Potestates und ministerium publicum: Eine Studie zur Amtstheologie im Mittelalter und bei Martin Luther. Habilitationsschrift
معرفی کتاب «Potestates und ministerium publicum: Eine Studie zur Amtstheologie im Mittelalter und bei Martin Luther. Habilitationsschrift» نوشتهٔ Christopher Voigt-Goy Voigt-Goy، منتشرشده توسط نشر Mohr Siebeck GmbH & Co. KG در سال 2014. این کتاب در 2 صفحه، فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
In dieser Studie widmet sich Christopher Voigt-Goy der Problemgeschichte der Vorstellung vom 'kirchlichen Amt'. Zunächst verfolgt er die von der Kirchenrechtssammlung Gratians angestoßene Entwicklung bis zu Gabriel Biel. Als Leitlinie der Rekonstruktion dienen hierbei die unterschiedlichen Deutungen des Begriffs der Amtsgewalt bzw. der Amtsgewalten (potestates). Dann untersucht er Martin Luthers Umgang mit den für die mittelalterliche Amtsvorstellung zentralen Begriffen und Kategorien. Bereits von seinen frühen Vorlesungen an zeigte Luther einen eigenwilligen Zugriff auf den ihm überkommenen Problemhorizont mittelalterlicher Amtstheologie. Der konsequent daraus erwachsende 'spiritualisierende Zuschnitt' von Luthers Amts- und Kirchenvorstellung wurde erst 1523 durch die Vorstellung des öffentlichen (Predigt-)Amts (ministerium publicum) abgelöst, wodurch Luther seine Amts- und Kirchenlehre in festere institutionelle Bahnen lenkte. Cover Titel Vorwort Inhaltsverzeichnis Einleitung I. Konzeptionen des kirchlichen Amts im Mittelalter: Problemgeschichtliche Perspektiven 1. Decretum Gratiani: Das Amt im Einflussbereich des Kirchenrechts 1.1. Die Konzeption der Amtsstellung 1.2. Die Konzeption der parochialen Amtsausübung 1.3. Amt und potestas: Der allmähliche Aufstieg eines Problems 2. Thomas von Aquin: Das Amt im Einflussbereich der Mendikanten 2.1. Sakramentaler Kirchenzweck und Weihegewalt 2.2. Jurisdiktionsgewalt und heilsfördernde Kirchenleitung 2.3. Amt und potestates: Zur Gewichtung des Gewaltenverhältnisses 3. Johannes Gerson: Das Amt im Umfeld des Konziliarismus 3.1. Die Struktur der Kirchengewalt 3.2. Die Institutionalisierung der Kirchengewalt 3.3. Die Verteilung der institutionalisierten Kirchengewalt 3.4. potestas und ordo: Stabilisierungsversuche 4. Gabriel Biel: Das Amt im Umfeld spätmittelalterlicher Reformtheologie 4.1. Die Vielfalt der Amtsgewalten 4.2. Sacerdos in persona ecclesiae 4.3. Das ‚Amt‘ zwischen Eigengesetzlichkeit und institutioneller Bindung II. Umbruch und Neuorientierung: Martin Luthers Amtskonzeption 1513–1523 1. Die Auseinandersetzung Luthers mit dem ‚kirchlichen Amt‘ bis 1520 1.1. Die frühen Vorlesungen 1.2. Von der Ablasskritik bis zur Leipziger Disputation 1.3. opus des Gläubigen und potestas des Priesters 2. Das ‚Priestertum aller Gläubigen‘ (1520–1523) 2.1. Erste Entfaltungen bis 1522 2.2. Praktische Gemeindeordnung: ministerium publicum verbi (1522/23) III. potestates und ministerium publicum: Zusammenfassende Perspektiven Literaturverzeichnis 1. Quellen 2. Sonstige Literatur Stellenregister Personenregister Sachregister In this study, Christopher Voigt-Goy first deals with the history of the problem of the concept of an ecclesiastical office in the Middle Ages, ranging from the Decretum Gratiana to Gabriel Biel. The varying interpretations of the concept of the powers of an ecclesiastical office (potestates) serve as a guideline for his reconstruction. He then studies the way in which Martin Luther used the traditional concepts and categories. Even in his early lectures Luther demonstrated an unconventional approach to the problem of medieval clerical theology. The »spiritualizing nature« of Luther's concept of the ecclesiastical office and the church which emerged from this was not superseded by the public office (of preaching) until 1523, when Luther set his teachings on the office and the church on a steadier institutional course
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