معرفی کتاب «Physik als Kunst: Die Poetisierung der Elektrizität um 1800 (Studien Zur Deutschen Literatur) (German Edition)» نوشتهٔ Specht, Benjamin، منتشرشده توسط نشر Max Niemeyer Verlag در سال 2010. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Main description: No physical discipline had more expectations attached to it around 1800 than the study of electricity. The literary and philosophical avant-garde of the 1790s took an active part in the debate on its ideological status. The transfer between literature and science, which was by no means only one-way, succeeds through a concept of symbol developed by authors such as Novalis and Wilhelm Ritter in their engagement with the philosophy of their age. However, this synergy soon becomes the problem rather than its solution, as in the case of Kleist, for example
Keine physikalische Disziplin ist um 1800 mit so vielen Erwartungen verbunden wie die Elektrizitätslehre, die im 18. Jahrhundert zu universalen Bildungs- und Lebensgesetzen vorzudringen sucht. Auch die literarische und philosophische Avantgarde der 1790er Jahre beteiligt sich rege an der Debatte um den weltanschaulichen Stellenwert der jungen Wissenschaft und verleiht dem wissenschaftlichen und kulturellen Wissen über dieses Phänomen in ihren Texten poetische und poetologische Funktion. Der Transfer zwischen Literatur und Naturwissenschaft, der keinesfalls nur eine Richtung kennt, gelingt dabei durch ein spezifisch frühromantisches Symbol-Konzept, das Autoren wie Novalis und Johann Wilhelm Ritter in Auseinandersetzung mit der aktuellen Transzendentalphilosophie entwickeln. Im Zuge der allgemeinen Ausdifferenzierung der Wissensformen wird diese Synergie jedoch schon bald ‐ etwa bei Heinrich von Kleist ‐ selbst problematisch, statt die internen Spannungen im goethezeitlichen Wissenssystem tatsächlich zu vermitteln.
Literarhistorisch bietet die Studie eine Analyse des Interaktionsmodells von Wissenschaft und Literatur um 1800, systematisch setzt sie sich darüber hinaus die nähere Bestimmung von Begriff und Methode einer Poetik des Wissens zum Ziel.
Frontmatter Inhalt 1. Die Poetisierung der Elektrizität um 1800: Historische, forschungsgeschichtliche und methodologische Vorbemerkungen 2. Der ›unsichtbare, himmlische Licht- und Feuergeist‹ – Wissenschaftliches und kulturelles Wissen über Elektrizität bis 1800 3. Die ›Ur- oder Naturschrift auf elektrischem Wege‹ – Elektrizität und Galvanismus als Universalphänomene im wissenschaftlichen und literarischen Werk Johann Wilhelm Ritters 4. Die ›Berührungsstelle mit der unsichtbaren Welt‹ – Galvanismus und Elektrizität in Wirklichkeitsmodell und Dichtung Friedrich von Hardenbergs 5. Das ›gemeine Gesetz des Widerspruchs‹ – Die elektrisch inspirierte Poetik der Polarisierung im Werk Heinrich von Kleists 6. Überlegungen zur Konjunktur der Elektrizität als ›epochale Metapher‹ um 1800 Backmatter Keine physikalische Disziplin ist um 1800 mit so vielen Erwartungen verbunden wie die Elektrizitätslehre. Auch die literarische und philosophische Avantgarde der 1790er Jahre beteiligt sich rege an der Debatte um ihren weltanschaulichen Stellenwert. Der Transfer zwischen Literatur und Naturwissenschaft, der keinesfalls nur eine Richtung kennt, gelingt dabei durch ein Symbol-Konzept, das Autoren wie Novalis und Johann Wilhelm Ritter in Auseinandersetzung mit der Philosophie ihrer Zeit entwickeln. Allerdings wird diese Synergie schon bald - etwa bei Kleist -statt zur Lösung selbst zum Problem The series Studien zur deutschen Literatur (Studies in German Literature) presents outstanding analyses of German-speaking literature from the early modern period to the present day. It particularly embraces comparative, cultural and historical-epistemological questions and serves as a tradition-steeped forum for innovative literary research. All submitted manuscripts undergo a double peer-review process.