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Regesten der Kaiserurkunden des oströmischen Reiches, Teil 2, Regesten von 1025-1204 : Von 565-1453

معرفی کتاب «Regesten der Kaiserurkunden des oströmischen Reiches, Teil 2, Regesten von 1025-1204 : Von 565-1453» نوشتهٔ Dölger, Franz (editor)، منتشرشده توسط نشر OLDENBOURG WISSENSCHAFTSVERLAG در سال 2019. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Für alles Grundsätzliche in Bezug auf Anlage und Technik kann hier kurz auf die Einleitung zum 1. Teil der Kaiserregesten verwiesen werden. Es ist daran im wesentlichen nichts geändert worden, um so weniger, als die Form der Regesten im allgemeinen bei den Gelehrten, die sich bisher auf Anfrage geäußert haben, Zustimmung gefunden hat 1 ). Manche Verbesserungen, wie z. B. Wechsel mit Kleindruck, Verwendung von Itala u. dgl. zur übersichtlichen Scheidung der Teile des Regests, waren schon vor Drucklegung des 1. Teils in Erwägung gezogen, mußten aber wegen der erheblichen Verteuerung, die sie verursachen, fallen gelassen werden. Hier mögen nur ein paar Worte folgen über die Beschaffenheit der Quellen, welche als Grundlage für die Kaiserregesten von 1025 bis 1204 gedient haben, insbesondere derjenigen, welche den Text von Urkunden in extenso oder doch im Auszuge bieten. Für die Beurteilung der Echtheit und Authentizität der so überlieferten Kaiserurkunden sind zwei Fragen von ausschlaggebender Bedeutung, ob der berichtende Schriftsteller im allgemeinen glaubwürdig ist und ob er diplomatische Vorlagen, also Registerbücher der kaiserlichen Kanzlei bzw. Empfängerarchive benutzt hat oder doch benutzen konnte. Die erste ist für fast sämtliche der hier benutzten Quellen zu bejahen, wenigstens für den Nachrichtenkreis, welcher für unsere Zwecke in Frage kommt, und auch die zweite Frage wird wenigstens für diejenigen Schriftsteller, welche Texte überliefern, nicht von vornherein verneint werden können. Für die meisten von ihnen ergibt sich aus ihrer verwandtschaftlichen oder gesellschaftlichen Stellung, daß ihnen urkundliches Material zum mindesten zugänglich war. Ich nenne nur Anna Komnena, die hochgebildete Tochter des Kaisers Alexios I. 2 ), Wilhelm von Tyrus, den bischöflichen Berater des Königs von Jerusalem, welcher selbst in diplomatischer Mission am Hofe des oströmischen Kaisers tätig war (n. 1483), Otto von Freising, den Halbbruder Konrads III., Bohaeddin, den Vertrauten und Kanzler des großen Sultans Salah-ed-din, und endlich auch die zahlreichen abendländischen Kleriker, welche in der Nähe ihrer fürstlichen Herren an den Kreuzzügen teilgenommen haben und, wie etwa Raymund von Agiles, auch über die so wichtige Korrespondenz ihrer Gebieter mit dem Kaiser von Konstantinopel, wie es scheint, zuverlässige Kunde geben. Um so schwieriger ist es, über eine der wichtigsten Quellen zum 1. Kreuzzug, über Albert von Aachen, zu einem sicheren Urteil zu kommen. Zwei so hervorragende Kenner der Kreuzzugsgeschichte wie Sybel und Kugler, haben das Gewicht ihres Namens der eine gegen, der andere für diesen Schriftsteller in die Wagschale geworfen. Man wird sich unbedenklich der Meinung Kuglers, des unermüdlichen Verteidigers Alberts von Aachen, anschließen können, daß dem Berichte Alberts die sehr wertvolle Kreuzzugsbeschreibung eines lothringischen Klerikers zugrunde liege, welche Albert nur durch allerlei sagenhafte Einschiebsel und vor allem durch die Glorifizierung Peters von Amiens erweitert und verunechtet habe. Auch Wattenbach gibt zu, daß die Möglichkeit nicht ausgeschlossen sei, aus Alberts Bericht da, "wo er gutes Material bietet", Gewinn zu schöpfen 3 ). So habe ich mich denn sogar mit Kugler entschließen müssen, den berühmten Gründonnerstagsbericht der Anna Komnena zugunsten Alberts zu verwerfen (vgl. n. 1196). Eine ähnlich ungerechtfertigte Kritik wie Albert hat in neuerer Zeit Kinnamos durch Chalandon erfahren müssen. Chalandon stellt in Abrede, daß Kinnamos Urkunden vor sich gehabt habe, und erklärt, die zahlreichen, bei Kinnamos überlieferten Briefe, insbesondere auch der Briefwechsel Manuel-Konrad, seien sämtlich von ihm fabriziert 4 ). Diesem.Urteile steht das Krumbachers schroff gegenüber, welcher sagt, die Darstellung des 2. Kreuzzuges bei Kinnamos "mache den Eindruck, als beruhe sie auf archivalischen Studien" 5 ). Bemerkenswerterweise gibt Chalandon zu, daß Kinnamos die Instruktion des Palaiologos für Zu den Ausführungen K. Brandis in den Gött. gel. Anz. 1925, S. 111/8 hoffe ich an anderer Stelle ausführlich mich äußern zu können. 2 ) Über die Frage, ob Anna Komnena die kaiserlichen Archive benutzt hat, vgl. auch F. Chalandon, Essai sur le règne d'Alexis I. Comnène [1081/1118], Paris 1900, S. XII/XIV. 3 ) W. Wattenbach, D. Geschichtsquellen im Mittelalter II« (Berlin 1894), S. 179. 4 ) F. Chalandon, Jean Comnène [1118/43] et Manuel Comnène [1143/86], Paris 1912, S. XVI. 6 ) K. Krumbacher, Geschichte der byz. Litteratur 2 , München 1897, S. 280. ## VI Einleitung seine Reise nach Italien n. 1396 ff.) sowie gewisse Papstbriefe gekannt haben müsse. Unter den bei Kinnamos wiedergegebenen Briefe befindet sich, soviel ich sehe, kein einziger, der inhaltlich unglaubhaft oder nicht situationsgemäß wfire. Warum soll der yqau^taziyMg am Kaiserhofe und Begleiter des Kaisers auf vielen Kriegszügen die kaiserliche Korrespondenz nicht gekannt und für sein Geschichtswerk verwertet haben? Die Vermutung des Gegenteils liegt nahe. Natürlich wird niemand versuchen, die Form der von ihm überlieferten Schreiben als authentisch zu erweisen. Was uns der Schriftsteller -oder vielmehr sein Epitomator -bietet, sind kurze regestenartige, dabei aber außerordentlich lebendige, des langweiligen Kanzleistils entkleidete und häufig in ein sympathisch menschlich einfaches Gewand gekleidete Auszüge, welche uns den wesentlichen Inhalt der Originale aufs glücklichste vermitteln (vgl. auch Bern, zu n. 1360). Zum Schlüsse sei noch ein Schriftsteller erwähnt, wohl der einzige der hier benutzten, bei dem äußerstes Mißtrauen geboten ist: Benzo. Er ist ein Tendenzschriftsteller schärfster Prägung, einsamer Verteidiger kaiserlicher Interessen inmitten stärkster päpstlicher Opposition, und muß auch in den Urkundenstücken, welche er überliefert, mit größter Vorsicht genommen werden (vgl. n. 952. 953). Leider ist hier nicht der Platz auf eine Quellenkritik im einzelnen einzugehen. Die genannten Hauptbeispiele müssen genügen. Es ist aber, wie man ohne weiteres erkennt, von größter Wichtigkeit, über den Charakter und die Glaubwürdigkeit der in Frage kommenden Schriftsteller sich Klarheit zu verschaffen; wie weit die Urteile noch auseinandergehen, zeigen die angeführten Beispiele. Die rein historische Quellenkritik und die diplomatische Echtheitsuntersuchung werden sich zur Lösung dieser Probleme aufs vorteilhafteste gegenseitig stützen können.

Das Handbuch Sprache in der Geschichtestellt den bereits vorhandenen Darstellungen der Genese der lexikalischen, grammatischen und textlichen Teilsysteme des Deutschen keinen neuen Überblick an die Seite, sondern beleuchtet vielmehr die Rolle, die dem Sprechen und Schreiben in der Sprache Deutsch im Laufe der Sprachgeschichte zugeschrieben wurde. In dieser Perspektivewird die Geschichtlichkeit von Sprache mit all ihren Facetten aus dem überlieferten Sprachbewusstsein bzw. aus dem Gebrauchsspektrum der Sprache erschlossen.Das Handbuch besteht aus zwei konstituierenden Blöcken. Auf den ersten, allgemeinen, an den Gegenstandsbereichen der Sprachgeschichte orientierten Teil schließt sich ein zweiter, auf die verschiedenen Wissensdomänen (alltägliche Sinnwelt, institutionelle Sinnwelt, religiöse Sinnwelt, wissenschaftliche Sinnwelt und dichterische Sinnwelt) bezogener Teil an. Die Beiträge eröffnen in ihrer Gesamtheit eine neue Sicht auf die Geschichte der deutschen Sprache.

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