Regelkonflikte in der römischen Republik. Geltung und Gewichtung von Normen in politischen Entscheidungsprozessen
معرفی کتاب «Regelkonflikte in der römischen Republik. Geltung und Gewichtung von Normen in politischen Entscheidungsprozessen» نوشتهٔ Christoph Lundgreen، منتشرشده توسط نشر BWV Berliner Wissenschafts-Verlag. in Franz Steiner Verlag GmbH در سال 2011. این کتاب در 7 صفحه، فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Was passiert, wenn Normen im Widerspruch zueinander stehen? Christoph Lundgreen schlägt hier mit Hilfe eines theoriegeleiteten Ansatzes, der Regelkonzeptionen verschiedener Disziplinen berücksichtigt, eine neue Lesart des 'Staatsrechts' der römischen Republik vor. Er untersucht dabei Konfliktfälle aus den Bereichen Wahlen, Provinzvergabe, Sakralrecht und Triumphbewilligung; im Mittelpunkt steht die Gegenüberstellung von festen Regeln und weichen Prinzipien, deren Zusammenspiel ein Schlüssel für die Rekonstruktion römischer Normen ist. Gerade abzuwägende Prinzipien bieten eine Möglichkeit, die Flexibilität in der Sache ohne politische Willkür oder Devianz zu erklären und damit auch zu würdigen. Dies gilt zumindest für die Schiedsrichterrolle des Senats, bis dann zu Beginn des 2. Jahrhunderts v. Chr. im Zuge einer Neukonstituierung der Elite nach den Verlusten von Cannae eine Verregelung der Normen und damit eine Normenverhärtung eintritt. InhaltsverzeichnIs Dank 1 Einleitung 1.1 Fragestellung 1.2 Forschungsstand 1.3 Vorgehen und Aufbau der Arbeit Erster Teil – Was sind Regelkonflikte? 2 Theoretische Vorbemerkungen 2.1 Regeln und Normen als Handlungsanleitungen und soziale Konstruktionen Begrifflichkeit Regeln als Handlungsanleitungen Regeln als soziale Konstruktionen „Regelfolge:“ Erziehung und Konsens Regeln und Devianz 2.2 Hierarchien von Normen H.L.A. Hart R.M. Unger 2.3 Regeln und Prinzipien Zweiter Teil ... Regelkonflikte in Rom: Vier Fallklassen 3 Regelkonflikte bei Wahlen 3.1 Einleitung 3.2 Eine Skizze von Ämterstruktur und Wahlverfassung 3.3 Ein chronologischer Durchgang 3.4 Systematische Untersuchung 3.4.1 Die Qualifikation der Kandidaten a) Das Alter der Kandidaten b) Das vorausgegangene Amt c) Kontinuation und Iteration α) Konsuln β) volkstribune d) Besondere Eigenschaften der Kandidaten α) patrizisch/plebejisch β) unwürdig für ein amt e) Anwesenheit in Rom (für Wahl und Bewerbung) 3.4.2 Die Kompetenz des Wahlleiters a) Die Bevorzugung von Kandidaten b) Die Verhinderung von Kandidaten 3.5 Wahlen im Spannungsfeld von Regeln und Prinzipien 3.6 Zusammenfassung 4 Regelkonflikte bei der Provinzvergabe und sortitio 4.1 Losungen in Rom 4.2 Ein chronologischer Durchgang 4.3 Systematische Untersuchung 4.3.1 sortitio als Verfahren: (k)ein Schema von Norm und Abweichung? 4.3.2 sortitio als Ergebnis: Änderung nach einer Losung 4.3.3 Was bedeutet eine Losung? 4.3.4 Muster und Strukturen 4.4 Zusammenfassung 5 Regelkonflikte und Sakralrecht 5.1 Einleitung 5.2 Religiöse Spezialisten in Rom 5.3 Regelkonflikte und Auguren 5.3.1 Ein chronologischer Durchgang 5.3.2 Systematische Untersuchung 5.4 Regelkonflikte und pontifices 5.4.1 Ein chronologischer Durchgang 5.4.2 Systematische Untersuchung a) Konflikte der Institutionen b) Personen und Kontext c) Regelungen für die flamines und den pontifex maximus 5.5 Zusammenfassung 6 Regelkonflikte bei der Triumphvergabe 6.1 Einleitung 6.2 Der römische Triumph 6.2.1 Ablauf einer pompa triumphalis 6.2.2 Triumphvergabe im Spiegel der Forschung 6.2.3 Quellenlage 6.3 Ein chronologischer Durchgang 6.4 Systematische Untersuchung 6.4.1 Ein zweistufiges Verfahren? – Die Rolle der Volksversammlung 6.4.2 Kriterien in den Senatsdebatten 6.4.3 Eine Gewichtung der Kriterien 6.5 Regeln, Willkür oder Prinzipien? 6.5.1 Valerius Maximus und (s)ein ius triumphandi (1) quinque milia hostes (Val. Max. 2,8,1) (2) imperium auspiciumque (Val. Max. 2,8,2) (3) der verbotene Verzicht (Val. Max. 2,8,3) (4) Eroberung – pro aucto imperio (Val. Max. 2,8,4) (5) nemo sine magistratu (Val. Max. 2,8,5) (6) cena triumphalis (Val. Max. 2,8,6) (7) bellum civile (Val. Max. 2,8,7) Zwischenfazit 6.5.2 regeln und Prinzipien – ein neuer ansatz 6.6 Abweichungen 6.6.1 Sonderfälle a) L. Furius Purpureo 200 b) Pompeius 81 6.6.2 Der Triumph gegen alle Regeln und Widerstände a) Postumius 294 b) Ap. Claudius 143 c) Pomptinus 54 [?] 6.6.3 Ein möglicher Verzicht 6.6.4 Triumphe außerhalb Roms a) Der triumphus in monte Albano b) Albucius 107 6.6.5 Ungültige Triumphe? 6.7 Der historische Kontext 6.8 Zusammenfassung Dritter Teil – Normen in Rom 7 Normen in Rom: Hierarchien und Geltungssphären 7.1 Kriterien-bezogene und Institutionen-bezogene Normen 7.2 Eine Metaregel in der römischen Republik 7.3 Argumente statt Regeln: die Rolle von exempla 7.4 Rom als Konsenssystem 8 Regelkonflikte und historischer Kontext 8.1 Eine Kernzeit zwischen 200 und 180 8.2 Von Stabilität durch Flexibilität zur Normverhärtung 9 Zusammenfassung Resume Abstract Anhang Die untersuchten Konflikte – eine Übersicht Literaturverzeichnis Abkürzungen Quellenregister Namensregister Sachregister
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