معرفی کتاب «Philologie der Poesie: Von Goethe bis Peter Szondi (German Edition)» نوشتهٔ König, Christoph، منتشرشده توسط نشر OLDENBOURG WISSENSCHAFTSVERLAG در سال 2014. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Literary scholars and poets are like intimate strangers. They owe their closeness to literature and their alienation to their different relationship to productivity. This book examines Goethe, Friedrich Schlegel, Lönnrot, Hofmannstahl, and Szondi, among others. It analyzes the reasons for this alienated closeness and describes a tradition that has shaped the relationship between poetic productivity and philological understanding. Inhalt Vorbemerkung Einleitung 1 Wilhelm von Humboldt 1798. Zu Goethes ›Herrmann und Dorothea‹ und der Problematik einer dichterischen Aktualität Die Gattung angesichts des Bildungsprogramms Humboldts ›Über Göthe’s Herrmann und Dorothea‹ Aktualisierung Kants Die bürgerliche ›Natur‹ Eine ungebärdige literarische Technik? Sprachpraxis Zur ästhetischen Kritik Leitbegriffe der Philologie als Institution Übergänge 2 Sprachdenken. Schillers Elegie ›Der Spaziergang‹ nach Wilhelm von Humboldt Philosophie und Lesepraxis Gedanken und Geschwindigkeit Sprache in Dynamik Kunsttheoretischer Sinn Hermeneutik der Literatur 3 Grenzen der Cyklisation. Friedrich Schlegels Notate ›Zur Philologie‹ als Form des Romans ›Lucinde‹ Wiegebewegung Begriffsarbeit in den Notaten ›Zur Philologie‹ Wissenschaftlich vs. kunstmäßig Absolute Philologie als Kontrolle des Absoluten Annihilierte Werke von Goethe, Platon und Lessing Die Hauptsache: Cyklisation Philologische Methoden im Zeichen literarischer Gattungen Der Roman ›Lucinde‹ als Modell einer progressiven Philologie Philologie der Gattungen der Liebe ›Lehrjahre der Männlichkeit‹ Reflexion der Produktivität in der Allegorie Perspektiven oder: Wann endet eine Interpretation? 4 Wissensvorstellungen in Goethes ›Faust II‹ Zur klassischen und späten Ästhetik Goethes Forschungskritik oder Das Partikulare Die Klugheit des Werkes und wie es seinen Gelehrten ergeht Wissenskontroversen werden ästhetisch (und nicht ohne äußere Willkür) entschieden Kommentare zum Schaffensprozeß 5 Epenzwang. Philologische Argumente am Beispiel des ›Kalevala‹ Ästhetik des Heroismus Antike/Moderne Hysteresis Vier Argumente Zur Machart des ›Kalevala‹ Interpretationskonflikte/Sinn 6 Vom Stillstellen der Traditionen. Hofmannsthals Begriff der ›Cultur‹ im Blick auf Goethe und die Universität Das ›System Hofmannsthal‹ Historismus Goethes Norm Kompromisse mit der Universität 7 Positionen auf dem Weg zu einer kritischen Hermeneutik Subjektivität nach Schleiermacher Zur Tiefenhermeneutik Gadamers Szondis experimentelle Auslegung Schleiermachers Bollack und die insistierende Lektüre 8 Peter Szondis Ethik des wissenschaftlichen Essays Subjektivität Außerhalb der Institution Das literarische Selbst Hermeneutik und wissenschaftlicher Essay Polemik Anmerkungen Literaturverzeichnis Personenregister Publikationsnachweise
„Einer weit verbreiteten, auch und gerade in den Poetik-Vorlesungen unserer Tage emphatisch vertretenen Vorstellung zufolge ist der poeta doctus eine historisch versunkene Figur. Seit den letzten Jahrzehnten des achtzehnten Jahrhunderts wird als selbstevident vorausgesetzt, dass man nicht aus dem gelehrten Wissen heraus dichte, sondern aus der unmittelbaren Erfahrung, aus dem sich zum Wort und Bewusstsein drängenden Gefühl. Die hier versammelten Studien Christoph Königs verabschieden diesen Gemeinplatz. Königs Kunst der eindringlich-spekulativen Lektüre erschließt die Intensität der Imagination, die sich dort entzündet, wo Poesie und Philologie eine ebenso innige wie reflektierte Verbindung eingehen. Moderne Dichtung in ihrenhöchsten Erscheinungsformen erweist sich als sublimierte Hermeneutik, moderne Philologie in ihren bedeutendsten Leistungen als poetisches Leseexperiment. Anhand von exemplarischen Fallstudien (unter anderem zu Wilhelm von Humboldt, Schiller, Goethe, Friedrich Schlegel, Lönnrot, Hofmannsthal, Gadamer, Szondi und Bollack) entwirft Christoph König ein überzeugendes Bild der spannungsvollen Zweiheit von Poesie und Philologie, das unser Verständnis der literarischen Moderne grundlegend modifiziert.“
David E. Wellbery
University of Chicago
„Einer weit verbreiteten, auch und gerade in den Poetik-Vorlesungen unserer Tage emphatisch vertretenen Vorstellung zufolge ist der poeta doctus eine historisch versunkene Figur. Seit den letzten Jahrzehnten des achtzehnten Jahrhunderts wird als selbstevident vorausgesetzt, dass man nicht aus dem gelehrten Wissen heraus dichte, sondern aus der unmittelbaren Erfahrung, aus dem sich zum Wort und Bewusstsein drängenden Gefühl. Die hier versammelten Studien Christoph Königs verabschieden diesen Gemeinplatz. Königs Kunst der eindringlich-spekulativen Lektüre erschließt die Intensität der Imagination, die sich dort entzündet, wo Poesie und Philologie eine ebenso innige wie reflektierte Verbindung eingehen. Moderne Dichtung in ihren höchsten Erscheinungsformen erweist sich als sublimierte Hermeneutik, moderne Philologie in ihren bedeutendsten Leistungen als poetisches Leseexperiment. Anhand von exemplarischen Fallstudien (unter anderem zu Wilhelm von Humboldt, Schiller, Goethe, Friedrich Schlegel, Lönnrot, Hofmannsthal, Gadamer, Szondi und Bollack) entwirft Christoph König ein überzeugendes Bild der spannungsvollen Zweiheit von Poesie und Philologie, das unser Verständnis der literarischen Moderne grundlegend modifiziert." David E. Wellbery University of Chicago