Novum Testamentum Et Orbis Antiquus/Studien Zur Umwelt des Neuen Testaments: Eros und Bekehrung: Anthropologische und Religionsgeschichtliche Untersuchungen Zu »joseph und Aseneth«
معرفی کتاب «Novum Testamentum Et Orbis Antiquus/Studien Zur Umwelt des Neuen Testaments: Eros und Bekehrung: Anthropologische und Religionsgeschichtliche Untersuchungen Zu »joseph und Aseneth«» نوشتهٔ Christian Wetz، منتشرشده توسط نشر Vandenhoeck & Ruprecht. ein Imprint der Brill Deutschland GmbH در سال 2010. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Die »Wandlung Aseneths« genannte zentrale Episode in der frühjüdischen Schrift »Joseph und Aseneth« (JosAs) funktioniert nach dem Schema der rites de passage, wie es Arnold van Gennep beschrieben hat, und weist darüber hinaus im Anschluss an Victor Turner Kennzeichen des Liminalen auf. Gleichzeitig bricht sie mit dem Schema der Mädchentragödie (Walter Burkert), nach der die Protagonistin unterworfen werden müsste. Ausgehend von diesen Beobachtungen zeigt Wetz, dass Aseneth durch ihre Wandlung, die sowohl eine Konversion zum Judentum als auch einen biographischen Übergang vom Mädchen zur Frau darstellt, Freiheit zur Selbstbestimmung erfährt. Die Darstellung dieses doppelten Übergangs als rite de passage trägt das Motiv der Auferstehung, des Durchgangs des Lebens durch den Tod hin zu neuem Leben, in die Erzählung ein.Die anschließende religionsgeschichtliche Analyse zeigt, dass zentrale Motive der Wandlungsepisode auf die Auferstehungs- und Freiheitsthematik verweisen. Da die rites de passage als kulturübergreifend zu fassendes Phänomen integraler Bestandteil der conditio humana sind, gelingt es der Erzählung, ihren historischen wie ihren modernen Rezipienten mitzunehmen auf Aseneths Weg zu einem biographischen Neuanfang.Die Lektüre von JosAs erhält die Funktion therapeutischer Katharsis. Wetz legt Wert auf die Feststellung, dass das, was zur conditio humana gehört, sich in einem biologisch-kulturellen Adaptionsprozess im Laufe der Humanevolution entwickelt hat. Dies fungiert als theoretische Grundlage dafür, dass die Rezipienten von JosAs kultur- und zeitenübergreifend angerührt werden. Cover......Page 1 Title Page ......Page 4 Copyright ......Page 5 Table of Contents ......Page 6 Vorwort......Page 10 Vorbemerkungen......Page 12 1. Zur Einleitung......Page 14 2. Forschungsgeschichtliche Schlaglichter seit Sänger......Page 22 2.1 Dieter Sänger Antikes Judentum und die Mysterien......Page 23 2.2 Angela Standhartinger Das Frauenbild im Judentum der hellenistischen Zeit......Page 25 2.3 Randall D. Chesnutt From Death to Life......Page 27 2.4 Gideon Bohak Joseph and Aseneth and the Jewish Temple in Heliopolis......Page 29 2.5 Ross Shepard Kraemer When Aseneth met Joseph......Page 32 2.6 Edith McEwan Humphrey The Ladies and the Cities......Page 34 2.7 Conrad Rees Douglas Liminality and Conversion in Joseph and Aseneth......Page 36 2.8 George J. Brooke Joseph, Aseneth, and Lévi-Strauss......Page 40 2.9 Ertrag......Page 41 3.1 Vorbemerkungen......Page 44 3.2 Zur Einteilung in Handschriftenfamilien bis zum Jahre 2003......Page 46 3.3 Zu Burchards neuer Einteilung der Handschriftenfamilien......Page 48 3.4 Zur Geschichte der Ausgaben......Page 49 3.5 Ertrag. Zur Begründung der Langtextpriorität......Page 51 4.1.1.1 Die Begriffe bei verschiedenen Autoren......Page 55 4.1.1.2 Kumulative Definition nach Ronald Grimes......Page 56 4.1.2 Initiation als Bruch im biographischen Kontinuum......Page 59 4.2 Arnold van Genneps »rites de passage«......Page 61 4.3 »Betwixt and Between«. Victor Turners Konzepte der Liminalität und der Communitas......Page 63 4.4 Ritual und Biologie. Von proximaten und ultimaten Lösungsansätzen......Page 69 4.5 Bruce Lincoln. Die weibliche Form der Übergangsriten: enclosure, magnification, emergence......Page 74 (b) Identifikation mit einer Göttin oder mythischen Heldin......Page 76 (2) Morphologie weiblicher Initiationsriten......Page 77 4.5.1 Zur Ambivalenz weiblicher Initiationsrituale......Page 80 4.5.2 Kritik und Ertrag......Page 81 4.6 Walter Burkerts Konzept der Mädchentragödie......Page 83 4.6.1 Ein Beispiel: Amor und Psyche......Page 84 4.6.3 Weibliche Pubertätsriten als Abbild der drei dramatischen Stationen der Frauwerdung......Page 86 4.7 Überlegungen zur Verbindung von anthropologischem und religionsgeschichtlichem Zugang......Page 90 4.8 Semantisch-symbolische Anreicherung von Wörtern und Motiven......Page 91 4.9 Ritualität und Textualität......Page 92 Exkurs I. Biologie, Ritus und Hermeneutik. Die existentiale Dimension von Ritualität......Page 101 4.10 Konsequenzen für die Untersuchung von JosAs......Page 103 5.1 Analyse von JosAs 1,1–21,9 Literarische Repräsentanz von van Genneps Drei-Stufen-Schema......Page 105 5.1.1 Die vier Kleiderwechsel......Page 106 5.1.1.1 Der Kontext des ersten Kleiderwechsels (JosAs 3,5f)......Page 109 5.1.1.2 Der Kontext des zweiten Kleiderwechsels (JosAs 10,10–14)......Page 121 5.1.1.3 Der Kontext des dritten Kleiderwechsels (JosAs 14,14f)......Page 123 5.1.1.4 Der Kontext des vierten Kleiderwechsels (JosAs 18,5f)......Page 125 5.2 Literarische Repräsentanz der Kennzeichen des Liminalen in der Wandlung Aseneths......Page 127 5.3 Zwischenergebnis......Page 132 Exkurs II. Einige Anmerkungen zu Sängers Falsifikation eines mysterientheologischen Hintergrundes und seiner Rekonstruktion eines Proselytenaufnahmeformulars......Page 133 Zur Lincolnschen Typologie weiblicher Initiationsrituale......Page 137 Zur Lincolnschen Morphologie weiblicher Initiationsrituale......Page 138 Zur Lincolnschen Teleologie weiblicher Initiationsrituale......Page 142 Exkurs III. Burchards Vergleich des Märchens von Amor und Psyche mit JosAs......Page 144 5.5 Die Wandlung Aseneths als Mädchentragödie gelesen......Page 149 5.5.1 Kritik an Burkerts Konzept der Mädchentragödie und Konsequenzen für das Verständnis der Wandlung Aseneths......Page 153 Exkurs IV. Eine kurze Apologie......Page 156 5.5.2 Theologische und anthropologische/ gynaikologische Implikationen......Page 159 6.1 Religionsgeschichtliche Rückverfolgung der Biene als kultisches, rituelles und religiöses Motiv......Page 169 6.1.2 Die Bienen der antiken Göttinnen und die Große Göttin......Page 171 6.1.3 Wabenbau auf den Mündern späterhin prominenter Persönlichkeiten......Page 181 6.1.4 Ertrag......Page 185 6.2 Religionsgeschichtliche Rückverfolgung des doppelten Gürtels der Jungfrauschaft......Page 188 6.2.1 Etymologisches......Page 189 6.2.2 Wörter für »Gürtel« im Griechischen......Page 190 6.2.3 Ethnographisches und Mythologisches......Page 193 6.2.4 Aseneths ......Page 195 6.2.4.1 Darstellungen doppelter Gürtel im frühen Mittelmeerraum......Page 201 6.2.4.2 Die religionsgeschichtliche Herkunft des Sautoir der Aphrodite......Page 205 6.2.5 Ertrag......Page 216 7. Schluss?......Page 221 Forschungsdesiderata......Page 226 8.1.2 JosAs-Ausgaben......Page 230 8.1.4 Christliche Texte außerhalb des Neuen Testament einschließlich Kirchenväter......Page 231 8.1.5 Pagane griechische und lateinische Texte......Page 232 8.1.6 Weitere Quellen......Page 233 8.3 Sekundärliteratur......Page 234 Abbildungsnachweise......Page 250 Register......Page 251 Shows the central part of the ancient Jewish novel "Joseph and Aseneth" (Aseneth's metamorphosis) having the structure of the rites of passage according to Arnold van Gennep. Furthermore, the author provides a fresh look upon the bee episode and the double girdle inspired by history of religion.
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