معرفی کتاب «Organisiertes Gedächtnis : kollektive Aktivitäten von Überlebenden der nationalsozialistischen Verbrechen» نوشتهٔ Philipp Neumann-Thein; Daniel Schuch; Markus Wegewitz; Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau Dora، منتشرشده توسط نشر Konstanz University Press. in Wallstein-Verlag GmbH Verlag und Werbung در سال 2022. این کتاب در 8 صفحه، فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
In transnational-vergleichender Perspektive werden historische Entwicklung und Bedeutung von Überlebendenorganisationen untersucht. Die nationalsozialistische Verfolgungs- und Vernichtungspolitik traf Millionen Menschen aus Europa und anderen Teilen der Welt. Nach der Befreiung entstanden zahlreiche Initiativen und Organisationen ihrer Überlebenden. Die Landschaft aus informellen Netzwerken, Amicales, Komitees, Lagergemeinschaften, nationalen Interessenverbänden und internationalen Dachorganisationen versammelte jüdische wie nicht-jüdische Verfolgte, Antifaschist:innen aus dem Exil, ehemalige Angehörige des Widerstands, Veteranen, kommunistische wie auch nicht-kommunistische Engagierte. In vielen Fällen wirkten diese Zusammenschlüsse über Grenzen von Staaten und politischen Systemen hinweg. Oftmals erstritten sie erste Erinnerungszeichen, waren entscheidend für die Entstehung von NS-Gedenkstätten und trieben – oft gegen erhebliche Widerstände – die juristische Verfolgung von NS-Täter:innen voran. Vergleichende Forschungen zu den diversen Aktivitäten von Überlebenden und ihren Organisationen sind bislang noch selten. Gerade das erarbeiten die Autorinnen und Autoren dieses Sammelbands in einer transnationalen Perspektive. Umschlag Titel Impressum Inhalt Philipp Neumann-Thein/Daniel Schuch/Markus Wegewitz: Kollektive Aktivitäten von Überlebenden der nationalsozialistischen Verbrechen als Feld der historischen Forschung. Eine Einleitung I. In den Nachfolgegesellschaften des Nationalsozialismus Jascha März: VVN, ZDWV und AvS. Die Verbände der politischen Opfer des Nationalsozialismus in der Bundesrepublik Deutschland Stephanie Bohra: Das westdeutsche Sachsenhausen-Komitee und die Strafverfolgung der KZ-Täter Henning Fischer: »Unvergessliche Namen«. Die Lagergemeinschaften Ravensbrück in DDR und BRD: Biografische Erfahrung im Kampf um die Erinnerung Helga Amesberger/Brigitte Halbmayr: Die Österreichische Lagergemeinschaft Ravensbrück. Trägerin einer feministischen Erinnerungspolitik? II. Widerstandsgedächtnisse Markus Wegewitz: »Der Zwang brachte uns zusammen, frei sind wir vereint geblieben«. Der Vriendenkring van Oud-Natzweilers und die Gemeinschaft der niederländischen Nacht-und-Nebel-Gefangenen Henning Fauser: Gegenseitige Hilfe und politische Grabenkämpfe. Zur Entstehung des »Mouvement Déporté« in Frankreich (1945-1955) Johannes Meerwald: Die Federación Española de Deportados e Internados Políticos. Antifranquismus und Solidarität im Exil Zofia Wóycicka: Von »unglücklichen Opfern der Lager« zu »besten Söhnen des Vaterlands«. Das veränderte Bild ehemaliger Häftlinge der Konzentrationslager und die Stalinisierung der polnischen Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg Alexander Friedman: »Wir sind andere Deutsche geworden!« Das Sowjetische Komitee der Kriegsveteranen und dessen Rezeption in der DDR-Presse Ella Falldorf: »Ihr Werk ist gerade aus ihrem selbst erlebten Leiden heraus entstanden.« Lagerbilder französischer Kommunisten im KZ Buchenwald und der frühen Nachkriegszeit III. Nach Shoah und Porajmos Ronald Hirte: Kibbuzim als Überlebendenorganisationen in Israel. Das Beispiel Kibbuz Buchenwald Janine Doerry: Zur Pluralität der Überlebendenverbände des Konzentrationslagers Bergen-Belsen Sebastian Musch: Verflechtungen einer »Liquidationsgemeinde« zwischen Israel und Deutschland. Zvi Asaria und der Wiederaufbau der jüdischen Gemeinde zu Köln in der frühen Bundesrepublik Daniela Gress: Nachgeholte Anerkennung. Sinti und Roma als Akteure in der bundesdeutschen Erinnerungskultur IV. Internationale Organisationen Philipp Neumann-Thein: KZ-Erfahrung und Geschichtspolitik. Zur Entwicklung und Bedeutung des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora und Kommandos bis Mitte der 1990er Jahre Susan Hogervorst und Markus Wegewitz: Das Internationale Ravensbrück-Komitee und nationale Erinnerungskulturen Katharina Stengel: Das Internationale Auschwitz-Komitee in den 1950er und 1960er Jahren. Aktivismus zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Maximilian Becker: Die Internationale Föderation der Widerstandskämpfer im Kalten Krieg Julia Kubasiak: »Wir, die politischen Gefangenen, Internierten und Deportierten [...] sind nicht die zweite und zehnte Garnitur unserer Revolution.« Jugoslawische Lagerüberlebende im Spannungsfeld des (inter-)nationalen Gedenkens an den Zweiten Weltkrieg Anhang Abkürzungsverzeichnis Abbildungsverzeichnis Autor:innen des Bandes Register
In transnational-vergleichender Perspektive werden historische Entwicklung und Bedeutung von Überlebendenorganisationen untersucht.Die nationalsozialistische Verfolgungs- und Vernichtungspolitik traf Millionen Menschen aus Europa und anderen Teilen der Welt. Nach der Befreiung entstanden zahlreiche Initiativen und Organisationen ihrer Überlebenden. Die Landschaft aus informellen Netzwerken, Amicales, Komitees, Lagergemeinschaften, nationalen Interessenverbänden und internationalen Dachorganisationen versammelte jüdische wie nicht-jüdische Verfolgte, Antifaschist: innen aus dem Exil, ehemalige Angehörige des Widerstands, Veteranen, kommunistische wie auch nicht-kommunistische Engagierte. In vielen Fällen wirkten diese Zusammenschlüsse über Grenzen von Staaten und politischen Systemen hinweg. Oftmals erstritten sie erste Erinnerungszeichen, waren entscheidend für die Entstehung von NS-Gedenkstätten und trieben– oft gegen erhebliche Widerstände– die juristische Verfolgung von NS-Täter: innen voran.Vergleichende Forschungen zu den diversen Aktivitäten von Überlebenden und ihren Organisationen sind bislang noch selten. Gerade das erarbeiten die Autorinnen und Autoren dieses Sammelbands in einer transnationalen Perspektive.