Religiöse Bildungsprozesse in den Taufkatechesen Kyrills von Jerusalem
معرفی کتاب «Religiöse Bildungsprozesse in den Taufkatechesen Kyrills von Jerusalem» نوشتهٔ Olga Lorgeoux;، منتشرشده توسط نشر Boehringer / Mohr Siebeck در سال 2023. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Was mussten Menschen in der Mitte des 4. Jahrhunderts auf sich nehmen, um durch die Taufe Teil der christlichen Gemeinschaft zu werden? Die Taufkatechesen des Bischofs Kyrill von Jerusalem (? 387) zeigen, dass sie vor allem ein intensives Bildungsprogramm durchliefen, das anhand des Jerusalemer Glaubensbekenntnisses gestaltet wurde. Im vorliegenden Band untersucht Olga Lorgeoux, wie im Rahmen der Taufvorbereitung die gesamte Bandbreite der christlichen Lehre und deren Anwendung im alltäglichen Leben vermittelt wurde. Dabei zeigt sie den enormen Einfluss der theologiegeschichtlichen Lehrentwicklung auf die Gestaltung religiöser Bildungsprozesse in Jerusalem. Darüber hinaus untersucht sie, wie die Lehr- und Lernbarkeit des christlichen Glaubens theoretisch begründet wurde. Aus den Taufkatechesen rekonstruiert sie ein bildungstheoretisches Modell, das die Relevanz von Bildung für die Christwerdung und die gesamte christliche Existenz deutlich macht. Cover 1 Titel 4 Vorwort 6 Inhaltsverzeichnis 8 Einleitung 14 Kapitel I: Historische und theologische Kontextualisierung 24 1. Die christliche Taufvorbereitung 24 1.1 Der formale Rahmen der Taufvorbereitung in Jerusalem 26 1.2 Die Jerusalemer Fastenzeit 28 1.3 Jerusalem und die Grabeskirche 30 1.3.1 Der Bau der Grabeskirche von Jerusalem 31 1.3.2 Gestalt und Deutung der Grabeskirche 33 1.4 Religionsgeschichtlicher Rahmen: Der Manichäismus und die christliche Askese 34 1.4.1 Mani und der Manichäismus in Palästina 34 1.4.2 Asketische Strömungen in Palästina 36 2. Das Jerusalemer Glaubensbekenntnis 39 2.1 Deklaratorische Bekenntnisse im 4. Jahrhundert 39 2.2 Die Formeln theologischer Debatten bis zur Mitte des 4. Jahrhunderts 42 2.3 Das Bekenntnis als Curriculum der Unterweisung 51 Kapitel II: Kyrill von Jerusalem – Leben, Wirken und Schriften 54 1. Biografische Stationen 55 1.1 Jugend und Aufstieg in der Jerusalemer Kirche 56 1.2 Kyrill als Bischof von Jerusalem 58 1.2.1 Auf dem Weg zum Bischofsamt 59 1.2.1.1 Kirchenpolitischer Hintergrund 60 1.2.1.2 Die Erhebung zum Bischof von Jerusalem 62 1.2.1.3 Kyrill von Jerusalem – ein kirchenpolitischer Opportunist? 65 1.2.2 Zwischen Exil und kirchenpolitischer Konsolidierung 67 1.2.2.1 Feind- und Freundschaften im kirchenpolitischen Wirken 67 1.2.2.2 Die Festigung der bischöflichen Autorität 70 Zwischenfazit 72 2. Die Schriften Kyrills 73 3. Die Taufkatechesen: Formale Einordnung 74 3.1 Quellenlage 75 3.2 Datierung 77 3.3 Aufbau und Inhalt 79 Kapitel III: Die Prokatechese innerhalb des kyrillischen Bildungsprogramms 82 1. Propädeutische Überlegungen zum religiösen Bildungsprozess 84 2. Die Adressaten der Taufunterweisung und ihr Bildungshintergrund 88 3. Der Mensch im Gegenüber zu Gott und Welt 91 3.1 Die προαίρεσις im Fokus der Prokatechese 91 3.1.1 Die epiktetische Deutung der προαίρεσις 93 3.1.2 „Nichts anderes verlangt Gott von uns als eine gute προαίρεσις“ 95 3.2 Taufvorbereitung als Kampfrüstung: Die Militia-Christi-Vorstellung in katechetischem Kontext 98 3.2.1 Bildung als Befähigung für den geistlichen Kriegsdienst 100 3.2.2 Die sakramentale Deutung des Militia-Christi-Gedankens 102 Zwischenfazit 106 Kapitel IV: Die Auslegung des Jerusalemer Glaubensbekenntnisses 110 1. Tauftheologische Erklärungen in anthropologisch-ethischer Perspektive 110 1.1 Der Mensch und die Sünde 112 1.1.1 Die menschliche Willensfreiheit 114 1.1.2 Das Wirken des Teufels 117 1.2 Die Buße des Menschen und die Menschenliebe Gottes 121 1.2.1 Der Gott des Alten Testamentes als φιλάνθρωπος 122 1.2.2 Das Sündenbekenntnis und andere „Früchte der Buße“ 126 1.3 Anspruch und Zuspruch der Taufe 129 1.3.1 Die Taufe als zweifache Reinigung durch Wasser und Geist 131 1.3.2 Die Einsetzung der Taufe als Ordnungsprinzip christlichen Lebens 134 Exkurs: Die Deutung von Röm 6 für den Taufvollzug 137 1.3.3 Die Taufe und die Vervollkommnung des Menschen 139 Zwischenfazit 146 2. Der Glaube: Zwischen menschlicher Freiheit und formaler Bestimmung 148 2.1 Glaube im alltäglichen und christlichen Horizont 148 2.1.1 Abraham als Vorbild des Glaubens 150 2.1.2 Über die Wirkkraft und Stufen des Glaubens 152 2.2 Die zweifache Bestimmung des Glaubens 154 2.3 Übergabe und Deutung des Glaubensbekenntnisses 157 Zwischenfazit 159 3. Der trinitarische Taufglaube 160 3.1 Die Gotteslehre in der christlichen Unterweisung 161 3.1.1 Die Rede von Gott 162 3.1.2 Pagane und häretische Gottesvorstellungen 165 3.1.2.1 „Viele haben sich vielerlei Vorstellungen gemacht“ 165 3.1.2.2 Kosmologisch-historische Abwehr innerchristlicher .Gottesvorstellungen 168 3.1.3 Gotteslehre in schöpfungstheologischer und trinitätstheologischer Perspektive 171 3.1.3.1 Gottes Allmacht und Schöpfungstätigkeit 171 3.1.3.2 Schöpfung und Gotteserkenntnis 173 3.1.3.3 Gott als Vater: Tauftheologische und trinitätstheologische Bestimmungen 175 Zwischenfazit 177 3.2 Der Glaube an Jesus Christus als den Sohn Gottes 179 3.2.1 Christologische und sakramentale Deutung des Christusnamens 182 3.2.2 Die Sohnschaft Jesu 186 3.2.2.1 Die Vater-Sohn-Terminologie und der Taufkontext 186 3.2.2.2 Die Bestimmung der Sohnschaft Jesu 189 3.2.2.3 Die Zeugung des Sohnes aus dem Vater 191 3.2.2.4 Der Vater als ἄναρχος ἀρχή des Sohnes 196 3.3 Die Form(ul)ierung des trinitätstheologischen Glaubens 199 Zwischenfazit 205 4. Die Erlösung der Menschheit am Kreuz Christi 206 4.1 Die soteriologisch-dogmatische Deutung des Kreuzestodes 208 4.1.1 Der Kreuzestod für die οἰκουμένη 209 4.1.2 Inkarnation und Soteriologie 212 4.1.3 Die biblische Passionserzählung als narrativer Rahmen soteriologischer Erklärungen 218 4.2 Das Kreuz Christi und seine Deutung 222 4.2.1 Die biblischen Vorandeutungen für das Kreuz Christi 223 4.2.2 Die Multifunktionalität des Kreuzes 224 4.2.3 Das Kreuz als Sieges- und Ruhmzeichen des Christen 228 Zwischenfazit 231 5. Die Lehre vom Heiligen Geist 233 5.1 Der Heilige Geist und die göttlichen Schriften 234 5.2 Der Glaube an den einen Heiligen Geist 237 5.3 Das Wirken des Heiligen Geistes 240 5.3.1 Der Heilige Geist und die Erkenntnis 240 5.3.2 Der Heilige Geist als Lehrer der Kirche 242 5.3.3 Der Heilige Geist als Tröster 243 5.4 Der Heilige Geist im Alten und Neuen Testament 244 5.4.1 Die Pfingsterzählung und die Geisttaufe 246 5.4.2 Kontinuität und Wandel im Wirken des Heiligen Geistes 248 Zwischenfazit 250 6. Die Ekklesiologie als Rahmen der katechetischen Unterweisung 251 6.1 „Wir haben die Tür offenstehen lassen“ – Kirche für alle? 252 6.2 Die Kirche alsἐκκλησία in antijudaistischer Deutung 254 6.3 Die Katholizität der Kirche 256 6.3.1 Katholisch vs. häretisch 257 6.3.2 Die katholische Kirche und die οἰκουμένη 260 6.4 Die Weitergabe christlicher Lehren in der Kirche 262 6.4.1 Apostolizität und der kirchliche Wahrheitsanspruch 262 6.4.2 Kirche als Lernort 264 Zwischenfazit 267 Kapitel V: Der Prozess religiöser Bildung in der Taufunterweisung 268 1. Reflexion religiöser Bildungsprozesse 268 1.1 Elementarisierter Dogmenunterricht: Was haben Dogmen mit Milch zu tun? 270 1.2 Christliche Lebensführung als Inhalt der Taufunterweisung 275 2. Kyrills Selbstverständnis als katechetischer Lehrer 278 2.1 Lehrautorität im Kontext religiöser Unterweisung 280 2.2 Der Lehrer als Glaubensvorbild 283 3. Didaktische Grundprinzipien der Jerusalemer Taufunterweisung 286 3.1 „Wir bringen euch die Steine der Erkenntnis“ – γνῶσις im Lehr-Lernkontext 286 3.1.1 Lehre und Erkenntnis 287 3.1.2 Von der guten und schlechten ἄγνοια 289 3.2 Polemik als Lehrmethode katechetischer Unterweisung 291 3.2.1 Christliches Leben als Kampf gegen „Häresien, Juden,Samariter und Heiden“ 292 3.2.2 Das Ideal des Christen als πολυμαθής 296 3.3 Die Bedeutung der Schrift in der Bekenntnisauslegung 299 3.3.1 Biblische Narrative und Typologien 300 3.3.2 Schriftbeweise und Prophetenauslegung 302 3.3.3 Argumentation ohne Schriftbezug 309 3.4 Jerusalem als Lernort: Heilige Stätten und religiöse Bildung 311 3.4.1 „Wir haben nämlich in allem den Vorzug“ – Jerusalem als place to be 311 3.4.2 Vom pädagogischen Wert Heiliger Stätten 313 3.4.3 Gläubiges Sehen als Ziel präbaptismaler Unterweisung 318 Ertrag: Religiöse Bildung in Jerusalem 322 1. Kyrill als Lehrer 323 2. Bildung als trialogischer Prozess 325 3. Bildung als Relation von Glauben und Handeln 328 4. Didaktische Grundprinzipien religiöser Bildung 331 5. Der Stellenwert religiöser Bildung für das christliche Leben 333 Bibliographie 336 Register 362 "Was mussten Menschen in der Mitte des 4. Jahrhund sich nehmen, um durch die Taufe Teil der christlichen Gemeinschaft zu werden? Die Taufkatechesen des Bischofs Kyrill von Jerusalem († 387) zeigen, dass sie vor allem ein intensives Bildungsprogramm durchliefen, das anhand des Jerusalemer Glaubensbekenntnisses gestaltet wurde. Im vorliegenden Band untersucht Olga Lorgeoux, wie im Rahmen der Taufvorbereitung die gesamte Bandbreite der christlichen Lehre und deren Anwendung im alltäglichen Leben vermittelt wurde. Dabei zeigt sie den enormen Einfluss der theologiegeschichtlichen Lehrentwicklung auf die Gestaltung religiöser Bildungsprozesse in Jerusalem. Darüber hinaus untersucht sie, wie die Lehr- und Lernbarkeit des christlichen Glaubens theoretisch begründet wurde. Aus den Taufkatechesen rekonstruiert sie ein bildungstheoretisches Modell, das die Relevanz von Bildung für die Christwerdung und die gesamte christliche Existenz deutlich macht." -- Publisher, page four of cover
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