Post-Physikalismus
معرفی کتاب «Post-Physikalismus» نوشتهٔ Marcus Knaup (Hrsg.); Patrick Spät (Hrsg.); Tobias Müller (Hrsg.)، منتشرشده توسط نشر VERLAG KARL ALBER در سال 2014. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است. «Post-Physikalismus» در دستهٔ بدون دستهبندی قرار دارد.
Die Naturwissenschaften haben unser Weltbild nachhaltig geprägt. Der enorme Erfolg dieser Wissenschaften führte aber gleichzeitig in Form des Physikalismus zu einer Verabsolutierung dieses Weltzugangs, die auch in der Philosophie weit verbreitet ist. Der Physikalismus unterstellt, dass die Naturwissenschaften und insbesondere die Physik alles über die Wirklichkeit sagen, was es zu sagen gibt. Alles muss direkt oder indirekt auf die Physik zurückgeführt werden können. Auf den ersten Blick ist eine physikalistische Weltanschauung verlockend, denn schließlich stellt sie eine Theorie in Aussicht, die alle Phänomene auf basale naturwissenschaftliche Entitäten und Zusammenhänge reduzieren will. Doch bei genauerer Analyse ergeben sich große Schwierigkeiten: Es gibt offenbar Phänomene und Bereiche, die sich einer solchen Reduktion hartnäckig und prinzipiell widersetzen. Der vorliegende Band versammelt Beiträge, die zu klären versuchen, ob sich der Physikalismus überhaupt methodisch rechtfertigen lässt, welche Voraussetzungen er macht, welche Grenzen der Erklärungskraft ihm prinzipiell gesetzt sind und welche Alternativen es zu diesem Weltbild gibt. Damit wird erstmalig im deutschen Sprachraum ein Ausblick in eine post-physikalistische Ära geworfen, wobei verschiedene Perspektiven gebündelt, vertieft und weiterentwickelt werden. Mit Originalbeiträgen von Peter beim Graben, Gustav Bernroider, Godehard Brüntrup, Thomas Fuchs, Vittorio Hösle, Regine Kather, Marcus Knaup, Spyridon Koutroufinis, Uwe Meixner, Tobias Müller, Josef Quitterer, Hartmann Römer, Patrick Spät und Franz von Kutschera und mit einem Geleitwort von Robert Spaemann. Inhalt Vorwort Robert Spaemann: Geleitwort Einleitung Literatur I. Ist alles physikalisierbar? Die Grenzen des physikalischen Weltbildes Uwe Meixner: Das Elend des Physikalismus in der Philosophie des Geistes Literatur Regine Kather: Sinn im Sinnlichen – oder: Wie weit ist das Physische physikalisierbar? 1. Grundzüge der naturwissenschaftlichen Methode 2. ›Der Mensch wird erst am Du zum Ich‹. Anthropologische Voraussetzung naturwissenschaftlicher Forschung 3. Partizipation an der Natur als einer Vielfalt von Ausdrucksgestalten Literatur Hartmann Römer: Verschränkung Einführung 1. Verschränkung in der Quantenmechanik 2. Kausale und nicht kausale Korrelationen 3. Mögliche Beispiele für Verschränkung a) Gegenübertragung b) Synchronistische Erscheinungen c) Homöopathie d) Soziologie e) Geistesgeschichte f) Evolution und Phylogenese g) Erkenntnis und Messprozess h) Emergenz der Zeit i) Ästhetik a) Objektästhetik b) Wirkungsästhetik j) Ethik 4. Nachwort Literatur Peter beim Graben: Naphtas Visionen. Perspektivität in der Naturwissenschaft 1. Auf dem Zauberberg 2. Perspektivität in der Naturwissenschaft 2.1 Relativität 2.2 Komplementarität 2.3 Kontextualität 3. Intentionalität in der Naturwissenschaft Literatur II. Der Physikalismus und die gegenwärtige Geist-Gehirn-Debatte Thomas Fuchs: Lebendiger Geist Der Geist-Körper-Dualismus und das Lebendige Verkörperte Subjektivität 1. Interaktion von Gehirn und Körper 2. Interaktion von Gehirn, Körper und Umwelt 3. Personale Interaktion Resümee Literatur Tobias Müller: Zum Problem der Physikalisierung des Bewusstseins. Was der Physikalismus nicht erklären kann 1. Einleitung 2. Neuere Entwicklungen im Physikalismus 3. Argumente gegen den Physikalismus 3.1 Argumente gegen die physikalistische Identitätsthese 3.2 Funktionalismus als Physikalismus 3.3 Gregg Rosenbergs Argument der zellulären Automaten in der Life World 4. Was bedeutet die Kritik für den Physikalismus? 5. Zusammenfassung Literatur Marcus Knaup: Jenseits von Physikalismus und Dualismus! Vorbemerkung: Worum geht es? 1. Auf der Suche nach wohltuenden Zwischenklängen im Konzert der Physikalisten und Dualisten: Was eine Zwischenposition leisten muss 2. De Anima: Was uns Aristoteles über Leib und Seele zu sagen hat 3. In den Spuren von Aristoteles: Der Hylemorphismus als Gegenvorschlag zu Physikalismus und Dualismus Literatur Aristoteles: Weitere: Josef Quitterer: Was leistet der Seelenbegriff zur Überwindung physikalistischer Deutungen personaler Identität? Physikalistische Versionen personaler Identität Postphysikalistische Deutungen personaler Identität Der Beitrag des Seelenbegriffs zur adäquaten Rekonstruktion personaler Identität Literatur Franz von Kutschera: Das Leibniz-Gesetz 1. Inhalt und Bedeutung des Materialismus 2. Der unsichtbare Geist in der Maschine 3. Das Humesche Gesetz 4. Der inhaltliche Grund für die Geltung des Leibniz-Gesetzes 5. Die Bedeutung des Leibniz-Gesetzes 6. Abhängigkeit, Identität und Supervenienz Literatur Gustav Bernroider: Über die intrinsischen Eigenschaften physikalischer Systeme und die Grenzen des Neuralismus 1. Einleitung 2. Wirklichkeit und Physik Projektion, Inversion und Emanzipation von subjektiver Erfahrung Wirklichkeit und Wissen Die Idealisierungen der Physik 3. Gehirn und Erfahrung Das Problem physikalischer Korrelate zu phänomenologischen Größen Wissen und Erfahrung 4. Intrinsische Eigenschaften und Bewusstsein Die Physik des Gehirns ist ein Zeuge der Wirklichkeit Korrespondenz und Kontinuität Aufbau-Prinzipien und Bewusstsein Das Besondere im Gehirn Literatur III. Physikalismus, Natur und Ethik Vittorio Hösle: Weshalb teleologische Prinzipien eine Notwendigkeit der Vernunft sind. I. II. III. Literatur Spyridon A. Koutroufinis: Die innere Seite des Organismus – zur Idee des Panprotopsychismus 1. Zum Panprotopsychismus 2. Gründe, dem Panprotopsychismus eine Chance zu geben 3. Zum evolutionären Panprotopsychismus – die enorme Kraft der Schönheit und der kleinen Absichten 4. Ausblick – Zur Synthese von Emergentismus und Panprotopsychismus 5. Zusammenfassung Literatur Godehard Brüntrup: Physikalismus und evolutionäre Erklärungen 1. Physikalismus und Naturalismus 2. Die Frage nach der intrinsischen Natur des Physischen 3. Modell und Wirklichkeit 4. Mechanismen des Neodarwinismus 5. Die kausale Rolle biologischer Individuen 6. Physikalismus und Evolutionsbegriff 7. Intentionalität und evolutionäre Erklärungen Literatur Patrick Spät: Zur Würde des Lebendigen 1. Kurze Vorbemerkung zur physikalistischen Wissenschaftsgläubigkeit 2. »Alles Leben macht Anspruch auf Leben« 3. Zwecke in der Natur 4. Von Zwecken zu Werten 5. Zur Würde des Lebendigen Literatur Autorenverzeichnis
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