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Person und Staat in Schillers Dramenfragmenten : Zur literarischen Rekonstruktion eines problematischen Verhältnisses

معرفی کتاب «Person und Staat in Schillers Dramenfragmenten : Zur literarischen Rekonstruktion eines problematischen Verhältnisses» نوشتهٔ Frank Suppanz، منتشرشده توسط نشر De Gruyter در سال 2010. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Schillers Dramenfragmente bieten ein weitgehend unbekanntes Spektrum der Verarbeitung eines füuuml;r Schiller zentralen Problems, des Verhäauml;ltnisses von Person und Staat, und dokumentieren den Prozeß der literarischen Korrektur einer idealistischen Staatsphilosophie. Ausgehend von Schillers Staatstheorie werden drei Dramenmodelle untersucht: das erhabene Drama der idealen Staatsgesinnung, die Gesetzesdramatik und das Thronprätendentendrama. Dargestellt wird die Synthese verschiedener innovativer Konzepte in einem Doppelgängerdrama, das der Komplexität des Problemfelds gerecht wird, indem es Person und Staat jeweils legitime, aber sich ausschließende Rechtssphären zuordnet. Die Untersuchung geht von der Beobachtung aus, daß in Schillers Dramenfragmenten ein literarisches Experimentierfeld vorliegt, in dem u.a. angemessene Darstellungsmöglichkeiten für zeitgenössische staatsphilosophische Fragen gesucht werden. Die Fragmente bieten ein weitaus größeres Spektrum der Verarbeitung des für Schiller zentralen Problems des Verhältnisses von Person und Staat als die veröffentlichten Dramen und dokumentieren den Prozeß einer literarischen Korrektur der idealistischen Staatsphilosophie. Zunächst wird Schillers Staatstheorie entwickelt, die dem Individuum die Verantwortung für die Etablierung eines Vernunftstaates auferlegt. Vor diesem Hintergrund wird der Großteil von Schillers Dramenfragmenten in drei Gruppen eingeteilt, die in je verschiedener Weise Umsetzungsversuche und zugleich kritischer Kommentar zur Theorie des Vernunftstaates sind. Es handelt sich um das Projekt eines erhabenen Dramas der idealen Staatsgesinnung, den Versuch einer Gesetzesdramatik und das Modell eines Thronprätendentendramas. Leistungsfähigkeit und Problematik der jeweiligen Modelle werden anhand prozessualer Analysen detailliert untersucht. Über das Scheitern einer Ineinssetzung von Person und Staat und die Entwicklung des Gestaltungsprinzips der Handlungsfreiheit gegenüber dem Gesetz gelingt die Integration verschiedener innovativer Dramenkonzepte in ein Doppelgängerdrama. Dieses wird der Komplexität des Problemfelds gerecht, indem es Person und Staat jeweils legitime, aber sich ausschließende Rechtssphären zuordnet. Mit dem Übergang zum vollendbaren Werk im »Demetrius« wird eine synthetisierende Leistung faßbar, die neue Aspekte in Schillers Dramatik hervortreten läßt. Frank Suppanz. Includes Bibliographical References (p. 395-405).
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