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Österreich und die deutsche Frage 1987–1990: Vom Honecker-Besuch in Bonn bis zur Einheit

معرفی کتاب «Österreich und die deutsche Frage 1987–1990: Vom Honecker-Besuch in Bonn bis zur Einheit» نوشتهٔ Gehler, Michael (editor);Graf, Maximilian (editor)، منتشرشده توسط نشر Vandenhoeck & Ruprecht Verlage در سال 2018. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Gedruckt mit freundlicher Unterstützung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, der Konrad-Adenauer-Stiftung e. V., des Instituts für Geschichte der Stiftung Universität Hildesheim sowie des Instituts für Neuzeit-und Zeitgeschichtsforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek: Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.de abrufbar. Der »Mauerfall« brachte die Frage der »Wiedervereinigung« überraschend rasch zurück auf die Tagesordnung der internationalen Politik. Dies galt auch für die österreichische Diplomatie und Politik, wie die 180 in dieser Edition erstmals veröffentlichten Dokumente zeigen. Das Verhältnis des neutralen Landes zu beiden deutschen Staaten hatte sich von 1949 bis 1989/90 kontinuierlich entwickelt. Zur Bundesrepublik bestanden aufgrund des Außenhandels und der Westorientierung Österreichs weit engere und intensivere wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen. Abwartend und weit weniger intensiv war das Verhältnis zum ostdeutschen Staat. Nichtsdestotrotz waren die Kontakte zur DDR nach Aufnahme diplomatischer Beziehungen 1972 von schrittweiser Normalisierung, wechselseitiger Besuchsdiplomatie und gut entwickelten Wirtschaftsbeziehungen gekennzeichnet, die allerdings hinter der Stärke von jenen mit der Bundesrepublik zurückblieben. Österreich verfolgte in dieser Zeit als kritischer Beobachter aufmerksam die deutsche-deutsche Entwicklung und analysierte ihre Folgen für Europa. Die deutsche Teilung schien mit dem Honecker-Besuch in Bonn 1987 verfestigt, mit der Anerkennung der DDR als scheinbar souveräner Staat schien der SED-Generalsekretär auf dem Höhepunkt seiner Macht angelangt und die deutsche Frage definitiv beantwortet. Trotz des von Michail Gorbatschow ausgelösten Wandels wirkte das ostdeutsche Regime stabil. Der Schein trog jedoch. Der revolutionäre Umbruch in der DDR ging 1989 schließlich so rasch vonstatten, dass sich die deutsche Einheit im Herbst des Folgejahres auch für das genau beobachtende Österreich teilweise schneller vollzog als es vorher noch zu erwarten war. Nichtsdestotrotz hatte Österreichs Mitwirken an der Massenflucht der Ostdeutschen via Ungarn im Spätsommer 1989 wesentlich zum Zusammenbruch des SED-Regimes beigetragen. Die »friedliche Revolution« wurde von der österreichischen Politik begrüßt, die Haltung zur deutschen Frage war jedoch ambivalent. Während Bundeskanzler Franz Vranitzky zunächst von einem Fortbestand der DDR ausging und Besuchskontakte pflegte, befürwortete Außenminister Alois Mock die deutsche Einheit von Anfang an. Je deutlicher sich die Vereinigung abzeichnete, desto einhelliger wurde die österreichische Unterstützung. Dies stand in direktem Zusammenhang mit dem 1989 in Brüssel gestellten Beitrittsgesuch zu den Europäischen Gemeinschaften, dass sich rasch im Schatten der der deutschen Frage wiederfand. Auf dem Weg zum gemeinschaftlichen Europa setzte Wien auf deutschen Beistand

Der »Mauerfall« brachte die Frage der »Wiedervereinigung« überraschend rasch zurück auf die Tagesordnung der internationalen Politik. Dies galt auch für die österreichische Diplomatie und Politik, wie die 180 in dieser Edition erstmals veröffentlichten Dokumente zeigen. Das Verhältnis des neutralen Landes zu beiden deutschen Staaten hatte sich von 1949 bis 1989/90 kontinuierlich entwickelt. Zur Bundesrepublik bestanden aufgrund des Außenhandels und der Westorientierung Österreichs weit engere und intensivere wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen. Abwartend und weit weniger intensiv war das Verhältnis zum ostdeutschen Staat. Nichtsdestotrotz waren die Kontakte zur DDR nach Aufnahme diplomatischer Beziehungen 1972 von schrittweiser Normalisierung, wechselseitiger Besuchsdiplomatie und gut entwickelten Wirtschaftsbeziehungen gekennzeichnet, die allerdings hinter der Stärke von jenen mit der Bundesrepublik zurückblieben. Österreich verfolgte in dieser Zeit als kritischer Beobachter aufmerksam die deutsche-deutsche Entwicklung und analysierte ihre Folgen für Europa. Die deutsche Teilung schien mit dem Honecker-Besuch in Bonn 1987 verfestigt, mit der Anerkennung der DDR als scheinbar souveräner Staat schien der SED-Generalsekretär auf dem Höhepunkt seiner Macht angelangt und die deutsche Frage definitiv beantwortet. Trotz des von Michail Gorbatschow ausgelösten Wandels wirkte das ostdeutsche Regime stabil. Der Schein trog jedoch. Der revolutionäre Umbruch in der DDR ging 1989 schließlich so rasch vonstatten, dass sich die deutsche Einheit im Herbst des Folgejahres auch für das genau beobachtende Österreich teilweise schneller vollzog als es vorher noch zu erwarten war. Nichtsdestotrotz hatte Österreichs Mitwirken an der Massenflucht der Ostdeutschen via Ungarn im Spätsommer 1989 wesentlich zum Zusammenbruch des SED-Regimes beigetragen. Die »friedliche Revolution« wurde von der österreichischen Politik begrüßt, die Haltung zur deutschen Frage war jedoch ambivalent. Während Bundeskanzler Franz Vranitzky zunächst von einem Fortbestand der DDR ausging und Besuchskontakte pflegte, befürwortete Außenminister Alois Mock die deutsche Einheit von Anfang an. Je deutlicher sich die Vereinigung abzeichnete, desto einhelliger wurde die österreichische Unterstützung. Dies stand in direktem Zusammenhang mit dem 1989 in Brüssel gestellten Beitrittsgesuch zu den Europäischen Gemeinschaften, dass sich rasch im Schatten der der deutschen Frage wiederfand. Auf dem Weg zum gemeinschaftlichen Europa setzte Wien auf deutschen Beistand.

The compound terms formed with “post-” — from Postmodernity through Postdemocracy to Postcrisis as the New Normal — can be seen as a symptom of theoretical helplessness. These compounds are based on a kind of dialectics which they explicitely refuse: The idea of a New Normal postulates a return to normalcy at the end of the series of crises in the early 21th century, but it states simultaneously that the old normalcy has eventually been lost forever. In order to shed light on this question, theoretical effort is needed: This study proposes the concepts of normalism, interdiscourse, and collective symbolism. Taking seriously Michel Foucault’s idea of a theoretical tool box, it introduces a new and operational concept of antagonism alternative to the one which originates from dialectics. Antagonism in an operational definition represents a dynamic of irriversible de-normalization (i.e. loss of normality, failure of normalism). Using these analytical instruments, categories such as Postmodernity and New Normal can be explained in a new and satisfying manner. The study hereby takes into consideration positions denying antagonism in Postmodernity (e.g. Francis Fukuyama) as well as theories which claim new kinds of antagonism (e.g. Negri and Hardt, Laclau and Mouffe, or Rancière). These theoretical developments go together with topical analyses of the series of crises after 2001 and particularly after 2007: from the financial crisis through the Euro crisis to the refugees and populism crises. The analytical approach proposed here is particularly apt for studying the role of topical media as well as political discourses in normalization and denormalization processes. As a result, the study proposes a processual scheme of the series of crises as well as a new definition of populism based on the approach of normalism. Finally, it also considers the problems of alternative “transnormalistic” ways out of the crisis (“flightlines”). Interspersed with the study are short literary essays on novels dealing with current antagonisms: by Albert Camus, Thomas Bernhard, Sibylle Berg, Stephen King, Jean Marie Gustave Le Clézio, Jonathan Littell, and Michel Houellebecq Der »Mauerfall« brachte die Frage der »Wiedervereinigung« überraschend schnell zurück auf die Tagesordnung der internationalen Politik. Dies galt auch für die österreichische Diplomatie und Politik, wie die 180 in dieser Edition erstmals veröffentlichten Dokumente zeigen. Sie illustrieren den kontinuierlichen Wandel des Verhältnisses Österreichs zu beiden deutschen Staaten von 1987 bis 1990, wie der neutrale Staat die deutsch-deutsche Entwicklung aufmerksam verfolgte sowie hinsichtlich ihrer Folgen für Europa analysierte und für eigene politische Bestrebungen zu nutzen versuchte Das Buch behandelt Österreichs Rolle als neutralen Beobachter des Verhältnisses der beiden deutschen Staaten im zu Ende gehenden Kalten Krieg
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