Parteien und Gesellschaft im Ersten Weltkrieg : Das Beispiel Österreich-Ungarn
معرفی کتاب «Parteien und Gesellschaft im Ersten Weltkrieg : Das Beispiel Österreich-Ungarn» نوشتهٔ Mesner, Maria (editor);Kriechbaumer, Robert (editor);Maier, Michaela (editor);Wohnout, Helmut (editor)، منتشرشده توسط نشر Böhlau Verlag GesmbH u. Co KG در سال 2014. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Der Erste Weltkrieg ist in der deutschsprachigen Historiographie und in der öffentlichen Aufmerksamkeit bisher häufig hinter dem Zweiten Weltkrieg und dem Holocaust zurückgeblieben -mit gutem Grund, vor allem, was Österreich und Deutschland betrifft. Der 100. Jahrestag des Kriegsausbruches bietet nun die Gelegenheit, einen genaueren Blick auf diesen ersten »totalen Krieg« zu werfen : ein Ereignis, das für viele Gesellschaften, unter anderem die österreichische, den Bruch markiert zwischen Monarchie und Republik. Die Zeit der Kaiserreiche schien abgelaufen, der Kriegsbeginn markiert das Ende des langen 19. Jahrhunderts. In Russland kam es zu einer Revolution, die bei den einen Angst und Schrecken, bei Anderen zukunftsfreudigen Optimismus evozierte, jedenfalls aber tiefen Eindruck hinterließ. Viele Länder führten das allgemeine Wahlrecht ein. Auch wenn damit die Auf-und Umbrüche des späten 19. Jahrhunderts ausgeblendet wurden : Die Zeitvor dem Ersten Weltkrieg würde danach für viele die gute alte werden, mit -wenn auch nur scheinbar -gesicherten Autoritäten und Wahrheiten, eine Zeit, von der man glauben wollte, dass es eine Welt gegeben hätte, die noch »in Ordnung« war, eine Zeit, die, manchmal bis heute, Anknüpfungspunkt für viele rückwärts gewandte Sentimentalitäten war, die in der Vergangenheit mitunter zu politischen Zukunftsvisionen wurden. Zweifellos birgt die Geschichte des Ersten Weltkriegs vieles, was für das kurze 20. Jahrhundert, das ihm folgen sollte, also unsere unmittelbare Vergangenheit, aufschlussreich ist, auch außerhalb des Militärischen. Die 2011 gegründete Plattform der zeithistorischen politischen Archive, die aus der Wilfried Haslauer-Bibliothek, dem Verein für Geschichte der ArbeiterInnenbewegung, dem Karl von Vogelsang-Institut und dem Kreisky-Archiv besteht, hat daher beschlossen, sich in einer Konferenz im November 2013 zur besseren Ausleuchtung der Geschichte des Ersten Weltkriegspassend zu ihrem Arbeitsgebiet -vor allem mit den politischen Parteien zu beschäftigen, mit ihren Haltungen, Dilemmata und Entscheidungen kurz vor, bei und nach Kriegsausbruch. Aus den überarbeiteten Vorträgen dieser Konferenz ist nun der vorliegende Sammelband entstanden. Den (deutschsprachigen) politischen Parteien sind dann auch die Beiträge im ersten Abschnitt des Buches gewidmet. Dem vorangestellt ist ein Artikel, der die Alltagswelt vor Kriegsausbruch beleuchtet und damit jenes Feld beschreibt, das der Krieg kurz danach so grundlegend verändern sollte. Die Knappheit der Ressourcen verhinderte, dass sich Autoren oder Autorinnen für diesen Band mit sämtlichen Positionen der Monarchie in ihrer ethnisch aufgefächer- Der Band betritt historiographisches Neuland, indem er die Haltung der politischen Parteien der Habsburger Monarchie ins Zentrum der Betrachtung stellt. Die Widersprüche, in denen sich die Parteien vor und bei Kriegsausbruch befanden, und wie sie ihre Haltungen und Strategien im Verlauf des Krieges änderten, werden in den einzelnen Beiträgen auf einer breiten Grundlage von historischen Quellen dargestellt. Eingebettet werden diese Betrachtungen in Schilderungen der zeitgenössischen Zivilgesellschaft und kulturhistorische Analysen. Mit Beiträgen von Maureen Healy, Johannes Schönner, Lutz Musner, Gernot Stimmer, András Gerö, Maddalena Guiotto, Regina Wonisch, Maria Mesner, Michaela Sohn-Kronthaler, Erwin A. Schmidl, Wolfgang Maderthaner, Lorenz Mikoletzky und Manfried Rauchensteiner
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