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Nochems neue Namen : die Juden Galiziens und der Bukowina und die Einführung deutscher Vor- und Familiennamen 1772-1820

معرفی کتاب «Nochems neue Namen : die Juden Galiziens und der Bukowina und die Einführung deutscher Vor- und Familiennamen 1772-1820» نوشتهٔ Johannes Czakai; Institut für die Geschichte der Deutschen Juden (Germany)، منتشرشده توسط نشر Konstanz University Press. in Wallstein-Verlag GmbH Verlag und Werbung در سال 2022. این کتاب در 5 صفحه، فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Die Geschichte von Zuckerberg, Wiesenthal, Streisand, Ringelblum, Geizhals und anderen Familiennamen osteuropäischer Juden. Ende des 18. Jahrhunderts nahmen hunderttausende Juden in den österreichischen Provinzen Galizien und Bukowina neu geschaffene deutsche Familiennamen an. Johannes Czakai legt nun die erste umfassende wissenschaftliche Studie vor zu diesem bis heute prägenden Kapitel jüdischer Geschichte, über das bislang nur Anekdoten bekannt waren. Aufbauend auf zuvor unbekanntem Archivmaterial folgt der Autor dem Leben und den wechselnden Namen des jüdischen Kleinhändlers Nochem aus Lemberg und zeigt, wie die neuen Namen dazu beitrugen, die jüdische Lebenswelt in Ostmitteleuropa nachhaltig zu transformieren. Die Namensannahme stellt sich als widersprüchlicher Prozess dar, der vor allem der Ausbildung staatlicher Kontrollmechanismen diente. Juden waren jedoch keineswegs nur passive Empfänger dieser Politik, sondern verstanden es, die Zwangsmaßnahme für sich zu nutzen. Johannes Czakai ergründet die nicht nur teils verblüffende Geschichte hinter den neu kreierten Namen, sondern eröffnet zudem einen originellen Blick auf jüdisch-staatliche Interaktionen in der sich modernisierenden Habsburgermonarchie. Ausgezeichnet mit dem Wissenschaftlichen Förderpreis des Botschafters der Republik Polen. Umschlag Titel Impressum Inhalt Einleitung 1. Ausgangslage 2. Zielsetzung, Fragestellung und Thesen 3. Forschungsstand Franzos’ langer Schatten – Die Namen der Juden Die Juden Galiziens und die Reformpolitik Josephs II. 4. Quellenlage 5. Methodische Ansätze Namenkundliche und etymologische Analysen 6. Gliederung 7. Anmerkungen zu Zitaten, Eigennamen sowie Transliterationen 1. Nochem/Nuchym/Nahum/Menahem. Tradition und Interaktion – Juden und ihre Namen vor den Namensgesetzen 1.1 Galizien und seine Juden Sprache, Demografie und Gewerbe Die jüdische Gemeinde Krisen und Umbrüche Reformen Die österreichische Judenpolitik in Galizien Überblick über die Namensgesetze Zwischenfazit 1.2 Die Namen von Juden und anderen Polen Juden und ihre Vornamen in Polen-Litauen »Schwebende Beinamen« und »Protofamiliennamen« Yikhes Namen als polnisch-jüdische Kontaktzone Die jüdischen Namen Galiziens in deutschsprachigen Quellen Zwischenfazit 1.3 Fazit 2. Nochem Bilker. Die lesbaren Juden – Namen von Juden im Kontext staatlicher Kontrollmechanismen 2.1 Wissensaneignung und -produktion Die Notwendigkeit der Klassifizierung Vermessung und Kartografie Land und Bevölkerung lesbar machen Volkszählungen und Hausnummern Ein Sonderweg: Die behördliche Erfassung der Juden Die polnische Lustracja von 1764 2.2 Konskriptionen und Steuerbüchel – Die Evolution der Lesbarkeit in Galizien Das galizische Konskriptionssystem Evidenzhaltung Die gesonderte Erfassung der Juden Die Reform der Steuererhebung von 1781 – Ein Schritt zum jüdischen Individuum Die Grundlage des neuen Systems – Die Juden-Konskription von 1785 Die Klassifikation in der Bukowina Die weitere Entwicklung der jüdischen Konskription bis 1820 Zwischenfazit 2.3 Die Fixierung der flüchtigen Namen – Die erste Benennungswelle 1785/86 Namensrecht und Namensverbote Vorläufer jüdischer Namensfixierung Das galizische Namenspatent von 1776 Matrikeln und Kirchenbücher Die Annahme fester Familiennamen 1785 Die Fixierung der Namen in der Bukowina Geteiltes Wissen – Das Zeitalter der Steuerpächter Zwischenfazit 2.4 Fazit 3. Nochem Waltstein. Die nützlichen Juden – Deutsche Namen im Kontext von Sprache, Toleranzpolitik und charakterlicher Erziehung 3.1 Namen als Instrument zur Hebung des Charakters – Das Patent von 1787 im Kontext der josephinischen Toleranzgesetzgebung Das Patent vom 23. Juli 1787 Die Grundgedanken der josephinischen Toleranzgesetzgebung Die Sprachen der Juden Der Kampf gegen die jiddische Sprache und hebräische Schrift Konfliktpunkte und Einschränkung der Namenswahl Leopold Tirsch und die Reform der jüdischen Vornamen Zwischenfazit 3.2 Deutsche Namen und sprachliche Uniformität Staat, Nation und Vaterland Sprachpluralismus und Sprachreinheit Jiddische Namen als Ausschlusskriterium – Die gekürzte Liste der erlaubten Vornamen Verhöhnende Vornamen – Ein Zeichen von Stigmatisierung? Zwischenfazit 3.3 Galizische Sonderwege – Die Neuinterpretation des Namenspatents in der Peripherie Die Rolle von deutscher Sprache und Kultur in Galizien Die Abschaffung »jüdischer« Sprachen und Unterschriften Deutsch als Bildungssprache für die galizischen Juden Kleidung als Marker äußerlicher Differenz Die Einführung deutscher Familiennamen Zwischenfazit 3.4 Bedeutungswandel – Die galizische Sprach- und Namenspolitik nach 1787 Namen in der Judenordnung von 1789 Das Ende der Reformära nach dem Tod Josephs II. Das Namenspatent in Westgalizien (1804/05) Bedeutungsverlust Zwischenfazit 3.5 Fazit 4. Nochem Balstiner. Die benannten Juden – Prozesse von Namensfindung und -registrierung 4.1 Die erste Benennung 1785 Selbst benennen oder benannt werden? – Die Kommissionen und ihr Personal »Namens Creirung« – Die Durchführung der Benennungen Fallbeispiele – Das Ausgangsmaterial Der Namensbestand 1785 Namensträgerinnen zweiter Klasse – Frauen als Sondergruppe Etymologische Analyse Verworrene Ortsnamen Berufsnamen Spottnamen? Gekaufte Namen? – Soziale Implikationen Zwischenfazit 4.2 Die separaten Benennungen in der Bukowina 1786 und 1787 Der Schwarzwald im Buchenland – Das Heimweh des Fidelis Erggelet (1786) Die zweite Benennung in der Bukowina 1787 Zwischenfazit 4.3 Raiber wird zu Goldstaub – Die Abänderung der Namen 1787 Vornamen Die Abänderung des Namensbestands von 1785 zu 1787 Kunstnamen, Fantasienamen, Willkürnamen, Massennamen – Der Anstieg der Zwei-Komponenten-Namen Der »romantische« Zeitgeist – Theaterfiguren, Adelsprädikate und Konvertitennamen als Vorbild Der Kampf um die jüdische Identität? Transliterierte Namen Nachträgliches Benennen und Umänderung von Adelsnamen Zwischenfazit 4.4 Exkurs: Die Benennungen in Westgalizien ab 1804 4.5 Fazit 5. Nochem Boldstirer. Die widerspenstigen Juden –Namensgebrauch zwischen staatlichem Zugriff und Selbstbehauptung 5.1 Zettelwirtschaft – Die Informationsträger im Zentralstaat Familien- oder Konskriptionsbücher Steuerbüchel und Toleranzzettel Geleitscheine und Reisepässe »Abschaffungen« – Deportationen Schankgewerbe Berge an Papier – Zur Materialität der Datenträger 5.2 »Prozesslust« und Fälschungen – Formen widerständigen Handelns Der Name im System Identitätsfeststellung und ahnungslose Behörden Falsche Namen und Urkundenfälschung – Individuelle und institutionelle Manipulation Denunziationen Hersch Bohrer wird zu David Segal Kreiskommissär Joseph von Wolfsfeld – Helfende Beamte? Leib Zu(c)ker – Nichtbeachtung von Konskriptionsnamen und innerjüdische Spitznamen Zwischenfazit 5.3 Selbstbenennung als performativer Akt – Biografische Skizzen Ber aus Bolechów oder Dov Ber Birkenthal? – Fremd- oder Selbstbenennung im Spiegel von Grabsteininschriften Zwi Hirsch und Judith Rosanes – Kontinuitäten, Brüche, Neuschöpfungen? Oder: Der Name als Marke Leib Geizhals – Das Desinteresse eines Verspotteten Zwischenfazit 5.4 Der Name als Waffe – Der Machtkampf des Isaak Brunstein (und das Verbot von Adelsnamen 1802) Das Dekret von 1802 Adelsnamen Isaak Brunstein Brunstein vs. Lichtenstein – Gekränkte Adelsaspiration Zwischenfazit 5.5 Fazit 6. Nuchem Schranz recte Balstein. Die lebendige Erinnerung – Auswertung und Ausblick 6.1. Auswertung der Forschungsergebnisse 6.2 Das schwierige Erbe – Ausblick Balstein Nuchem – Sprachliche Vielfalt Schranz recte Balstein – Illegale Hochzeiten und Spitznamen Baltstein – Emigration und Zerstörung Dank Anhang Stammtafel der Familie Baltstein Glossar und Abkürzungen Galizien und seine Kreise Abbildungsnachweis Verzeichnis der Tabellen Quellen und Literatur Archivalische Quellen Online verfügbare archivalische Quellen Online-Datenbanken Periodika Gedruckte Quellen Nachschlagewerke Sekundärliteratur Personenregister Ortsregister

Die Geschichte von Zuckerberg, Wiesenthal, Streisand, Ringelblum, Geizhals und anderen Familiennamen osteuropäischer Juden.Ende des 18. Jahrhunderts nahmen hunderttausende Juden in den österreichischen Provinzen Galizien und Bukowina neu geschaffene deutsche Familiennamen an. Johannes Czakai legt nun die erste umfassende wissenschaftliche Studie vor zu diesem bis heute prägenden Kapitel jüdischer Geschichte, über das bislang nur Anekdoten bekannt waren.Aufbauend auf zuvor unbekanntem Archivmaterial folgt der Autor dem Leben und den wechselnden Namen des jüdischen Kleinhändlers Nochem aus Lemberg und zeigt, wie die neuen Namen dazu beitrugen, die jüdische Lebenswelt in Ostmitteleuropa nachhaltig zu transformieren. Die Namensannahme stellt sich als widersprüchlicher Prozess dar, der vor allem der Ausbildung staatlicher Kontrollmechanismen diente. Juden waren jedoch keineswegs nur passive Empfänger dieser Politik, sondern verstanden es, die Zwangsmaßnahme für sich zu nutzen. Johannes Czakai ergründet die nicht nur teils verblüffende Geschichte hinter den neu kreierten Namen, sondern eröffnet zudem einen originellen Blick auf jüdisch-staatliche Interaktionen in der sich modernisierenden Habsburgermonarchie.Ausgezeichnet mit dem Wissenschaftlichen Förderpreis des Botschafters der Republik Polen.

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