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Phänomenologie ironischen Geistes : Ethik, Poetik und Politik der Moderne

معرفی کتاب «Phänomenologie ironischen Geistes : Ethik, Poetik und Politik der Moderne» نوشتهٔ Armen Avanessian، منتشرشده توسط نشر Wilhelm Fink در سال 2010. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Dieses Buch rekonstruiert die Geschichte des ironischen Geistes der Moderne. Dieser tritt erstmals auf mit der sprachtheoretischen Erfindung der Ironie in der Romantik und er verschwindet überall dort, wo die Annahme einer grundsätzlich sprachlich verfassten Wirklichkeit (so die ironie-affine These von Friedrich Schlegel bis Derrida und Deleuze) nicht mehr geteilt wird. Dazwischen liegt eine Unzahl an ironischen Phänomenen in ethischen (Hegel, Kierkegaard), poetologischen (von den Romantikern bis Musil) und politischen (Schmitt, Rorty) Diskursen. Es sind drei unterschiedliche und unvereinbare Operationsweisen (affirmativ, neutral, subversiv) des einstigen rhetorischen Topos Ironie, die sich noch in den unterschiedlichsten historischen Kontexten und Phänomenen wiederfinden lassen. Phänomenologie ironischen Geistes: Ethik, Poetik und Politik der Moderne INHALTSVERZEICHNIS EINLEITUNG A. VORSPIEL (GRIECHISCHES) B. RHETOROLOGIEN I. Geglückte Versöhnung II. Sehnsucht der Kunst III. Wahnsinnsbewusstsein C. ETHICA I. Böse Romantik bei Hegel und Kierkegaard 1. Das Böse (Hegel) 2. Kierkegaards mit ständiger Rücksicht auf Sokrates geschriebene Dissertation Über den Begriff der Ironie 3. Religiöse Inversion der Ironie 4. Entweder Ästhetik – Oder Ethik II. Ästhetisierung als ironischer Imperativ? 1. ‚Ästhetisierung‘ als self-fulfilling prophecy ihrer Kritiker 2. Jacques Rancière 3. Romantische Avantgarde 4. Drehscheibe Nietzsche III. Kostüm und Maske 1. Noch einmal: Nietzsches ästhetische Existenz 2. Das Nachleben der Ironie als Maske IV. Dandyismus und Verwandtes 1. Ästhet, Flaneur, Dandy – Baudelaire 2. Ökonomie des Dandyismus V. Heroische Melancholie 1. Von (romantischer) Melancholie, Schwermut und Verzweiflung 2. Stimmungslehren VI. Unechtes Ichwerden oder Die Entstehung des Ich aus dem Geist ironischer Wiederholung 1. Griechische Gegensichtigkeit 2. Psychoanalyse I: Lacan 3. Psychoanalyse II: Ichgenese bei Freud 4. Die Entstehung des Ich aus dem Geist der Ironie 5. Psychoanalyse III: Freuds Melancholietheorien und deren Dekonstruktion 6. Kleiner Exkurs über die spielerische Genese und den maskenhaften Untergang des Ich (Rilke) VII. Verteidigung der Verführung 1. Literatur und Verführung 2. Täuschung, Heuchelei, Lüge: Von Höflingen und privatisierenden Libertins 3. Verführer oder Verführung: eine Differenz ums Ganze (Les liaisons dangereuses) 4. Von der dissimulatio zur Simulation Baudrillards D. ROMAN – MODERNE – IRONIE I. Geschichtsphilosophie und Gattungspoetik 1. Georg Lukács 2. Indirekt-mimetisches Erzählen 3. Ironie als sublimiertes Lachen (Bachtin) 4. Die Sprachen des Romans a. Hoch- versus Niedersprache b. Sensibilität der Romansprache c. Nähe zum Unsinn II. Haltung des Erzählers und Sprachstile des Romans 1. Der traditionelle Erzähler 2. Elemente der Romanerzählung 3. Die drei strukturellen Romanironien a. Ironie zwischen Erzähler und Leser b. Ironisches Verhältnis zwischen Erzähler und Held c. Kontextuelle Ironie III. Exkurs zu Musils (ironischem) Stil – Sprache und Wirklichkeit 1. An den Grenzen traditioneller satirischer Ironie 2. Ansteckende Nachahmung 3. Der Mann ohne Eigenschaften als Reflexionsmedium 4. Helligkeitskontraste 5. Materialistische Mystik in Farben IV. Von der Mikroironie des Zitats zur Makroironisierung von Gattungen 1. Ironische Zitatzerstörung a. Proust: handlungskonstitutives Zitat b. Musil: personenkonstituierendes Zitat c. Joyces Zitatsinngebung 2. Pastiche 3. Parodie – Parasitäre Wiederholung von Genre- und Gattungsspezifika V. Wirklichkeit und Illusion 1. Realitätsverkennende Lektüre 2. Literarische Ironie als parekbatische Brechung VI. (Ent-)Bildungsromane und ironische Autobiographie 1. Bildungsdekadenz 2. Romantische Bildungsparodie 3. Ironische Autobiographik a. Thomas Bernhards Sprachästhetik b. Es lebe der Tod – Romankunst und Leben E. IRONISCHE POLITIKEN I. Drei politische Reflexionen um Ironie 1. Postmarxismus 2. Systemtheoretische Ironie des Staates 3. Carl Schmitt II. These und Antithese 1. These: Von der strukturellen politischen Subversivität der Ironie 2. Antithese: Der strukturelle Elitismus der Ironie a. Reaktionäre Romantik b. Bürgerliche Spätzeitlichkeit c. Postmoderner Privatismus Exkurs zur Verdrängung des Ästhetischen im Politischen: Habermas vs. Rancière Exkurs: Liberalismus und Kommunitarismus III. Kafkas Gesetzeslogik 1. Formale Verschiebungen 2. Politische Umsetzung 3. Ironie und Humor bei Deleuze F. METHODE ESSAY? G. METAPHYSISCHE ENTGRENZUNGEN (OHNE STÄNDIGE RÜCKSICHT AUF IRONIE) I. Grenzen der Ironie II. Hanthologien I–IV III. Disjunktive Dialektik (Hegel vs. Deleuze) BIBLIOGRAPHIE DANKSAGUNG
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