معرفی کتاب «Prozesse sprachlicher Verstärkung : Typen formaler Resegmentierung und semantischer Remotivierung» نوشتهٔ Harnisch, Rüdiger (editor)، منتشرشده توسط نشر Saur در سال 2010. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Processes in which linguistic entities are "weakened" formally and in their meaning (e.g. __Kien-Föhre__ > __Kiefer__) have been well researched, but "strengthening processes" (e.g. Caribbean __hamaca__ > folk-etymological explanation __Hänge-matte__) in which linguistic entities are first created have hardly been researched at all. The intention of this volume is to fill this gap by exploring both normal folk-etymologies and more subtle ones. The examples presented include: the interpretation in children's language of __heiser__ as the comparative form of __heis__ - i.e. __heis-er__, the literal interpretation of expressions (e.g. __Gastarbeiter__ [guest workers] is considered wrong, because guests and work are mutually exclusive) and the attribution of meanings derived from world knowledge to words, which are not contained in the words' literal meaning (see the choices of Germany's annual "Unwort" competition for the "un-word" or "No-No Word of the Year"). Pleonasms (such as __Hai-Fisch__ instead of just __Hai__) round off the thematic spectrum. Frontmatter Inhalt Zu einer Typologie sprachlicher Verstärkungsprozesse Sekretion und Exaptation als Mechanismen in der Wortbildung und Grammatik „Exaptation“ in der Sprachwandeltheorie. Eine Begriffspräzisierung „... es müsse sich dabei doch auch was denken lassen.“ Remotivationstendenzen ... und aus der Isar steiget der weiße Neger Wumbaba. Lautgestaltprägende Elemente bei der Schöpfung von Mondegreens Wortkreuzung und Sekretion neuer Konfixe Von Schreiner zu Schreinert oder: Auf dem Wege zu einem onymischen Suffix? Der -ert-Ausgang als Ergebniseines onymischen Verstärkungsprozesses Ein Index will nach oben, oder: Ein Weg zur Grammatikalisierung innerhalb der Wortgrenzen Zum Verhältnis von Verstärkungsprozessen und Grammatikalisierung De-Idiomatisierung und Neu-Idiomatisierung als spannende Sprachstrategien Entwicklungsländer, Gastarbeiter, Schwangerschaftsunterbrechung. Formen und Funktionen semantischer Remotivierungen im öffentlich-politischen Sprachgebrauch Sprachliche Verstärkungen in öffentlicher Sprachkritik. Erfahrungen und Perspektiven am Beispiel der Wahl von „Unwörtern des Jahres“ Wörter im Brennpunkt. Die Aktionen „Wort des Jahres“ und „Unwort des Jahres“ als Mittel der Fokussierung öffentlicher Diskurse Analogie und die Verbreitung der verbalen Kongruenz bei Imperativen, Konjunktionen und Antwortpartikeln Von Bilchmäusen und Entwicklungsprozessen. Zum Verstärkungsmotiv in der deutschen Wortbildung Die semantische und die grammatische Sekretion am Beispiel der Komparativpositive Delokutiver Bedeutungswandel und delokutive Derivation Backmatter
Als „Prozesse sprachlicher Verstärkung“ werden Reanalyse-Vorgänge behandelt, bei denen sprachliche Einheiten auf der Skala der Konstruktionsebenen ‒ Phonologie, Morphologie, Lexik ‒ aufsteigen („Degrammatikalisierung“) und sich von synthetisch-intransparenten zu analytisch-transparanten Gebilden entwickeln („Delexikalisierung“) ‒ Prozesse also, die der „Grammatikalisierung“ und „Lexikalisierung“ entgegengerichtet sind.
Ein erster Themenblock versammelt unter dem Motto „Form sucht Bedeutung“ Beiträge zur semantischen Verstärkung formaler Substanz: zu Volksetymologie, Affix- und Index-Reanalyse, Mondegreens, De-Idiomatisierung und semantischer Aufladung sprachlicher Zeichen aus ihren Gebrauchsbedingungen (Re-Kontextualisierung).
In einem zweiten Block sind unter dem Motto „Bedeutung sucht Form“ Prozesse thematisiert, bei denen eine semantische Verstärkung eine formale nach sich zieht: semantische Sekretion (pleonastische Konstruktionen) und delokutive Derivation.
Das im Einleitungsbeitrag skizzierte typologische Modell differenziert zusätzlich in zeichengebundene und gebrauchsgebundene Verstärkungsprozesse: morphologische Sekretion, De-Idiomatisierung und semantische Sekretion einerseits, Re-Kontextualisierung anderseits.
Als „Prozesse sprachlicher Verstärkung" werden Reanalyse-Vorgänge behandelt, bei denen sprachliche Einheiten auf der Skala der Konstruktionsebenen ‒ Phonologie, Morphologie, Lexik ‒ aufsteigen („Degrammatikalisierung") und sich von synthetisch-intransparenten zu analytisch-transparanten Gebilden entwickeln („Delexikalisierung") ‒ Prozesse also, die der „Grammatikalisierung" und „Lexikalisierung" entgegengerichtet sind. Ein erster Themenblock versammelt unter dem Motto „Form sucht Bedeutung" Beiträge zur semantischen Verstärkung formaler Substanz: zu Volksetymologie, Affix- und Index-Reanalyse, Mondegreens, De-Idiomatisierung und semantischer Aufladung sprachlicher Zeichen aus ihren Gebrauchsbedingungen (Re-Kontextualisierung). In einem zweiten Block sind unter dem Motto „Bedeutung sucht Form" Prozesse thematisiert, bei denen eine semantische Verstärkung eine formale nach sich zieht: semantische Sekretion (pleonastische Konstruktionen) und delokutive Derivation. Das im Einleitungsbeitrag skizzierte typologische Modell differenziert zusätzlich in zeichengebundene und gebrauchsgebundene Verstärkungsprozesse: morphologische Sekretion, De-Idiomatisierung und semantische Sekretion einerseits, Re-Kontextualisierung anderseits. Ein Index will nach oben, oder: Ein Weg zur Grammatikalisierung innerhalb der WortgrenzenZum Verha ltnis von Versta rkungsprozessen und Grammatikalisierung; De-Idiomatisierung und Neu-Idiomatisierung als spannende Sprachstrategien; Entwicklungsla nder, Gastarbeiter, Schwangerschaftsunterbrechung. Formen und Funktionen semantischer Remotivierungen im o ffentlich-politischen Sprachgebrauch; Sprachliche Versta rkung Biographical note: Rüdiger Harnisch, Universität Passau