معرفی کتاب «Ordnungen des Nationalen und die geteilte Welt : Zur Praxis Auswärtiger Kulturpolitik als Konfliktprävention» نوشتهٔ Jens Adam; Heinrich-Böll-Stiftung، منتشرشده توسط نشر Bielefeld University Press. ein Imprint von Roswitha Gost u. Karin Werner - transcript Verlag در سال 2018. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Wir leben in einer verflochtenen und dennoch geteilten Welt: Asymmetrien, Grenzziehungen und Politiken der Differenz bringen gleichzeitig die Trennlinien und den gemeinsamen Kontext für globales Zusammenleben hervor. Diese Ambivalenz schlägt sich auch in der deutschen Auswärtigen Kulturpolitik nieder, die sich ursprünglich an den Ordnungen des Nationalen orientiert hat, seit der Jahrtausendwende aber zunehmend auch geopolitische Bruchlinien und Konflikte als ihre Arbeitsfelder begreift. Basierend auf Feldforschungen in Berlin, Ramallah, Sarajevo, Tel Aviv und Jerusalem zeichnet Jens Adam Formierungs- und Übersetzungsprozesse einer neuen Policy nach. Er eröffnet damit Einblicke in translokale Wissens- und Handlungsräume, in denen sich Ordnungen des Nationalen und Potenziale der Kosmopolitisierung kreuzen. Ausgezeichnet mit dem ifa-Forschungspreis Auswärtige Kulturpolitik 2016. Wie formuliert sich deutsche Kulturpolitik, wenn sie sich selbstreflexiv und kollaborativ präsentieren will? Wie eng ist die kulturpolitische Praxis an politische Vorgaben gebunden? Wie funktionieren kulturelle Selbstdarstellung, die Kollaboration mit lokalen Partnern und Akteuren? Wie steuern Institutionen die Kulturpolitik in einer Krisenregion? Welches Wissen wird dabei vermittelt und gesammelt? Diesen Fragen geht Jens Adam in seiner Dissertation nach. Er zeigt, wie Konfliktprävention als neues Ziel der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik (AKBP) seit der Jahrtausendwende in der praktischen Projektarbeit umgesetzt wurde. Am Beispiel der Goethe-Institute in Sarajewo und Ramallah untersucht er, wie das neue politische Ziel von offiziellen Dokumenten in Projektformate, Sprech- und Arbeitsweisen heruntergebrochen und umgesetzt wurde und wie sich innerhalb etablierter Strukturen Verschiebungen ergeben haben. Jens Adam beschreibt, wie sich die Schlüsselbegriffe Deutschlandbild und Dialog flexibel in geänderte Argumentationen und Diskurse einfügen lassen und gleichzeitig zum "stabilen Kern nationaler Repräsentation" passen. Er zeigt, mit welchen Schwierigkeiten projektgeförderte Kulturpolitik zu kämpfen hat, wie sich die Organisationsstruktur des Goethe-Instituts darauf auswirkt, wie versucht wird, Deutschlandbezüge herzustellen und welche Praktiken der Übersetzung angewandt werden. AKBP habe das Potenzial, bei der Transformation des Nationalen wirksam zu werden. Sie solle nationale Ordnungen und etablierte Infrastrukturen auflösen, um Erfahrungen vor Ort im Ausland stärker nutzen zu können. Dialog solle auf Augenhöhe stattfinden, um Lösungsstrategien und Handlungsspielräume zu ermöglichen. (ifa)
Wir leben in einer verflochtenen und dennoch geteilten Welt: Asymmetrien, Grenzziehungen und Politiken der Differenz bringen gleichzeitig die Trennlinien und den gemeinsamen Kontext für globales Zusammenleben hervor. Diese Ambivalenz schlägt sich auch in der deutschen Auswärtigen Kulturpolitik nieder, die sich ursprünglich an den Ordnungen des Nationalen orientiert hat, seit der Jahrtausendwende aber zunehmend auch geopolitische Bruchlinien und Konflikte als ihre Arbeitsfelder begreift. Basierend auf Feldforschungen in Berlin, Ramallah, Sarajevo, Tel Aviv und Jerusalem zeichnet Jens Adam Formierungs- und Übersetzungsprozesse einer neuen Policy nach. Er eröffnet damit Einblicke in translokale Wissens- und Handlungsräume, in denen sich Ordnungen des Nationalen und Potenziale der Kosmopolitisierung kreuzen.Ausgezeichnet mit dem ifa-Forschungspreis Auswärtige Kulturpolitik 2016.
Inhalt Einleitung I. Rahmungen Ethnografische Zugänge – theoretische Bezüge II. Ein politisches Feld Imaginäre Dimensionen, policy community, Übersetzungsketten III. Translokale Formationen Wissens- und Übersetzungsarbeit in Ramallah und Sarajevo IV. Schluss V. Anhang Danksagung This analysis of the "foreign cultural politics as conflict prevention" shows how strongly the foreign cultural politics of Germany are still being structured by national systems, narratives and hierarchies.