"Ordo senatorius" und "nobilitas": Die Konstitution des Senatsadels in der Spätantike
معرفی کتاب «"Ordo senatorius" und "nobilitas": Die Konstitution des Senatsadels in der Spätantike» نوشتهٔ Dirk Schlinkert، منتشرشده توسط نشر BWV Berliner Wissenschafts-Verlag. in Franz Steiner Verlag GmbH در سال 1996. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Mit einem Appendix über den 'praepositus sacri cubiculi', den 'allmächtigen' Eunuchen am kaiserlichen Hof. Die Arbeit behandelt ein Schlüsselproblem der spätantiken Sozialgeschichte: Was war der spatäntike Senatsadel? Welchen Typus von 'Adel' repräsentiert er? Was konstituiert diesen Adel als 'Stand'? Durch einen sozial- und mentalitatsgeschichtlichen Ansatz, der 'Realitaten' und 'Mentalitaten' in den Blick nimmt, wird der spatäntike Senatsadel als 'Stand' erfasst. Ausgehend vom kulturwissenschaftlichen Begriff des 'Standes' (Max Weber) werden die normativen Texte (Codex Theodosianus/Codex Iustinianus) sowie die 'Res gestae' des Historiographen Ammianus Marcellinus als Deutungsschemata der sozialen Wirklichkeit untersucht und gedeutet. In diesen Fallstudien kristallisieren sich zwei Bilder des Senatsadels heraus, die vor allem in der ständischen Lage der Senatoren übereinstimmen: Es sind vor allem Geburt und Herkunft, welche den Senatsadel als Stand konstituieren. Zweitens die Verbindung von Sozialprestige und politischer Funktion, die über den reziproken Gabentausch von Herrscher und Senator organisiert war. Dazu ein standischer Lebensstil, der auf der Grundlage des adligen Hauses und des familiaren Besitzes beruhte und über das Prinzip der 'imitatio maiorum' den Fortbestand adliger Handlungs- und Verhaltensweisen sicherte. Vorwort vii Einleitung 1 I. Standortbestimmung der Forschung 1. Zur Forschungslage 6 2. Moderne Deutungen und Probleme der Definition 16 3. Senatsadel und kaiserlicher Hof 34 4. Fazit 40 II. Der Senatsadel als Stand: Methode und Terminologie 1. Deutungsschemata der sozialen Wirklichkeit 42 2. Zum Standesbegriff 46 III. 'ordo senatorius': Der Senatsadel in den nonnativen Quellen 1 Der Senatsadel und die Kodifikation des Rechts 55 2. Zur Begrifflichkeit 61 3. Zum Begriff 'ordo senatorius' 68 4. Die Rolle des Kaisers.74 5. Das Prinzip der Gabe: 'dignitas indulta' 84 5.1 Die Erblichkeit der 'dignitas senatoria' 85 5.2 Die Statusvergabe 94 6. Zum Lebensstil: 'honestas vivendi' 117 6.1 Das senatorische Kapital: 'patrimonium' 120 6.2 Der 'Beruf' eines Senators 125 6.3 Das senatorische Haus 132 6.4 Die Zeichen des Standes: 'insignia dignitatis' 144 7. Zwischenbilanz 153 IV. 'nobilitas': Der Senatsadel in den 'res gestae' des Ammianus Marcellinus 1. Ein Kurialer schreibt die Geschichte des Adels 157 2. Zur Begrifflichkeit 162 3. Das Prinzip der Geburt 177 4. Die materielle Basis: 'patrimonium' 188 5. Zum Lebensstil 192 5.1 Zur Repräsentation des Standes 195 5.2 Kommunikation und Sozialverhalten 200 5.3 'amicitia' 204 6. Zwischenbilanz 210 V. Bilanz:' Der Senatsadel in zwei Profilen: 'ordo senatorius' und 'nobilitas' 220 1. Der normative Typus 225 2. Der historiographische Typus 229 3. Definition: Der Senatsadel als Stand 234 VI. Appendix: 'praepositus sacri cubiculi': Der höfische Gegenspieler des Senatsadels 1. Das Problem: Die 'Allmacht' des Außenseiters 237 2. Die höfische Basis: Entstehung und Entwicklung 243 3. Eusebius - ein 'allmächtiger' Außenseiter? 251 4. Eutherius: Die Apologie eines Eunuchen 261 5. Eutropius: Ein 'adliger Außenseiter' 266 6. Außenseiter und Adel am Hof 270 7. Sakraler Herrscher und Eunuch 281 VII. Quellen- und Literaturverzeichnis 285 VIII. Sach- und Personenregister 298 IX. Quellenregister 301 Die Arbeit behandelt ein Schluesselproblem der spätantiken Sozialgeschichte: Was war der spätantike Senatsadel? Welchen Typus von 'Adel' repräsentiert er? Was konstituiert diesen Adel als 'Stand'? Durch einen sozial- und mentalitätsgeschichtlichen Ansatz, der 'Realitäten' und 'Mentalitäten' in den Blick nimmt, wird der spätantike Senatsadel als 'Stand' erfasst. Ausgehend vom kulturwissenschaftlichen Begriff des 'Standes' (Max Weber) werden die normativen Texte (Codex Theodosianus/Codex Iustinianus) sowie die res gestae des Historiographen Ammianus Marcellinus als Deutungsschemata der sozialen Wirklichkeit untersucht und gedeutet. In diesen Fallstudien kristallisieren sich zwei Bilder des Senatsadels heraus, die vor allem in der ständischen Lage der Senatoren uebereinstimmen: Es sind vor allem Geburt und Herkunft, welche den Senatsadel als Stand konstituieren. Zweitens die Verbindung von Sozialprestige und politischer Funktion, die über den reziproken Gabentausch von Herrscher und Senator organisiert war. Dazu ein ständischer Lebensstil, der auf der Grundlage des adligen Hauses und des familiären Besitzes beruhte und über das Prinzip der imitatio maiorum den Fortbestand adliger Handlungs- und Verhaltensweisen sicherte. Dirk Schlinkert Indexes: P. 298-311 Includes Footnotes Bibliography: P. 285-297
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