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Rationale Schiiten: Ismailitische Weltsichten Nach Einer Postkolonialen Lekture Von Max Webers Rationalismusbegriff (Religionsgeschichtliche Versuche Und Vorarbeiten) (German Edition)

معرفی کتاب «Rationale Schiiten: Ismailitische Weltsichten Nach Einer Postkolonialen Lekture Von Max Webers Rationalismusbegriff (Religionsgeschichtliche Versuche Und Vorarbeiten) (German Edition)» نوشتهٔ Markus Wachowski، منتشرشده توسط نشر Saur در سال 2012. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Der Rationalismus ist ein zentraler Pfeiler des modernen okzidentalen Selbstverständnisses. Der Begriff ist aber, wie eine postkoloniale Lektüre des Begriffs in Max Webers religionsvergleichenden Studien zeigt, ebenso ein Instrument zur Hierarchisierung und Essentialisierung im interreligiösen und interkulturellen Vergleich. Dabei wendet sich der Rationalismusbegriff nicht nur in Gestalt des Orientalismus gegen den „irrationalen“ Islam, sondern als dessen spiegelbildliche Rückseite bestimmt er ebenso die idealisierte Selbstdarstellung des Westens als Okzidentalismus und marginalisiert dabei dessen Irrationalität. Um diese Polarität im Religionsvergleich zu überwinden, werden die rationalen wie irrationalen Anteile schiitischer Theologie hinsichtlich ihrer Funktion zur Konstruktion einer sinnhaften Weltsicht in Beziehung gesetzt. In drei Stadien der ismailitischen Geschichte wird das Verhältnis von sozio-politischer Lebenswelt der Gemeinschaft und zentralen Konzepten der Theologie untersucht. In der Analyse von Imamatslehre, Kosmogonie und Eschatologie vor, während und nach dem Fatimidenreich offenbart sich die Dynamik von Rationalität und Irrationalität religiöser Weltbilder jenseits hegemonialer Imaginationen und hierarchisierender Vergleiche. Einleitung 9 1. Max Weber und der Islam 16 1.1. Gegenstand und methodischer Zugang 16 1.2. Orientalismus: der Islam als defizitäre Religion 22 1.3. Okzidentalismus: „Warum nur hier?“ – Protestantismus als das Maß der Dinge 32 2. Der Rationalismusbegriff als Schlüssel zu Max Webers Religionssoziologie 40 2.1. Die Entdeckung des Rationalismus: ein chronologischer und systematischer Blick auf Webers Religionsgeschichte 41 2.2. Der Rationalismus in der Religionsentwicklung 46 2.2.1. Der Ursprung der Rationalisierung 47 2.2.2. Die Wirkweise der Rationalität in der Religion 51 2.2.3. Begriffliche Ambivalenzen einer ,Entwicklungsrichtung von universeller Bedeutung‘ 56 2.3. Die Zwischenbetrachtung: „Ein Beitrag zur Typologie und Soziologie des Rationalismus selbst“? 62 3. Eine postkoloniale Lektüre des Rationalismusbegriffs 72 3.1. Zwei Perspektiven auf das Begriffspaar rational – irrational 72 3.2. Die polarisierend exkludierende Position 76 3.2.1. Der sinnvolle Kosmos bürgerlicher Erlösungsreligiosität 77 3.2.2. Askese und Mystik 80 3.3. Wechselseitige Komplementarität in der Weltsichtanalyse 86 3.3.1. Sinnzuweisungssystem I: Kulturwissenschaft 90 3.3.2. Sinnzuweisungssystem II: Religion 92 3.3.3. Sinnzuweisungssystem III: Max Webers Wert- und Zwecktheorie 98 4. Von der Kritik zur Konstruktion 100 4.1. Zur kritischen Reflexivität der methodologischen Grundlagen 100 4.1.1. Postkoloniale Islambilder 101 4.1.2. Der Idealtypus als Werkzeug historischer Darstellung 104 4.1.3. Zur Terminologie einer religionssystematischen Untersuchung der Ismā‛īlīya 106 4.1.3.1. Religionshistorische Zugänge für die Ismā‛īlīya 106 4.1.3.2. Esoterik 109 4.1.3.3. Neuplatonismus 112 4.1.3.4. Gnosis 113 4.2. Rationale Esoteriker: die schiitische Ismā‛īlīya 117 4.2.1. Gestalten der Rationalität: zur Verortung und Beschreibung der Inkohärenz von Empirie und Sinnzuschreibung 119 4.2.2. Die Ismā‛īlīya: ein historischer Abriss 123 4.2.3. Ismā‛īlitische Rationalitäten 130 4.2.4. Der sinnvolle Kosmos der Ismā‛īlīya in geschichtlicher Perspektive 135 5. Die präfatimidische Epoche 138 5.1. Soziopolitische Situation 139 5.1.1. Anfänge des Schiitentums und erste Deprivationserfahrung 139 5.1.2. Anfänge der Ismā‛īlīya 143 5.2. Die al-‛Ālim wa’l-ġulām und ihr Autor 147 5.2.1. Ǧa‛far ibn Manṣūr al-Yaman 147 5.2.1.1. Leben des Autors in seiner Zeit 147 5.2.1.2. Schriften des Autors 150 5.2.2. Die Schrift aal-‛Ālim wa’l-ġulām 152 5.2.2.1. Inhaltsangabe 152 5.2.2.2. Zur neueren Rezeption des Textes 154 5.3. Theologischer Gehalt 158 5.3.1. Kosmogonie 160 5.3.1.1. Die Kosmogonie im Kitāb al-‛ālim wa’l-ġulām 160 5.3.1.2. Zu Originalität und Kontext der frühismā‛īlitischen Kosmogonie 162 5.3.1.3. Hybris und Gnosis in der Kosmogonie des Kitāb al-‛ālim wa’l-ġulām 165 5.3.2. Ismā‛īlitische Imamatslehre 168 5.3.2.1. Zur ismā‛īlitische Imamatslehre 169 5.3.2.2. Imamatslehre und Kosmologie im Kitāb al-‛ālim wa’l-ġulām 171 5.3.2.3. Terminologie und Systematik der Imamatslehre 172 5.3.2.4. Imamatslehre und Eschatologie 174 5.4. Zur Wechselwirkung von Politik und Theologie 176 5.4.1. Zur Struktur einer schiitischen Oppositionsbewegung 176 5.4.2. Frühe Ismā‛īlīya als „esoterische Erlösungsreligion“? 179 6. Die fatimidische Epoche 183 6.1. Das Imamat des ‛Abdallāh al-Mahdi 187 6.1.1. Die genealogische Neuerung und der Abfall der Qarmaten 187 6.1.2. Flucht aus Salamya und die Eroberung Nordafrikas 190 6.1.3. Da‘wa und Daula: Hindernisse bei der Errichtung des Reiches 192 6.1.4. Die Erweiterung der Heptadenfolge 197 6.2. Das Imamat des al-Mu‛izz li-Dīn Allāh 199 6.2.1. Die äußere Gestalt der Reichswerdung 199 6.2.1.1. Geschichtlicher Überblick 200 6.2.1.2. Da‘wa und Daula: die Institutionalisierung des Reichs als Recht und höfisches Ritual 202 6.2.2. Der Fatimiden-Kalif al-Mu‛izz li-Dīn Allāh und der iranische Neuplatonismus 207 6.2.2.1. Die Begegnung von alter Mythologie und neuer Philosophie 208 6.2.2.2. Ismā‛īlitische Kosmogonie und Imamatslehre im neuplatonischen Gewand 211 6.3. Das Imamat des al-Ḥākim bi-Amr Allāh 218 6.3.1. Der Imam al-Ḥākim bi-Amr Allāh 219 6.3.2. Ḥamīd al-Dīn al-Kirmānī 222 6.4. Zur Wechselwirkung von Politik und Theologie 226 6.4.1. Zur Dynamik eines messianischen Reiches 227 6.4.2. Die Hierarchie einer elitären Massenreligion 230 7. Die postfatimidische Epoche 234 7.1. Vom Niedergang ismā‛īlitischer Herrschaft 236 7.1.1. Die Ṣulaiḥiden im Jemen (1047–1138) 236 7.1.2. Die Geschichte der jemenitischen Ṭayyibīya nach dem Ende der Ṣulaiḥiden 244 7.1.3. Die Lehre der jemenitischen Ṭayyibīya nach dem Ende der Ṣulaiḥiden 247 7.2. Idrīs ‛Imād al-Dīn 252 7.2.1. Idrīs ‛Imād al-Dīn: Leben und Werk 252 7.2.2. Al-Kitāb zahr al-ma‛ānī 254 7.2.2.1. Inhalt des Kitāb zahr al-ma‛ānī 255 7.2.2.2. Kosmogonie 256 7.2.2.3. Imamatslehre: Kosmologie und Eschatologie 259 7.3. Zur Wechselwirkung von Politik und Theologie 262 7.3.1. Wenn der Mahdī scheitert 263 7.3.2. Die Weltverneinung deprivierter Intellektueller 269 8. Postkoloniale Rationalismen 273 8.1. Die Religionsgeschichte der Ismā‛īlīya im Prisma des postkolonialen Rationalismusbegriffs 273 8.1.1. Die komplementäre Rationalität der Erlösungsidee 273 8.1.2. Die komplementäre Rationalität der Ausdifferenzierung 276 8.1.3. Die komplementäre Rationalität der Gnosis 279 8.2. Ein orientaler Sonderweg? 282 8.3. Zusammenfassung 285 Literaturverzeichnis 293 Index 307 Rationalism is a cornerstone of the modern Occident's conception of itself. However, as shown by the post-colonial reading of the term found in Max Weber's comparative studies of religion, the concept of rationalism is also an instrument for hierarchization and essentialization when religions and cultures are placed in comparison. Rationalism is by no means the privilege of modern Western civilization, as shown by this study on the theological history of Ismailism. The study's decolonized perspective concerning the rationality of religious conceptions of the world furnishes a new approach for the historical comparison of religions. Markus Wachowski, Berlin "Rationalism is a cornerstone of the modern Occident's conception of itself. However, as shown by the post-colonial reading of the term found in Max Weber's comparative studies of religion, the concept of rationalism is also an instrument for hierarchization and essentialization when religions and cultures are placed in comparison. Rationalism is by no means the privilege of modern Western civilization, as shown by this study on the theological history of Ismailism. The study's decolonized perspective concerning the rationality of religious conceptions of the world furnishes a new approach for the historical comparison of religions."--Publisher's website
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