Platons ungeschriebene Lehre: Studien zur systematischen und geschichtlichen Begründung der Wissenschaften in der Platonischen Schule
معرفی کتاب «Platons ungeschriebene Lehre: Studien zur systematischen und geschichtlichen Begründung der Wissenschaften in der Platonischen Schule» نوشتهٔ Konrad Gaiser، منتشرشده توسط نشر Ernst Klett Verlag در سال 1968. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Einer der Forschungsschwerpunkte, mit denen sich Gaiser intensiv beschäftigte, war Platons ungeschriebene Lehre. Der Philosoph selbst hatte seine veröffentlichten Dialoge als Spiel bezeichnet. Sein Schüler Aristoteles hatte ausdrücklich behauptet, dass es neben den veröffentlichten Schriften Platons noch eine ungeschriebene Lehre gegeben habe. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war diese Frage das zentrale Thema der Forschung zur älteren Philosophiegeschichte. Konrad Gaiser hat sich maßgeblich darum bemüht, diese ungeschriebene Lehre zu rekonstruieren. Platons ungeschriebene Lehre Inhalt Einleitung und Übersicht I. Das Ziel der Untersuchung 1. ,Esoterische' und ‚exoterische‘ Philosophie bei Platon 2. System und Aporetik 3. Erkenntnis, Lehre, Wissenschaft II. Überblick über die Situation der Forschung und die Ergebnisse der Untersuchung 1. Die Frage nach der esoterischen Philosophie Platons 2. Vorläufige Zusammenfassung a) Die platonische Verbindung von Mathematik und Ontologie b) Geschichtsdeutung und Geschichtsbewußtsein bei Platon c) Philosophie und Einzelwissenschaften bei Platon ERSTER TEIL: MATHEMATIK UND ONTOLOGIE I. Dimensionenfolge (Zahl-Linie-Fläche-Körper) und Mitte A Die Zusammensetzung der Weltseele im «Timaios» 1. Das Verhältnis zwischen ontologischem und logisch-kategorialem Gegensatz (Sein: Nichtsein, Identität: Verschiedenheit) 2. Die Zeugnisse zur esoterischen Erklärung der «Timaios»-Stelle a) Aristoteles über die dimensionale Zusammensetzung der Seele bei Platon (De anima 404b 16—27) b) Weitere Zeugnissezur ontologischen Deutung der Dimensionenfolge bei Platon 3. Der mathematische Aspekt der platonischen Seelenlehre a) Die geometrische Verbindung zwischen den Dimensionen b) Die Seele als Begrenzung des Körpers 4. Die Mittelstellung der Seele zwischen Idee (Zahl) und Erscheinung (Kôrper) a) Die vier Erkenntnisvermögen b) Die Rangordnung der Seelenteile und der Lebewesen c) Die ontologische Einordnung der Seele B Der mathematische und der werthafte Aspekt der ‚Mitte‘: Platons Lehrvorträge «Über das Gute» 1. Zur mathematischen Theorie von der geometrischen Mitte (Kommensurabilität und Inkommensurabilität) 2. Die dimensionale Struktur und Platons Lehre «Über das Gute» (bei Sextus Empiricus) a) Logisch-kategoriale und ontologische Bedeutung der Wertstruktur b) Die dimensionale Reduktion von den Erscheinungen zu den Prinzipien und die entsprechende Deduktion c) Aufbau und Einheit der Lehrvorträge «Über das Gute» (Περὶ τἀγαθοῦ) C Die ontologische Mittelstellung der ,Mathematika‘ und die Seele 1. Die Mittelstellung der ,Mathematika‘ a) Die Darstellung bei Aristoteles b) Die Darstellung in der «Politeia» (Buch VI und VID) 2. Die grundsätzliche Identität der mathematischen und der seelischen Form 3. Die Abbildung der Seinsstruktur in der Sprache a) Mathematische und sprachliche Reflexion des Seienden b) Die innere Struktur der Sprache (Onoma und Logos) 4. Physis und Techne (Erzeugung der technischen ‚Ideen‘ in der Seele) II. Aufbau und Gliederung der Seinsbereiche A Die Dimensionenfolge als Strukturmodell 1. Die Vier-Zahl im Aufbau der Seinsbereiche 2. Die geometrische Darstellung der harmonischen Intervalle B Die Lehre von den Ideen-Zablen 1. Die Erzeugung der Ideen-Zahlen a) Die Zehnzahl (Dekas) der Ideen b) Die Gleichsetzung von Ideen und Zahlen 2. Mathematische Erklärung der Ideen-Dihairesis als Linien-Teilung a) Genos und Eidos b) Die Logoi bei der Dihairesis aa) Der Schnitt zum Atomon Eidos (Binomiale) bb) Die vorausgehenden Schnitte (harmonische Mitte) 3. Die ontologische Bedeutung der mathematischen Logoi a) Die Seinsstellung der Ideen: Genos - Eidos - Atomon Eidos b) Die Form der Seele: Arete und Kakia C Makrokosmische Einheiten und mikrokosmische Elemente 1. Die Elementarkörper a) Die Entstehung der Körper aus Flächen b) Die Beziehung zwischen den Atomen und dem makrokosmischen Ganzen 2. Die Gliederung in der Weltseele und die Elementar-Flächen a) Geometrische Erklärung der Seelenstruktur b) Die Beziehung zu den Elementar-Dreiecken 3. Die Unteilbarkeit des Maßes: Atom-Linien 4. Die Mittelstellung des konkreten Einzelnen zwischen dem umfassenden Ganzen und den kleinsten Teilen a) Die Entstehung des Einzelwesens (Atomon Eidos) durch Dihairesis und Synthesis b) Der Vergleich mit der Struktur der Sprache: Gesamtlogos - Onoma-Stoicheion 5. Zusammenfassende Übersicht über die Gliederung der Seinsbereiche III. Die Lehre von der Bewegung A Die Bewegung im Aufbau der Seinsbereiche (nach «Nomoi» X) 1. Die zehn Arten der Kinesis 2. Die sechs räumlichen Bewegungsarten a) Die prinzipielle Einteilung der räumlichen Bewegungen b) Die entsprechende Rangordnung im Kosmos c) Die Zeit als Funktion der Bewegung 3. Entstehen und Vergehen B Die prinzipielle Einordnung der Bewegung 1. Das zweite Prinzip (Apeiron) als Grund der Bewegung und Veränderung 2. Das Seinsprinzip (die Idee) als ,demiurgische' Ursache 3. Die Seele als Bewegungsprinzip a) Die Selbstbewegung als Ausgleich von Bewirken und Erleiden (Aktivität und Passivität) b) Das Zusammenwirken der gegensätzlichen Kräfte in der Seele 4. Die dynamische Spannung zwischen den Prinzipien und die Begründung des geschichtlichen Geschehens ZWEITER TEIL: GESCHICHTE UND ONTOLOGIE I. Die platonische Geschichtsdeutung: Ontologische Begründung der Geschichte A Die dynamische Zusammensetzung des Kosmos («Politikos»- Mythos) 1. Das Zusammenwirken der Prinzipien 2. Die gegensätzlichen Tendenzen im Kosmos a) Die vom Körperlichen ausgehende Tendenz der Auflösung b) Die Gegentendenz in der Entwicklung der menschlichen Kultur B Die Verbindung von Kreislauf und fortschreitender Entwicklung 1. Der Rhythmus des kosmischen Geschehens 2. Die Geschichte der Menschheit im Kosmos a) Der Zustand ‚außerhalb‘ der gegenwärtigen Zeit b) Die zweifache Tendenz der gegenwärtigen Entwicklung II. Das platonische Geschichtsbewußtsein: Die geschichtliche Entstehung und Situation der Philosophie A Die Entwicklung der menschlichen Kultur : handwerkliches, politisches und philosophisches Wissen 1. Die Rangordnung der Wissensarten und Wissensgebiete 2. Die geschichtliche Steigerung des menschlichen Wissens a) Konstruktive Darstellungen der Kulturgeschichte b) Die geschichtliche Vorbereitung der philosophisch-dialektischen Erkenntnis 3. Von Platon angeregte Darstellungen der geschichtlichen Entwicklung des Wissens a) Der Aspekt des Aufstiegs vom Praktischen zum Theoretischen (im «Protreptikos» des Aristotele) b) Der Aspekt der ‚Aufklärung‘ vom Mythos zum Logos (in der aristotelische Schrift «Περὶ φιλοσοφίας») c) Die geschichtliche Betrachtung der Philosophie in der «Epinomis» B Die Gleichzeitigkeit von Aufstieg und Zerfall 1. Das Zunehmen der Arete und der Kakia im politischen Leben a) «Politeia» b) «Menexenos» c) «Nomoi» 2. Ursprung und Entwicklung der Sprache 3. Zur Stellung des Menschen in der geschichtlichen Entwicklung III. Das systematische Geschichtsbild Platons A Die Analogie zwischen Kosmos, Polis und Mensch 1. Die einzelnen Lebensprozesse: Entwicklung und Kreislauf a) Mensch b) Polis c) Kosmos 2. Die Koordinierung der Lebensprozesse a) Die zeitliche Dauer der einzelnen Perioden b) Zusammenstellung der drei Zyklen (Mensch - Polis - Kosmos) B Der ‚Idealstaat‘ als Ursprung und Ziel der Entwicklung 1. Das Wechselverhältnis von Herrschaft und Freiheit 2. Die Herrschaft des Góttlichen in der Geschichte 3. Die philosophische Vorstellung des ,Idealstaates C Zur Methode des platonischen Geschichtsdenkens 1. Kreislauf des Lebens als Grundkategorie der platonischen Mythen 2. Mythos - Dichtung - Wissenschaft - Philosophie DRITTER TEIL: PLATONS STELLUNG IN DER GESCHICHTE DES WISSENSCHAFTLICHEN DENKENS I. Platon und die Begründung der Mathematik als Wissenschaft 1. Zur Frage der Entwicklung des platonischen Philosophierens: fortschreitende ,Mathematisierung' der Ontologie 2. Zu Platons Stellung in der Geschichte der Mathematik a) Die pythagoreische Zahlenlehre und andere Voraussetzungen b) Platons Unterscheidung zwischen Mathematik und Ontologie c) Die philosophische Grundlegung der systematischen Methode 3. Die wissenschaftliche Bedeutung der Analogie bei Platon: Abbild, Hypothese, Modell II. Die Auflösung des platonischen Systems bei Aristoteles 1. Die Weiterentwicklung innerhalb der Akademie: Speusipp und Xenokrates 2. Der Neuansatz des Aristoteles: Umformung der platonischen Prinzipienlehre und Ontologie 3. Aristoteles und die platonische Wissenschaftslchre a) Die Ent-Mathematisierung der Philosophie bei Aristoteles b) Der Verzicht auf die systematische Begründung der Wissenschaften c) Der Verzicht auf die prinzipielle Begründung der Geschichte III. Platon und die moderne Naturwissenschaft 1. Die Mathematisierung der Welt 2. Natur und Geschichte ANMERKUNGEN ZU: EINLEITUNG UND ÜBERSICHT ZUM ERSTEN TEIL: MATHEMATIK UND ONTOLOGIE ZUM ZWEITEN TEIL: GESCHICHTE UND ONTOLOGIE ZUM DRITTEN TEIL: PLATONS STELLUNG IN DER GESCHICHTE DES WISSENSCHAFTLICHEN DENKENS Anhang TESTIMONIA PLATONICA: Quellentexte zur Schule und mündlichen Lehre Platons Vorbemerkung Register I. Antike Autoren und Textstellen II. Literaturverzeichnis, moderne Autoren Nachwort zur zweiten Auflage
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