معرفی کتاب «Philosophische Einübung in die Theologie: Band 3» نوشتهٔ Richard Schaeffler، منتشرشده توسط نشر VERLAG KARL ALBER در سال 2008. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
In diesem dreibändigen Werk unternimmt Richard Schaeffler den Versuch, den'Wechselbeziehungen zwischen Philosophie und Theologie'eine konkrete und für beide Seiten förderliche Gestalt zu geben. Dabei orientiert er sich an den vier klassischen'Traktaten'der Fundamentaltheologie: der theologischen Erkenntnislehre (1. Band), der Gotteslehre (2. Band), der Lehre von Christus und von der Kirche (3. Band). Der Dritte Band stellt die Christologie in den Zusammenhang einer Analyse der Aufgaben religiöser Überlieferungsgemeinschaften hinein: Überlieferungsgemeinschaften und die sie sichernden Institutionen sind'Schulen der Erfahrung'und haben sich an dieser Aufgabe zu bewähren. Nur so werden die Hörer des Wortes dazu befähigt, zu eigenverantwortlichen Zeugen seiner Wahrheit zu werden. Dabei zeigt sich: Jene Überlieferung, die die spezifische Erfahrung der Glaubenden möglich macht, umfasst die Geschichte der'Ekklesia'beider Testamente. Das'Christus-Ereignis'läßt sich als jene Krise und Wende in der Geschichte Israels verstehen, aus der, im Sinne einer'eschatologischen Zeitansage', ein neues Verständnis der Zeit hervorgegangen ist, die in Christus'in ihre Fülle gelangt ist'. Wird das Christusereignis auf solche Weise in seiner Beziehung zur Geschichte der'Ekklesia Israel'gesehen, dann können auch die Aussagen der klassischen Christologie, einschließlich der Rede von den zwei Naturen in der einen Person des Christus, neu verstanden werden. Inhalt Vorbemerkung zur Themenstellung: Der Christos und die Ekklesía beider Testamente A. Der Kontext einer philosophischen Einübung in die Ekklesiologie: Die Lehre von Traditionen und Institutionen 1. Der weitere Rahmen der philosophischen Untersuchung: Traditionen und Institutionen im Allgemeinen a) Aufgaben der Überlieferung und ihrer Organe #G_a_G#) Ein sprachphilosophischer Zugang #G_b_G#) Folgerungen für die allgemeine Lehre von Traditionen und Institutionen b) Legitimationskriterien c) Defiziente Modi der Erfahrungsfähigkeit und ihre Stabilisierung durch Fehlformen von Traditionen und Institutionen 2. Der engere Rahmen der philosophischen Untersuchung: Speziell: Religiöse Traditionen und Institutionen a) Aufgaben und Legitimationskriterien #G_a_G#) Gebete und religiöse Erzählungen als »normative Texte« der Überlieferungsgemeinschaft und die Aufgabe der »Diener am W #G_b_G#) Die »Formatio Mentis« durch die Gottesdienstfeier und die Aufgabe der Priester #G_g_G#) Das religiöse Recht #G_d_G#) Charismatische Diener der Überlieferung #G_e_G#) Erneuerungsbewegungen und Sondergemeinschaften b) Defiziente Modi der religiösen Erfahrung und ihre Verfestigung durch Fehlformen der religiösen Tradition. Erstes Teilergebnis B. Das Selbstverständnis der »Ekklesia Israel« und seine Voraussetzungen 1. Das Selbstverständnis Israels als Thema einer religionsphilosophischen Reflexion a) Die spezifische Differenz der »Ekklesia Israel« b) Die Bedeutung der Freiheit für das Verhältnis des Menschen zum Heiligen – Ein Versuch, Ergebnisse der allgemeinen Theorie d c) Die offene Frage: Die Möglichkeit, das Verhältnis zwischen Gott und seinen Verehrern als ein Verhältnis von Wahlhandlungen z d) Aufgaben einer transzendentalphilosophischen Deutung 2. Die These von der universalen Gott-Entfremdung der Welt und die Stellung Israels in der Religionsgeschichte des frühen Europ a) Der erreichte Problemstand: Mögliche Deformationen der religiösen Erfahrung und die Gefahr ihrer sozialen Stabilisierung b) Eine spezielle Art von Erfahrungen und die Entstehung der Religionskritik im frühen Europa c) Die menschliche »Götterbildnerei« (Theoplasía) und »Mythenmacherei« (Mythopoiía) und die Frage nach ihren Gründen d) Krisen der überlieferten Deutung der Welt und eine neue Form der religiösen Erfahrung: Ihre Inhalte als Antizipationsgestalt 3. Die besondere historische Erfahrung Israels auf dem Hintergrund der Krisenerfahrungen im frühen Europa a) Der »Vorübergang Gottes« und das Gericht über die Götter des Todes und der Fruchtbarkeit b) Die Erfahrung von der Freiheit Gottes und die Entdeckung der Geschichte c) Die »Ekklesia Israel« in einer gott-entfremdeten Welt 4. Israels Erwählungsbewußtsein und seine Legitimationskriterien Zweites Teilergebnis C. Die »Ekklesia Israel« – Partikuläre Erwählung und universaler Weltauftrag 1. Die Erwählung der Väter und die Überlieferungsgemeinschaft als »Bundesvolk« a) Das besondere Problem der »Ekklesia Israel«: die Weitergabe einer »Erwählung« b) Die »Erhaltungsgnade« – ein überlieferungsgeschichtlicher Grenzfall 2. Die Aufgabe einer transzendentalphilosophischen Deutung 3. Die »Ekklesia Israel« als Schule der religiösen Erfahrung a) Die besondere Erfahrung Israels als Schule des Blicks für das »anagogische« Bedeutungsmoment jeder religiösen Erfahrung b) Das »historische« und »tropologische« Bedeutungsmoment c) Partikularität und universeller Weltauftrag – ein wichtiges Beispiel: Der jüdische Beitrag zur Entstehung und Geschichte de d) Ein Volk, das »nicht ist wie die anderen Völker« 4. Die Organe des Bundesvolkes – partikuläre und universale Bedeutung a) Die ursprünglichen Träger der Überlieferung: die Väter und Mütter b) Erbliche Ämter im Dienste der Überlieferung: Priester und Könige #G_a_G#) Das erbliche Priesteramt #G_b_G#) Das Königtum c) Die »Freude am Gesetz« und die Bedeutung des Rechts in der Ekklesia Israel d) Charismatische Diener der Überlieferung: Das ausgezeichnete Beispiel: die Propheten e) Erneuerungsbewegungen und Sonderbünde 5. Die Ekklesia Israel und die »Fremdvölker« Drittes Teilergebnis D. Das Judentum, oder: Die neue Gestalt Israels nach der Babylonischen Gefangenschaft 1. Der Untergang von Tempel und Königtum und das »Wunder« der Fort-Existenz Israels a) Die Zerstörung von Samaria und Jerusalem als »horizont-verändernde Erfahrung« b) Aufgaben der Überlieferung in der Zeit nach der Babylonischen Gefangenschaft und die Kategorien von »Verheißung« und »Erfüll c) Der Übergang von der Prophetie zur Apokalyptik d) Die Struktur des neuen Erfahrungshorizonts e) Die neue Bedeutung der »Schriftgelehrsamkeit« und ein neues Organ der Überlieferung: der Rabbi #G_a_G#) Die Eigenart des jüdischen Rabbinats #G_b_G#) Historische Voraussetzungen seines Entstehens 2. Das Judentum zur Zeit des Zweiten Tempels und die neu aufbrechenden Krisen seiner Geschichte a) Das »Neue Jerusalem« und der »Neue Bund«: Die Erwartung ihrer Unzerstörbarkeit und ihre Enttäuschung b) Eine neue Deutungs-Aufgabe und die Entstehung neuer Sondergemeinschaften c) Die Einheit des Judentums in der Differenz zwischen den »Juden im Lande« und den »Juden in der Zerstreuung« d) Die besonderen Aufgaben der jüdischen Überlieferung in der Diaspora e) Nochmals eine Veränderung des Erfahrungs-Horizonts f) Eine neue Deutungs-Kategorie: Der »Leidende Gottesknecht« Viertes Teilergebnis »E. Der Christus« – Anzeichen und Wende einer eschatologischen Krise in der Geschichte der Ekklesia Israel 1. Jesus als »der Christus« und seine Erkennungszeichen 2. Gründe des Konflikts mit dem Judentum 3. Jesus als Glied der jüdischen Überlieferungsgemeinschaft und eine entstehende christliche Überlieferung 4. Wir aber predigen Christus, den Gekreuzigten 5. Den Juden ein Ärgernis, den Griechen eine Torheit a) Das »Ärgernis« in den Augen der Juden b) Die »Torheit« in den Augen der Griechen 6. Die Christusbotschaft – kein Abschied von der Tradition Israels, sondern ein Symptom ihrer Krise und zugleich die Ansage ih 7. Vom Christusbekenntnis zur entstehenden Christologie: der Hymnengesang der christlichen Gemeinden Fünftes Teilergebnis F. Das Christus-Kerygma und die Problematik einer metaphysischen Christologie 1. Philosophische Begriffe und ihre theologische Verwendung a) Zur Methode b) Erste Schritte einer Anwendung auf die Begriffe der »metaphysischen Christologie« 2. Das Kriterium theologischen Begriffsgebrauchs: Die Aneignung der Überlieferung Israels »3. Natur« und »Person« – Zwei Beispiele für die Chancen und Schwierigkeiten des Versuchs, von metaphysischen Begriffen einen a) Der Begriff der »Natur« #G_a_G#) Grundlegende Erfahrungen als Quellen des philosophischen Begriffsgebrauchs #G_b_G#) Versuch einer theologischen Anwendung b) Der Begriff der »Person« #G_a_G#) Unterschiedliche Bedeutungen des Personbegriffs als Ausdruck unterschiedlicher Erfahrungen #G_b_G#) Der kultische Personbegriff – Probleme seiner theologischen Anwendung #G_g_G#) Der juridische Personbegriff und seine theologische Verwendung #G_d_G#) Der moralische Personbegriff und das Problem eines personalen Verhältnisses zu Gott 4. Drohender Bedeutungsverlust oder legitime Weiterentwicklung philosophischer Begriffe? a) Zum erreichten Problemstand: Der drohende Bedeutungsverlust philosophischer Begriffe bei ihrer Übernahme in die Theologie b) Philosophische Gründe einer Weiterentwicklung: Die Frage nach dem Verhältnis von »Natur« und »Person« des Menschen zu seiner c) Theologische Gründe einer Weiterentwicklung: Die Frage nach dem rechten Verständnis der göttlichen Freiheit Sechstes Teilergebnis »G. Freiheit« und »Geschichte« – Theologische Impulse für die Weiterentwicklung philosophischer Begriffe 1. Der Begriff der Freiheit – religiöse und säkulare Kontexte a) Die traditionelle Deutung der menschlichen Freiheit: Die Fähigkeit zur Wahl zwischen Wegen zum »guten Leben« b) Philosophische Kritik an der traditionellen Deutung und das Determinismusproblem c) Abweichende Deutungen der menschlichen Freiheit d) Erneute kritische Anfragen und ein neues Verständnis der Freiheit: die Fähigkeit zu geschichtlichem Handeln 2. »Natur« – »Person« – »Geschichte« Die Christusverkündigung als Impuls für die philosophische Reflexion a) Die Aufgabenstellung b) Philosophiehistorische Beispiele c) Ein exemplarischer Aneignungsversuch: Hegels Dialektik als »Theologia Crucis« #G_a_G#) Vom »historischen« zum »Speculativen Charfreitag« #G_b_G#) Eine kritische Zwischenbilanz 3. Ein Ausblick: »Natur«, »Person«, »Geschichte« und die Dialektik der Freiheit a) Zum erreichten Problemstand b) Die Dialektik des Wesens und die Dialektik der Freiheit – oder: Prozeß und Geschichte c) Die Bewährungsprobe: Die »Theologia Crucis« als »eschatologische Zeitansage« #G_a_G#) Die Begriffe »Natur« und »Person« als Interpretamente des Todes und der Auferweckung Jesu #G_b_G#) Die »Theologia Crucis« – inhaltliche und formale Bedeutung #G_g_G#) Eine Anwendung auf die Begriffe »Natur« und »Person« Siebtes Teilergebnis H. Die christliche Überlieferung – Aufgaben, Legitimationsgründe und Bewährungsproben 1. Aufgaben und Probleme christlicher Überlieferung a) Aufgabe und Bewährungsprobe der christlichen Überlieferung: Die Weitergabe des Glaubens als »Formatio Mentis« der Hörer und b) Die drohende Gefahr eines Übergangs von der religiösen »Formatio Mentis« zu spezifischen Formen der »Deformation« c) Die Notwendigkeit institutionalisierter Organe der christlichen Überlieferung – ein erster Vorblick d) Spezifische Schwierigkeiten der christlichen Überlieferung 2. Zu welcher Art von Erfahrung werden Christen befähigt? a) Die Nächstenliebe als »Ernstfall des Glaubens« b) Die »Transfiguration« profaner Erfahrungen in religiöse #G_a_G#) Ein biblischer Bericht und eine allgemeine Einsicht der Religions-Phänomenologie #G_b_G#) Bezeugte Erfahrung und religiöse Überlieferung c) Die besondere Bedeutung der sittlichen Erfahrung als hermeneutischer Schlüssel zum Verständnis aller anderen Erfahrungsarten #G_a_G#) Das tropologische, allegorische und historische Bedeutungsmoment jeder Erfahrung #G_b_G#) Das anagogische Bedeutungsmoment jeder Erfahrung und die Formatio Mentis als Weg #G_g_G#) Die Schule der sittlichen Erfahrung und ihre religiöse Bedeutung 3. Die Eigenart einer christlichen Schule der Erfahrung: Die Anleitung, vom Hören des Wortes zur doxologischen Antwort überzuge 4. Die christliche Überlieferung in Konkurrenz zu anderen »Schulen der Erfahrung« a) Mögliche philosophische »Konkurrenten« #G_a_G#) Die sittliche Erfahrung als Schärfung des Blicks für das »tropologische« Bedeutungsmoment aller Erfahrungsarten – Die #G_b_G#) Das »allegorische« Bedeutungsmoment der Erfahrung – die christliche Überlieferung in der Begegnung mit der Postulaten #G_g_G#) Das »anagogischer« Bedeutungsmoment der Erfahrung – die jüdisch-christliche Überlieferung in der Begegnung mit einer b) Die sittliche Erfahrung und ihre Interpretation #G_a_G#) Interpretation als Schule der Erfahrung – zwei Weisen, eine Aufgabe zu verstehen #G_b_G#) Die Interpretation der sittlichen Erfahrung und die Aufgabe, sie vor Illusion und Resignation zu bewahren 5. Das rechte Verständnis der sittlichen Erfahrung und das Verhältnis der christlichen Botschaft zu den Vernunftpostulaten a) Die jüdisch-christliche Überlieferung und die Postulatenlehre Kants b) Eine weiterentwickelte Postulatenlehre und die christliche Überlieferung c) Rückschau auf ein Ergebnis 6. Bewährungsproben der christlichen Überlieferung und ihrer Institutionen a) Eine methodische Klarstellung b) Die entscheidenden Momente einer christlichen »Schule der Erfahrung«: das gottesdienstliche Kerygma und das Dogma als Norm c 7. Die Organe der christlichen Überlieferung a) Die Sprachlehrer des Gebets b) Die Vorbeter der Gemeinde c) Die »Lesemeister« als Lehrer des Umgangs mit normativen Texten d) Die »vertrauten Diener Christi und Verwalter der Mysterien Gottes« #G_a_G#) Bemerkungen zur Wort- und Begriffsgeschichte #G_b_G#) Kriteriologische Folgerungen e) Die Spezialisten der Auslegungskunst und der ihr entsprechenden Kunstlehre f) Die »Nachfolger der Apostel« und das kirchliche »Lehramt« g) Das kirchliche Recht h) Charismatiker und ihr Verhältnis zur kirchlichen Überlieferungsgemeinschaft i) Ein Rückblick Achtes Teilergebnis Ein Ausblick: Der theologische Begriff des »Universale Sacramentum Salutis« – Ausdruck des Übergangs von der Christologie zur 1. Die Aussagen des Zweiten Vatikanischen Konzils 2. Vom »Signum Veritatis« zum eschatologischen »Sacramentum Salutis« a) Überlieferungsgemeinschaften im Allgemeinen als »Zeichen der Wahrheit« b) Religiöse Überlieferungsgemeinschaften als »Zeichen des Heils« c) Die Ekklesia Israel als Heilszeichen für die Völker d) Der Christus als »Lumen Gentium« – Der Lobgesang des Simeon als Programm einer entstehenden Christologie e) Von der Christologie zur Ekklesiologie Partikularität und Universalität – die zwei Seiten eines heilsgeschichtlichen Auftrages Verwendete Abkürzungen Verzeichnis der zitierten oder erwähnten Literatur Stichwortregister zum dritten Band
In diesem dreibändigen Werk unternimmt Richard Schaeffler den Versuch, den "Wechselbeziehungen zwischen Philosophie und Theologie" eine konkrete und für beide Seiten förderliche Gestalt zu geben. Dabei orientiert er sich an den vier klassischen "Traktaten" der Fundamentaltheologie: der theologischen Erkenntnislehre (1. Band), der Gotteslehre (2. Band), der Lehre von Christus und von der Kirche (3. Band).Der Dritte Band stellt die Christologie in den Zusammenhang einer Analyse der Aufgaben religiöser Überlieferungsgemeinschaften hinein: Überlieferungsgemeinschaften und die sie sichernden Institutionen sind "Schulen der Erfahrung" und haben sich an dieser Aufgabe zu bewähren. Nur so werden die Hörer des Wortes dazu befähigt, zu eigenverantwortlichen Zeugen seiner Wahrheit zu werden. Dabei zeigt sich: Jene Überlieferung, die die spezifische Erfahrung der Glaubenden möglich macht, umfasst die Geschichte der "Ekklesia" beider Testamente. Das "Christus-Ereignis" läßt sich als jene Krise und Wende in der Geschichte Israels verstehen, aus der, im Sinne einer "eschatologischen Zeitansage", ein neues Verständnis der Zeit hervorgegangen ist, die in Christus "in ihre Fülle gelangt ist". Wird das Christusereignis auf solche Weise in seiner Beziehung zur Geschichte der "Ekklesia Israel" gesehen, dann können auch die Aussagen der klassischen Christologie, einschließlich der Rede von den zwei Naturen in der einen Person des Christus, neu verstanden werden.