,United Nations,Civil Liberties,Religiousness,Postcolonialism,Globalization,Neoliberalism,Obscurantism,Fanatism,Traditionalism,Religious Practice,Law,Politics,Political Theory,Sociology of Religion,Political Science »Der Band gibt eine vortreffliche Übersicht über das gesamte Diskussionsfeld - auf dem neuesten Stand, gestützt auf eigene Erfahrungen und Vorort-Recherchen und in bester Kenntnis der internationalen Literatur, wie das nur selten anzutreffen ist.«Konrad Hilpert, Münchener Theologische Zeitschrift, 71 (2020)»Das vorliegende Buch ist nicht nur außerordentlich informationsreich und präzis, sondern regt [...] zu Anschlussüberlegungen an. Es hält die Frage wach, dass zur Religionsfreiheit global und inländisch weiterhin hoher Klärungsbedarf besteht.«Hartmut Kreß, www,.socialnet.de, 13.05.2020O-Ton: »Manche versuchen der Religionsfreiheitihren freiheitsrechtlichen Stachel zu nehmen« - Heiner Bielefeldt im Interview bei Deutschlandfunk Kultur am 29.02.2020.Besprochen in:www.lehrerbibliothek.de, 10.03.2020, Oliver Neumannwww.scienzz.de, 23.04.2020, Josef Tutschwww.scharf-links.de, 08.07.2020, Michael LausbergLiturgik und Hymnologie, 58 (2019), Magdalene Kläver
Religionsfreiheit wird nicht nur in der Praxis vielfach verletzt, sondern ist auch Gegenstand politischer Auseinandersetzungen ganz grundsätzlicher Art. Für skeptische Traditionalist*innen trägt sie zur Erosion religiöser Loyalitäten bei - komplementär dazu befürchten manche Liberale, Religionsfreiheit werde zum Einfallstor für Obskurantismus und Fanatismus - und in der Perspektive postkolonialer Kritik steht sie für den Versuch, religiöse Praktiken einer globalen neoliberalen Hegemonie zu unterwerfen. Heiner Bielefeldt und Michael Wiener prüfen diese kritischen Einwände auf Grundlage ihrer langjährigen internationalen Erfahrung und plädieren für eine konsequent freiheitsrechtliche Lesart der Religionsfreiheit.