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Organisierte Kriminalität und soziale Kontrolle : Auswirkungen in der BRD

معرفی کتاب «Organisierte Kriminalität und soziale Kontrolle : Auswirkungen in der BRD» نوشتهٔ Jan Wessel (auth.)، منتشرشده توسط نشر Deutscher Universitätsverlag. in Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH در سال 2001. این کتاب در 9 صفحه، فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Trotz seiner relativen Neuheit hat das Phänomen organisierte Kriminalität in der Öffentlichkeit, vor allem in den Medien, größte Beachtung gefunden. Es hat zu grundlegenden Reorganisierungsmaßnahmen im Polizeiapparat geführt und neue Gesetze und Novellierungen bestehender Rechtsnormen induziert. Gleichzeitig werden Entwicklung und Prozess organisierter Kriminalität äußerst kontrovers diskutiert. Auf der Basis soziologischer Theorien mittlerer Reichweite erarbeitet Jan Wessel eine realistische Gesamtdiagnose des quantitativen und qualitativen Bedrohungspotenzials dieser Kriminalitätsform und analysiert Gefahren und Fehlentwicklungen des staatlichen Überwachungsapparates aus wissenssoziologischer und begriffsanalytischer Sicht. Die Ergebnisse der Untersuchung bilden eine Grundlage für die anstehende Evaluationsforschung der in den 90er Jahren eingeführten gesetzlichen und institutionellen Innovationen, die bis zu Verfassungsänderungen geführt haben. Die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg hat die Originalfassung dieser Arbeit mit dem Titel'Internationale organisierte Kriminalität und ihre Rückwirkungen auf die Bundesrepublik Deutschland'im Wintersemester 1999/2000 als Dissertation angenommen. Die vorliegende Arbeit ist das Ergebnis geringfügiger Überarbeitungen und redaktioneller Änderungen. Die öffentliche Diskussion um organisierte Kriminalität in der BRD ist grundsätzlich durch zwei argumentative Positionen bestimmt, eine Dramatisierungsposition und eine Banalisierungsposition. Wenngleich diese beiden Positionen zwei extreme Gegenpositionen darstellen, kreisen die gängigen öffentlichen Argumentationsmuster doch nahezu aus­ schließlich um diese beiden Gegenpole herum. Gemäß der Dramatisierungsposition stellt die organisierte Kriminalität ein immenses Bedrohungspotential für die innere Sicherheit der BRD und der offenen Gesellschaft insgesamt dar. Gemäß der Banalisierungsposition handelt es sich bei organisierter Kriminalität vorrangig um einen Mythos, der jeglicher empirischer und sachlicher Grundlage entbehrt und vor allem der Forderung nach neuen Fahndungs- und Ermittlungsmethoden der Polizei dient. Beide Positionen stehen sich scheinbar unversöhnlich gegenüber, was einen kritischen, in der Sache jedoch konstruktiven Dialog, verhindert. Mein Hauptanliegen ist daher, mit dieser Arbeit zu einer Versachlichung und Entideologisierung der Debatte um organisierte Kriminalität beizutragen. Ohne die wissenschaftliche und moralische Unterstützung wichtiger Bezugspersonen wäre die Arbeit in dieser Form sicher nicht möglich gewesen. Ihnen möchte ich an dieser Stelle meinen Dank aussprechen. Mein besonderer Dank gilt HerrnProf. Dr. Henrik Kreutz, Vorstand des Lehrstuhls für Soziologie und Sozialanthropologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, der diese Arbeit mit größter Anteilnahme betreute und förderte. Front Matter....Pages I-XIV Einleitung und Problemstellung....Pages 1-2 Soziologischer Bezugsrahmen....Pages 3-78 Analyse phänomenologischer Daten zur organisierten Kriminalität....Pages 79-159 Rückwirkungen auf die BRD....Pages 161-220 Doppelbödigkeit der Gesellschaft, verdeckte Netzwerke und Strategien der Machterweiterung des staatlichen Kontrollapparates. Ein auf die Zukunft bezogenes Nachwort....Pages 221-227 Back Matter....Pages 229-243 Auf der Basis soziologischer Theorien mittlerer Reichweite erarbeitet der Autor eine realistische Gesamtdiagnose des quantitativen und qualitativen Bedrohungspotenzials der organisierten Kriminalität und analysiert Gefahren und Fehlentwicklungen des staatlichen Überwachungsapparates aus wissenssoziologischer und begriffsanalytischer Sicht.
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