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Polizei und Gesellschaft: Transdisziplinäre Perspektiven zu Methoden, Theorie und Empirie reflexiver Polizeiforschung (German Edition)

معرفی کتاب «Polizei und Gesellschaft: Transdisziplinäre Perspektiven zu Methoden, Theorie und Empirie reflexiver Polizeiforschung (German Edition)» نوشتهٔ Christiane Howe; Lars Ostermeier; Springer Fachmedien Wiesbaden، منتشرشده توسط نشر Springer Fachmedien Wiesbaden : Imprint: Springer VS در سال 2019. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Darstellungen der Polizei in der Polizeiforschung gleichen häufig den Schilderungen der sprichwörtlichen blinden Männer, die einen Elefanten untersuchen und dabei jeweils etwas völlig Unterschiedliches beschreiben. Eine dominierende und leitende Fragestellung dabei ist meist, ob sich die empirischen Ergebnisse mit als ideal definierten Vorstellungen von der Polizei decken oder nicht. Für die sich hier auftuende Kluft werden dann jeweils Erklärungen gesucht. Die Beiträge in diesem Band gehen darüber hinaus und positionieren sich zwischen etablierten Positionen, die "für", "über" oder "gegen" die Polizei forschen. Aus theoretisch wie methodisch unterschiedlichen Perspektiven wird thematisiert, wie Erkenntnis in der Polizeiforschung durch den sozialen und je eigenen wissenschaftlichen Kontext geprägt und in ihm verankert ist. Der Inhalt Die polizeiliche Konstruktion der "gefährlichen Fremden".- Polizeialltag, hegemoniale Männlichkeit und reflexive Ethnographie?.- Was hat die kritische Polizeiforschung mit Technik zu tun?- Deutsche und Ghanaische Polizeiarbeit im Vergleich.- Lobbyieren polizeiinterner Veränderungsprozesse.- Polizei im/unter Protest erforschen u.a. Die Zielgruppen Dozierende und Studierende der Soziologie, Kriminologie, Sozialpädagogik, Humangeographie und Politikwissenschaft Die Herausgeber Christiane Howe, Dipl. Soziologin, arbeitet an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW in Münster und am Lehrstuhl für Soziologie der philosophisch-sozialwissenschaftlichen Fakultät, Universität Augsburg. Dr. phil. Lars Ostermeier arbeitet als Koordinator der Berlin Graduate School Muslim Cultures and Societies, Freie Universität Berlin Inhaltsverzeichnis 5 Herausgeber- und Autorenverzeichnis 7 Einleitung 9 Literatur 22 Verdacht und Vorurteil. Die polizeiliche Konstruktion der „gefährlichen Fremden“ 25 1 Alte und neue Vorwürfe: Fremdenfeindlichkeit, Diskriminierung, Rassismus, Racial Profiling 25 2 Das hier vorausgesetzte Verständnis von Rassismus, Diskriminierung, Racial, Social und Criminal Profiling 30 3 Die Logik staatlicher Kontrollpraxis kommt ohne Profiling nicht aus 36 4 Diskriminierung als Demonstration der Nicht-Zugehörigkeit 40 5 Diskriminierung wird nicht gelehrt – aber durch Lehre auch nicht verhindert 44 6 Diskriminierung als Alltagspraxis 46 Literatur 50 „Wer hat jetzt die größeren Eier?!“ – Polizeialltag, hegemoniale Männlichkeit und reflexive Ethnografie 54 1 Die soziale Konstruktion von Geschlecht – Doing Gender und Doing Masculinity 55 1.1 Der Umgang mit (Geschlechter-)Differenzen in der Ethnografie 57 1.2 Hegemoniale Männlichkeit als Gegenstandsbereich in der Polizei 58 2 Die Position der Beobachterin im Feld – Aushandlung von Nähe und Distanz im Geschlechterverhältnis 61 3 Gewalt- und Geschlechterverhältnisse in der Polizei 66 4 Resümee – Reflexive Selbstverortung als Bestandteil ethnografischer Forschung 72 Literatur 74 Shot Spotter, Hot Spots und Streifenfahrten 77 1 Einleitung: In den Straßen East New Yorks 77 2 Eine kurze Geschichte der Kriminalitätskartierung und ihrer Erforschung 80 2.1 Kriminalität kartieren: Von Landkarten und Stecknadeln zu Computern und Software 81 2.2 Kriminalitätskartierung in der Polizeiforschung 82 2.3 Sehen und Sortieren: Technologien der Überwachung in den Surveillance Studies 84 3 Technologien ernst nehmen: Polizeiarbeit als Ensemble soziotechnischer Netzwerke 86 3.1 Aktanten, Interobjektivität und Hybride Netzwerke 87 3.2 Übersetzungen, Einschreibungen und Schwarze Kisten 90 3.3 Soziotechnische Netzwerke der Wissensproduktion 92 3.4 „So what is on the agenda“ ... 94 3.5 Interagency, Sichtbarkeit und polizeiliche Praxis: Was haben wir davon, Polizei als soziotechnische Netzwerke zu betrachten? 95 4 Shot Spotter und Crime Maps in East New York: ANT in Action 98 4.1 Shot Spotter, Sichtbarkeit und Interagency 98 4.2 Kriminalitätskarten, Sichtbarkeit und Interagency 100 5 Wissen, Technologie und polizeiliche Praxis. Einige abschließende Bemerkungen 103 Literatur 104 Selbstverständliche Staatlichkeit. Ghanaische und deutsche Polizeiarbeit im Vergleich 110 1 Dienstantritt: Staatlichkeit in zwei Polizeiorganisationen 115 2 Streife: Produktion von Staatlichkeit 122 3 Fahrzeugdurchsuchung/Staatlichkeit in der Interaktion 126 4 Schluss – Scheinbare Selbstverständlichkeiten im Vergleich 130 Literatur 131 Lobbyieren polizeiinterner Veränderungsprozesse. Skizzen einer ethnografischen Praxisforschung bürgernaher, präventiver Polizeiarbeit 135 1 Die bürgernahe, präventive Polizeiarbeit 137 2 Das interne Lobbyieren 139 2.1 Der Verfügungsentwurf 141 2.1.1 Synchronisieren von Zuständigkeiten und Zeiten 143 2.1.2 Unterschiedliche Logiken 144 2.2 Die Mitzeichnung 146 2.3 Die Fachdienststelle 147 2.4 Die Zielvereinbarung 148 2.5 Das Standardisieren 151 3 Bürgernahe, präventive Polizeiarbeit als ein Dazwischen 152 4 Fazit 156 Literatur 157 Polizei im/unter Protest erforschen 158 1 Einleitung 158 1.1 Die Polizei – immer noch eine „hermetische Institution“? 158 1.2 Daten und Geltungsbereich 160 2 Fünf Barrieren auf dem Weg zur Polizei 162 2.1 Grenzposten: Einreisebeschränkungen 162 2.2 (K)ein gemeinsamer Weg: Die doppelt asymmetrische Forschungsbeziehung 165 2.3 Kontrolle behalten: die Polizei am Steuer 168 2.4 Reiseunlust: Skepsis der Interviewten 171 2.5 Fahrt mit angezogener Handbremse: Zurückhaltung in der Diskussion 173 3 Das Reiseziel: Die „unschuldige“ Polizei 176 3.1 Diminuierungsstrategien – die „machtlose“ Bereitschaftspolizei 177 3.2 De-Thematisierung von Regelabweichungen und Kritik daran – Polizeiperspektiven auf Kontrolle der Polizei 179 4 Ankunft 183 4.1 Reise-Bilanz 183 4.2 Zukünftige Reiseplanung – Strategien für die Polizeiforschung 185 4.3 Ethisch, kritisch oder all-inclusive reisen? 187 Literatur 188 Polizei und Kritik. Ein Beitrag der Ethnografie 193 1 Einleitung 193 2 Drei Dimensionen von Kritik-Arbeit 195 2.1 Normativ-autoritäre Dimension 196 2.2 Sozialwissenschaftlich-methodische Dimension 197 2.3 Gegenstandsorientierte Dimension 199 3 Fazit: Die Arbeit an, mit und durch die Kritik 204 Literatur 206 Amtliche Kriminalstatistiken als Datenbasis in der empirischen Polizeiforschung 209 1 Einleitung 209 2 Übersicht über die relevanten Statistiken 210 2.1 Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 210 2.2 Staatsanwaltschaftsstatistik 211 2.3 Strafverfolgungsstatistik 211 2.4 TKÜ-Übersicht 212 2.5 Personalstatistik 212 2.6 Internationale Statistiken 212 3 Methodologische Reflexion 213 4 Aussagekraft der Statistiken und ihre Einschränkungen 215 4.1 Zuschreibung und Dunkelfeld 215 4.2 Prozesse der Registrierung 217 4.3 Staatsanwaltschafts- und Strafverfolgungsstatistik 220 5 Die Bedeutung der Statistikauswertung für die Polizeiforschung 221 5.1 Nachweis der Tätigkeit der Polizei 221 5.2 Polizist*innen als Opfer 224 5.3 Polizist*innen als Täter*innen 225 6 Fazit 230 Literatur 230 Kritische Lehre und Forschung in der Polizeiausbildung 233 1 Weniger Bewerber*innen, komplexere Aufgaben 233 2 Zwei Modelle 235 3 Forschungsgegenstand Polizeiausbildung 236 4 Organisation und Kultur 237 5 Mit dem Bachelor gegen den „Korpsgeist“? 239 5.1 Berufsschule versus Hochschule 240 5.2 Praxisverpflichtung versus Wissenschaftlichkeit 241 5.3 Professionalisierung und Disziplinierung 242 5.4 Bürger*innen in Uniform oder „Dompteur*innen des Zoos“ 245 6 Forschung in der Polizei über die Polizei? 245 7 Fazit 249 Literatur 250 Émile Durkheim in Massachusetts – Kriminalität, Strafpraxis und soziale Kontrolle im kolonialen Boston 253 1 Einleitung 253 2 „A Holy Covenant“ – „Mechanische Solidarität“ und puritanisches „Kollektivbewusstsein“ 254 3 „Policing Peaceable Kingdoms“ – Soziale Kontrolle und puritanische Strafkultur 257 4 „For the Wages of Sin is Death“ – Religion, Strafrecht, Todesstrafe 260 5 „Crime & the City Solution“ – Alltagskriminalität und niedere Strafgerichtsbarkeit und im kolonialen Boston 263 6 Fazit 270 Literatur 272 Front Matter ....Pages I-VIII Einleitung (Christiane Howe, Lars Ostermeier)....Pages 1-16 Verdacht und Vorurteil. Die polizeiliche Konstruktion der „gefährlichen Fremden“ (Rafael Behr)....Pages 17-45 „Wer hat jetzt die größeren Eier?!“ – Polizeialltag, hegemoniale Männlichkeit und reflexive Ethnografie (Daniela Hunold)....Pages 47-69 Shot Spotter, Hot Spots und Streifenfahrten (Niklas Creemers)....Pages 71-103 Selbstverständliche Staatlichkeit. Ghanaische und deutsche Polizeiarbeit im Vergleich (Jan Beek)....Pages 105-129 Lobbyieren polizeiinterner Veränderungsprozesse. Skizzen einer ethnografischen Praxisforschung bürgernaher, präventiver Polizeiarbeit (Christiane Howe)....Pages 131-153 Polizei im/unter Protest erforschen (Peter Ullrich)....Pages 155-189 Polizei und Kritik. Ein Beitrag der Ethnografie (Dörte Negnal, Christiane Howe, Yannik Porsché)....Pages 191-206 Amtliche Kriminalstatistiken als Datenbasis in der empirischen Polizeiforschung (Benjamin Derin, Tobias Singelnstein)....Pages 207-230 Kritische Lehre und Forschung in der Polizeiausbildung (Michael Jasch)....Pages 231-250 Émile Durkheim in Massachusetts – Kriminalität, Strafpraxis und soziale Kontrolle im kolonialen Boston (Dominik Nagl)....Pages 251-273 Darstellungen der Polizei in der Polizeiforschung gleichen haufig den Schilderungen der sprichwoertlichen blinden Manner, die einen Elefanten untersuchen und dabei jeweils etwas voellig Unterschiedliches beschreiben.
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