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Platon als Erzieher Platonrenaissance und Antimodernismus in Deutschland (1890–1933) Band 14

معرفی کتاب «Platon als Erzieher Platonrenaissance und Antimodernismus in Deutschland (1890–1933) Band 14» نوشتهٔ Pohle, Richard، منتشرشده توسط نشر Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Company KG در سال 2017. این کتاب در 12 صفحه، فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Das Werk wurde für die Veröffentlichung überarbeitet./ This dissertation has been revised for publication. Gedruckt mit freundlicher Unterstützung der Geschwister Boehringer Ingelheim Stiftung für Geisteswissenschaften in Ingelheim am Rhein. Gegenstand des Buches ist die kultur- und modernitätskritische Wiederentdeckung Platons zwischen Jahrhundertwende und Nationalsozialismus. Es beschreibt die verschiedenen Motive und die Wege, auf denen Platon den Partikelzählenden Philologen entrissen und zu einem kulturellen Korrektiv, später gar zum »Vorbild des Retters in Zeiten der Auflösung« (Kurt Hildebrandt) erhoben wurde, und es untersucht die Dynamik der sich hieraus entwickelnden und konkurrierenden Programme und Denkstile. In dieser »Platon-Renaissance« konnten dabei zahlreiche bildungsbürgerliche Gruppen ihre »verwandte Not« verhandeln und in Platon als dem Erzieher (zum Staat, zum Idealismus, zur Wissenschaft, zum »hohen Leben« usw.) ein Deutungsmuster entwickeln, das nicht nur ihren ästhetischen oder humanistischen »Gegenweltbedarf« (Nipperdey) befriedigte, sondern das sich auch in vom 19. Jahrhundert noch unverbrauchte pädagogische und politische Programme übersetzen ließ. Die biographische und politisch-pädagogische Verkürzung der platonischen Frage erleichterte dabei die Übertragbarkeit in verschiedene Kontexte, nicht zuletzt den der Schule. Gerade die seit dem Ende des 19. Jahrhunderts zunehmend unter schulpolitischem Rechtfertigungsdruck stehenden Philologen sollte der sogenannte »Neoplatonismus« in einen regelrechten Relevanzrausch versetzen, von deren Folgen sich Platon lange, der Humanismus wohl endgültig nicht mehr erholen konnte Um 1900 begann eine aus unterschiedlichen Quellen gespeiste Phase neuer Platon-Rezeption, in der dieser zum kulturkritischen Erzieher der Gegenwart erhoben wurde. In den kultur- und modernitätskritischen Debatten zwischen Jahrhundertwende und Nationalsozialismus war die Platon-Renaissance der prominenteste Ort, um die für das Bildungsbürgertum zentralen Gegenwartsfragen zu verhandeln. Das Buch thematisiert den auf diese Weise als philosophischen Erzieher, Dichter und Staatsmann »neuentdeckten« Platon und das sich darin ausdrückende, ebenfalls neu bestimmte Verhältnis der humanistisch Gebildeten zu Staat, Volk und »Rasse« Die Studie untersucht die Renaissance und die Politisierung Platons zwischen Jahrhundertwende und Nationalsozialismus
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