Post-Panslavismus : Slavizität, Slavische Idee und Antislavismus im 20. und 21. Jahrhundert
معرفی کتاب «Post-Panslavismus : Slavizität, Slavische Idee und Antislavismus im 20. und 21. Jahrhundert» نوشتهٔ Agnieszka Gąsior, Lars Karl, Stefan Troebst (eds)، منتشرشده توسط نشر Konstanz University Press. in Wallstein-Verlag GmbH Verlag und Werbung در سال 2014. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Die Vorstellung einer Zusammengehörigkeit aller Slavischsprachigen war nicht nur im 19. Jahrhundert wirkungsmächtig, sondern hält bis heute an. Sie blieb ein produktiver Mythos in Kunst, Musik und Literatur. Als transnationales Identifikationsmuster hatte dieses Phänomen auch im kurzen 20. Jahrhundert Konjunktur. Das Interesse der Autorinnen und Autoren des vorliegenden Bandes richtet sich auf unterschiedliche Formen der Identitätsbildung, die sich auf eine Slavische Idee bezogen. In den Blick genommen werden dabei nationale und internationale Diskurse, aber auch kritische Reaktionen, die sich gegen die Idee des Panslavismus bewusst abgrenzten, so etwa in Griechenland oder Italien. Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 Wissenschaftshistorischer Prolog Stefan Troebst Post-Panslavism? Political Connotations of Slavicness in 21st Century Europe . . . . . . . . . . . . . . . . . 17 David Williams Notes in/from the Margin. Slavic and East European Studies in the Anglo-American Academy . . . . . . . . . . . . . . 22 Ideologien des Slavischen Stefan Troebst Schwanengesang gesamtslavischer »Einheit und Brüderlichkeit«. Der Slavenkongress in Belgrad 1946 . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43 Alexander Maxwell The Legacy of Slavic Reciprocity in the First Czechoslovak Republic . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 69 Jan Claas Behrends Stalins slavischer Volkskrieg. Mobilisierung und Propaganda zwischen Weltkrieg und Kaltem Krieg (1941-1949) . . . . . . . . . . 79 Jovo Bakić ́ Der Jugoslawismus Josip Broz Titos. Kontinuität oder Diskontinuität? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 109 Konstantin Nikiforov Russland und die Slavische Idee heute. Moskauer Perspektiven . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 127 Identitätskonzepte und (Selbst-)Verortungsstrategien Agnieszka Gąsior Slaventum und Staatspropaganda. Zofia Stryjeńskas Kunst in der Repräsentation der Zweiten Polnischen Republik . . . . . . . 139 Jenny Alwart Der Eurovision Song Contest 2005 in der Ukraine. Vorstellungen über das »Slavische« und den »Osten« in deutschen Tageszeitungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 160 Irina Sirotkina The Sokol Movement in Russia. History and Contemporary Revival . . . . . . . . . . . . . . . . . . 178 Lars Karl »Kosaken – das sind Russen, nur besser!« Identitätskonzepte der russländischen Kosakenbewegung zwischen Slaventum, Nation und Imperium . . . . . . . . . . . . . 194 Susanne Spahn Warum die ostslavische Gemeinschaft der Russen, Belarussen und Ukrainer gescheitert ist . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 258 Mythologeme des Slavischen Jolanta Sujecka Makedonien zwischen Slavischer Idee und Balkanföderation. Zentrale Begriffe und Topoi aus der Formierungsphase der makedonischen Nationalbewegung . . . . . . . . . . . . . . . . . 277 Tanja Zimmermann Die Schlacht auf dem Amselfeld im Spiegel der internationalen Politik. Permutationen eines panslavistischen Mythos vom 19. bis ins 21. Jahrhundert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 289 Andriy Portnov Die Herkunft der Rus’ in der russischen, ukrainischen und sowjetischen Historiografie. Variationen des Panslavismus am Beispiel der Theorien von Volodymyr Parchomenko . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 306 Rüdiger Ritter Nationalismus, Panslavismus oder Kultur der Region? Die Konstruktion nationaler Musikkulturen am Beispiel Polens, Litauens und Weißrusslands . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 333 Perzeptionen des Slavischen Ruža Fotiadis Christenbrüder und Türkenfreunde. Griechisch-serbische Beziehungsbilder . . . . . . . . . . . . . . . . 363 Adamantios Skordos Vom »großrussischen Panslavismus« zum »sowjetischen Slavokommunismus«. Das Slaventum als Feindbild bei Deutschen, Österreichern, Italienern und Griechen . . . . . . . . 388 Konstantin Tsimbaev Der sowjetische Topos vom deutschen »Drang nach Osten«. Historische, ideologische und wissenschaftliche Ursprünge . . . . . . 427 Zaur Gasimov Vom Panslavismus über den Panturkismus zum Eurasismus. Die russisch-türkische Ideenzirkulation und Verflechtung der Ordnungsvorstellungen im 20. Jahrhundert . . . . . . . . . . . . 448 Anhang Autorinnen und Autoren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 475 Abbildungsverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 477 Tafelteil . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 481 Umschlag 1 Titel 4 Impressum 5 Inhalt 6 Vorwort 10 Wissenschaftshistorischer Prolog 16 Stefan Troebst: Post-Panslavism? Political Connotations of Slavicness in 21st Century Europe 18 David Williams: Notes in/from the Margin. Slavic and East European Studies in the Anglo-American Academy 23 Ideologien des Slavischen 42 Stefan Troebst: Schwanengesang gesamtslavischer »Einheit und Brüderlichkeit«. Der Slavenkongress in Belgrad 1946 44 Alexander Maxwell: The Legacy of Slavic Reciprocity in the First Czechoslovak Republic 70 Jan Claas Behrends: Stalins slavischer Volkskrieg. Mobilisierung und Propaganda zwischen Weltkrieg und Kaltem Krieg (1941-1949) 80 Jovo Bakic: Der Jugoslawismus Josip Broz Titos. Kontinuität oder Diskontinuität? 110 Konstantin Nikiforov: Russland und die Slavische Idee heute. Moskauer Perspektiven 128 Identitätskonzepte und (Selbst-)Verortungsstrategien 138 Agnieszka Gasior: Slaventum und Staatspropaganda. Zofia Stryjeńskas Kunst in der Repräsentation der Zweiten Polnischen Republik 140 Jenny Alwart: Der Eurovision Song Contest 2005 in der Ukraine. Vorstellungen über das »Slavische« und den »Osten« in deutschenTageszeitungen 161 Irina Sirotkina: The Sokol Movement in Russia. History and Contemporary Revival 179 Lars Karl: »Kosaken – das sind Russen, nur besser!« Identitätskonzepte der russländischen Kosakenbewegung zwischen Slaventum, Nation und Imperium 195 Susanne Spahn: Warum die ostslavische Gemeinschaft der Russen, Belarussen und Ukrainer gescheitert ist 259 Mythologeme des Slavischen 276 Jolanta Sujecka: Makedonien zwischen Slavischer Idee und Balkanföderation. Zentrale Begriffe und Topoi aus der Formierungsphase der makedonischen Nationalbewegung 278 Tanja Zimmermann. Die Schlacht auf dem Amselfeld im Spiegel der internationalen Politik. Permutationen eines panslavistischen Mythos vom 19. bis ins 21. Jahrhundert 290 Andriy Portnov: Die Herkunft der Rus’ in der russischen, ukrainischen und sowjetischen Historiografie. Variationen des Panslavismus am Beispiel der Theorien von Volodymyr Parchomenko 307 Rüdiger Ritter: Nationalismus, Panslavismus oder Kultur der Region? Die Konstruktion nationaler Musikkulturen am Beispiel Polens, Litauens und Weißrusslands 334 Perzeptionen des Slavischen 362 Ruža Fotiadis: Christenbrüder und Türkenfreunde. Griechisch-serbische Beziehungsbilder 364 Adamantios Skordos: Vom »großrussischen Panslavismus« zum »sowjetischen Slavokommunismus«. Das Slaventum als Feindbild bei Deutschen, Österreichern, Italienern und Griechen 389 Konstantin Tsimbaev: Der sowjetische Topos vom deutschen »Drang nach Osten«. Historische, ideologische und wissenschaftliche Ursprünge 428 Zaur Gasimov: Vom Panslavismus über den Panturkismus zum Eurasismus. Die russisch-türkische Ideenzirkulation und Verflechtung der Ordnungsvorstellungen im 20. Jahrhundert 449 Anhang 474 Autorinnen und Autoren 476 Abbildungsverzeichnis 478 Tafelteil 482 Umschlag -- Titel -- Impressum -- Inhalt -- Vorwort -- Wissenschaftshistorischer Prolog -- Stefan Troebst: Post-Panslavism? Political Connotations of Slavicness in 21st Century Europe -- David Williams: Notes in/from the Margin. Slavic and East European Studies in the Anglo-American Academy -- Ideologien des Slavischen -- Stefan Troebst: Schwanengesang gesamtslavischer "Einheit und Brüderlichkeit". Der Slavenkongress in Belgrad 1946 -- Alexander Maxwell: The Legacy of Slavic Reciprocity in the First Czechoslovak Republic -- Jan Claas Behrends: Stalins slavischer Volkskrieg. Mobilisierung und Propaganda zwischen Weltkrieg und Kaltem Krieg (1941-1949) -- Jovo Bakic: Der Jugoslawismus Josip Broz Titos. Kontinuität oder Diskontinuität? -- Konstantin Nikiforov: Russland und die Slavische Idee heute. Moskauer Perspektiven -- Identitätskonzepte und (Selbst- )Verortungsstrategien -- Agnieszka Gasior: Slaventum und Staatspropaganda. Zofia Stryjeńskas Kunst in der Repräsentation der Zweiten Polnischen Republik -- Jenny Alwart: Der Eurovision Song Contest 2005 in der Ukraine. Vorstellungen über das "Slavische" und den "Osten" in deutschenTageszeitungen -- Irina Sirotkina: The Sokol Movement in Russia. History and Contemporary Revival -- Lars Karl: "Kosaken - das sind Russen, nur besser!" Identitätskonzepte der russländischen Kosakenbewegung zwischen Slaventum, Nation und Imperium -- Susanne Spahn: Warum die ostslavische Gemeinschaft der Russen, Belarussen und Ukrainer gescheitert ist -- Mythologeme des Slavischen -- Jolanta Sujecka: Makedonien zwischen Slavischer Idee und Balkanföderation. Zentrale Begriffe und Topoi aus der Formierungsphase der makedonischen Nationalbewegung -- Tanja Zimmermann. Die Schlacht auf dem Amselfeld im Spiegel der internationalen Politik. Permutationen eines panslavistischen Mythos vom 19. bis ins 21. Jahrhundert Die Vorstellung einer Zusammengehörigkeit aller Slavischsprachigen war nicht nur im 19. Jahrhundert wirkungsmächtig, sondern hält bis heute an. Sie blieb ein produktiver Mythos in Kunst, Musik und Literatur. Als transnationales Identifikationsmuster hatte dieses Phänomen auch im kurzen 20. Jahrhundert Konjunktur. Das Interesse der Autorinnen und Autoren des vorliegenden Bandes richtet sich auf unterschiedliche Formen der Identitätsbildung, die sich auf eine Slavische Idee bezogen. In den Blick genommen werden dabei nationale und internationale Diskurse, aber auch kritische Reaktionen, die sich gegen die Idee des Panslavismus bewusst abgrenzten, so etwa in Griechenland oder Italien. Biographische Informationen Agnieszka Gąsior, geb. 1971, Kunsthistorikerin, ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin des GWZO an der Universität Leipzig. Lars Karl, geb. 1973, Historiker, ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Geisteswissenschaftlichen Zentrums Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas (GWZO) an der Universität Leipzig. Stefan Troebst, geb. 1955, Osteuropahistoriker und Slavist, ist Professor für Kulturstudien Ostmitteleuropas an der Universität Leipzig und stellv. Direktor des dortigen Geisteswissenschaftlichen Zentrums Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas. Reihe Moderne europäische Geschichte - Band 9 "Die Vorstellung einer Zusammengehörigkeit aller Slavischsprachigen war nicht nur im 19. Jahrhundert wirkungsmächtig, sondern hält bis heute an. Sie blieb ein produktiver Mythos in Kunst, Musik und Literatur. Als transnationales Identifikationsmuster hatte dieses Phänomen auch im kurzen 20. Jahrhundert Konjunktur. Das Interesse der Autorinnen und Autoren des vorliegenden Bandes richtet sich auf unterschiedliche Formen der Identitätsbildung, die sich auf eine Slavische Idee bezogen. In den Blick genommen werden dabei nationale und internationale Diskurse, aber auch kritische Reaktionen, die sich gegen die Idee des Panslavismus bewusst abgrenzten, so etwa in Griechenland oder Italien."--Jacket
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