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Pflanzensoziologie und Landschaftsökologie, vol. 7

معرفی کتاب «Pflanzensoziologie und Landschaftsökologie, vol. 7» نوشتهٔ C. Troll (auth.), Reinhold Tüxen (eds.)، منتشرشده توسط نشر Springer Netherlands : Imprint : Springer در سال 1968. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

XV EROFFNUNG von REINHOLD TUXEN Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Kollegen, meine lieben Freunde!Im Auftrage unseres hochverehrten Prasidenten, Herrn Dr. W. C. DE LEEUW, Leiden, habe ich die Ehre das 7• Internationale Symposion der Internationalen V ereinigung fiir V egetationskunde ii ber das Them engebiet ,Pflanzensoziologie und Landschaftsokologie" zu eroffnen. Ich darf Sie alle, die Sie aus 12 Landern wieder zu uns gekommen sind, auf das herzlichste Willkommen heiBen. Es bedeutet mir eine groBe Freude und hohe Genugtuung, daB die meisten von Ihnen nun schon zum Wiederholten Male hier in Stolzenau zusammen gekommen sind, urn mit uns ein Symposion zu begehen tiber einen Problemkreis, der uns allen am Herzen liegt. Wir bedauern darum umso mehr das Fernbleiben mancher verehrter Kollegen und lieber, alter Freunde, die a us verschiedensten GrUnden nicht kommen konnen. Aus den Briefen, die uns erreichten, mochte ich eine Absage zitieren, weil sie bezeichnend fiir viele ist: ,Das Programm ist ungemein verlockend. Es erweist sich aufs Neue, daB Stolzenau gleich einem kraftigen Magnet seine Strahlen in alle Welt aussendet und wiederum eine groBe Schar geistig Schaffender zusammenruft. Obwohl es eigentlich ganz iiberfliissig ist, weil der Erfolg auBer Zweifel steht, mochte ich doch meine besten Wiinsche zum Gelingen darbringen."-Traurig schreibt unser lieber und verehrter Freund Ivo HoRVAT, der bis Weihnachten in Deutschland als Gastprofessor war, der dann erkrankte und hoffte, hierher kommen zu konnen. Er muBte zu Hause sofort operiert werden, und er liegt dort auf das schwerste erkrankt. Wir konnen nur tie£ bedauern, daB gerade dieser auBerordentliche Mann, der soviel fiir unsere Wissenschaft getan hat, dem wir so viel verdanken und der z.Zt. an einem dreibandigen Werk tiber die Vegetation Siidosteuropas arbeitet, von dem der erste Band nahezu druckreif ist und die heiden anderen Ban de weit fortgeschritten sind, nicht hier sein kann. -Ein anderer Freund aus dem ostlichen Europa schreibt: "Ich bitte bei Eroffnung des heutigen Symposion GrUBe von uns allen, welche wir Gelegenheit hatten, die Arbeitsatmosphare in Stolzenau kennenzulernen, zu iibermitteln. Wir werden alle an Euch denken !" Ich bin sicher, daB auch dieses 7• Symposion wieder ein engeres Band unter uns und unter unseren Landern kniipfen wird, und daB unsere Besprechungen, unsere Diskussionen und unser Gedankenaustausch in diesem Geiste der Freundschaft gefiihrt werden wird. Wie konnte es anders XVI sein! Und gerade in diesem Sinne darf ich die Jugend begrtiBen, die so zahlreich heute erschienen ist, denn ein Examen konnen Sie, meine jungen Freunde, mit dem, was wir hier behandeln, wohl nirgends machen. Sie kommen also aus wirklichem Interesse, wie wir wissen.Unsere bisherigen Symposien haben die Themen gehabt: I. Pflanzensoziologie als Brticke zwischen Landwirtschaft und Wasserwirtschaft, 2. Pflanzensoziologie und Bodenkunde, 3• Vegetationskartierung, 4• Biosoziologie, 5• Anthropogene Vegetation, 6. Pflanzensoziologie und Palynologie, und jetzt haben wir uns dem Thema, J. Pflanzensoziologie und Landschaftsokologie zugewandt. Ich habe lange geschwankt, ob ich dieses Thema vorschlagen dtirfte; es ist ja aktuell genug. Und doch war ich nicht ganz sicher, ob ich es wagen dtirfte, und bei keinem unserer Symposien habe ich so viel Sorge gehabt, ob jemand kommen wtirde wie dieses Mal. Und ganz unberechtigt waren diese Sorgen ja nicht, denn aus dem Auslande sind es so viele Besucher nicht, wie es sonst wohl der Fall gewesen ist. Als Geschenk darf ich Ihnen das heute erschienene Heft der Zeitschrift Vegetatio tiberreichen, fiir das ich in Ihrem Namen dem Verlag Dr. Junk herzlich danken mochte.Wir selbst dtirfen unsere letzte Vegetationskarte hinzuftigen. Das ist eine Karte der realen Vegetation in einem Ausschnitt aus dem MeBtischblatt Stolzenau (r : sooo), die vor allem die Geographen unter Ihnen interessieren dtirfte. H. ELLENBERG: Ich glaube in Ihrer aller Namen zu sprechen, wenn ich Herrn Prof. TuxEN herzlich danke. Wir wissen, was in der Zwischenzeit an drohenden Gewitterwolken tiber Stolzenau und tiber die Zukunft dieser Stelle hinweggezogen sind. Wir wissen es darum ganz besonders zu schatzen, daB er und seine Mannschaft dieses Symposion trotz aller Schwierigkeiten in der altgewohnten Weise vorbereiten konnten.Ftir unser Symposion ist es von besonderen Wert, daB der Schopfer des Begriffes ,Landschaftsokologie" Herr Professor TROLL hier zugegen ist und als erster das Wort ergreifen wird. XVII 1 TROLL, c.: Luftbildplan und okologische Bodenforschung. -z. Ges. f. Erdkunde Berlin 1939 (7/8): 297. I eines Buches von A. OPPEL 1 auf, das den Untertitel ,Versuch einer Physiognomic der gesamten ErdoberfHi.che" tragt. Es war dann der Hamburger Geograph S. PASSARGE, der seit 1919 den von ihm frliher gebrauchten Begriff der ,Landschaftsgeographie" durch ,Landschaftskunde" ersetzte und der in den folgenden J ahren mit betrachtlichem Aufwand an landschaftskundlichen Blichern, Aufsatzen und Schlilerarbeiten versuchte, der Landschaftskunde als einem neuen Zweig der Erdkunde Geltung zu verschaffen.2 Er definierte: ,Landschaftskunde ist die Lehre von der Anordnung und Durchdringung der Raume und ihrer Verschmelzung zu einheitlichen Bestandteilen einer Landschaft" -eigentlich keine Definition, jedenfalls keine klare und logische, denn Raume, die sich durchdringen, konnen schwerlich zu einheitlichen Bestandteilen einer Landschaft verschmelzen. Immerhin zeigen die Worte, was dem Autor dabei vorschwebte.Leo WAIBEL 3 erblickte in P ASSARGEs Landschaftskunde den V ersuch biologisch-geographischen Denkens, dem allerdings wirklich biologische Fundierung fehle; heute konnen wir sagen, die okologische Fundierung. PASSARGE suchte auch die bodenstandigen Wirtschaftsformen des Menschen, ja sogar die gauze Volkerkunde in direkter Beziehung zur Landschaft zu sehen,4 was bis zu einem gewissen Grade bei vorsichtiger Handhabung auch fruchtbringend sein mag. Aber er verfiel dabei in ein stark deterministisches (,environmentalistisches") Denken, das sich auch auf Schlilerarbeiten libertrug. 5 Die historische Kulturlandschaftsforschung, die in Deutschland unter der Flihrung von R. GRADMANN und 0. ScHLU-TER bereits groGe Erfolge gezeitigt hatte, wurde von PASSARGE bei der Analyse von Kulturlandschaften fast vollig vernachlassigt.6 Der Versuch, Kulturerscheinungen einseitig von den natlirlichen Grundlagen der Landschaft her zu beleuchten, muG als ein spater N achklang einer positivistischen Geschichtsbetrachtung bezeichnet werden, die schon im Aufklarungszeitalter ansetzend in erster Linie von SPENCER tiber F. RATZEL zu 1 Front Matter....Pages III-XVII Landschaftsökologie....Pages 1-21 Ganzheitliches Erfassen und Erleben der Landschaft Auf Wissenschaftlicher und Künstlerischer Grundlage, Dargetan an der Eifel und Dem Hohen Venn....Pages 22-22 Der Wissenschaftliche Landschaftsbegriff....Pages 23-43 Grundlagenforschung zur Landschaftsökologie im Internationalen Biologischen Programm....Pages 44-47 Gesellschaftsring und Gesellschaftskomplex in der Landschaftsgliederung....Pages 48-59 Die Gliederung von Pflanzengesellschaften In Rassen und Formen Als Beitrag zur Landschaftsökologie, Dargestellt Am Beispiel von Wärmeliebenden Eichen— Hainbuchenwäldern in Südwestdeutschland....Pages 60-64 Der Einfluss des Menschen Auf die Vegetation und zur Terminologie Anthropogener Vegetationstypen....Pages 65-74 La Cartographie Botanique: Des Grandes Aux Petites Échelles....Pages 75-82 Ein Beitrag Zur Landschaftsökologischen Gliederung Bosniens und der Hercegovina Auf Pflanzensoziologisch-Bodenkundlichen Grundlagen....Pages 83-96 Die Karte der Potentiellen Natürlichen Vegetation I: 200 000 und Ihre Auswertung Erläutert Am Beispiel Des Blattes Minden....Pages 97-101 Das Vegetationsmosaik Als Grundlage der Naturräumlichen Gliederung Am Beispiel des Leintales Bei Schwäbisch Gmünd....Pages 102-110 Ackerunkrautgesellschaften Als Hilfsmittel für die Landschaftsökologie....Pages 111-122 Zur Vegetationsgeschichte NW-Deutscher Fliesentypen Unter Menschlichem Einfluss....Pages 123-133 Alte Siedlungen der Oberen Wümme-Niederung in Ihren Beziehungen Zu Vegetation und Boden....Pages 134-140 Quantitative Untersuchungen der Landschneckenfauna in Einigen Nordwestdeutschen Pflanzengesellschaften....Pages 141-150 Rehwild Als Glied Der Landschaft....Pages 151-156 Einfluss der Regenwürmer Auf die Grünland—Gesellschaft....Pages 157-177 Messungen Des Strahlungshaushaltes....Pages 178-186 Untersuchungen Zum Expositionsproblem in der Heidelandschaft....Pages 187-192 Untersuchungen Über Den Einfluss von Windschutzhecken Auf Den Wärme— und Wasserhaushalt von Pflanzen und die Rückwirkungen Auf Stoffwechselprozesse....Pages 193-202 Windschutzversuche in der Oldenburger Wesermarsch....Pages 203-209 Wasserstufen und Potentieller Wasserumsatz von Pflanzengesellschaften....Pages 210-222 A Phytosociological Survey of Irish Grassland....Pages 223-230 Abhängigkeit der Sumpf— und Wiesengesellschaften von der Höhe des Grundwassers im Tale Der Grossen Morava....Pages 231-246 Einige Molinietalia -Gesellschaften in Ihrer Bedeutung für die Landschaftsökologie....Pages 247-251 Das Vegetationsmosaik Einer Fränkischen Flussaue als Ergebnis Hydrologischer und Sedimentologischer Vorgänge....Pages 252-266 Gedanken zur ökologischen Erforschung Unserer Flussauen....Pages 267-274 Die Flussschlange als Element der Landschaft, Ihre Erhaltung und Pflege....Pages 275-287 Wasserbau und Hochwasserabfluss....Pages 288-299 Ein Beitrag zur Kenntnis der Böden der Natürlichen Fichtenwälder [Picea Excelsa (Lam.) Lk.] in Kroatien....Pages 300-323 Die Vegetationskarte als Hilfsmittel zur Kennzeichnung Rutschgefährdeter Hänge....Pages 324-335 Der Künstliche Standort und der Pflanzenbestand der Fussballplätze im Bundesgebiet....Pages 336-347 Vegetationsgestaltung im Siedlungsraum des Westens der Vereinigten Staaten....Pages 348-358 Landschaftsökologische Forschung Als Grundlage und Voraussetzung der Landschaftsplanung....Pages 359-380 Landschaftsökologie In Der Flurbereinigung....Pages 381-396 Zur Landschaftspflege in Den Niederlanden....Pages 397-401 Zum Ökologischen und Soziologischen Verhalten der Robinie (Robinia Pseudo— Acacia L.) in Deutschland....Pages 402-412 Erfahrungen und Fragen Aus der Praxis des Vegetationsbaues....Pages 413-422 Schlußansprachen....Pages 423-426 Bericht über das Internationale Symposium in Stolzenau/Weser, 1963, der Internationalen Vereinigung für Vegetationskunde
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