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Orthodoxe Eiferer im osmanischen Südosteuropa: Die Kollyvadenbewegung (1750–1820) und ihr Beitrag zu den Auseinandersetzungen um Tradition, Aufklärung und Identität

معرفی کتاب «Orthodoxe Eiferer im osmanischen Südosteuropa: Die Kollyvadenbewegung (1750–1820) und ihr Beitrag zu den Auseinandersetzungen um Tradition, Aufklärung und Identität» نوشتهٔ Ioannis Zelepos، منتشرشده توسط نشر Harrassowitz; Harrassowitz Verlag در سال 2012. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Die Kollyvadenbewegung (1750-1820) war eine orthodoxe Eifererbewegung im osmanischen Sudosteuropa, die in der kritischen Forschung bislang weitgehend unbeachtet geblieben ist. Sie formierte sich um die Mitte des 18. Jahrhunderts als Gruppe von Dissidenten unter Athosmonchen, die von dort aus jedoch bald auf die Agais, Westkleinasien und den Sudbalkan ausgriff und ein Netzwerk aufbaute, das bis nach Rumanien reichte und im 19. Jahrhundert auch die russische Orthodoxie beeinflusste. Ioannis Zelepos' Grundlagenuntersuchung bietet eine historische Rekonstruktion dieser Bewegung und ihres Umfeldes und liefert nicht nur einen Beitrag zur Schliessung kirchengeschichtlicher Forschungslucken, sondern ist in einen ubergreifenden religionssoziologischen wie geistesgeschichtlichen Fragenkontext eingebettet. Dieser richtet sich auf eine Neubewertung der in der bisherigen Forschung ublicherweise statisch interpretierten Rolle von orthodoxem Klerus und Monchtum im sudosteuropaischen Gesellschaftsdiskurs zur Zeit der Aufklarung und ihres Beitrags zur kulturgeschichtlichen Pragung dieser Region in der Moderne. Zentrale Aspekte bilden dabei die Untersuchung von Mechanismen des Ideen- und Kulturtransfers im Rahmen von Netzwerkbildungen und Verbreitungsstrategien, die Funktionalisierung von "Tradition" in der Auseinandersetzung mit dem aufklarerischen Paradigma sowie nicht zuletzt auch die Artikulierung von orthodoxen Identitatskonzepten am Vorabend der sudosteuropaischen Nationalstaatsbildungen. Inhalt -- 1 Einleitung -- 1.1 Vorwort: Fragestellung, Erkenntnisinteresse, Relevanz des Themas -- 1.2 Methodik -- 1.2.1 Begriffe -- 1.2.2 Struktur der Arbeit und Eingrenzung des Themas -- 1.2.3 Transliteration und Übersetzung -- 1.3 Quellen und Literatur - Forschungsstand -- Quellen -- Literatur -- 2 Voraussetzungen -- 2.1 Orthodoxie im Osmanischen Reich - politische, gesellschaftlicheund kulturelle Dimensionen -- Rechtliche Stellung -- Binnenstruktur -- Abgaben -- Athos -- Außenbeziehungen -- Rechtsprechung -- Bildung -- Gesamtbild -- 2.2 Das „rum millet" im 18. Jahrhundert -- 2.3 Zur Aufklärung im osmanischen Südosteuropa -- 3 Hauptteil -- 3.1 Auftakt: Der „Wiedertäuferstreit -- Die Ereignisse -- Zu den Akteuren -- Gesamtbild -- 3. 2 Die Kollyvadenbewegung I - äußerer Rahmen -- 3.2.1 Chronologie der Ereignisse -- 3.2.1.1 Formierung (1754-1776) -- 3.2.1.2 Verbreitung (1776-1798) -- 3.2.1.3 Durchbruch (1798-1819) -- 3.2.2 Die Protagonisten -- 3.2.2.1 Neofytos Kafsokalyvitis (1713-1784) -- 3.2.2.2 Makarios Notaras (1731-1805) -- 3.2.2.3 Nikodimos Agioreitis (1749-1809) -- 3.2.2.4 Athanasios Parios (1721-1813) -- 3.2.3 Exkurs: Kosmas Aitolos (1714-1779) -- 3.3 Die Kollyvadenbewegung II - ideologisches Profil -- 3.3.1 Programmatik -- 3.3.1.1 Privilegien des Sonntags -- 3.3.1.2 Häufige Kommunion -- 3.3.1.3 Herzensgebet -- 3.3.1.4 Neomärtyrer -- 3.3.2 Motive und Ziele -- 3.3.3 Gesamtbild -- 3.4 Die Kollyvadenbewegung III - Kontexte, Nachwirkungen, Projektionen -- 3.4.1 Paisij Veličkovskij (1721-1794) -- 3.4.2 Michail Perdikaris (1766-1828) -- 3.4.3 Ioannis Makrygiannis (1797-1864) -- 3.4.4 Epigonen -- Karten -- 4 Quellen und Literatur -- Quellen -- Quellensammlungen und -editionen -- Literatur -- Orts- Personen- und Sachregister Die Kollyvadenbewegung (1750-1820) war eine orthodoxe Eifererbewegung im osmanischen Südosteuropa, die in der kritischen Forschung bislang weitgehend unbeachtet geblieben ist. Sie formierte sich um die Mitte des 18. Jahrhunderts als Gruppe von Dissidenten unter Athosmönchen, die von dort aus jedoch bald auf die Ägäis, Westkleinasien und den Südbalkan ausgriff und ein Netzwerk aufbaute, das bis nach Rumänien reichte und im 19. Jahrhundert auch die russische Orthodoxie beeinflusste. Ioannis Zelepos' Grundlagenuntersuchung bietet eine historische Rekonstruktion dieser Bewegung und ihres Umfeldes und liefert nicht nur einen Beitrag zur Schließung kirchengeschichtlicher Forschungslücken, sondern ist in einen übergreifenden religionssoziologischen wie geistesgeschichtlichen Fragenkontext eingebettet. Dieser richtet sich auf eine Neubewertung der in der bisherigen Forschung üblicherweise statisch interpretierten Rolle von orthodoxem Klerus und Mönchtum im südosteuropäischen Gesellschaftsdiskurs zur Zeit der Aufklärung und ihres Beitrags zur kulturgeschichtlichen Prägung dieser Region in der Moderne. Zentrale Aspekte bilden dabei die Untersuchung von Mechanismen des Ideen- und Kulturtransfers im Rahmen von Netzwerkbildungen und Verbreitungsstrategien, die Funktionalisierung von „Tradition" in der Auseinandersetzung mit dem aufklärerischen Paradigma sowie nicht zuletzt auch die Artikulierung von orthodoxen Identitätskonzepten am Vorabend der südosteuropäischen Nationalstaatsbildungen. Reihe Balkanologische Veröffentlichungen des Osteuropa-Instituts an der Freien Universität Berlin - Band 56 Inhalt 1. Einleitung 1.1 Vorwort: Fragestellung, Erkenntnisinteresse, Relevanz des Themas 1.2 Methodik 1.2.1 Begriffe 1.2.2 Struktur der Arbeit und Eingrenzung des Themas 1.2.3 Transliteration und Übersetzung 1.3 Quellen und Literatur - Forschungsstand Quellen Literatur 2. Voraussetzungen 2.1 Orthodoxie im Osmanischen Reich - politische, gesellschaftliche und kulturelle Dimensionen Rechtliche Stellung Binnenstruktur Abgaben Athos Außenbeziehungen Rechtsprechung Bildung Gesamtbild 2.2 Das „rum millet“ im 18. Jahrhundert 2.3 Zur Aufklärung im osmanischen Südosteuropa 3. Hauptteil 3.1 Auftakt: Der „Wiedertäuferstreit“ 1750-1757 Die Ereignisse Zu den Akteuren Gesamtbild 3. 2 Die Kollyvadenbewegung I - äußerer Rahmen 3.2.1 Chronologie der Ereignisse 3.2.1.1 Formierung (1754-1776) 3.2.1.2 Verbreitung (1776-1798) 3.2.1.3 Durchbruch (1798-1819) 3.2.2 Die Protagonisten 3.2.2.1 Neofytos Kafsokalyvitis (1713-1784) 3.2.2.2 Makarios Notaras (1731-1805) 3.2.2.3 Nikodimos Agioreitis (1749-1809) 3.2.2.4 Athanasios Parios (1721-1813) 3.2.3 Exkurs: Kosmas Aitolos (1714-1779) 3.3 Die Kollyvadenbewegung II - ideologisches Profil 3.3.1 Programmatik: 3.3.1.1 Privilegien des Sonntags 3.3.1.2 Häufige Kommunion 3.3.1.3 Herzensgebet 3.3.1.4 Neomärtyrer 3.3.2 Motive und Ziele 3.3.3 Gesamtbild 3.4 Die Kollyvadenbewegung III - Kontexte, Nachwirkungen, Projektionen 3.4.1 Paisij Veličkovskij (1721-1794) 3.4.2 Michail Perdikaris (1766-1828) 3.4.3 Ioannis Makrygiannis (1797-1864) 3.4.4 Epigonen Karten 4. Quellen und Literatur Quellen Quellensammlungen und -editionen Literatur Orts- Personen- und Sachregister
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