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Phänomenologie und Erfahrungswissenschaft vom Menschen: Grundgedanken zu einem neuen Ideal der Wissenschaftlichkeit

معرفی کتاب «Phänomenologie und Erfahrungswissenschaft vom Menschen: Grundgedanken zu einem neuen Ideal der Wissenschaftlichkeit» نوشتهٔ Strasser, Stephan، منتشرشده توسط نشر de Gruyter GmbH در سال 1964. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Alle Redite, insbesondere das der Übersetzung in fremde Sprachen, vorbehalten. Ohne ausdrückliche Genehmigung des Verlages ist es audi nidit gestattet, dieses Budi oder Teile daraus auf photomechanisdiem Wege (Photokopie, Mikrokopie) zu vervielfältigen. Satz und Drude: Thormann & Goetsdi, Berlin. ## V Eine Arbeit wie diese, in der philosophische und erfahrungswissenschaftliche Einsichten -wobei die letzteren ihrerseits den verschiedensten sich mit dem Menschen beschäftigenden Wissenschaften entnommen sind -zu einer Synthese vereinigt werden müssen, kann nicht "vollständig" sein. Dies ist zunächst vom technischen Standpunkt aus unmöglich, da auf dem Gebiet einer jeden im weitesten Sinne des Wortes "anthropologischen" Wissenschaft Jahr für Jahr hunderte Publikationen erscheinen, die nur der Spezialist ordnen und beurteilen kann. Vollständigkeit kann ferner auch aus persönlichen Gründen nicht verwirklicht werden, da ein ganzes Menschenleben erforderlich ist, um auch nur einen einzigen Zweig , der Menschenkunde geistig zu beherrschen. Wer starr an einem enzyklopädischen Erkenntnisideal festhält, muß die Hoffnung aufgeben, sich jemals zu einer synthetischen Zusammenschau wissenschaftlichen Lebens erheben zu können. -Eine solche Vollständigkeit ist aber auch nicht erforderlich. Es handelt sich ja im folgenden nicht um die Durchforschung eines bestimmten Erfahrungsbereiches, sondern um das Erlangen von Wesenseinsichten. Darum habe ich auch überall da, wo ich zwischen mehreren Beispielen zu wählen hatte, das einfachere dem komplizierteren vorgezogen. Dies ist u. a. der Grund, warum ich die Charakterologie Künkels verhältnismäßig ausführlich besprochen habe. Die Durchsichtigkeit der methodischen Idee Künkels erlaubt es, gewisse Zusammenhänge deutlicher aufzuzeigen. Kompliziertere Analysen würden mehr Raum einnehmen, ohne andere Ergebnisse zu zeitigen. -Ich habe mich auch ganz bewußt der Methode der Kontrastbilder bedient. Dabei habe ich vorzugsweise "klassische Vertreter" geistiger Strömungen kritisch miteinander verglichen, um zu zeigen, zu welchen Resultaten gewisse philosophische und wissenschaftstheoretische Voraussetzungen führen. So bin ich mir ζ. B. der Tatsache bewußt, daß es zwischen der extrem existenzphilosophischen und der logisch-positivistisdien Betrachtungsweise 8 hunderte Ubergangsschattierungen gibt. Die verschiedenen Kompromißlösungen sind jedoch weniger lehrreich als die Versuche, auf wissenschaftlichem Gebiet einen radikalen Grundgedanken kompromißlos zur Durchführung zu bringen. -Ebendarum habe ich vielfach nur einen repräsentativen Namen genannt, wo die Namen vieler erwähnt zu werden verdienten. Ich habe das letztere unterlassen, da die Aufzählung von vielen Autoren und Publikationen nichts zur Einsicht beigetragen hätte, um die es mir einzig zu tun ist. Die Tatsache, daß manche Teile dieser vielseitigen Untersuchung weniger gründlich ausgearbeitet werden konnten, gibt mir dagegen Anlaß zu ernster Besorgnis. Dies gilt vor allem für die Frage nach dem Wesen der phänomenologischen Philosophie. Ich habe die Absicht, die Grundgedanken, 2 s. S. 9 bis S. 52. ## VI die auf diesen Problemkreis Bezug haben, in einer folgenden Publikation auf eine Weise zu entwickeln, die auch den Philosophen vom Fache Befriedigung gewähren wird. Während des Schreibens dieses Textes erschien der erste Teil von Sartre's "Critique de la raison dialectique".\* Idbi habe hierin keinen Anlaß gesehen, an meinen kritischen Betrachtungen Veränderungen anzubringen. Diese beziehen sich auf den Existenzphilosophen Sartre, der seine Lehre in zahlreichen früheren Veröffentlichungen auseinandergesetzt hat, nicht auf den neugebackenen Marxisten oder Halbmarxisten Sartre. Der Versuch des Ersteren, die Prinzipien einer existenziellen Psychoanalyse zu formulieren, bleibt lehrreich, auch wenn der Letztere es vorgezogen hat, gänzlich andere Wege einzuschlagen. Es war mir gleichfalls unmöglich, drei anderen wichtigen Veröffentlichungen Rechnung zu tragen, nämlich Hans-Georg Gadamers: "Wahrheit und Methode" 4 , Herbert Spiegelbergs: "The Phenomenological Movement", 5 und Georges Gusdorfs: "Introduction aux Sciences Humaines".' Alle drei Publikationen ergänzen in glücklicher Weise meine mehr grundsätzlichen Darlegungen. Gadamer vertieft die auch von mir zur Sprache gebrachte Problematik der methodischen Hermeneutik. Spiegelberg tritt als erster Geschichtsschreiber der gesamten phänomenologischen Bewegung auf. Im besonderen mache ich den Leser auf das Werk von Gusdorf aufmerksam. Gusdorf unternimmt nämlich einen groß angelegten Versuch, das zu geben, was ich nicht geben wollte: ein einigermaßen vollständiges Bild vom Entstehen der Erfahrungswissenschaften vom Menschen im Laufe der Geistesgeschichte. Erste Untersuchung. Auf der Suche nach einem dritten Weg I. Einführung in die Problemstellung Was ist empirische Menschenkunde? „Geisteswissenschaften“ oder „Wissenschaften vom Menschen“? Menschenkunde und Naturkunde Das anthropologische Dilemma Die Aporie der Freiheit Die Zwecksetzung als Aporie II. Objektivismus als „Erster Weg“ Techniker und Theoretiker Der „wissenschaftliche Apparat“ Eingeklammerte Freiheit Suspendierte Zwecksetzungen Die objektivistische Reduktion Was ist „Objektivität“? Das Prinzip der Verifizierbarkeit Das reduzierte Universum der Wissenschaften III. Kritik des Objektivismus Die Einheit der Wissenschaften als philosophisches Problem Die Sprache – kein neutrales System von Zeichen Keine Tyrannei der Methode Zweideutigkeit der „behavioristics“ IV. Der „Zweite Weg“: Der Absolutismus der Freiheit Warum ein „zweiter Weg“? Sartres Begriff des Bewußtseins Selbstanwesenheit, keine Selbsterkenntnis Polarität Negativität ‘Nichtheiten’ Freiheit Sartres Idee einer existenziellen Psychoanalyse ‘Verstehen’ als Erfassen des transzendenten Zieles Postulate der existenzialistischen Menschenkunde Der existenzielle Entwurf Existenzialistische und psychoanalytische Menschenkunde Existenzialistische contra psychoanalytische Menschenkunde V. Der „Absolutismus der Freiheit“ im Lichte der Kritik Zweierlei Kritik Was ist eine Situation? Was ist ‘vorontologisches Verständnis’? Das unmenschliche Bewußtsein Abschließende Betrachtung VI. Erste Orientierung Die zerbrochene Welt der Philosophen Stereotype Polemik Diskussion ohne Denkanstrengung Typische Zweideutigkeiten Vorläufige Unterscheidungen Programmatische Grundgedanken Auf dem Weg zu einer phänomenologischen Philosophie Zweite Untersuchung Wesen und Gestaltwandel der Objektivität A. Objektivität der Lebenswelt I. DieLebenswelt als Fundament des wissenschaftlichen Denkens Husserls „Lebenswelt“ Eine subjektivistische Interpretation Jeansons Verurteilung der Objektivität Der Subjektivismus als Skeptizismus Objektivismus und Objektivität Jenseits von Scientismus und Antiscientismus Doppelsinn der „Lebenswelt“ „Außerwissenschaftliche Welt“ oder „außerwissenschaftliches Niveau“? Problematik der „Eigenheitssphäre“ „Wahrnehmen“ und „wahrnehmen als“ II. Objektivierung und Objektivität Das Entstehen des Ding-Objektes Drei objektivierende Leistungen Skepsis hinsichtlich der Sprache Die Bedeutung der Objektivierung Enthüllende Erfahrung, entschleiernder Dialog Angewiesen-sein Grundbegriff der Objektivität Objektivierende Praxis III. Die Lebenswelt als primitive Welt Die Objektivität des primitiven Menschen Natur – nicht die Gesamtheit der „Objekte“ Einheit von Kultur und Natur Kosmische und gesellschaftliche Ordnung Das mythische Weltbild Mythische Zeit Coincidentia oppositorum B. Universelle Objektivität I. Die wissenschaftliche Aufklärung Auflösung der Lebenswelten Historie gegen Prähistorie Der Prozeß der Universalisierung Die wissenschaftliche Aufklärung Die doppelte dialektische Funktion der Aufklärung Rückzug der Doxa Mythos, Religion, Mythologie Universale Theorie gegen lebensweltliche Perspektiven Wissenschaftliche „Tatsache“ und Verifikation II. Tatsache und Methode auf dem Gebiet der Naturwissenschaften Die Methode der Idealisierung Idealisierung der Natur „Formen“ und „Füllen“ Die Konstruktion der naturwissenschaftlichen Tatsache Im Banne der Ziffer Pseudoexaktheit III. Tatsache und methodische Idee auf dem Gebiet der empirischen Menschenkunde Intuitive Typologien auf dem Gebiet der Naturkunde Orientierungspunkte für menschenkundliche Forschung „Tatsache“ – ein Grundbegriff der Wissenschaftstheorie Isolierbarkeit der Tatsache Unveränderlichkeit der Tatsache „Gegen-ständlichkeit“ der Tatsache „Tatsache“ und „methodische Idee“ Die Tatsache – eine künstlich erzielte Evidenz Naturkundliche und menschenkundliche Tatsache Formale methodische Ideen im Dienste der Menschenkunde Max Weber und die religionssoziologische Tatsache Was ist eine „inhaltliche Idee“ Künkel und die charakterologische Tatsache Selbstüberschätzung der Orthodoxien Weder Idealismus noch Konventionalismus Schlußfolgerungen IV. Eigenart der Erfahrungswissenschaften vom Menschen: „Die Doppelgeleisigkeit“ der menschenkundlichen Untersuchungen Analyse einer Testsituation Rorschachs methodische Idee Kasuistik als Methode Vergleichbar-machen Tatsachen mit Sinn V. Eigenart der Erfahrungswissenschaften vom Menschen: Menschenkundliche Untersuchung als Begegnung Subjekt–Objekt oder Subjekt–Subjekt? Subjekte oder Automaten Was ist eine Begegnung? Begegnen und Begegnen-lassen Zweisprachigkeit Künstlich, aber nicht gekünstelt VI. Problematik des Verstehens: Die vorwissenschaftliche Intuition Das Ende des uninteressierten Zuschauers Der verstehende Zeuge Was ist eine verwissenschaftliche Intuition? Undurchführbarkeit der empiristischen Reduktion Operationalistische Scheindefinitionen Die Schattenseite der empiristischen Reduktion Fundamentale Formen vorwissenschaftlicher Intuition Verstehen und Mißverstehen Umweg oder Ausgangspunkt? VII. Problematik des ‘Verstehens’: Hypothese und Interpretation Intuition und Interpretation Die Hypothese Interpretation im engeren Sinne Explizites und implizites „Nach-Fühlen“ VIII. Problematik des „Verstehens“: Die „Sicht“ Unentbehrlichkeit der „Sicht“ Drei Formen von „Verstehen“ Verstehen des Verstehens Die Tatsachen sprechen An der Grenze der „zweiten Objektivität“ Der Baum der Wissenschaft C. Wissenschaft und Weisheit I. Kritik der wissenschaftlichen Aufklärung: Versagende Universalität Gemeinschaft der Spezialisten Die babylonische Situation Das Entstehen der babylonischen Situation Zersplitterte Wahrheit II. Kritik der wissenschaftlichen Aufklärung: Naivität des Scientismus Scientismus Die „zweite“ Naivität Die axiologische Naivität Existenzielle Naivität Die metaphysische Naivität III. Kritik der wissenschaftlichen Aufklärung: Krisis der „Zweiten Objektivität“ Resignation der Spezialisten Funktionsverlust moderner Wissenschaft Bedürftige Wissenschaft Das freie Spiel der „Weltanschauungen“ Aktivitätsneurose der Wissenschaft IV. Möglichkeit und Notwendigkeit einer „Dritten Objektivität“ Moderne Wissenschaft an der Schwelle eines neuen Zeitalters Sicht und metaphysische Vorentscheidung Die Frage nach dem Sinn der Welt Was ist Sinn? Sinn, Unsinn, Sinnlosigkeit Die Welt als Sinn-Horizont Ambivalenz der Welt Vor-Sinn und Bedeutung Warum Metaphysik? Drei Niveaus von Objektivität Freiheit und Gebundenheit des Philosophierenden Prekäres Gespräch V. Menschenkunde und Philosophie Alte Vorurteile „Diskretion“ statt Resignation Universale Theorie oder Hermeneutik? Notwendigkeit des philosophischen Pluralismus „Liebender Kampf“ Philosophischer Pluralismus und hermeneutischer Horizont Die Bedeutung des hermeneutischen Horizontes Erfahrungswissenschaftler mit philosophischem Interesse – Philosophen mit erfahrungswissenschaftlicher Einsicht Blick in die Zukunft Dritte Untersuchung. Phänomenologie und Erfahrungswissenschaft vom Menschen I. Dialektische Phänomenologie Historische Einführung in die Problemstellung Was ist Phänomenologie? Der hermeneutische Charakter der phänomenologischen Philosophie Der intuitive Charakter der phänomenologischen Philosophie Grenzen der Intuition Der dialektische Charakter der phänomenologischen Philosophie Dialektik als Dialog II. Krisis der Evidenz Der Zweifel des Merleau-Ponty Formale und intuitive Evidenzen Erfahrung, Intuition, Evidenz Radikalisierung und Überwindung des relativistischen Zweifels Urevidenzen Aufhebung der natürlichen Evidenzen durch die Dialektik Schlußfolgerungen III. Zwischen philosophischer und empirischer Menschenkunde Beitrag der Phänomenologie zur Erfahrungswissenschaft vom Menschen Beitrag der empirischen Menschenkunde zur Phänomenologie Ein existenzphilosophischer Einwand Der Endlichkeitsaspekt der freien Existenz Die Zurückbezogenheit der Menschenkunde auf sich selbst Relative Allgemeingültigkeit und Notwendigkeit Das Grenzgebiet IV. Irrwege der Phänomenologie Mangel an Wahrheitsethos Phänomenologischer Impressionismus Suggestion als „phänomenologische Methode“ „Literarische“ Phänomenologie Verantwortungsbewußte Synthese V. Wie ist die Erfahrungswissenschaft vom Menschen möglich? VI. Wie ist Erfahrungswissenschaft vom Menschen auf phänomenologischer Grundlage möglich? Reinigung der Empirie „Aufheben“ als Begrenzen Aufheben als Bewahren Aufheben als Erheben Einem neuen Ideal der Wissenschaft entgegen Anhang Literaturverzeichnis Personenverzeichnis Sachverzeichnis

Angesichts des alle Konventionen sprengenden Antikengehaltes der Skulptur der drei Pilgerwegskirchen in Jaca, Léon und Santiago scheint sich die Antike in Nordspanien bis in das elfte Jahrhundert kontinuierlich fortgesetzt zu haben. Voraussetzung für diese Bildsprache war die enorme künstlerische Freiheit, die aufgrund besonderer historischer Faktoren entlang des Pilgerwegs herrschte. Die Bildhauer traten in direkten Wettstreit mit antiker Skulptur, und durch das Nachvollziehen eines Orestessarkophags aus dem zweiten nachchristlichen Jahrhundert vermochte es eine einzige Künstlergeneration, den Stil der Romanik nahezu allein aus dieser anverwandelten Antike heraus zu entfalten. Erstmals wird im vorliegenden Band der Gesamtbestand dieser an antiken Formen orientierten Skulptur des elften Jahrhunderts am Jakobsweg betrachtet, die einen neuen Erfahrungs- und Handlungsraum eröffnete.

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