Öffentliche Wohlfahrt Und Judenverfolgung: Wechselwirkungen Lokaler Und Zentraler Politik Im Ns-staat 1933-1942 (Studien Zur Zeitgeschichte) (German Edition)
معرفی کتاب «Öffentliche Wohlfahrt Und Judenverfolgung: Wechselwirkungen Lokaler Und Zentraler Politik Im Ns-staat 1933-1942 (Studien Zur Zeitgeschichte) (German Edition)» نوشتهٔ Gruner, Wolf، منتشرشده توسط نشر OLDENBOURG WISSENSCHAFTSVERLAG در سال 2015. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Main description: Innerhalb der Öffentlichen Wohlfahrtspflege führten sozialrassistische Konzepte, antisemitische Ambitionen und finanzielle Interessen seit 1933 zu einer Ausgrenzung jüdischer Deutscher, ohne dass hierzu Gesetze vorlagen. In vielen Städten wurden zunächst jüdische Beamte und Angestellte entlassen, dann jüdische Wohlfahrtsempfänger durch Leistungskürzungen, Arbeitszwang und Isolierung diskriminiert. Diese Praxis der Wohlfahrtsämter mündete schließlich in die zentrale Verordnung vom November 1938, die den Ausschluss der jüdischen Armen aus dem staatlichen Fürsorgesystem dekretierte. Wolf Gruner dokumentiert auf einer umfangreichen Quellenbasis erstmals die Impulsfunktion kommunaler Initiativen für den Verlauf der NS-Judenverfolgung. Die vergleichende Darstellung der Politik deutscher Großstädte und Wiens birgt überraschende Ergebnisse zum Verhältnis von lokaler Verwaltung und Gestapo. Die Studie zeigt: Die "soziale" Enteignung jüdischer Staatsbürger durch Beamte und Angestellte der staatlichen Fürsorge ist ein wichtiges, bisher zu wenig beachtetes Element der Vorgeschichte des Holocaust. Wolf Gruner ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität in Berlin. Aus der Presse: "Dieses Buch erschließt uns mit hoher Fachkompetenz und erdrückendem Belegmaterial bis in den immer aussichtsloseren jüdischen Alltag in den Städten und Gemeinden hinein ein zentrales und deprimierendes Kapitel nationalsozialistischer Judenpolitik, das uns bislang nur in Umrissen bekannt gewesen ist." Bernd Jürgen Wendt, in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 3/2003 Vorwort Einleitung I. Die staatliche Fürsorge und die neue „Rassenpolitik“ 1. Das System der Fürsorge in Deutschland 2. Antijüdische Politik und Öffentliche Wohlfahrt nach der Machtergreifung (1933 - 1934) II. Die zunehmende Diskriminierung jüdischer Armer vor Ort 1. Kommunale Aktionen und zentrale Maßnahmen (Frühjahr 1935 - Sommer 1936) 2. Verfolgungsplanung, Diskriminierung und Widersprüche (Herbst 1936 - Frühjahr 1937) III. Die Koordination der Deklassierung jüdischer Fürsorgeempfänger 1. Deutscher Gemeindetag und Reichsinnenministerium: Zur Abstimmung lokaler Praktiken (Sommer 1937) 2. Die Radikalisierung der Verfolgung (Herbst 1937 - Frühjahr 1938) 3. Lokale und zentrale Maßnahmen in der Öffentlichen Fürsorge (Sommer 1938) V. Der Ausschluß bedürftiger Juden aus der Öffentlichen Wohlfahrt 1. Die zentrale Neuorientierung der Verfolgung (Herbst 1938 - Winter 1938/1939) 2. Der chaotische Zwangstransfer der Fürsorgepflicht (Winter 1938/39 - Frühjahr 1939) Zur Ausgrenzung vor Ort: Initiativen und Hindernisse (177) - Die Fürsorgepraxis in der Reichshauptstadt Berlin (184) - Das Warten auf die Ausführungsbestimmungen zur Fürsorgeverordnung (186) - Die Koordination städtischer Ausgrenzung im Deutschen Gemeindetag 3. Neue Impulse für den Zwangstransfer (Sommer 1939) V. Öffentliche Fürsorge und Reichssicherheitshauptamt im Konflikt 1. Die zentrale Koordination des Zwangstransfers (Herbst 1939 - Winter 1939/40) 2. Diverse Verfolgungsinteressen: Fürsorgeverbände, Gemeindetag und RSHA (Frühjahr - Herbst 1940) 3. Zum Abschluß des Zwangstransfers (Winter 1940/41) 4. Die Vorbereitung der Deportationen und die jüdischen Armen (Frühjahr - Sommer 1941) VI. Die „Endlösung“ und die jüdischen Armen 1. Die Deportationen, die jüdischen Armen und die Öffentliche Fürsorge (Herbst 1941 - Herbst 1942) 2. Fortgang und Ende der Ausgrenzungsdiskussion (Herbst 1941 - Ende 1942) Schlußbetrachtung: Zum Anteil der Öffentlichen Fürsorge an der Judenverfolgung im NS-Staat Tabellen Abkürzungen Quellen und Literatur Register Personenregister Ortsregister Demonstrates that discrimination of Jews by local welfare agencies, as early as 1933, was not imposed by the Nazi Party but was an initiative of local bureaucrats, many of them not party members. This was in line with the change from the Weimar policy of care for the individual to Nazi cultivation of groups valuable to the Volk. The Deutscher Gemeindetag, the union of local communities, encouraged and coordinated its members' antisemitic policies and mediated between them and the Ministry of the Interior. Until late 1938, the central government, and particularly the SD, tried at times to curb these local initiatives because the Jews were left without means for emigration - the SD's central goal. But from 1939 on, the central government adopted what had long been local practice, and transferred responsibility for the care of the indigent Jews from the public treasury to the Reichsvereinigung. The latter's work was closely supervised by the Gestapo, which forced it to cut aid to a minimum in order to save funds to finance the deportations. (From the Bibliography of the Vidal Sassoon International Center for the Study of Antisemitism) Review quote. A quote from a review of the product: "Dieses Buch erschließt uns mit hoher Fachkompetenz und erdrückendem Belegmaterial bis in den immer aussichtsloseren jüdischen Alltag in den Städten und Gemeinden hinein ein zentrales und deprimierendes Kapitel nationalsozialistischer Judenpolitik, das uns bislang nur in Umrissen bekannt gewesen ist." Bernd Jürgen Wendt, in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 3/2003
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