معرفی کتاب «Polis Und Politesse: Der Diskurs Über Das Antike Athen in England Und Frankreich, 1630-1760 (Ancien Régime, Aufklärung Und Revolution) (German Edition)» نوشتهٔ Zabel, Christine، منتشرشده توسط نشر De Gruyter Oldenbourg در سال 2016. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
This book explores the images and ideas that linked people living in the Early Modern era with ancient Athens. Beginning from the end of the 17 th century, a positive view of the ancient city became prevalent. This new ideal was accompanied by the creation of new centers of cultural production that competed with the royal court. The study also examines the rhetoric employed by upwardly mobile groups during the 17 th and 18 th centuries. Danksagung Inhalt I Einleitung 1 Athen als Gegenstand der älteren Altertumswissenschaften und der neueren Rezeptionsgeschichte 2 Athen im classical republicanism: methodische Vorbemerkungen zu einer intellectual history der Athen-Vorstellungen 3 Republik, Polis und Politesse: Athen als Tugendmodell 4 Vorgehensweise II Athen in der politischen Theorie, ca. 1400–1650 III Von der florierenden zur gescheiterten Republik: Athen im englischen Kampf um politische Teilhabe und Souveränität, ca. 1630–1660 1 Civil government, Blüte und Niedergang: Francis Rous’ Athen-Darstellung 2 Die athenische Demokratie als Bedrohung der englischen Monarchie: Thomas Hobbes’ Klage gegen Athen und seine Denker 3 Vom free state zur gescheiterten Republik: Athen im republikanischen Denken IV Von der Republik zur Polis: Athen als sozio-kulturelles Modell im grand siècle, ca. 1635–1715 1 Französische Sprachpolitik, Académie française und die sprachliche Eloquenz der alten Römer und Griechen 2 Die Auseinandersetzung mit der lateinischen und griechischen Antike in der ersten Phase der französischen Querelle des Anciens et des Modernes 3 Das Athen der französischen und englischen Griechenlandfahrer V Von höfischer courtoisie zur urbanen politesse 1 Statuserhalt und sozialer Ehrgeiz: Das Hofmannsideal und das Konzept der courtoisie/courtesy 2 Civilité – die universale Höflichkeit 3 Politesse – die neue aristokratische Tugend VI Athen als Reformmodell einer urbanen politesse, ca. 1680–1760 1 Athen als Vorbild für Paris: Jean de la Bruyères Konzept der politesse 2 Versailles – Paris – Lyon: Athenische politesse und guter Geschmack als Mittel im Kampf um soziale Anerkennung 3 Jean-Jacques Rousseaus Kritik an der urbanen politesse und ihrem Vorbild Athen VII Athen im Denken der Whigs: Ein Modell für politeness, Freiheit und diskursive Öffentlichkeit, ca. 1680–1760 1 Das Grecian Coffeehouse und John Duntons Athenianism: Athen als Bildungsmodell 2 Shaftesburys anti-höfisches, urbanes Athen 3 Athen in Zeitungen und Schulbüchern unter der Whig-Supremacy VIII Résumé Quellenverzeichnis Gedruckte Quellen Zeitungen und Zeitschriften Manuskripte Abbildungen Literaturverzeichnis Abkürzungsverzeichnis Personenregister TEIL I. EINLEITUNG. Athen als Gegenstand der älteren Altertumswissenschaften und der neueren Rezeptionsgeschichte Athen im classical republicanism : methodische Vorbemerkungen zu einer intellectual history der Athen-Vorstellungen Republik, Polis und Politesse : Athen als Tugendmodell Vorgehensweise TEIL II. ATHEN IN DER POLITISCHEN THEORIE, CA. 1400-1650. TEIL III. VON DER FLORIERENDEN ZUR GESCHEITERTEN REPUBLIK : ATHEN IM ENGLISCHEN KAMPF UM POLITISCHE TEILHABE UND SOUVERÄNITÄT, CA. 1630-1660. Civil government, Blüte und Niedergang : Francis Rous' Athen-Darstellung Die athenische Demokratie als Bedrohung der englischen Monarchie : Thomas Hobbes' Klage gegen Athen und seine Denker Vom Free State zur gescheiterten Republik : Athen im republikanischen Denken TEIL IV. VON DER REPUBLIK ZUR POLIS : ATHEN ALS SOZIO-KULTURELLES MODELL IM GRAND SIÈCLE, CA. 1635-1715. Kardinal Richelieus Sprachpolitik, Académie française und die sprachliche Eloquenz der alten Römer und Griechen Die Auseinandersetzung mit der lateinischen und griechischen Antike in der ersten Phase der französischen Querelle des Anciens et des Modernes Das Athen der französischen und englischen Griechenlandfahrer TEIL V. VON HÖFISCHER COURTOISIE ZUR URBANEN POLITESSE. Statuserhalt und sozialer Ehrgeiz : das Hofmannsideal und das Konzept der courtoisie/courtesy Civilité : die universale Höflichkeit Politesse : die neue aristokratische Tugend TEIL VI. ATHEN ALS REFORMMODELL EINER URBANEN POLITESSE, CA. 1680-1760. Athen als Vorbild für Paris : Jean de la Bruyères Konzept der politesse Versailles, Paris, Lyon : athenische politesse und guter Geschmack als Mittel im Kampf um soziale Anerkennung Jean-Jacques Rousseaus Kritik an der urbanen politesse und ihrem Vorbild Athen TEIL VII. ATHEN IM DENKEN DER WHIGS : EIN MODELL FÜR POLITENESS, FREIHEIT UND DISKURSIVE ÖFFENTLICHKEIT, CA. 1680-1760. Das Grecian Coffeehouse und John Duntons Athenianism : Athen als Bildungsmodell Shaftesburys anti-höfisches, urbanes Athen Athen in Zeitungen und Schulbüchern unter der Whig-Supremacy TEIL VIII. RÉSUMÉ.
Das antike Griechenland und insbesondere dessen kulturelles Zentrum, Athen, wird nicht erst seit Hannah Arendts "Vita Activa" als Wiege europäischer Kultur und Politik angesehen. Diese Sicht auf den antiken Stadtstaat ist das Ergebnis einer frühneuzeitlichen Neubewertung: Während politische Theoretiker der italienischen und französischen Renaissance Athen als politisches oder soziales Vorbild verwarfen, veränderte sich die Einstellung zur attischen Polis in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts zuerst in Frankreich im Umfeld der von Kardinal Richelieu unterstützen Académie française, und schließlich auch im post-revolutionären England. Athen wurde nun für sein Diskussionen anregendes Leben in der Öffentlichkeit gelobt und zum urbanen Modell für gute Umgangsformen, Bildung und Geschmack, für die Raffinesse der Sprache, für gute Sitten und Höflichkeit erhoben. Der Verweis auf Athen war nun strategisches und rhetorisches Kampfmittel sozialer Aufsteiger, die ihre Position innerhalb ihrer Monarchie festigen und die kulturelle Überlegenheit des eigenen Landes proklamieren wollten. So konnte das demokratische Athen zum sozio-kulturellen Vorbild in den beiden Monarchien Frankreich und England werden.
"This book explores the images and ideas that linked people living in the Early Modern era with ancient Athens. Beginning from the end of the 17th century, a positive view of the ancient city became prevalent. This new ideal was accompanied by the creation of new centers of cultural production that competed with the royal court. The study also examines the rhetoric employed by upwardly mobile groups during the 17th and 18th centuries"-- Proided by publisher Das Buch beleuchtet Bilder und Auffassungen, die frühneuzeitliche Zeitgenossen mit dem antiken Athen verbanden. Erst Ende des 17. Jahrhunderts setzt sich eine positive Deutung der antiken Stadt durch. Mit dem neuen Ideal entwickelten sich neue Zentren kultureller Produktion, die sich dem königlichen Hof entgegenstellten. Die Studie befasst sich somit auch mit der Rhetorik sozialer Aufsteiger in England und Frankreich des 17. und 18. Jahrhunderts.